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106 Ergebnisse gefunden

  1. Hallo, ich könnte Räume in guter Lage übernehmen, um eine kardiolog. Privatpraxis zu eröffnen.. Diese sind bisher als Büro genehmigt. Es muss eine Nutzungsänderung durchgeführt werden. Die Räume und Aufzüge sind barrierefrei. Es gibt zwei Personaltoiletten bereits (Herren/Damen) getrennt. Direkt vor den Räumen ist außerhalb eine grosse Behindertentoilette (Unisex). Mein Praxisplaner schlägt vor diese Behindertoilette als Patienttoilette zu nehmen. Ist dies erlaubt? Mit freundlichen Grüsse, Robert aus München
  2. E-Health und Telemedizin prägen als Schlagwörter die Digitalisierungsstrategie im Gesundheitswesen. Doch wie kann die Umsetzung in Hausarzt- und Facharztpraxen zu einer echten Entlastung des Praxismanagements und Verbesserung der Patientenversorgung beitragen? Müssen es online Arzttermine sein? Telemedizinische Anwendungen in der ambulanten Medizin Die Videosprechstunde hat durch die Einführung von Abrechnungspositionen im EBM viel Aufmerksamkeit und Bekanntheit erreicht. Abseits des Videochats von Ärzten und Patienten sollen telemedizinische Anwendungen mittels Informations- und Kommunikationstechnologien die räumliche und zeitliche Distanz von medizinischen Leistungen überbrücken. Im Praxisalltag erfüllen Ärzte diese Bedingung der Telemedizin regelhaft: die telefonische ärztliche Beratung. Dabei wird selten an das Fernbehandlungsverbot gedacht. Quelle: § 7 Absatz 4 der (Muster-)Berufsordnung für die in Deutschland tätigen Ärztinnen und Ärzte (MBO) Konkret bedeutet dieser Absatz, dass nur mit Patienten, mit denen bereits ein persönlicher Erstkontakt zustande gekommen ist, eine Behandlung per Telefon oder Online-Medien erfolgen darf. Auf dem 121. Ärztetag Deutschen Ärztetag wurde für eine Lockerung des Fernbehandlungsverbots gestimmt, um das ärztliche Handeln auch telemedizinisch für unbekannte Patienten in Einzelfällen zu ermöglichen. Dabei wird oft vergessen, dass, unabhängig der Flexibilisierung dieses Fernbehandlungsverbots, für den Durchbruch in der Telemedizin, diese Vorgabe während der Behandlung eines Patienten fast immer erfüllt wird: sowohl Ärzte als auch Patienten würden eine Erstdiagnose einer Erkrankung, auch bei kleineren Beschwerden, nicht telemedizinisch erheben wollen. Vielmehr handelt es sich bei medizinischen Fragen meistens um Rückfragen zu einer aktuellen Behandlung oder Befundauskunft bzw. therapeutische Anweisungen. Telemedizinische Fernbehandlung im Praxisalltag Eine wirkliche Erleichterung, wäre eine einfache, sichere und schnelle Möglichkeit der Kommunikation zwischen Arztpraxis - Arzt und Patienten. Für den Einsatz im Praxisalltag sollten deshalb folgende Voraussetzung erfüllt werden: Zeitversetzte (asynchrone) Kommunikation Sichere Kommunikation zum Schutz der sensiblen Gesundheitsdaten Erfüllung der aktuellen Datenschutzanforderungen nach EU-DSGVO Niedrigschwellige (einfache) Kontaktaufnahme Steuerung der Kommunikation durch die Teilnehmer Zeitversetzte (asynchrone) Kommunikation im Gesundheitswesen Medizinische Anfragen und Antworten sollten zeitversetzt (asynchron) möglich sein: in der Regel beschäftigen sich Patienten mit medizinischen Problemen ausserhalb der Praxisöffnungszeiten und Ärzte sind heutzutage an eine enge Zeittaktung durch die Terminvergabe gebunden. Sichere Kommunikation zum Schutz der sensiblen Gesundheitsdaten und DSVGO Die Sicherheit der sensiblen Gesundheits- und Personendaten nach DSGVO müssen gewährleistet werden. Der Vertrauensanker Arztpraxis darf durch Einsatz technischer Innovationen nicht gestört werden. Durch Einhaltung der aktuellen Datenschutzanforderungen nach DSGVO wird keine juristische Angriffsfläche offengelegt. Niedrigschwellige (einfache) Kontaktaufnahme Telemedizinische Innovationen scheitern oft an der ersten Kontaktaufnahme. Vor allem Patienten sind lieber zum Telefonhörer zur Klärung von medizinischen Rückfragen, sollte sich der Registrierungsprozess als zu komplex herausstellen. Patienten sollen selbständig die Kontaktaufnahme initiieren können, ohne vorher eine Einladung durch die Arztpraxis / Arzt erhalten und verschiedene juristische Dokumente unterzeichnen zu müssen. Steuerung der Kommunikation durch die Teilnehmer In einer Arztpraxis erreicht der Patient den Arzt nicht direkt: er wird in der Regel zuerst von einer Medizinischen Fachangestellten telefonisch betreut, die gegebenenfalls das Telefonat weiterleitet. Eine telemedizinische Fernbehandlung muss diesen Praxisprozess digital abbilden und die Möglichkeit zu Verfügung stellen, Nachrichten weiterzuleiten. Gleichzeitig müssen, wie bei einem Telefonat, der direkte Austausch zwischen zwei Teilnehmern bei Erhalt einer weitergeleiteten Nachricht ermöglicht werden. Am Anfang stehen organisatorische Prozesse Ein Großteil der Kommunikation mit Patienten betreffen im Praxisalltag organisatorische Prozesse: Terminvereinbarung Rezept- und Überweisungsbestellungen reine Befundübermittlung, ohne ärztliche Interpretation Ziel einer Digitalisierungsstrategie im Gesundheitswesen muss es sein, auch diese organisatorischen Prozesse digital abzubilden. Für eine hohe Akzeptanz bei Patienten und den Medizinischen Fachangestellten einer Arztpraxis, müssen die jetzt schon bestehenden Anforderungen adäquat berücksichtigt werden. Online-Terminvereinbarung beim Arzt muss Besonderheiten berücksichtigen Der Prozess der Terminvergabe in der Arztpraxis ist traditionell gewachsen und verfeinert worden. Individuelle Praxisanforderungen erschweren eine schematische Terminvergabe. Es gelten besondere Anforderungen, um die synchrone, telefonische oder persönliche Terminvergabe durch ein technisches System asynchron zu unterstützen: Niedrigschwelligkeit: Neupatienten muss es einfach möglich sein, Kontakt mit der Arztpraxis aufzunehmen Datenschutz: Terminanfragen beinhalten selbst schon sensible Personen- und Gesundheitsdaten und sollten nicht z.B. per Email übermittelt werden Intelligenz: eine letztendliche Terminvergabe hängt von vielen Faktoren ab, z.B. subjektive und objektiver Terminanlass sowie dessen Dringlichkeit, Vorbehandlungen und -erkrankungen, erforderliche Voruntersuchungen und -Befunde Für ein effektives Praxismanagement und der Wirtschaftlichkeit einer Arztpraxis ist es entscheidend, diese Anforderungen zu bedienen. Die Patientenzufriedenheit wird letztendlich durch eine optimale Praxisorganisation erhöht. Bestehende Telemedizinische Lösungen Das bestehende Angebot ist vielfach auf nur einzelne telemedizinische Anwendungsfälle begrenzt: Zum Beispiel existieren vielfältige Lösungen für den Online-Arztbesuch mittels einer Videosprechstunde, die häufiger vorkommenden organisatorischen Prozesse einer Arztpraxis werden nur unzureichend unterstützt. Im Gegenzug leisten System für die organisatorischen Prozesse keine sichere Unterstützung für eine Fernbehandlung. Der Datenschutz erschwert die einfache Kontaktaufnahme durch Patienten und der Einsatz von synchronen Kommunikationsmethoden belastet die ärztliche Tätigkeit mehr, als es die Arztpraxis entlastet. Eine umfassende Lösung wäre ein sicherer Messenger wie WhatsApp mit einer echten Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Bekannte WhatsApp-Alternativen, wie Threema, Signal und Wire sind zwar sicher, allerdings bedienen sie nicht die Anforderungen des ambulanten Gesundheitswesen. Eine Alternative ist der sichere Messenger MediOne, der an die Anforderungen des Gesundheitswesen angepasst ist und DSGVO-konform genutzt werden kann.
  3. Janine09

    Abendsprechstunde

    Hallo, Mich würde Interessieren welche Argumente bei euch für eine Abendsprechstunde sprechen würden also sowas wie Gewinnung neuer Patienten. Ich würde mich freuen, eure Ideen zu hören! Liebe Grüße
  4. Praxismanager planen, organisieren, leiten und kontrollieren die organisatorischen Aktivitäten in Arztpraxen oder Medizinischen Versorgungszentren unter Befolgung der Richtlinien und Wertvorstellungen des Praxisinhabers oder der Geschäftsführung. Praxismanagerinnen sind häufig weitergebildete, berufserfahrene Medizinische Fachangestellte (MFA). Die Übertragung der organisatorischen Aufgaben auf eine leitenden Führungskraft soll das Praxismanagement professionalisieren und zur Weiterentwicklung anregen. Die Entwicklung im ambulanten Gesundheitswesen erfordert heutzutage den Einsatz eines Praxismanagers: Medizinische Versorgungszentren und überörtlich agierende Arztpraxen mit Zweigpraxen versuchen Synergieeffekten wahrzunehmen um auch so verbesserten Arbeitsbedingungen für MFA sowie Ärzten anzubieten. Vorteile für ambulante Gesundheitseinrichtungen ergeben sich aus einer professionellen Aussenwirkung der Entlastung von Ärzten und MFA der Verbesserung des Patientenservice und der Patientenzufriedenheit Nachteile entstehen vor allem für kleine Arztpraxen durch die erhöhten Personalkosten sowie dem Konfliktpotential in der Übertragung von Führungsaufgaben. Das Aufgabengebiet und Rolle des Praxismanager Der neue Begriff Praxismanager soll zeitgemäßer und gleichzeitig eine Professionalisierung des Berufs wertschätzen. Die sind konkretisiert und die Rolle als Führungskraft im Praxisteam gestärkt worden. Zu den Aufgabengebiet der leitenden Erstkraft gehören: Praxisorganisation und Praxismanagement Patientenmanagement Qualitätsmanagement mit Beschwerdemanagement Personalmanagement und Personalführung Abrechnung Praxismarketing Betriebswirtschaft Konfliktpotential kann vor allem in gewachsenen Strukturen, wie traditionellen Arztpraxen, entstehen: Die Gruppendynamik eines Praxisteams kann durch eine neue Führungskraft initial gestört werden Die Führungsrolle des Praxisinhabers wird in Bezug auf die Medizinischen Fachangestellten verändert Wirtschaftliche Unternehmensdaten sowie fundamentale Mängel werden offengelegt Zur Vermeidung von Konflikten müssen sachliche Regeln sowie emotionale Wertvorstellungen der Geschäftsführung / Praxisinhaber definiert und kommuniziert werden. Als Beispiel einer sachlichen Regelung kann die Einsicht auf wirtschaftliche Unternehmensdaten sowie Kontostände auf die Geschäftsführung sowie das Steuerbüro eingeschränkt oder Investitionen auf definierte Maximalwerte und Einrichtungsgegenstände begrenzt werden. Emotionale Wertvorstellungen spiegeln sich vor allem im Patientenservice, dem Praxismarketing sowie im Umgang mit den Mitarbeitern wider: hier sollte ein regelmäßiger Austausch zwischen dem Praxismanager und der Geschäftsführung stattfinden. Das Praxisleitbild kann hierbei eine wertvolle Orientierungshilfe darstellen. In der Regel sind auch leitende medizinischen Fachangestellten in der Sprechstundenalltag integriert, um den Bezug zum Praxisalltag nicht zu verlieren. Die Arbeitseinteilung sowie die Arbeitsumgebung sollte zusätzlich die Möglichkeit für eine zeitweise ungestörte Konzentration auf das Praxismanagement ermöglichen. Als Richtwert für erforderliche Personalstunden zu administrativen Tätigkeiten kann bei einer kleinen Arztpraxis mit 3 MItarbeitern und ein bis zwei Ärzten mit 20h pro Woche gerechnet werden. Größere ambulante Gesundheitseinrichtungen benötigen sogar eine stellvertretende Praxismanagerin. Die Rolle der Praxismanagerin als Führungskraft im Praxisteam In kleineren und mittleren Arztpraxen behält in der Regel die Ärztin / der Arzt als Praxisinhaber die übergeordnete Führungsrolle inne und die leitende Erstkraft - jetzt Praxismanagerin - ist zusätzlich weisungsbefugt. Dies kann dazu führen, dass die Praxismanagerin als reines "ausführendes Organ" mit einem engen Vertrauensverhältnis zum Praxisinhaber angesehen wird. Erschwerend können fehlende Führungskompetenzen, sowohl des Praxisinhabers als auch der Praxismanagerin, hinzukommen. Im Praxisteam sollte aus diesem Grund die Praxismanagerin regelmäßig als Führungskraft mit eigenen Entscheidungsfreiheiten und Weisungsbefugnissen dargestellt werden. Gleichzeitig müssen die Grenzen klar kommuniziert werden, im Besonderen im Personalmanagement. Die Praxismanagerin muss delegieren lernen und gleichzeitig die Verantwortung für einen Aufgabenbereich tragen: Die Aufgaben der Praxismanagerin sind umfangreich und sie kann diese nicht alleine bewältigen. Sie muss delegieren und gleichzeitig die Verantwortung für die delegierten Aufgaben trotzdem übernehmen. Engagierte MFAs, die eine Weiterentwicklung anstreben, sind klassischerweise dadurch überfordert, dass sie alle Arbeiten selbst erledigen möchten. Die leitende MFA muss lernen Aufgaben im Praxisteam zu delegieren, die Ausführung anzuleiten und später zu kontrollieren. Fallen der Geschäftsführung Missstände auf, wird die Praxismanagerin damit konfrontiert. Praxismanagerin Ausbildung Da der Begriff Praxismanager nicht geschützt ist, existieren vielfältige Angebote zur Weiter- und Fortbildung. Neben Tages- und Wochenendkursen, sowie Fernstudien gibt es zum Teil berufsbegleitende Studien an Hochschulen. Fortbildungsinhalte sollten regelhaft sein: Betriebswirtschaft: die organisatorischen, planerischen und finanz- und steuertechnischen Überlegungen und Entscheidungen zur Praxisführung. Zudem sollte über ein Controlling ein Überblick der betriebswirtschaftlichen Entwicklungen verschafft werden. Praxismanagement: Planung und Verantwortung der Bereiche Praxisinventar, Räume, Terminmanagement, Sprechstundenablauf, etc. Kassen- und Privatabrechnung: Leistungsdokumentation, Vorbereitung und Durchführung der Kassenabrechnung (EBM), Privatabrechnung (GOÄ), und für weitere Verträge und IGEL-Leistungen Qualitätsmanagement: Dokumentation der Arbeitsprozesse und qualitative Weiterentwicklung der Arztpraxis Kommunikation: Gesprächsführung mit den Patienten und im Arztpraxisteam Personalmanagement: Auswahl, Einstellung, Entlassung und Führung von Medizinischen Fachangestellten sowie anderen Mitarbeitern und die Einsatzplanung. Dies beinhaltet auch Mitarbeitergespräche, in Form von Kritik-, Feedback- und jährlichen Zielvereinbarungsgesprächen. Rechtsvorschriften: Gesetze, Verordnungen und Richtlinien die im ambulanten Gesundheitswesen zu befolgen sind. Praxis-EDV-Anwendungen: Grundsätzlicher Überblick über den Einsatz und die Möglichkeiten der Praxissoftware und weiterer EDV-Anwendungen (PC-EKG etc.) Durch diese Weiterbildungsinhalte erwirbt die Praxismanagerin eine hohe Fachkompetenz. Es fehlen jedoch regelmäßig in der Ausbildung die Lehrinhalte der Führungskompetenz, die nachträglich angeeignet werden müssen: Selbstmanagement / Zeitmanagement Personalführung Konfliktmanagement Umgang mit Verantwortung Gehalt PraxismanagerIn 2018 Die Bezahlung der PraxismanagerIn kann sehr unterschiedlich ausfallen. Wurde früher die leitenden Erstkraft als Arzthelferin einfach angewiesen, das Praxismanagement zu übernehmen, gab es in der Regel hierfür keine finanziellen Extraleistungen. Durch die Professionalisierung des Praxismanagements und die erweiterte Ausbildung der Medizinischen Fachangestellten sollte man die Praxismanagerin mindestens in die Tarifgruppe IV nach Manteltarifvertrag für medizinische Fachangestellte einordnen. Dies entspricht 2018 einem Gehalt der PraxismanagerIn von 2.216,34 € ab dem 1. Berufsjahr bis zu 2.970,92 € ab dem 17. Berufsjahr. Besser sieht es für MFA aus, die spezielle (aber auch zeitintensive) Weiterbildungen durchgeführt haben: Tarifgruppe V: Fachwirtin für ambulante medizinische Versorgung / Arztfachhelferin (2.449,79€ bis .3218,50 €) Tarifgruppe VI: Betriebswirtin für Management im Gesundheitswesen entsprechend (2.826,68 € bis 3.713,65€) Fazit Eine Praxismanagerin einzustellen oder auszubilden geht mit erhöhten Kosten für die Weiterbildung und initialem hohem Zeitaufwand einher: geht man nur halbherzig an dieses Thema heran, kommt es zu Konflikten und Enttäuschungen. Die Praxisführung einer dedizierten Praxismanagerin zu übertragen lohnt sich jedoch: die Arztpraxis wird professionell geführt und kann sich weiterentwickeln. Die Ärzte erhalten mehr Zeit für die eigentlichen medizinischen Aufgaben. Schließlich führt dies zu einer erhöhten Patientenzufriedenheit und spiegelt sich auch betriebswirtschaftlich positiv wieder. Eine Win-Win-Situation.
  5. Eine Medizinische Fachangestellte (früher Arzthelferin) kann in einer Arztpraxis zwischen 1.884,45€ und 4.000 Euro brutto verdienen. Zu diesem Gehalt zahlen manche Praxisinhaber Bonusleistungen, wie betriebliche Altersvorsorge, steuerfreie Tankgutscheine oder ein 13. Monatsgehalt als Weihnachtsgeld. Besondere Aus- und Weiterbildungen, wie z.B. VERAH oder NäPa, ermöglichen die Nutzung eines Firmenfahrzeugs. PDF Tarifvertrag und Gehalt MFA 2018 Die Bezahlung der Medizinischen Fachangestellten ist im ambulanten Gesundheitswesen jedoch sehr unterschiedlich. Dabei sollte neben der Aus- und Fortbildung das Engagement und die Kompetenzen der MFA mit dem Gehalt berücksichtigt werden. Eine Orientierung bietet der Gehaltstarifvertrag der Medizinischen Fachangestellten, welcher durch den Verband medizinischer Fachberufe und der Arbeitsgemeinschaft zur Regelung der Arbeitsbedingungen der Arzthelferinnen/Medizinischen Fachangestellten (AAA) regelhaft ausgehandelt wird. Zum 01. April 2018 wurden die Gehälter rückwirkend angehoben. Damit liegt das Einstiegsgehalt der MFA in der Tätigkeitsgruppe I nun bei rund 1.884,45 Euro im Monat. Die Vergütung der Ausbildung zur Medizinischen Fachangestellten (MFA) ist in allen drei Jahren gestiegen. Das heißt, im ersten Ausbildungsjahr erhalten die Azubis nun 805 Euro , im zweiten Jahr 850 Euro und im dritten Jahr 900 Euro pro Monat. Viele Arztpraxen oder Medizinische Versorgungszentren verhandeln den Verdienst der MFA individuell. Das kann funktionieren aber auch zu Unstimmigkeiten und Orientierungslosigkeit im Praxisteam führen. MFA Tarifvertrag vermittelt Gehaltsorientierung Einen Überblick der Tätigkeitsgruppen und dem Gehalt nach Berufsjahren findest Du hier: Der Verband der medizinischen Fachberufe regelt die Empfehlungen für das Gehaltsschema der Medizinischen Fachangestellten in einem Manteltarifvertrag. Der Tarifvertrag teilt den Verdienst in sechs Tätigkeitsgruppen ein und honoriert so vor allem qualifizierte Fortbildungen durch ein höheres Gehalt. Erfahrene Medizinische Fachangestellte erhalten eine höhere Vergütung entsprechend den Berufsjahren. Eine besondere Honorierung von Sozialkompetenzen oder Engagement wird durch den Tarif nicht abgebildet, da diese schwer objektiv messbar sind. In vielen Arztpraxen und MVZ ist es deshalb üblich, dass sich das Gehalt zwar an den Tarifvertrag orientiert, aber zugleiche individuelle Regelungen getroffen werden. Das können regelmäßige monatliche Gehaltszuschläge sein oder aber auch Einmalzahlungen, abhängig von einer einzelnen besonderen Leistung. Beispiele für finanzielle Zuschläge als Extravergütung: Bereitschaft zur Mobilität im Rahmen von Hausbesuchen oder Zweigniederlassungen besonderes Engagement im Rahmen eines Zielprojekt, z.B. der Einrichtung einer neuen Praxis oder die Durchführung einer Patientenumfrage selbständige Betreuung von Patienten im Rahmen der DMPs oder Pracman (HZV) Als Beispiele für steuerneutrale Zuwendungen eignen sich Tankgutscheine, Weihnachtsgeschenke oder die Möglichkeit, das eigene Praxisauto zu verwenden. Im Rahmen einer praxisbetrieblichen Gesundheitsvorsorge wäre auch die Kooperation mit Fitnessstudios oder Physiotherapeuten denkbar, so dass die Mitarbeiter einen reduzierten Beitrag bezahlen müssen. 13. Monatsgehalt MFA ab 2018 auf Monatsvergütung verteilt und Sonderzahlung Das bisherige "Weihnachtsgeld" wird 2018 zur Hälfte monatlich umgelegt und die andere Hälfte als Sonderzahlung zum 1. Dezember ausgezahlt. Hierdurch sollen die Personalkosten besser kalkulierbar und Liquiditätsengpässe am Jahresende für die Arztpraxen vermieden werden. MFA haben einen Anspruch nach sechs Monaten, Auszubildende nach einer Wartezeit von drei Monaten. Eingruppierung der MFA / Arzthelferin in eine Tätigkeitsgruppe Für die Eingruppierung in die Tätigkeitsgruppen werden die Tätigkeiten der Medizinischen Fachangestellten in der Arztpraxis oder dem Medizinischen Versorgungszentrum zugrunde gelegt. Dabei gilt, dass auch delegierte Aufgaben berücksichtigt werden müssen. In diesem Rahmen trägt die Medizinische Fachangestellte die Verantwortung für die fachgerechte Durchführung der ihr übertragenen Aufgaben. Tätigkeitsgruppe I - abgeschlossene Ausbildung als Medizinische Fachangestellte Sobald die Ausbildung zur Medizinischen Fachangestellten abgeschlossen ist, erfolgt die Bezahlung nach der Einstiegsgruppe I. Hier soll die MFA vor allem Arbeiten ausführen, die direkt vom Arztpraxisinhaber, der leitenden Erstkraft oder der Praxismanagerin angewiesen wurden. An Grundvoraussetzungen werden die Kenntnisse aus der abgeschlossenen Berufsausbildung als Medizinische Fachangestellte nach der Prüfung vor der Ärztekammer erwarten. Tätigkeitsgruppe II - selbständiges Arbeiten der MFA In der Tätigkeitsgruppe II wird eine weitgehende Selbständigkeit verlangt. Es sollten Fort- und Weiterbildungen von insgesamt 40 Stunden oder entsprechende Berufserfahrung erworben sein. Fortbildungsmaßnahmen sind zum Beispiel: Ambulante Versorgung älterer Menschen Wundbehandlung/ Wundmanagement Hygienemanagement Qualitätsmanagement Patientenbegleitung und Koordination Datenschutz und Datensicherheit Informations- und Kommunikationstechnik Notfallmanagement / Erweiterte Notfallkompetenz Impfassistenz Disease-Management-Programme Tätigkeitsgruppe III - erweiterte Fortbildungen der MFA Wie in den anderen Tätigkeitsgruppen, sollte die Medizinische Fachangestellte weitgehendst selbständig die Arbeit ausführen. Weiterhin sind Fortbildungen von insgesamt 80 Stunden oder eine entsprechende Berufserfahrung nötig. Fortbildungsmaßnahmen sind zum Beispiel: Elektronische Praxiskommunikation und Telematik Prävention bei Jugendlichen und Erwachsenen Prävention im Kindes- und Jugendalter Strahlenschutzkurs lt. § 24 (2) Röntgenverordnung (90 Stunden) Tätigkeitsgruppe IV - Ausbildung von Medizinischen Fachangestellten In der Tätigkeitsgruppe IV werden Fortbildungen der MFA von insgesamt mindestens 120 Stunden oder die Verantwortung der Ausbildung der Medizinischen Fachangestellten gefordert. Fortbildungsmaßnahmen sind zum Beispiel: Ambulantes Operieren Ambulantes Operieren in der Augenheilkunde Augenheilkundlich-technische Assistenz Dialyse Ernährungsmedizin Gastroenterologische Endoskopie Onkologie Palliativversorgung Pneumologie Strahlenschutzkurs lt. § 24 (2) Röntgenverordnung (120 Stunden) Qualitätsmanagement Hygienemanagement Nicht-ärztliche Praxisassistentin (NäPa - neu 2018) Versorgungsassistentin in der Hausarztpraxis (VERAH - neu 2018) Tätigkeitsgruppe V - die Medizinische Fachangestellte als Führungskraft - Praxismanagerin In dieser Tätigkeitsgruppe werden vor allem erweiterte Führungsaufgaben neben dem Praxismanagement im Sinne des Personalmanagements gefordert. Es sind Fortbildungsmaßnahmen von mindestens 360 Stunden und entsprechende Berufserfahrung vorzuweisen. Ein Beispiel für eine solche Fortbildungsmaßnahme ist: Fachwirtin für ambulante medizinische Versorgung / Arztfachhelferin gem. § 54 BBiG Tätigkeitsgruppe VI - Betriebswirtin für Management im Gesundheitswesen Die höchste Stufe der Tarifgruppierung für Medizinische Fachangestellte betrifft das Ausführen von leitungs- und führungsbezogenen Tätigkeiten. Es werden eine hohe Problemlösungs- und Sozialkompetenz gefordert und Fortbildungsmaßnahmen von mindestens 600 Stunden und entsprechende Berufserfahrung. Ein Beispiel für eine solche Fortbildungsmaßnahme ist: Betriebswirtin für Management im Gesundheitswesen gem. § 54 BBiG Fachwirtin im Gesundheits- und Sozialwesen gem. § 53 BBiG Praxismanager: Gehalt und Tätigkeitsgruppe Die Praxismanagerin übernimmt eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe im ambulanten Gesundheitswesen. Bildet sich die Medizinische Fachangestellte zum Praxismanagement fort, bezahlen kleinere Arztpraxen oft nach Tarifgruppe IV (Verdienst der MFA zwischen 2.261,34€ und 2.970,92€). In größeren Arztpraxen, sowie (überörtlichen) Berufsausübungsgemeinschaften und Medizinischen Versorgungszentren, verdienen Praxismanager nach Tätigkeitsgruppe V oder sogar VI (Gehalt der Praxismanagerin zwischen 2.449,79€ und 3.713,65€). Lese hier mehr zur Praxismanagerin Tarifgehalt für Medizinische Fachangestellte in Teilzeit Zur Berechnung des Bruttogehaltes bei Teilzeitbeschäftigung wird gemäß des Manteltarifvertrags für MFA folgende Formel zugrunde gelegt: Bruttogehalt = (Bruttogehalt bei Vollzeitbeschäftigung x Wochenstundenzahl der Teilzeitbeschäftigung x 4,33) /167 Dabei beträgt die tarifliche Arbeitszeit für Vollzeitkräfte 167 Stunden pro Monat; 4,33 ist die durchschnittliche Wochenzahl pro Monat. Soll für geringfügig Beschäftigte MFA (450-Euro-Kräfte) die Wochenstundenzahl der Teilzeitbeschäftigung ermittelt werden, wird folgendermaßen vorgegangen: 1) Ermittlung des Bruttostundenlohnes: Bruttogehalt bei Vollzeitbeschäftigung / 167 Stunden = Bruttostundenlohn 2) 450 € / ermittelter Bruttostundenlohn / 4,33 = Anzahl der Stunden pro Woche Bsp.: Die Medizinische Fachangestellte (15 Jahre Berufserfahrung / 4. Berufsjahrstufe, Tätigkeitsgruppe II) soll 450 Euro pro Monat verdienen. Wie viel Wochenstunden sind hierfür abzuleisten? 1) Bruttomonatsgehalt 2.202,41 € bei Vollzeitbeschäftigung / 167 Stunden pro Monat = 13,19 € brutto Stundenlohn; 2) 450 € / 13,19 € brutto pro Stunde / 4,33 = 7,88 Stunden pro Woche Hierbei ist aber zu berücksichtigen, dass 450-Euro-Kräfte keine sozial- und steuerrechtlichen Abgaben abführen müssen. Seit Januar 2013 gibt es eine Rentenversicherungspflicht, von der sich die Minijobber jedoch auf Antrag befreien lassen können. Zuschläge für Sonn- und Feiertag sowie Nachtarbeit Zur Berechnung wird ein Stundensatz von 1/1673 des Monatsgehaltes zugrunde gelegt. Der Zuschlag beträgt je Stunde 50%. Dies gilt auch für Arbeit am 24. und 31. Dezember ab 12.00 Uhr sowie für Nachtarbeit (= Arbeit, die in der Zeit von 20:00 Uhr bis 07:00 Uhr geleistet wird). Für Arbeiten am Neujahrstag, dem 1. Mai sowie an den Oster-, Pfingst- und Weihnachtsfeiertagen beträgt der Zuschlag je Stunde 100 Prozent. Zuschlagspflichtige Überstunden Zuschlagspflichtige Überstunden entstehen, wenn 1. die Medizinische Fachangestellte (MFA) Arbeitsstunden leistet, die über die regelmäßige wöchentliche tarifliche Arbeitszeit (38,5 Stunden) hinaus gehen und 2. innerhalb eines Zeitraums von vier, längstens zwölf Wochen keine entsprechende Freizeit für diese Arbeitsstunden gewährt wird. Der Zuschlag beträgt je Stunde 25 Prozent. Freizeitausgleich hat mit dem entsprechenden Zeitzuschlag zu erfolgen PDF Tarifvertrag und Gehalt MFA 2018
  6. Hallöchen, ich hätte gerne gewusst, ob jemand hier in der Community eventuell eine Stellenbeschreibung/Aufgaben der Reinigungskraft in einer Allgemeinpraxis hat und diese zur Verfügung stellen würde? Herzlichen Dank kolompar
  7. Zumindest nach zwei Dritteln der Weiterbildung zum Facharzt, oder wenn man schon Facharzt ist, stellen sich folgende Fragen: Wie geht es weiter? Werde ich in der jetzigen Klinik „Karriere“ machen? Suche ich mir eine Stelle als Ärztin/Arzt in einer anderen Klinik, in der es möglicherweise besser ist? Kann ich Familie und Beruf als angestellte/r Ärztin/Arzt überhaupt vereinbaren? Es macht Angst, den vermeintlich sicheren Arbeitsplatz als angestellter Arzt in der Klinik in Frage zu stellen. Also warum sollte man sich verändern? Die Unzufriedenheit unter den Ärzten in vielen Kliniken ist unübersehbar. Dabei müssen nicht alle der folgenden Probleme auftreten, es reichen schon einzelne: Nachteile einer Stelle als Arzt in der Klinik Stress durch hohe Arbeitsbelastung und Arbeitsverdichtung Angespanntes Arbeitsklima Häufige, anstrengende Dienste Ständige Erreichbarkeit mit Unterbrechungen der eigentlichen Arbeit Keine erholsamen Pausen, nicht einmal während des Essens Wenig Einfluss auf die eigenen Arbeitszeiten Schwierige Vereinbarkeit von Familie und Beruf: Schichtdienst, (ungeplante) Überstunden Falsche Versprechungen: Weiterbildung, Karriere, Gehalt Organisatorische Unzulänglichkeiten außerhalb des eigenen Einflussbereichs Ober sticht Unter: eigene Meinungen und Vorschläge werden nicht geschätzt und gehen unter Demgegenüber sind aber auch die Vorteile in der Klinik nicht von der Hand zu weisen: Vorteile einer Stelle als Arzt in der Klinik Bei Unsicherheiten theoretisch immer erreichbare übergeordnete Instanz: Oberarzt, Chefarzt, Intensivstation Zeitgemäße technische Möglichkeiten Interessante Patientenfälle Aufstiegs- und Karrieremöglichkeiten Einzelne stehen weniger im Vordergrund, Fehler im Auftreten machen sich nicht gleich bemerkbar Bei Krankheit: Übernahme der Patientenversorgung in einem großen Ärzteteam von anderen Definiertes Gehalt durch Tarifverträge für angestellte Ärzte Immer mehr Ärzte, die Familie und Beruf vereinbaren möchten, bewerben sich hoffnungsvoll bei Rehabilitationskliniken. Dort soll die Arbeitsbelastung deutlich geringer sein, eine Karriere wird hier gewissermaßen für die Familie aufgegeben. Allerdings gibt es zunehmend auch einen anderen Weg: Stelle als Arzt in der ambulanten Praxis oder MVZ Viele Ärzte können sich eine Stelle in der ambulanten Medizin gar nicht vorstellen. Es kursieren die unterschiedlichsten Informationen, Gerüchte und Vorurteile. Viele kennen die ambulante Medizin nur vom „Hörensagen“. Hier werden wir einige Aspekte der Arbeit als angestellte/r Ärztin/Arzt in Klinik und Praxis gegenüberstellen, damit Du Dir eine eigene Meinung bilden kannst: Arbeitsklima Das Arbeitsklima in der Klinik ändert sich laufend. Das Arbeitsklima in der Klinik ist häufig nicht sehr stabil: es ist geprägt von häufigem Personalwechsel. Zudem kann in der Klinik der Chefarzt noch so nett und organisiert sein, nur ein (!) unangenehmer Oberarzt oder Kollege kann das Arbeitsklima und damit die Arbeitszufriedenheit zerstören. Häufig wird im Krankenhaus ein solcher „Störenfried“ eher mitgezogen, statt dass man ihn zur Rede stellt. Das ambulante Arbeitsklima ist sehr stark von der Persönlichkeit des Chefs und dem Team geprägt. Zunächst einmal arbeitet man in der ambulanten Praxis in einem kleineren Arbeitsumfeld: das Verhältnis zu den anderen Kollegen, den medizinischen Fachangestellten (MFA - entsprechend den Krankenschwestern in der Klinik) sowie zum Chef wird direkter. Das kann sowohl von Vor- als auch von Nachteil sein, je nach Persönlichkeit des Chefs. Damit Du bereits im Vorfeld erfährst, was Du vom Arbeitsklima zu erwarten hast, solltest Du in einem direkten Gespräch vor allem den Praxisinhaber oder Leiter des MVZs persönlich kennenlernen. Dessen Umgangsformen und Grundstimmung sind entscheidend. Das Arzt-Patienten-Verhältnis In der Klinik gibt es oft kein Arzt-Patienten-Verhältnis. Im Krankenhaus wird aufgrund der kurzen Verweildauer der Patienten nur selten überhaupt eine Arzt-Patienten-Beziehung aufgebaut. Das hat den Vorteil, dass man nicht zu jedem Patienten und deren Angehörigen freundlich sein muss, und sich stattdessen auf die Ausführung der medizinischen Leistungen konzentrieren darf. Soziale Nebenaspekte, wie die häusliche Versorgung, Gedächtnisstörungen oder Ängste der Patienten, werden im Krankenhaus häufig weniger berücksichtigt. Das ambulante Arzt-Patienten-Verhältnis ist intensiver. In der Arztpraxis oder einem MVZ ist man als ambulant tätiger Arzt direkter Ansprechpartner für die medizinischen Probleme der Patienten und betreut diese oft langjährig. Es entsteht zwangsläufig eine intensive Arzt-Patienten-Beziehung. Doch keine Angst: Nicht jeder Patient muss zwangsläufig mit Dir zurecht kommen, und Du nicht mit jedem Patienten. Durch die Arzt-Wahlfreiheit der Patienten baut man sich einen eigenen Patientenstamm auf, der zu einem passt. Man muss sich also nicht verbiegen und darf z.B. klar zum Ausdruck bringen, wenn man sich angegriffen fühlt oder die Angehörigen eine zu hohe Erwartungshaltung haben. Wie in jedem anderen Dienstleistungsgewerbe auch müssen dennoch die Umgangsformen adäquat und höflich sein. Die Verantwortung in Praxis und MVZ nimmt im Vergleich zur Klinik zu, für das Tun und Nicht-Tun, sowohl medizinisch als auch in der Kommunikation. Die Patienten sehen die Ärzte nicht mehr nur als „ausführendes Organ der Klinik“ an, vielmehr ist eine Expertenmeinung und medizinische Beratung gefragt. Im Alltag macht sich diese Anerkennung durch die Patienten für die Ärzte aber auch in einer erhöhten Arbeitszufriedenheit bemerkbar. Arbeitsweise In der Klinik: In der Regel Arbeit nach Anweisung und Vorschrift. Die Entscheidungsmöglichkeiten und die Freiheit zu selbständigem Denken sind direkt mit der Station auf der Karriereleiter verknüpft. Ein bekanntes Sprichwort lautet „Ober sticht Unter“, und das wird auch vielfältig praktiziert. Vorteilhaft an dieser Struktur ist immerhin, dass man bei Unsicherheit jederzeit jemanden anrufen beziehungsweise darauf bauen kann, dass der Ober- oder Chefarzt ja mit ein Auge auf die Patientenbehandlung wirft. In der Arztpraxis: Selbständiges Denken und Entscheiden von Anfang an. Ambulant ist die Arbeit von der Patientenorientierung geprägt anstelle eines „medizinischen Falles“. Die Patienten bauen eine Arzt-Patienten-Beziehung zu „ihrem“ Arzt auf und nicht zum Praxisinhaber oder Leiter eines MVZ. Hierfür müssen Ärzte (wieder) selbständig denken und auch entscheiden lernen. Die Möglichkeit besteht zwar auch hier, einen Kollegen, anderen Facharzt oder den Chef um Rat zu fragen - die Patienten möchten jedoch bei gesunder Arzt-Patienten-Beziehung eher die persönliche Meinung des „eigenen“ Arztes wissen. Die eigene Arbeitszufriedenheit steigt also, man darf „Arzt sein“. Allerdings ist gerade dies oft ungewohnt und geht mit einer gewissen Unsicherheit einher. Das legt sich aber in der Regel nach einigen Monaten in der Position als angestellter Arzt in der ambulanten Praxis oder MVZ. Nicht zu vergessen ist auch ein anderer großer Unterschied zur Klinik: Man darf mal auch etwas „sein lassen“ oder „nicht tun“. Gemeinsam mit den Patienten darf man entscheiden, ob eine medizinische Untersuchung oder Behandlung sinnvoll ist oder nicht. Gehalt als angestellter Arzt Krankenhaus: Tarifverträge herrschen vor. Das Gehalt wird fast immer durch Tarifverträge vorgegeben. Das ist planbar und eine entsprechende Ausbildung oder Berufserfahrung wird honoriert. Auch eine regelmäßige Anpassung wird in der Regel durch die Gewerkschaften durchgesetzt. Variabel: Das Gehalt als ambulant angestellter Arzt. Es existieren keine Tarifverträge für angestellte Ärzte in der Arztpraxis oder MVZ. Dadurch ist bei den noch nicht ambulant tätigen Ärzten die Verunsicherung bezüglich der Verdienstmöglichkeiten groß. Einige Arztpraxen und MVZ orientieren sich an den Tarifverträgen der kommunalen Krankenhäuser, kommunizieren dies aber aus Sorge vor überhöhten Gehaltsforderungen nicht. Als eigenständig arbeitender Arzt in der Arztpraxis oder im MVZ musst Du jedoch den Vergleich nicht scheuen und darfst die Verdienstmöglichkeiten als Arzt im Krankenhaus zum Vergleich heranziehen und kommunizieren. Ein entscheidender Unterschied ergibt sich im Bereich der Dienste: Im Krankenhaus musst Du Dienste übernehmen und bekommst einen definierten Stundensatz. In der Arztpraxis sind die Dienste meistens freiwillig und deutlich besser bezahlt. Bei einem Stellenangebot als Arzt in der Klinik wird die Vergütung durch Dienste automatisch mit einbezogen. In der Arztpraxis hast Du die Möglichkeit, freiwillig sogenannte kassenärztliche Dienste zu übernehmen. Diese Verdienstmöglichkeit muss man zum Brutto-Grundgehalt hinzurechnen und kann dann erst mit dem Brutto-Gehalt der Klinik vergleichen. Die Vergütung dieser ambulanten KV-Dienste ist je nach Bundesland pauschalisiert und deutlich besser bezahlt als Dienste in der Klinik. Zudem ist die Arbeitsbelastung in einem solchen Dienst in der Regel gering, Rufbereitschaften können außerdem auch von zu Hause durchgeführt werden. Verantwortung gegenüber dem Patienten Klinik: Medizinische Verantwortung gegenüber dem Patienten. In der Klinik werden hauptsächlich klar definierte medizinische Probleme gelöst, zum Beispiel die Pneumonie antibiotisch behandelt oder das Rektumkarzinom operativ entfernt. Kann dies nicht in der jeweiligen Einrichtung erfolgen, wird der Patient an eine andere Einrichtung verwiesen oder dorthin verlegt. Ambulant: Ganzheitliche Verantwortung gegenüber dem Patienten. In der Arztpraxis wird von Dir erwartet, dass Du den Patienten als Ganzes wahrnimmst und begleitest. Dabei spielt die Fachrichtung nur eine untergeordnete Rolle - sogar in der Dermatologie erwarten Patienten mehr als nur das Verschreiben einer Salbe nach einem kurzen Blick auf das Ekzem. Konkret muss man sich selbst überlegen und erfragen, welche Lebensbereiche eine Erkrankung berührt und verändert und wie man hier helfen oder aufklären kann. Zeit für Patienten Klinik: Wenig Zeit für den einzelnen Patienten. Klassischerweise erlebt der Patient den aufnehmenden oder präoperativ untersuchenden Arzt gestresst und hektisch, je nach Tageszeit auch übermüdet oder misslaunig. Auf der Station sehen die Patienten Ärzte „kurz und knackig“ während der Visite, in der Regel in einem Zwei- oder Mehrbettzimmer, mal mit Chef- oder Oberarzt, mal ohne. Ambulant: Intensivere Zeit für den Patienten. Ambulant freuen sich Patienten und Angehörige über einen Arzt, der jetzt sich in diesem Augenblick nur um sie kümmert. Die Diskretion ist durch einen eigenen Behandlungs- bzw. Untersuchungsraum gewahrt. In aller Regel ist der Arzt ausgeschlafen und konzentriert und wirkt nicht gehetzt. Die Gesprächszeit sehr subjektiv geprägt: Obwohl es in oft auch nur 10 bis 20 Minuten sind, die ein solches Gespräch dauert, haben Patienten das Gefühl, das sich jemand Zeit genommen hat. Räumlichkeiten Klinik: Teilweise Investitionsstau, aber geplant für die medizinische Versorgung. Vor allem Immobilien neueren Datums erscheinen freundlich, hell und sind auf die Belange der medizinischen Versorgung ausgerichtet. Doch auch hier herrscht allzu oft ein Investitionsstau, so dass man noch 3- und 4-Bett-Zimmer mit Gemeinschafts-WC und -Dusche vorfindet. Die Immobilie wurde allerdings für die medizinische Versorgung in einem Krankenhaus geplant und an den Arbeitsabläufen ausgerichtet. Es existieren oft ausreichend Personal- und Umkleideräume sowie getrennte Funktionsbereiche. Arztpraxis: teils alt und unpraktisch, Veränderung unausweichlich Die Zeiten, in denen die ambulante medizinische Versorgung in alten renovierungsbedürftigen Wohnungsimmobilien erfolgte, sind glücklicherweise größtenteils vorbei. Es entstehend zunehmend Ärztehäuser mit hellen, offenen Räumen, die an die Arbeitsabläufe der Arztpraxis bzw. des MVZ angepasst sind. In diesem Zuge werden auch adäquate Personalräume und Rückzugsmöglichkeiten eingeplant. Dieser Prozess wird beschleunigt, da eine Immobilie für eine Arztpraxis oder MVZ deutlich günstiger gebaut werden kann als ein Neubau eines Krankenhauses die Entscheidungsträger für einen solchen Neubau auf einzelne Personen begrenzt ist und nicht politisch durchdiskutiert werden müssen. Karriere als angestellter Arzt Medizinische Karriere in der Klinik. In einer mittleren bis großen Klinik hofft man auf vielfältige Karrieremöglichkeiten: vom Assistenzarzt zum Facharzt, später auf die Oberarztstelle und so weiter. Das kann funktionieren - allerdings wird viel versprochen und wenig gehalten. Zum Beispiel ist die Oberarztstelle sehr häufig nur eine „Funktionsoberarztstelle“, die nicht adäquat vergütet wird, aber mit der entsprechenden Verantwortung und Arbeit einhergeht. Schafft man es bis zu einer gewissen Position, dann hat man in der Regel schon alle politischen Spiele mitgemacht und viel Zeit und Aufwand investiert. Vor allem Freizeit und Familie haben bis dahin häufig schon gelitten. Karriere als ambulanter Arzt: Keine Einbahnstraße. Die Anstellung als Arzt in einem medizinischen Versorgungszentrum (MZV) oder einer Arztpraxis muss nicht die Einbahnstraße oder das Abstellgleis für die medizinische Karriere bedeuten. In der ambulanten Tätigkeit sammelt man sehr wertvolle Erfahrungen, die man in der Klinik nicht gewinnt. Chefärzte erkennen diesen Wert sehr schnell. Ambulante Versorgung ist auf dem Vormarsch: Man kann auch hier Karriere machen, Fertigkeiten weiterentwickeln und einen eigenen Praxisstandort führen. Wenn man bereit ist, kann man sich später mit vielen nützlichen Erfahrungen im Gepäck selbständig machen. Arbeitsatmosphäre Arbeitsklima in der Klinik: Durchwachsen. Die Arbeitsatmosphäre in den Kliniken ist von Klinik zu Klinik unterschiedlich, aber generell oft von Stress und Zeitdruck und der daraus resultierenden Unfreundlichkeit geprägt. Das wird von angestellten Ärzten als normal empfunden: Man kann sich gar nicht mehr vorstellen, dass es auch anders gehen soll. Arbeitsatmosphäre in der ambulanten Medizin: Lockerer und partnerschaftlich. In der ambulanten Praxis und im MVZ ist die Stimmung meist lockerer, man arbeitet Hand in Hand, anders ist es gar nicht möglich. Man ist täglich aufeinander angewiesen. Die Atmosphäre ist nicht durch ständiges Nörgeln, Jammern oder Wutausbrüche von Chef- und Oberärzten oder von Patienten und Angehörigen geprägt. Medizinische Fort- und Weiterbildung Weiterbildung als angestellter Arzt in der Klinik durch interne Rotation. Eine strukturierte Weiter- und Fortbildung ist für jeden Arzt entscheidend. In der Klinik erhält man diese Weiterbildung intern. Es soll idealerweise die Möglichkeit zur Rotation in verschiedene Abteilungen gewährleistet werden. Leider funktioniert das nicht immer reibungslos, viele Versprechen bleiben unerfüllt. Die Qualität der Weiter- und Fortbildung hängt zudem auch von den entsprechenden Abteilungen und Personen ab. Fort- und Weiterbildung in der Arztpraxis und MVZ durch Kurse und Workshops. In der ambulanten Arztpraxis und im MVZ besteht diese Möglichkeit der internen Rotation nur eingeschränkt. Da dies den Verantwortlichen bewusst ist, geht man hier einen anderen Weg: Die spezielle Fort- und Weiterbildung findet durch qualitativ hochwertige, oft mehrtägige, Kurse und Veranstaltungen statt. In diesen kann man sich gezielt auf die Fortbildungsinhalte konzentrieren und ist von der Arbeit freigestellt. Die Kosten übernimmt in der Regel der Arbeitgeber. Weiterhin bieten einige Arztpraxen und MVZs Hospitationen bei Fachärzten aus der näheren Umgebung an. Hier findet ein direkter und kollegialer Austausch statt, deren Wert nicht zu unterschätzen ist. Persönliche Anforderungen als angestellter Arzt Persönliche Anforderungen in der Klinik. Auch wenn es gerne gesehen wird, ist es doch im Krankenhaus nicht entscheidend, dass der Arzt gepflegt und höflich auftritt. Da die Arbeit vor allem nach Anweisung erfolgt, muss man sich nicht über das eigene Zeitmanagement kümmern. Erhöhte persönliche Anforderungen in der ambulanten Medizin. Durch das persönliche Arzt-Patienten-Verhältnis ist die Kommunikation und das Auftreten in der Arztpraxis und im MVZ sehr wichtig und hat wesentlichen Einfluss auf einen reibungslosen Arbeitsalltag. Der Bedarf an Selbstmanagements ist sehr hoch, da die Arbeitsaufgaben oftmals frei eingeteilt werden können. „Verplappert“ man sich mit einem Patienten, muss man das im nächsten Termin büßen. Möchte man die Karriereleiter emporklettern, sind in der ambulanten Medizin die Anforderungen an Führungsqualitäten höher. Im Unterschied zur Klinik ist das hier ein Muss, in der Klinik ein Möchte-Haben. Der Arbeitsplatz als Arzt Klinik: Der Arbeitsplatz wird vorgegeben. In der Klinik bekommt man einen Arbeitsplatz zugewiesen, Organisation und Struktur werden vorgegeben. Veränderungen und Vorschläge sind oft schwierig durchzusetzen, auch wenn die Schwächen und Mängel noch so offensichtlich sind. Ambulant: Den eigenen Arbeitsplatz mitgestalten. In der ambulanten Medizin besteht ein grundlegender Unterschied: Es wird beständig daran gearbeitet die Organisation und den Arbeitsplatz zu verbessern. Verbesserungsvorschläge und konstruktive Kritik aller Mitarbeiter, medizinischen Fachangestellten und angestellten Ärzte sind willkommen. Und: Aufgrund der flachen Hierarchien werden diese auch deutlich schneller umgesetzt als in einer Klinik. Pausen und Ruhezeiten als angestellter Arzt Klinik: keine Pausen. In der Klinik arbeitet man als angestellter Arzt oft von Arbeitsbeginn bis Ende im Akkord durch: die Mittagspause ist mit 30 Minuten vorgeschrieben, man wird aber häufig durch einen „Pieper“ oder ein tragbares Telefon gestört. Die Überlastung der einzelnen Mitarbeiter wird dabei oft von der Klinikleitung gar nicht wahrgenommen. Ambulant: geplante Puffer- und Pausenzeiten, die eingehalten werden. In der Arztpraxis und im MVZ kannst Du Deine Puffer- und Pausenzeiten selber einplanen. Eine gut organisierte Terminsprechstunde ermöglicht es Dir, diese auch zu nutzen: Für eine kurze Pause und ein Auftanken, um sich wieder auf neue Patienten konzentrieren zu können. Die Arbeitsbelastung der Mitarbeiter wird von der Praxisführung eher wahrgenommen als in der Klinik, denn die Ressource „Arzt“ ist ambulant nicht so leicht ersetzbar. Fazit: als Arzt in der Klinik oder ambulant angestellt Ob man als Arzt in der Klinik oder ambulant angestellt sein möchte, ist von den persönlichen Vorlieben und Eigenschaften abhängig. Während das Gehalt als Arzt zunehmend vergleichbar ist, sind die Arbeitsatmosphäre, die Arbeitsweise und das Verhältnis zu den Patienten grundlegend unterschiedlich. Was ziehst Du vor?
  8. teramed

    Terminvergabe Arztpraxis: Das ist zu beachten

    Die Terminvergabe ist einer der wichtigsten Abläufe in der Arztpraxis. Wenn sie gut organisiert ist, trägt sie wesentlich zur Patientenzufriedenheit bei - wenn nicht, führt sie zu Beschwerden und schlimmstenfalls zum Arztwechsel unzufriedener Patienten. Wir geben zehn Tipps dazu, wie man seine Terminvergabe auf Vordermann bringt. 1. Termine in Stoßzeiten reduzieren Montags morgens erleben die meisten Arztpraxen einen Ansturm. Über das Wochenende sind viele Patienten erkrankt, wollten den Notdienst jedoch nicht aufsuchen und stattdessen lieber warten, bis ihr eigener Arzt wieder Sprechstunde hat. Werden diese Patienten dann am Montag zwischen die regulär eingeplanten Termine geschoben, so müssen alle nachfolgenden Patienten warten. Notfälle können natürlich immer auftreten. Auch die beste Terminplanung kann diese nicht vorhersehen. Daher hat es sich bewährt, am Montagmorgen weniger feste Termine einzutragen, um genügend Spielraum für unangemeldete Notfallpatienten zu haben. 2. Patienten müssen bei Verhinderung rechtzeitig absagen Leider ist es nicht für alle Patienten selbstverständlich, dass sie den MFA im Voraus Bescheid geben, wenn sie einen Termin nicht einhalten können. Daher sollte man die Patienten bereits bei der Terminvergabe darauf hinweisen, dass notfalls rechtzeitig abgesagt werden muss. Ein entsprechender Hinweis auf dem Terminzettel ist eine Gedächtnisstütze für den Patienten. 3. Terminlänge von Beratungsanlass abhängig Ein verschnupfter Patient benötigt natürlich eine wesentlich kürzere ärztliche Beratung als ein lebensbedrohlich erkrankter Patient. Achten Sie konsequent darauf, dass auch telefonisch von den medizinischen Fachangestellten der Beratungsanlass erfragt wird. Das Qualitätsmanagement der Praxis sollte hierzu klare Richtlinien für die Dauer der Termine bereithalten. Ein Beispiel haben wir für Euch zum Download vorbereitet: 4. Termine im individuellen Takt der Praxis vergeben In vielen Praxen hat sich der 15-Minuten-Takt bewährt. Das heißt, der Arzt kann sich für jeden einbestellten Patienten eine Viertelstunde Zeit nehmen. Je nach Fachrichtung der Arztpraxis kann diese Zeit jedoch auch zu kurz oder zu lang sein. Um dies herauszufinden, muss die Terminplanung der vergangenen Wochen genau analysiert werden. 5. Aufwändigere Untersuchungen an Personaldecke anpassen Ist eine medizinische Fachangestellte regelmäßig beispielsweise dienstags alleine in der Praxis, so sollten an diesem Tag keine Untersuchungen oder Behandlungen einbestellt werden, für die sie die Anmeldung verlassen muss. Die beste MFA kann nicht gleichzeitig die Anmeldung organisieren und beispielsweise ein Belastungs-EKG schreiben. 6. Akutfälle auf offene Notfallsprechstunde verweisen Praxen mit vielen Akutpatienten, die als (objektive oder subjektive) Notfälle kommen, bekommen über kurz oder lang Probleme mit ihren Wartezeiten, wenn diese Patienten ständig dazwischengeschoben werden. Besser ist es hier, täglich eine offene Akutsprechstunde einzuführen, in der die Patienten einfach ohne Termin nach telefonischer Absprache einbestellt werden können. Mehr Informationen dazu gibt es hier: 7. Eine MFA ist alleine zuständig für die Terminvergabe Ist die Terminvergabe die alleinige Aufgabe einer MFA, so fallen die Wartezeiten Untersuchungen zufolge geringer aus als wenn alle Helferinnen Termine vergeben. Die verantwortliche Praxismanagerin, wie diese MFA auch genannt wird, weiß genau über die Zeitfenster der einzelnen Termine Bescheid und kann dadurch lange Wartezeiten vermeiden. 8. Wann ist der Arzt bereit? Der erste Termin morgens beim Arzt kann erst dann eingetragen werden, wenn der Arzt auch wirklich in der Praxis bereit für die medizinische Arbeit am Patienten ist. Selbst wenn die Praxis um 8 Uhr öffnet, der Arzt aber grundsätzlich erst um 8:15 Uhr erscheint und dann erst noch einen Kaffee trinkt, dürfen erst ab 8:30 Uhr Termine vergeben werden. Anderenfalls hat man schon früh morgens eine halbe Stunde Wartezeit angesammelt, die absolut vermeidbar wäre. 9. Sich auf den nächsten Tag vorbereiten Damit die Wartezeiten möglichst gering bleiben, empfiehlt es sich, die Praxisräume bereits vor Beginn der Sprechstunde auf die kommenden Termine vorzubereiten. Die MFA sollte dazu bereits am Vortag oder morgens vor den ersten Terminen die Blutabnahmen vorbereiten (Röhrchen beschriften etc.), Instrumente reinigen und sterilisieren und Geräte und Instrumente für eine Untersuchung griffbereit legen. So spart man viel Zeit und kann, wenn der Patient kommt, gleich mit der Untersuchung oder Behandlung beginnen. 10. Patienten bereits bei der Terminvergabe auf evtl. Wartezeiten hinweisen Benötigt ein Patient aufgrund akuter, aber nicht lebensbedrohlicher Beschwerden zeitnah einen Termin, so sollte die MFA ihn bereits bei der Terminvergabe darauf hinweisen, dass er Wartezeit in Kauf nehmen muss. So vermeidet man schon im Vorfeld Unmut beim Patienten.
  9. Trotz optimaler Terminorganisation sind Wartezeiten für das Praxismanagement in der Arztpraxis ein anhaltendes Problem. Diese Situation verschärft sich im Praxisangebot einer "offenen Sprechstunde" oder "Akutsprechstunde" und die Belastung für Medizinische Fachangestellte und das Ärzteteam nimmt zu. Eine effiziente Praxisorganisation muss sicherstellen, dass gleichzeitig Patienten optimal in der Praxis geführt und Leerlaufzeiten von Ärzten vermieden werden. Gibt es mehrere Räumlichkeiten oder Ärzte, wird es immer schwieriger den Überblick zu behalten. Patientenführung in der Arztpraxis Hierfür nutzen viele Arztpraxen eine Übersicht der Patienten in der Praxissoftware: die MFA kann einsehen, welcher Patient sich in der Praxis wo aufhält und welche Untersuchung / Behandlung geplant ist. Es fordert allerdings Konzentration, die Patienten durch die Praxis zu führen und gleichzeitig die Patientenübersicht in der Praxis-EDV zu aktualisieren. Der Praxisalltag bringt mit sich, dass Patienten nicht pünktlich erscheinen Geräte nicht funktionieren sich Untersuchungen oder Behandlungen verzögern Räume belegt sind Notfälle behandelt werden müssen. Alle Puffer in der Terminplanung helfen nicht, wenn zusätzlich die Ärztin / der Arzt unkoordiniert durch die Praxis läuft und frägt: "Wohin als Nächstes?" In der Regel sind die Ärzte gewohnt, sich mit allen erdenklichen Fragen an die Medizinischen Fachangestellten an der Anmeldung zu wenden. Es hat sich einfach eingespielt, dass die MFA ihre Arbeit unterbricht, sobald sich die Tür des Behandlungszimmers öffnet. Optimale Praxisorganisation: die Ärzte einbinden Den Ärzten ist oft nicht bewusst, dass die MFA ihre eigentliche Aufgabe oder sogar Patientengespräche unterbrechen und in der Praxissoftware nachsehen muss, um dann den Arzt zu führen. Der Streß an der Anmeldung ist für die Medizinischen Fachangestellten vorprogrammiert. Der Arzt sieht diesen verursachten Stress nicht. Er ist selbst in seinen Aufgaben vertieft und wendet sich gleich den nächsten Patienten zu. Arbeitet ein Praxisteam schon zusammen, so ist der Arzt konditioniert: Wieso sollte der Arzt in der Arztsoftware nach sehen, wenn es so einfacher und schneller geht? Er wird dafür sogar belohnt, dass er die MFA an der Anmeldung unterbricht. Für eine Reduktion dieser Unterbrechungen ist es sinnvoll, auf diesen Sachverhalt aufmerksam zu machen. Wichtig hierbei ist, die Schuldfrage außen vor zu lassen und sich auf das sachliche Problem zu konzentrieren: Die Ärzte, als Personen, sind selbst keine Stressfaktoren, sondern die Art der Kommunikation und der Zusammenarbeit. Eine sinnvolle Lösung besteht darin, dass Ärzte selbst in der Praxis-EDV eine Übersicht der Patienten einsehen können und wissen, welche Behandlung als nächstes ansteht. So können sie sich auch gezielter auf das nächste Patientengespräch vorbereiten. Aber sogar Ärzte sind Menschen und lassen sich neu konditionieren: Wenn es schneller geht, in der Praxissoftware nach zu sehen, als die MFA an der Anmeldung zu fragen, beginnt der neue Konditionierungsprozess. Für einen verbesserten Patientenservice und eine optimalere Praxisorganisation sollte sich die MFA an der Anmeldung zuerst um die Patienten kümmern dürfen, dann erst um den Arzt. Telefonate und persönliche Patientengespräche sollten nur in dringenden Notfällen unterbrochen werden. Der Stresspegel wird schnell nachlassen: Patienten und MFA sind zufriedener und die Umgangsformen werden freundlicher.
  10. DocMartin

    Tauchtauglichkeit nach GOÄ

    Version 1.0.0

    333 Abrufe

    GOÄ Abrechnung der Tauchtauglichkeit 1,0 und 2,3 fach
  11. Hallo liebe Community, ich bin schon öfters hier auf Teramed gelandet und habe schon viel interessantes hier gefunden. Toll, dass es diese Seite gibt Mich würde interessieren welche gesetzlichen Mindestanforderungen an Praxisräumlichkeiten gestellt werden. Konkret geht es um eine Praxisneugründung bzw. -übernahme. Einige Fallstricke habe ich schon recherchiert... so fand ich u.a. diesen Artikel, wonach sich viele Vermieter wohl aus der Pflicht nehmen wenn sie Praxisräume vermieten, indem sie im Mietvertrag die Formulierung "Räume zur Nutzung als Praxis" verwenden. Dann seien die Mieter alleine dafür verantwortlich die gesetzlichen baulichen Anforderungen einzuhalten. Ich habe eine kleine Allgemeinarztpraxis mit einer Arzthelferin und 2 angestellten Hilfskräften. Nach einer Modernisierungsmaßnahme möchte mein bisheriger Vermieter den Vertrag nicht mehr verlängern bzw. nur noch wenn ich das doppelte der jetzigen Miete zahle (statt 15,-/qm nun 30€/qm). Ich bin noch einer der wenigen Einzelkämpfer unter den Ärzten und kann mir das bei meiner jetzigen Praxisfläche nicht mehr leisten. Ich bin nun gezwungen in den kommenden 4 Monaten neue Räume zu suchen. Da die Mieten insgesamt massiv gestiegen sind, Frage ich mich wie "klein" darf meine Praxis eigentlich sein? Welche Räume braucht man unbedingt, auf welche kann man verzichten? Reicht auch eine Toilette, wenn die baulichen Maßnahmen zur Installation einer zweiten Toilette (für's Personal) mit zu hohen Kosten verbunden sind? Gelten eventuell manche Vorschriften erst ab einer bestimmten Mindestanzahl von Mitarbeitern? Laut den Hygienevorschriften, die ich hier schön zusammengefasst gefunden habe müsste ich mindestens einen Personalumkleideraum, einen Aufbereitungsraum mit reiner & unreiner Zone, einen Entsorgungraum und ggf. noch einen Lagerraum haben. Ich konnte dazu aber keine rechtsgültigen Quellenangaben finden. Andererseits habe ich aber auch schon Praxen gesehen, wo es nur 3 oder 4 Räume gab: die Praxen hatten zwar nur ein paar Stühle im Gang statt einem Warteraum, aber vermutlich Dank gutem Termin-Management liefen die Praxen auch ganz gut... tolerieren die Inhaber dieser Praxen das erhöhte Haftungsrisiko einfach oder dürften sie das eigentlich gar nicht und wurden einfach nur noch von keiner Aufsichtsbehörde kontrolliert? Wo kann man die räumlichen Anforderung an Praxisgewerbeimmobilien noch nachlesen bzw. erfragen? Bei KBV möchte ich nicht direkt fragen, um nicht irgendwelche schlafenden Hunde zu wecken...
  12. Deuser Praxismanager.de

    Umsetzung Datenschutz / DSGVO

    Hallo Forum, da es im Bereich Datenschutz angesichts der realen Abmahngefahr und der horrenden Bußgelder (20 Mio €) und die ganze Sache droht, real Existenzen zu vernichten (kein Scherz) gerade mächtig brennt, haben wir eine Aktionsseite gestartet: https://www.arzt-datenschutz.de Highlights: Datenschutzerklärungs-Generator für die Praxishomepage – einzigartig in D und GRATIS Unsere Präsi zum DS (laufend aktualisiert (in 10 Min gut informiert, speziell für Nichjuristen) Staatlich bezuschusste Beratung zur Umsetzung eines kompletten Datenschutzmanagements in der Praxis (mit Zuschuss 1500 – 2400 €) Feedback willkommen, bin gespannt! Joachim Deuser
  13. Hallo zusammen, hat jemand Erfahrung mit samedi - Paket comfort für die Praxis? https://www.samedi.de/tk/ Wird derzeit laut einer email bis 31.12.17 von der TK gefördert mit Zuschuss von 150 Euro. Klingt sehr hilfreich, wenn man an den täglichen Telefonkampf denkt: Patienten, die nicht durchkommen, Diskussionen um den passenden Termin... kostet uns allen viel Zeit und Nerven! Vielleicht könnten wir davon profitieren. Ich kenne jedoch keine Praxis, die das in Anwendung hat oder schon mal ausprobiert hat. Kann uns da jemand aus dem Forum helfen??? Das wäre toll! Herzliche Grüße
  14. Deuser Praxismanager.de

    Alte Praxis-EDV - Neue Generation Praxis-EDV

    Liebes Forum, mich würde interessieren, ob jemand mit den neuen Systemen wie T2med, Redmedical, Doc Cirrus aussieht, hat da jemand Erfahrung, d.h. die Systeme im Einsatz? Meines Wissens nach sind die z.B. bei T2med immer noch viel am entwickeln... Lt. KV-Installationsstatistik weniger als 0,1% Marktanteil (was bei neuen Systemen ja nicht ungewöhnlich ist. Aber wenn 5000 Ärzte lt. Homepage schon getestet haben, macht mich das doch ein wenig nachdenklich...) Viele bisherige Systemanbieter setzen ja noch auf das alte Geschäftsmodell: Wenn Ärzte und Mitarbeiterinnen über das langsame System klagen, verkaufe ihnen alle paar Jahre einen neuen dicken Server und neue Rechner für >10.000 €. Bin gespannt, wie lange das die Praxisinhaber noch mit sich machen lassen... Praktisch alle EDV-Programme laufen ja sehr gut in kleinen Praxen. Meine Erfahrung: Je größer die Praxis ist (ab so 10-15 Arbeitsplätze), desto weniger Programme eignen sich. Wenn man auf der Suche nach einem neuen System ist, sollte man sich m.E. von der klassischen Client-Server-Technologie verabschieden (d.h. Daten auf dem Server, Programm läuft auf jedem Rechner), sondern sich die neuen Systeme mal ansehen. Wir haben vor kurzem für einen Klienten (Großpraxis 7 Ärzte) mal eine neutrale Recherche durchgeführt (mit Pflichtenheft und allem). Der Kunde hat sich für Doc Cirrus entschieden, da die nicht zu groß und nicht zu klein (und daher auch flexibel sind) sind und ein sehr stabiles System haben, das auch auf > 50 Rechnern sehr stabil läuft. Die Patientendaten liegen auf einem Datenwürfel / (NAS), und das Programm läuft über den Browser im Intranet (nicht Internet), ist also sicher nach außen hin und geht auch, wenn das Internet nicht läuft. Damit entfällt schonmal die Investition in neue Praxiscomputer, die alten werden einfach weitergenutzt. Die Daten liegen sicher in der Praxis (was ich aus Datenschutzaspekten wichtig finde) und nicht in einer Cloud... Und die Preise waren auch mehr als ok, was auch ein Kriterium ist... Würde mich über Rückmeldungen aus der Praxis freuen, wenn sie mit einem der neuen Systeme arbeiten, danke :-) Viele Grüße, Joachim Deuser
  15. tima

    Praxisführung

    Hallo, weiß irgend jemand, welche Einweisungen für die MFA`s verpflichtend sind. (Reanimation, Hygiene, Arbeitsschutz etc.) und wer diese Einweisungen macht. Brauche ich zwingend einen Brandschutzbeauftragten. In unserer Allgemeinarztpraxis bereiten wir Instrumente auf. Leider haben wir im Team niemanden mit Steri-Schein. Ist aber nötig, oder? Gibt es ein empfehlenswertes Nachschlagewerk, indem ich alles kompakt erlesen kann? Ich freue mich über viele hilfreich Tipps und sage schon mal DANKE. MfG Tima
  16. Julia.MTLMFA

    Gefährdungsbeurteilung

    Hallo ich arbeite in einer Allgemeinarztpraxis mit 4 Ärzten und 7 MFA's. In unserem Haus ist auch eine Hauskrankenpflege, welche letzte Woche Begehung einer Gefährdungsbeurteilung hatte. Der Chef hatte online über die BGW ein Protokoll (knapp 70 Seiten) ausgefüllt. Die BGW bietet das leider nicht für Arztpraxen an und ich wollte mal fragen, wie ihr das so handhabt. Meine Chefin möchte gern, dass wir für unsere Praxis auch so ein Protokoll anfertigen. Habt ihr euch Software dafür besorgt oder habt ihr euch selber Protokolle (z.B. mit Exel) erstellt. LG JUlia
  17. Hallo liebe Community, ich arbeite als Redakteurin für BOOK A TIGER und befasse mich derzeit intensiv mit den Bedürfnissen und Anforderungen an die Reinigung von Praxen. Ich würde gern erfahren, was bei der Reinigung durch eine externe Firma wichtig ist. Worauf kommt es Ihnen an? Dafür habe ich eine kurze (10 Fragen 2 Minuten Zeitaufwand), anonyme Umfrage erstellt: https://www.surveymonkey.de/r/958HZ8K Ich würde mich sehr freuen, wenn ich einige Antworten erhalten würde. Ich freue mich auf Ihr Feedback. Viele Grüße
  18. Kunsperfrisch

    Freie Arzttermine gibt es nicht, oder doch?

    Nach großer politischer Diskussion im Jahre 2015 über lange Wartezeiten auf einen Termin beim Arzt – und zwar in dieser allgemeinen Form - verpflichtete der Gesetzgeber die Kassenärztlichen Vereinigungen zu Einrichtung sogenannter Terminservicestellen. Aufgabe der Terminservicestellen ist es dafür zu sorgen, dass der gesetzlich versicherte Patient bei dringendem Behandlungsbedarf innerhalb von vier Wochen einen Termin bei einem Facharzt oder Psychotherapeuten wahrnehmen kann. Termine bei Haus-, Kinder- und Jugendärzten, Zahnärzten und Kieferorthopäden werden nicht vermittelt. Gleiches gilt für Termine für fachärztliche Routine- und Vorsorgeuntersuchungen. Die Einrichtung der Terminservicestellen wurde insbesondere damit begründet, dass Kassenpatienten dreimal länger auf einen Termin warten müssten, als Privatpatienten. Nach einer repräsentativen Studie des WIdO (Wissenschaftliches Institut der AOK) – Ende 2006 hätten 25% der Kassenpatienten länger als 14 Tage auf einen Termin warten müssen, wogegen es nur 8 % bei den Privatpatienten gewesen sein sollen. Rein statistisch ergeben sich Zweifel an dieser Annahme, da nur 13 % der Bevölkerung sich zu den Privatpatienten zählen können Der Autor hat hier nicht die Absicht, die einzelnen Werte und den Zeitpunkt der Erhebung und auch die generelle Tendenz, die man daraus ableiten könnte, in Frage zu stellen. Er hinterfragt vielmehr, ob die bewusste Bevorzugung von Privatpatienten nur eine Mitursache ist, oder ob die Gründe für eine langfristige Terminvergabe andere sind als der Patientenstatus, und ob diese Gründe in der Organisation der Praxen zu finden sind. Optimales Terminmanagement in der Arztpraxis Viele Praxen setzen noch eine Praxissoftware ein, die eine schnelle Findung freier Termine einfach nicht erlaubt. Insbesondere bei größeren Praxen müssen die Mitarbeiter Arzt für Ärztin und Tag für Tag durchsuchen, um eine freien Termin zu finden. Und dieser Termin findet sich am schnellsten, wenn man mal schnell drei Monate weiter springt, denn da ist, oh Wunder, noch alles frei. Die Realität zeigt aber, dass durch tägliche Terminabsagen oder No-Shows jeden Tage Termine frei werden, die auch einem wartenden Patienten angeboten werden können. Und ist es nicht das Programm, dass die Suche nicht erlaubt, so sind es die Mitarbeiter, die die Suchfunktion nicht kennen oder beherrschen. Der Verfasser hat leider die deutliche Erkenntnis, dass gerade das Nichtwissen um die Funktionalität der Kalender noch häufiger anzufinden ist, als die fehlende Funktionalität selbst. Diese Situation kann jede Praxis verbessern. Mit steigender Internetakzeptanz der älter werdenden Generation steigt auch die Nutzung der diversen Online-Kalender, die aber vielfach – auch aufgrund datenschutzrechtlicher Vorgaben – nicht mehr als ein E-Mail-System sind, mit dem der Patient zu einem gekennzeichneten Slot einen Termin anfragen kann. Dies gilt insbesondere für die über „dasörtliche“ oder die Bewertungsportale angebotenen Terminanfragen. Am Ende machen gerade diese Kalender dem Praxis-Team mehr Arbeit als ein Anruf, wenngleich diese in ruhigeren Minuten Beantwortung findet. Die Online-Kalender führen daher zwar schneller zu einer Terminfindung, aber nicht immer zu einem früheren Termin. Die generellen Vorteile einer online-Terminierung haben die Beteiligten aber schon erfasst. Schaut man sich versuchsweise einmal Ärzte einer bestimmten Fachgruppe an, und testet für eine Online-Terminanfrage die Versicherteneigenschaft Kasse/ Privat aus, so kann man feststellen, dass der Privatpatient regelmäßig ein früheres Terminangebot erhält als der Kassenpatient. Durch diese Praxis bestätigt sich dann allerdings wieder das Klischee, dass Privatpatienten bevorzugt werden. Und wenn die Technikerkrankenkasse derzeit die Einschaltung von Online-Kalendern für Arztpraxen subventioniert, dann erweist sie ihren Versicherten gegenüber so agierenden Ärzten wohl einen Bärendienst. Abhilfe kann eigentlich nur ein weiterer regulativer Eingriff schaffen, indem eine Kategorisierung in den Online-Kalender nach Privat oder Kasse untersagt wird. Aber braucht man den wirklich? Wenn die Praxis den generellen Vorteil einer Online-Terminierung erkannt hat, wird sie diesen auch weiter nutzen wollen, ohne dass der Privatpatient hier deutlich bevorteilt werden muss, den es finden sich tagtäglich immer Termine, die kurzfristig aus den oben genannten Gründen vergeben werden können, wenn der Patient erreichbar ist. Fazit Praxen, die ihren Patienten schnell zu einem kurzfristig freien Termin verhelfen wollen, achten daher darauf, dass die Mitarbeiter alle Terminfunktionalitäten kennen und E-Mailadresse, Mobilnummer oder auch What´s App Account zum Patienten erfassen. Die Servicequalität einer Praxis insgesamt entscheidet über ihren Erfolg - und nicht allein der statistische Privatpatienten-Anteil von 13%. Freundlicherweise bereitgestellt von Hartriegel Consulting Unternehmens- und Wirtschaftsberatung für das Gesundheitswesen https://www.hartriegel-healthcare.de/
  19. Wir sind eine Gemeinschaftspraxis mit 4 Ärzten und praktizieren derzeit in "verhältnismäßig" kleinen Räumlichkeiten von ca. 140 Quadratmetern. Die Reinigung erfolgt über eine 450 Euro-Kraft. Sie benötigt dafür ca. 2 Stunden an 5 Tagen der Woche. Nun planen wir einen Praxisausbau auf ca. 320 Quadratmeter, Es werden dann 7 Sprechzimmer, 1 Labor, 2 Funktionsräume, ein Schulungsraum und natürlich Wartezimmer, Anmeldung usw. vorhanden sein. Wir würden gerne eine professionelle Firma für die Reinigungsarbeiten beauftragen. Ein erstes Angebot beläuft sich auf 1400 Euro monatlich ... da musste ich erst einmal kräftig schlucken ... Wie haben Ihre Praxen (dieser Größenordnung) die Vergabe der Reinigung gelöst ? Mit der Reinigungsqualität sind wir derzeit so "semi-zufrieden", da erhoffe ich mir eine Besserung durch eine professionelle Firma. Auch wollen wir keine Schließzeiten mehr haben, so dass dieser Punkt bei Vergabe an eine Firma auch gelöst ist, sprich keine Urlaubsvertretung unsererseits organisiert werden muss. Ich würde mich sehr über die Mitteilung Ihrer Erfahrungen freuen. Vielen Dank ! (Im Bereich QM-Vorlagen habe ich eine sog. Übergeordnete Checkliste zur Verfügung gestellt. Dieses Dokument leistet uns gute Dienste und ich hoffe, dass ich so ein wenig an die Teramed-Community zurückgeben kann.)
  20. Jetzt ist es schon eine Weile her, dass der neue Medikationsplan eingeführt wurde. Mich würde interessieren, wer diesen schon in der Praxis einsetzt und welche Erfahrungen ihr damit habt. Unsere Patienten sind durch die Veränderung der Auflistung der Medikamente, v.a. der Wirkstoffangabe in der ersten Spalte, etwas verwirrt. Ich kenne bisher auch keine Praxis, die einen Barcode-Scanner nutzt, um den ausgedruckten Plan in die Praxissoftware automatisch einzulesen. War der neue Medikamentenplan in der Praxissoftware kostenlos oder musste eure Praxis dafür extra zahlen? Wie reagieren die Patienten auf die neue Darstellung? Empfindet ihr den neuen Medikationsplan als besser als der von euch ursprünglich benutzte? Nutzt vielleicht jemand schon einen Barcodescanner und funktioniert das Einlesen auch?
  21. Als wir Claudenwatte von der Fa Lohmann bestellen wollten, erfuhr ich, dass diese nicht mehr lieferbar ist. Welche Alternative Nasentamponade können wir z.B. bei Nasenbluten einsetzen? Vielen Dank für die Info im voraus.
  22. Hallo Hg, jetzt bin ich aber baff: ihr macht ausschließlich Wirkstoffverordnung? Das funktioniert bei euch? Die umliegenden Apotheken haben die Krise bekommen, als wir ca 6 Wochen lang auf Wirkstoffverordnung umstellten Hast Du uns ein paar Tipps dazu? Auf was müssen wir achten? Welches Praxisprogramm nutzt ihr dazu? Funktioniert das auch bei HZV? Grüße Thomas
  23. Hallo, es kommen ja zwischenzeitlich massenweise Post in der Praxis an: per Brief, per Email, per Fax.... Wie soll man da die wichtigen Befunde und Informationen zwischen der Werbung, Verbandsinformationen und Laborfaxen unterscheiden? Wie macht ihr das? Legt ihr die gesamte Post einer Ärztin / Arzt vor? Druckt ihr die Faxe / Emails zur Vorlage aus?
  24. Hallo, scannt ihr die Befunde, die per Post geschickt werden, ein und welchen Scanner benutzt ihr? Habt ihr mehrere Arbeitsplätze an denen eingescannt werden kann? Bei uns selbst sieht der Ablauf für den Posteingang derzeit so aus: Post inkl. Befunde werden von einer MFA geöffnet und in die "Posteingang"-Ablage gelegt einer der Ärzte sieht die Post und Befunde durch und legt die zu scannenden Befunde nach Durchsicht in die "Scan"-Ablage eine MFA oder Hilfskraft scant im Laufe der Woche die Befunde ein und ordnet diese dem Patienten zu Faxe werden direkt als PDF in das System gespeichert und von einer MFA den Patienten zugeordnet. Die Liste der eingegangenen Faxe wird im Praxisprogramm oft nicht konsequent von den Ärzten durchgesehen. Zum Scanner: Wir haben früher einen Dokumentenscanner von Kodak genutzt, der war sehr schnell und konnte auch Duplex scannen. Allerdings hat er sich schnell verheddert, die Rollen mussten regelmäßig gereinigt werden und ab und zu ist die Software "abgestürzt". Ähnliche Probleme hatten wir mit Scannern von anderern Herstellern in anderern Praxen. Aus diesem Grunde haben wir unser Multifunktionsgerät von Brother, die wir auch für das Faxen einsetzen, so erweitert, dass dieses gescannte Befunde per PDF direkt in die Praxis-EDV einspielen kann, ohne dass eine zusätzliche Software nötig ist. Konkret haben wir ein MFC im Büro und an der Anmeldung, dort können Dokumente mit einem Knopfdruck eingescannt werden, ohne dass man erst am Computer "klicken" muss. Das hat sich als zuverlässig bewährt, leider ist der Scanvorgang recht langsam. Dafür läuft das Gerät schon seit 5 Jahren zuverlässig ohne zu "murren". Wie ist der Ablauf bei euch, nutzt ihr professionelle Dokumentenscanner und wie sind damit eure Erfahrungen im Praxisalltag?
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    Einarbeitungsplan für neue Medizinische Fachangestellte (MFA) für die Anmeldung, Büro, Geräte, Assistenz und Labor / OP.
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