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29 Ergebnisse gefunden

  1. Laut einer Richtlinie der G-BA müssen Arztpraxen seit Januar 2014 zusätzlich zum Qualitätsmanagement ein Risikomanagement und ein Fehlermanagement einführen. Die G-BA als oberstes Beschlussgremium der gemeinsamen Selbstverwaltung von Ärzten, Zahnärzten, Psychotherapeuten, Krankenhäusern und der gesetzlichen Krankenkassen sieht es als notwendig an, diese zusätzlichen Richtlinien im Sinne der Patientensicherheit einzuführen. Welche Konsequenzen dies für jede einzelne Arztpraxis hat, zeigt dieser Beitrag. Den ganzen Artikel lesen...
  2. Mit der Datensicherung ist es wie mit dem Sport: Sie ist oft das Objekt guter Vorsätze, die aber selten konsequent in die Tat umgesetzt werden. Teil des Problems ist sicher, dass man wir alle insgeheim davon ausgehen, ein Datenverlust werde nur die anderen treffen – so, wie man auch annimmt, dass nur andere krank werden. Aber diese Annahme ist nicht erst seit der aktuellen Ransomware-Epidemie gefährlich. Eine Festplatte kann auch ohne Vireninfektion jederzeit defekt sein – und die damit verlorenen Daten sind bares Geld wert. Ziele der Datensicherung Datensicherung in der Arztpraxis hat zwei Ziele: Die Daten nach einem Datenverlust möglichst schnell und möglichst vollständig wiederherstellen zu können, damit weitergearbeitet werden kann und keine abrechnungsrelevanten Daten verloren gehen. Die gesetzlichen Aufbewahrungsfristen zu erfüllen. Je mehr medizinische Informationen von der Papierakte in den Computer wandern, desto wichtiger wird auch dieses Ziel der Datensicherung. Im täglichen Betrieb steht bei einem akuten Datenverlust jedoch sicherlich das erste Ziel im Vordergrund: Den Schaden so weit zu beheben, dass die Patientenversorgung fortgesetzt werden kann und nicht allzu viele Daten für die Abrechnung verloren sind. Wie gut dieses Ziel erreicht werden kann, lässt sich anhand von zwei Größen messen: Recovery Point Objective (RPO) Recovery Time Objective (RTO) Jeder Zusammenbruch des Systems mit Datenverlust führt zu zwei Problemen: Die Daten aus der Vergangenheit müssen wieder hergestellt werden und der Betrieb muss weitergehen. Der Punkt in der Vergangenheit, bis zu dem die Daten wiederhergestellt werden können und nach dem die Daten unwiederruflich verloren sind, wird als RPO bezeichnet. Dies ist normalerweise der Zeitpunkt, zu dem das letzte Backup gemacht wurde. Wenn Du also am Dienstag abend um 18 Uhr das letzte Backup durchgeführt hast und am Mittwoch vormittag um 10 Uhr das System abstürzt, beträgt das RPO 16 Stunden. Wenn am Freitag nachmittag um 17 Uhr das letzte Backup gelaufen ist und das System am Montag morgen um 9 Uhr abstürzt, beträgt das RPO 64 Stunden. Hier sieht man, dass das RPO kein direktes Maß dafür ist, wie viele Daten verloren gehen – im zweiten Beispiel können das durchaus weniger Daten sein als im ersten Beispiel, weil das Wochenende dazwischen lag und vor dem Absturz nur eine Stunde Praxisbetrieb herrschte. Das RTO gibt an, in welchem Zeitrahmen der normale Betrieb wieder hergestellt werden kann. Wenn also im obigen Beispiel am Montag morgen um 9 Uhr das System abstürzt und zur Nachmittagssprechstunde um 15 Uhr wieder normal eingesetzt werden kann, dann betrug das RTO 6 Stunden. Auch hier gilt wieder: Ein hohes RTO entspricht nicht immer einem großen Verlust an Betriebszeit, wenn beispielsweise ein Wochenende dazwischen liegt. Trotzdem kann man von der Faustregel ausgehen: Je niedriger RPO und RTO, desto besser – und desto aufwändiger bzw. teurer. Je häufiger Backups durchgeführt werden, desto kürzer ist das RPO – jedenfalls im Durchschnitt. Auch, wenn Du nur einmal wöchentlich ein Backup durchführst, kannst Du das Glück haben, dass der Systemabsturz nur zehn Minuten nach dem letzten Backup passiert. Das ist aber weniger wahrscheinlich als wenn Du einmal täglich ein Backup machst. Das RTO hängt von der Art Deines Systems und von Geschick und Verfügbarkeit Deines technischen Supports ab. Lösungen, die ein niedriges RTO versprechen, sind tendenziell teurer: Wenn Du einen Supportvertrag abgeschlossen hast, der Dir eine Antwortzeit von einer Stunde garantiert, dann ist Dein System schneller wieder lauffähig als wenn Du Dich selbst darum kümmerst, nachdem Du mit Hilfe von Papierdokumentation erst einmal die ganze Sprechstunde abgearbeitet hast. RPO und RTO sind also stets ein Kompromiss zwischen dem, was man sich wünscht und dem, was man dafür ausgeben will. Sinnvoll sind in einer Arztpraxis aber auf jeden Fall ein RPO und RTO von jeweils unter einem Tag, besser nur einigen Stunden. Praktische Datensicherungsstrategie Wichtiger als die perfekte Datensicherungsstrategie zu finden: Eine Strategie festzulegen, die in der Praxis tatsächlich eingehalten wird. Sie darf also nicht zu sehr mit dem täglichen Geschäft in Konflikt geraten. Wenn sich niemand wirklich verantwortlich fühlt und lediglich der gute Vorsatz besteht, an irgendeinem Tag einmal wöchentlich nach Feierabend ein Backup zu machen, wird dies von Woche zu Woche mehr vernachlässigt werden. In einer Datensicherungsstrategie müssen folgende Dinge konkret festgelegt werden: Wer ist für das Backup verantwortlich? Vertretung? Beispielsweise die Praxismanagerin, bei Urlaub oder Krankheit die Praxisinhaberin. Welche Daten sollen gesichert werden? Mindestens das Datenverzeichnis der Praxisverwaltungsprogramms und das Verzeichnis mit der Korrespondenz. Eher zu großzügig sichern als zu sparsam. Wann sollen die Daten gesichert werden? Es gibt Lösungen, bei denen ständig eine zweite Version der aktuellen Daten vorgehalten wird, ein sogenannter Mirror. Dies ist jedoch teuer und für eine Arztpraxis in der Regel nicht notwendig. Eine mindestens tägliche Datensicherung ist aber zu empfehlen. Auf welche Medien sollen die Daten gesichert werden? Die Daten können über das Netzwerk gesichert werden, beispielsweise auf einen separaten Server oder ein NAS (siehe unten), oder auf einen externen Datenträger. Empfehlenswert ist eine Kombination aus beidem. Speicherung auf einen Server ist komfortabel und kann schnell wieder hergestellt werden. Server können zudem mit einem sogenannten RAID-System arbeiten: Einer Kombination aus Festplatten, bei der der Inhalt immer noch lesbar bleibt, wenn eine oder mehrere Platten ausfallen, so dass sie rechtzeitig vor Datenverlust ausgetauscht werden können. Ein ans Netz angeschlossener Server ist aber auch infektionsgefährdet, wenn ein Virus ins System gerät. Ein kleiner Server, der ausschließlich der Datenspeicherung dient, wird als NAS (Network-attached storage) bezeichnet. Er ist eine mögliche Ergänzung der Datensicherungsstrategie. Aber Vorsicht: Einige Hersteller liefern ihre NAS mit voreingestelltem automatischem Backup in die Cloud aus, das für den Benutzer nicht sehr transparent gemacht wird und schwierig bis gar nicht abzustellen ist. Solche Lösungen sollte man aus Gründen des Datenschutzes vermeiden. Zudem sollte man daran denken, dass auch ein NAS befallen werden kann, wenn das System mit einem Virus infiziert wird. Ein externer Datenträger hat den Vorteil, dass er außerhalb der Praxis aufbewahrt werden kann. So bleiben die Daten auch bei einem Einbruch oder einem Feuer erhalten. Externe Datenträger können beispielsweise USB-Festplatten, USB-Sticks oder auch Magnetbänder sein. Letztere sind in der Benutzung relativ langsam, der Inhalt bleibt aber anders als bei anderen Medien über Jahrzehnte stabil. Ebenfalls sicher vor Schäden und Einbrüchen in der Praxis sind die Daten in einem externen Rechenzentrum. Ein solches können sich im ambulanten Bereich nur große MVZ leisten. Auch kleinere Praxen können aber Verträge mit Anbietern von Rechenzentren abschließen, in denen die Daten sicher und gesetzeskonform gespeichert werden (hierzu muss unter anderem ein Vertrag zur Auftragsdatenverarbeitung abgeschlossen werden). Eine vierte Möglichkeit ist das Backup in eine Cloud, das jedoch einige Sicherheitsprobleme mit sich bringt (siehe unten). Ob und wie werden die Medien verschlüsselt? Verschlüsselung ist Pflicht, wenn die Daten in eine Cloud gesichert werden. („Es gibt keine Cloud, nur die Computer anderer Leute.“) Zur Verschlüsselung gibt es eine Auswahl verschiedener Werkzeuge, beispielsweise TrueCrypt. Vorsicht: Wenn Du Dich entscheidest, Deine Backups zu verschlüsseln, verbessert das den Datenschutz, verschlechtert aber den Komfort des Backup-Prozesses. Wenn Euer Praxisteam beim Durchführen der Backups nachlässig wird, weil die Verschlüsselung so aufwändig zu benutzen ist, tut Ihr Euch damit keinen Gefallen. Wenn beispielsweise auf einer externen Festplatte gesichert wird und diese sicher aufgehoben wird (etwa im Tresor), dann ist eine Verschlüsselung nicht notwendig. Wo werden die Medien sicher aufbewahrt? Die Backupmedien sollten sicher sein vor Diebstahl und Unglücksfällen (Feuer, Wasserschaden). Beides kann etwa mit einem ausreichend guten Tresor erreicht werden. Da es unwahrscheinlich ist, dass Praxis und Wohnung gleichzeitig abbrennen, empfiehlt es sich zudem, eine Kopie stets an einem anderen Ort als der Praxis aufzubewahren. Auch diese zweite Kopie muss entsprechend gesichert sein, also nicht offen im Arbeitszimmer liegen, sondern beispielsweise eingeschlossen im heimischen Tresor. Wie lange werden die Medien aufbewahrt? Hier kommen unter Umständen die gesetzlichen Aufbewahrungsfristen ins Spiel (10 oder 30 Jahre), wenn die Dokumentation nur elektronisch vorliegt. Hier muss man daran denken, dass die Daten nicht nur unleserlich werden können, sondern auch Techniken veralten – viele moderne Computer haben beispielsweise kein CD-ROM-Laufwerk mehr. Magnetbänder sind eine bewährte Art der Langzeitspeicherung. Wenn man andere Medien verwendet, müssen sie regelmäßig umkopiert werden. Wenn keine gesetzlichen Aufbewahrungsfristen beachtet werden müssen, kann eine First-in-first-out-Strategie verwendet werden: Die jeweils ältesten Backups werden – beispielsweise nach drei Monaten – mit neuen Backups überschrieben. Eine andere Möglichkeit ist das Großvater-Vater-Sohn-Prinzip: Es wird einmal im Monat auf das „Großvater“-Medium gesichert, einmal in der Woche (z.B. freitags) auf das „Vater“-Medium und täglich auf das „Sohn“-Medium. So könnte man beispielsweise für die sechs zurückliegenden Monate jeweils ein Magnetband archiviert haben, für die wöchentlichen Backups externe Festplatten und für die täglichen Backups Verzeichnisse auf dem Server. Wer testet wie und wie oft, ob die alten Sicherheitskopien noch lesbar sind? Da elektronische Daten mit der Zeit unleserlich werden können, sollte auch dann gelegentlich probeweise eine Wiederherstellung (Rücksicherung) der Daten gemacht werden, wenn kein Datenverlust eingetreten ist. Hier muss natürlich aufgepasst werden, dass keine aktuellen Dateien überschrieben werden. Die Rücksicherung kann beispielsweise an einem dafür vorgesehenen Computer erfolgen, in einem festgelegten Intervall (beispielsweise einmal pro Monat). Alle Daten oder nur neue Daten sichern? Man unterscheidet drei Vorgehensweisen zur Datensicherung: Voll-Backup – alle Daten werden gesichert Differenzielles Backup – nur die Daten, die im letzten Voll-Backup nicht enthalten sind, werden gesichert Inkrementelles Backup – nur die Daten, die seit dem letzten inkrementellen Backup hinzugekommen sind, werden gesichert Das Voll-Backup benötigt den meisten Speicherplatz, ist aber am einfachsten und zuverlässigsten wiederherzustellen. Zudem ist es bei den anderen Backup-Arten schwierig, Daten aus den Backups zu löschen (weil sie beispielsweise privat sind oder weil Speicherplatz freigestellt werden soll). Eine gute Strategie ist beispielsweise ein wöchentliches Voll-Backup mit zusätzlich täglichem inkrementellen oder differenziellen Backup. Professionelle Lösung oder Eigenkonstruktion? Je nachdem, wie IT-affin Praxisinhaber und Team sind, kann eine Datensicherungsstrategie auch selbst umgesetzt werden. Hierbei sollten folgende Punkte beachtet werden: Die Datensicherung wird oft aus dem Grund selbst gemacht, weil Geld eingespart werden soll. An der Hardware sollte jedoch nicht gespart werden: Billig-Hardware macht auf lange Sicht oft mehr Probleme, als es das eingesparte Geld am Anfang rechtfertigt. Für die Software gilt das nicht unbedingt: Viele gute Lösungen, insbesondere für das Linux-Betriebssystem, aber auch für Windows, sind Open Source und damit kostenlos. Wenn nur eine Person in der Praxis sich mit der Datensicherung auskennt: Was passiert, wenn diese Person ausfällt? Wenn es sich um eine Mitarbeiterin handelt: Was, wenn sie kündigt oder in Ruhestand geht? Wenn es die Praxisinhaberin selbst ist: Was, wenn die Praxis an einen Nachfolger übergeben wird? Es sollten daher immer mindestens zwei Personen mit den Feinheiten der Praxis-IT vertraut sein. Je mehr Daten gesichert werden müssen, desto höher sind die Ansprüche an Hardware und Abläufe. Die Datensicherung einer Hausarztpraxis ist einfacher umzusetzen als die einer radiologischen Praxis. Die Datensicherung darf nicht im Alltagsgeschäft untergehen. Bei Eigenlösungen besteht immer die Gefahr, dass andere Dinge dringender erscheinen. Bei einem Ausfall der IT seid Ihr im Zweifelsfall gleichzeitig damit beschäftigt, den Betrieb aufrechtzuerhalten und den Fehler zu suchen. Dies ist eine stressige Situation, die nicht unbedingt zu besonnenem und analytischem Handeln führt. Man sollte sich diese Doppelbelastung rechtzeitig klarmachen. Bei der Beauftragung eines Dienstleisters fallen regelmäßige Kosten an. Dafür kann man sich bei einem guten Dienstleister jedoch darauf verlassen, dass die Einsatzfähigkeit des Systems schnell wiederhergestellt wird. Je nach Vertrag werden hierfür auch gewisse Garantien ausgesprochen. Es lohnt sich, mehrere Dienstleister zu vergleichen: Wie ist der versprochene Leistungsumfang? Mit wem könnt Ihr Euch ein gutes Arbeitsverhältnis vorstellen? Wenn Ihr einen vertrauenswürdigen Dienstleister habt, hält dieser Euch im Ernstfall den Rücken frei und Ihr könnt Euch derweil auf die Patientenversorgung konzentrieren. Die schlechteste Möglichkeit ist, die Aufgabe an einen nicht-professionellen Dritten auszulagern, beispielsweise einen Informatikstudenten aus dem Bekanntenkreis. Die Gefahr ist hoch, dass dieser im Ernstfall nicht erreichbar ist oder nicht genau weiß, was er tut. Der Zugriff eines Dritten auf die Praxis-IT muss ohnehin immer vertraglich geregelt werden (Auftragsdatenverarbeitung) und sollte nicht jemandem gewährt werden, der es nur „nebenher“ macht. Schnell wieder einsatzfähig mit Snapshots Ein Snapshot ist ein Abbild eines kompletten Dateisystems zu einem bestimmten Zeitpunkt. Man kann anhand eines Snapshots beispielsweise die Konfiguration eines Servers sichern, um ihn im Fall eines Schadens schnell wieder einsatzfähig zu machen. Werkzeuge hierfür sind unter Windows beispielsweise das kostenpflichte Drive Snapshot, unter macOS das ebenfalls kostenpflichtige Volume Snapshot und unter Linux der Logical Volume Manager LVM (Paket lvm2 für Ubuntu). Zum Nutzen von Snapshots haben wir Thomas Klug befragt, Geschäftsführer des Medizin-IT-Dienstleisters datenstrom aus Remscheid. Er sagt: „Mit Hilfe eines Snapshots kann ein beschädigtes System schnell wieder einsatzfähig gemacht werden. Wir hatten kürzlich erst den Fall einer Praxis, deren Server von Ransomware befallen wurde. Zu unserer Sicherheitsstrategie gehörte glücklicherweise ein zweiter Server, der nicht ohne weiteres vom Netzwerk aus zugänglich war, so dass er von der Ransomware verschont blieb. Diesen haben wir mit Hilfe des Snapshots zum primären Server der Praxis gemacht. Nach zwei Stunden konnte die Patientenversorgung wieder aufgenommen werden. Wenn erst ein neuer Server aufgesetzt und Daten von externen Medien rückgesichert werden müssen, kann die Ausfallzeit auch einen ganzen Tag betragen. Kürzlich hatten wir sogar einen Fall, in dem die gesamte IT-Ausrüstung eines Praxis ausgeräumt wurde und nur externe Sicherheitskopien vorlagen – die Praxis konnte erst nach einer Woche den normalen Betrieb wieder aufnehmen. Mittlerweile wurde dort auf ein moderneres Datensicherungskonzept umgestellt.“ Das RTO (die Zeit, bis der Betrieb wieder aufgenommen werden kann – siehe auch Abbildung) kann also durch das Arbeiten mit Snapshots deutlich verkürzt werden. Noch deutlicher sind die Vorteile eines Snapshots bei der Verbesserung des RPO. Das RPO, wie oben besprochen, gibt an, wie alt der aktuellste Datensatz ist, der gerettet werden kann. Dazu Thomas Klug: „Die Snapshots können so eingestellt werden, dass im laufenden Betrieb mit geöffneter Datenbank alle 15 Minuten eine inkrementelle Sicherung durchgeführt wird. Im Ernstfall gehen daher maximal die Daten der letzten 15 Minuten verloren.“ Vorbeugende Hygiene gegen Systemabstürze Zum Schluss noch einmal zurück zur Ransomware und anderen Schädlingen. Tatsächlich ist die Wiederherstellung eines Backups – von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen – die einzig realistische Chance, eine Infektion mit einem Cryptotrojaner zu „behandeln“. Aber auch Vorbeugung ist möglich: Hier sind die gleichen Maßnahmen empfehlenswert, die auch dem Schutz vor anderen Viren dienen.
  3. Version 1.0.0

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    QM – Arbeitsanweisung Manuellen Aufbereitung und Reinigung von Instrumenten und Arbeitsmitteln Erstellt von: Freigeg. am: Erstellt am: Gültig bis: Doku. Nr.: Art: Arbeitsanweisung Geltungsbereich: Aufbereitungsraum Zuständigkeit: Medizinische Fachangestellte / Arzthelferin Ziel: Korrekte Durchführung der Reinigung Arbeitsmaterialien: Benutzte chirurgische InstrumenteInstrumentenwanne mit Reinigungslösung Cleaner NInstrumentenwanne mit WasserSchutzkleidung ( Haube, Mundschutz, Schutzbrille, Einwegkittel )BürsteHandschuheEieruhr Durchführung: Manuelle Reinigung: Zuerst wird eine Händedesinfektion durchgeführt.Schutzkleidung anlegen( Haube, Mundschutz, Schutzbrille, Kittel und Handschuhe )Reinigungslösung Cleaner N nach Gebrauchsanweisung herstellen (20ml Cleaner auf 1980ml Wasser, Konzentration 1% )Lösung wird nach jeder Anwendung gewechselt. Beim Wechsel der Lösung wird die Reinigungswanne desinfiziert und gründlich gereinigt.Instrumente werden vollständig in die Reinigungslösung eingelegt.Um ein Verspritzen von kontaminierter Flüssigkeit zu vermeiden, sind alle weiteren Reinigungsschritte unter der Flüssigkeitsoberfläche auszuführen.Einwirkzeit beträgt 15 min.Äußere Oberfläche der Instrumente wird mit einer Bürste gereinigt.Bei Instrumenten mit Hohlräumen wird die Reinigungslösung mittels einer Einmalspritze durch alle zugänglichen Kanäle und Lumina gespritzt. Abspülen der Reinigungslösung Die Instrumente werden aus der Reinigungslösung entnommen und in die saubere und desinfizierte Wasserwanne gelegt.Um die Reinigungsmittelrückstände und Resteverunreinigungen zu entfernen, werden die Instrumente gründlich mit Wasser abgespült. Bei vorhandenen Hohlräumen werden diese mit einer Einmalspritze durchgespült.Um Spülwasserreste zu entfernen werden abschließend alle Kanäle mit einer Einmalspritze frei und trocken geblasen.Die benutzen Reinigungsbürsten werden nach jeder Benutzung gereinigt und anschließend in der Instrumenten-Desinfektionsmittellösung desinfiziert.Die Reinigungsbürsten werden regelmäßigt durch neue Bürsten ersetzt.Wasserwanne wird nach Entnahme der Instrumente gründlich ausgespült, gereinigt und desinfiziert.

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  4. teramed

    LZ-RR-Protokoll

    Version

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    Patientenprotokoll für die die Langzeitblutdruckmessung. Bei der Langzeit-Blutdruckmessung wird dem Patienten ein automatisches Blutdruckmessgerät angelegt, das mindestens 18 bis 24 Stunden lang getragen wird. In Abständen von 15 Minuten, nachts alle 30 Minuten, erfolgt eine Messung. Der große Vorteil dieser Messung ist die nächtliche Messungen. Diese sind zwar störend, aber sehr wichtig, um eine sogenannten "Nachtabsenkung" zu erkennen: Der Blutdruck sollte in der Nacht niedrigere Werte aufweisen. Durch das Langezeitblutdruckmessprotokoll kann man nachvollziehen, ob "Ausreißer" in der Messung mit Aktivitäten zusammenhängen.

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  5. Version 1.0.1

    356 Abrufe

    Kurze Arbeitsanweisung zum Blutzucker messen (Stix) in der Praxis fürs QM

    Kostenlos

  6. Version 1.0.1

    388 Abrufe

    Eine kurze Arbeitsanweisung für die INR-Messung in der Arztpraxis durch die MFA. Vorschlag für einen "Praxislaufzettel" für die Messwerte ist enthalten.

    Kostenlos

  7. Praxis Gilgen

    Fragebogen Schwerbehinderung

    Version 1.0.0

    562 Abrufe

    Fragebogen vor dem Termin zum Antrag auf Schwerbehinderung

    Kostenlos

  8. Version

    181 Abrufe

    Operationsaufklärung und Einwilligungsformular für kleine chirurgische Eingriffe in der (allgemeinmedizinischen) Arztpraxis. Spezielle Komplikationen und Verfahren werden für die Entfernung eines Nävus (Muttermal) und Nagelkeilexzision (Emmert-Plastik) aufgeführt.

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  9. Version

    132 Abrufe

    Dies ist eine Arbeitsanweisung zur Assistenz bei dem Katheterwechsel.

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  10. Brauchen wir eine Hygienebeauftragte und was soll die dann genau machen? Muss diese bestimmte Fortbildungen gemacht haben? Anonym beigetragen
  11. Version

    336 Abrufe

    Checkliste zum Abhacken Vorbereitung der Kassenabrechnung nach EBM

    Kostenlos

  12. Teamarbeit gelingt dann, wenn alle ein "Wir-Gefühl" verspüren und gemeinsam auf Ziele hinarbeiten. Die richtige Kommunikation ist eine Voraussetzung für ein wertvolles Miteinander. Eine effektive Teamsitzung ist dabei ein wichtiges Instrument - benötigt jedoch ein paar Voraussetzungen, um zu einem Gewinn für das Team zu werden. Grundlegendes Ort: Nicht die Küche, nicht der Aufenthaltsraum der medizinischen Fachangestellten und Mitarbeiter. Teamsitzungen sind Arbeitszeit! Keine Pausen dafür verwenden! Jeder braucht Erholungszeit, um für den nächsten Ansturm gewappnet zu sein. Die Teamsitzung wird daher auch nicht zur Essenszeit umfunktioniert! Rollen müssen vorher festgelegt werden: Schriftführer, Moderator und Zeitmanager. Die Teamsitzung sollte regelmäßig stattfinden. Regelmäßig bedeutet aber nicht unbedingt alle zwei Wochen, sondern einfach nur in festgelegten Abständen. Eine Sitzung pro Quartal kann ausreichend sein, einmal pro Monat ist aber in vielen Praxen besser. Die Dauer sollte 1,5 bis 2 Stunden nicht überschreiten. Zu bestimmen Anlässen (zum Beispiel bei personellen Veränderungen oder besonderen Ereignissen) können zusätzliche Termine angesetzt werden. Anwesenheit ist für alle Pflicht! Kommunikationsregeln beachten: Ich-Botschaften, keine Anschuldigungen, Verbesserungsphilosophie statt Fehlerphilosophie. Vorbereitung und Rollen Moderator/in Sie/er bereitet die Struktur der Sitzung vor und schätzt ungefähr ab, wie viel Zeit für jeden Tagesordnungspunkt und für die Sitzung insgesamt benötigt wird. Sie/er erstellt einen Plan und hängt diesen für alle einsehbar etwa eine Woche vorher an einem vereinbarten Ort (Schwarzes Brett) aus. Dadurch kann sich jeder auf die zu besprechenden Themen vorbereiten und sich vorbereitende Gedanken machen. Wenn es dann so weit ist, führt der/die Moderator/in durch die Sitzung: Hauptaufgabe: das gerade aktuelle Thema im Auge zu behalten und etwaige Abschweifer sofort wieder auf den richtigen Weg zurückzubringen. Da kann manchmal auch ein resolutes Eingreifen gefragt sein. Der Moderator sollte also durchsetzungsfähig sein. Auch auf die Zeit sollte geachtet werden: Für jeden Tagespunkt sollte zwar ausreichend Raum zu Verfügung stehen, aber der Zeitrahmen der Sitzung nicht überschritten werden. In großen Teams kann es sogar sinnvoll sein, hierzu ein Mitglied extra als Zeitnehmer zu beauftragen. Schriftführer/in Sie/er besorgt sich das letzte Protokoll und alle schriftlichen Dokumente, die damit zusammenhängen. Dies ist wichtig, um festzustellen, ob die zu erledigenden Punkte auch tatsächlich bearbeitet worden sind. Dieser Schritt ist die Grundvoraussetzungen für den KVP (kontinuierlichen Verbesserungsprozess), der ein wichtiger Bestandteil jedes Qualitätsmanagements darstellt. Teammitglieder Sie befassen sich mit den Punkten die ihnen besonders wichtig sind. Also es wäre hilfreich, wenn Sie vorher zumindest schon die wichtigsten Punkte gelesen hätten (Aushang am Schwarzen Brett in der Arztpraxis). Zusätzlich macht sich idealerweise jeder Gedanken über Punkte, die besprochen werden sollen, aber noch nicht auf der Besprechungsliste stehen. Während der Teamsitzung Die Sitzung wird vom Moderator eröffnet, die einzelnen Schritte werden vorher noch einmal vorgestellt. Der jeweilig anstehende Punkt wird vorgelesen und zur Besprechung freigegeben. Der Moderator sollte darauf achten, dass jeder zu Wort kommen kann und nicht unterbrochen wird. Sinnvoll ist es, dass jede Person eine Sprechzeit von 5 Minuten erhält und diese nicht überschritten wird. Fünf Minuten können sehr lang sein! Nach drei Minuten fängt man in den meisten Fällen an, sich zu wiederholen (probiere das ruhig einmal selbst aus). Die Zeitgrenze von fünf Minuten verhütet daher, dass regelrechte Monologe geführt werden. Diese können dazu führen, dass nach der Sitzung jeder unzufrieden ist und das Gefühl hat, er wurde nicht gehört und der jeweilige Punkt wurde nicht abgearbeitet, so dass man direkt nach der Sitzung eigentlich schon wieder eine Sitzung einberufen könnte. Wird die veranschlagte Zeit für einen Tagesordnungspunkt überschritten, muss im Team entschieden werden, ob der Punkt weiter diskutiert oder vertagt wird. Vielleicht fehlen wichtige Details und das Thema kann nicht abgeschlossen werden. Die Aufgabe des Schriftführers ist es während all diesen Vorgängen, die Einzelheiten und Entscheidungen schriftlich festzuhalten. Vor allem wichtig: Abschluss Der nächste Termin wird festgelegt, die neu erarbeiteten Aufgaben werden verteilt, das Protokoll wird ins Reine geschrieben und jedem zur Unterschrift vorgelegt. Die gute Teamsitzung: Diskutiere mit im Forum!
  13. Susanne

    Praxisleitbild

    Hallo, wir sollen ein Praxisleitbild für unsere Hausarztpraxis wegen dem QM erstellen. Meine Fragen: was ist der Unterschied zwischen Praxisleitbild und Praxisphilosophie?was gehört da alles rein?
  14. Version

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    Auch die Ärzte, im Besonderen, wenn diese geschäftsführend sind, sollten sich einer kritischen Bewertung unterziehen: z.B. von den medizinischen Fachangestellten und angestellten Ärzten. Dieser QM-Fragebogen gibt den medizinischen Fachangestellten und angestellten Ärzten die Möglichkeit, sich anonym zu den einzelnen (gesellschaftsführenden) Ärzte zu äußern.

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  15. Version 1.0.0

    328 Abrufe

    Unser Praxisleitbild in der Version für Patienten

    Kostenlos

  16. Version 1.0.0

    820 Abrufe

    Checkliste für die täglichen Aufgaben in der Arztpraxis

    Kostenlos

  17. Hallo, Leider wurde jahrelang unser QM Handbuch nicht weiter beachtet und wir müssen einiges nacharbeiten. Nun geht es darum zu jeder Tätigkeit eine Stellenbeschreibung zu erstellen, allerdings ich als Neuling habe keine Anhaltspunkte wo ich anfangen soll. Kann mir jemand eventuell weiterhelfen und mir sagen wo ich eine Vorlage oder auch schon fertige Stellenbeschreibungen finde an der ich mich orientieren kann? Vielen dank für die Mithilfe und liebe Grüße!
  18. „Fortbildung, Seminar, Workshop….. Das auch noch?!“ Fragt man nach der Sinnhaftigkeit einer Fortbildung, von Seminaren oder Workshops, wird einem jeder Anbieter den Mehrwert seiner Veranstaltungen sicher gerne erläutern. Aber wer sagt einem, was wirklich Sinn macht? Welche Inhalte braucht man denn auch wirklich? Das Gesundheitswesen unterliegt einem ständigen Wandel und neben alltäglichen Aufgaben ist es eine Kunst für sich, immer auf dem aktuellen Stand zu sein und keine Neuerung zu verpassen. An dieser Stelle können Fortbildungen, Seminare und auch Workshops helfen, Schritt zu halten und so eine hohe Fachlichkeit und Qualität sicherzustellen. Denn auch Patienten und Kunden informieren sich über neue Methoden und Strategien und – ehrlich gesagt – möchte doch keiner, dass sie einem mit Wissen oder Ideen zuvorkommen. Die Nutzung neuer Methoden und das angewendete Spezialwissen sind daher enorm wichtig für die Unternehmensentwicklung, aber auch für die Außenwirkung einer Arztpraxis. Neben dem stressigen Arbeitsalltag ist es viel verlangt, nachmittags oder abends noch eine Fortbildungsveranstaltung zu besuchen. Das gilt für die Mitarbeiter, aber auch für die Ärzte selbst. Umso wichtiger ist es, genau zu überlegen, welche Pflichtveranstaltungen nötig sind und was darüber hinaus auch wirklich einen Mehrwert für die Teilnehmenden bringt. Es macht Sinn, die Mitarbeiter nach Fortbildungsinteressen zu fragen und bei entsprechendem Bedarf sogar etwas bedarfsgerecht und intern zu organisieren. Ein sinnvoll ausgewählter Inhalt hilft dann jedem einzelnen den Herausforderungen im Alltag zu begegnen und kann frischen Wind und neue Ideen in die Praxis bringen. Darüber hinaus profitiert natürlich der einzelne Mitarbeiter: Die berufliche Weiterentwicklung ist sehr wichtig, aber auch „Updates“ zu bekannten Themen sind manches Mal notwendig. Erhebungen zur Zufriedenheit der Arbeitnehmer haben gezeigt, dass Zufriedenheit und Motivation durch regelmäßige Fortbildung gesteigert werden können. Aber was macht nun die passende Fortbildung / das passende Seminar aus? Neben einigen Pflichtunterweisungen (Hygiene, Brandschutz, MPG etc.) sollten für die weiteren Fortbildungsstunden Inhalte mit einer hohen Nähe zum realen Arbeitsfeld gewählt werden. Auch ein guter Ansatz ist es, Dinge miteinander zu verknüpfen: Die lästige Geräteeinweisung zum Defibrillator mit einer praktischen Übung von erste Hilfemaßnahmen und der Schulung von organisatorischen Elementen des Notfallmanagements. Wenn man es nämlich ganz pragmatisch ausdrücken will, dann sollen die vermittelten Inhalte doch eine Hilfestellung im Alltag sein. Kleinere Seminare können dann sinnhaft sein, wenn Raum für Fragen, persönliche Gespräche und Tipps vom Experten gewünscht und zweckmäßig sind. Bei Großveranstaltungen geht diese persönliche Note häufig verloren. Dem gegenüber steht der Vorteil, bei größeren Events Kollegen und Experten zu treffen, sich auszutauschen und zu vernetzen. Es lässt sich also zusammenfassend, dass man nicht jede Fortbildung mitnehmen muss. Kosten und Nutzen sind mit besonderem Blick auf die spezifischen Bedürfnisse der Fachrichtung und des Teams abzuwägen. Zum Abschluss möchte ich an dieser Stelle auf unsere Seminarreihe zu den Themen Qualitäts- und Risikomanagement, Hygienemanagement und Patientensicherheit, Arbeitssicherheit und Notfallmanagement aufmerksam machen. Wenn Sie zu diesen praxisnahen Themen Fortbildungsbedarf sehen, finden Sie weitere Informationen bei Ihrem kompetenten Praxisberater Innovaprax mehr Informationen: Wir bieten praxisnahe Seminare für Ärzte, Medizinische Fachangestellte und andere Gesundheitsfachberufe an. „Das große Ziel der Bildung ist nicht Wissen, sondern Handeln.“ Herbert Spencer (Britischer Philosoph; 1820 - 1903)
  19. Teamarbeit gelingt dann, wenn alle ein "Wir-Gefühl" verspüren und gemeinsam an den Zielen arbeiten. Die richtige Kommunikation ist eine Voraussetzung für ein wertvolles Miteinander. Eine effektive Teamsitzung ist dabei ein wichtiges Instrument und braucht ein paar Anhaltspunkte. Grundlegendes Ort: Nicht die Küche, nicht der Aufenthaltsraum der medizinischen Fachangestellten und Mitarbeiter Teamsitzungen sind Arbeitszeit! Keine Pausen dafür verwenden! Jeder braucht Erholungszeit für den nächsten Ansturm. Die Teamsitzung wird nicht zur Essenszeit um funktioniert! Es müssen einige Rollen festgelegt werden: Schriftführer, Moderator und Zeitmanager. Die Teamsitzung sollte regelmäßig stattfinden. Regelmäßig bedeutet aber nicht alle zwei Wochen sondern einfach nur in festgelegten Abständen. Eine Sitzung pro Quartal ist meist ausreichend. Die Dauer sollte 1,5-2 Stunden nicht überschreiten. Zu bestimmen Zeiten (Veränderungen, besondere Ereignisse usw.) können zusätzliche Termine angesetzt werden. Anwesenheit ist für alle Pflicht! Kommunikationsregeln (Ich-Botschaften, keine Anschuldigungen, Verbesserungsphilosophie statt Fehlerphilosophie) Den ganzen Artikel
  20. In vielen Praxen entsteht Stress, sobald ein Hausbesuch angefordert wird: Das Thema "Hausbesuch" ist oft emotional negativ aufgeladen. Das muss nicht sein! Mit konkreten "Spielregeln" für Hausbesuchsanfragen kehrt im Alltag Ruhe ein und die Besuche lassen sich im Rahmen des Qualitätsmanagements optimal organisieren. Anforderung von Hausbesuchen: vor allem montags vormittags und freitags Am häufigsten fragen Patienten oder ihre Angehörig am Montagvormittag oder vor dem Wochenende und vor Feiertagen nach einem Hausbesuch. Das gilt auch für Patienten, die ohnehin regelmäßig besucht werden müssen. Das hat natürlich Gründe: Die Patienten sind am Freitag oder Samstag aus dem Krankenhaus entlassen worden, und zwar mit der Instruktion "Stellen Sie sich sofort beim Hausarzt vor". Der ärztliche Notdienst war am Wochenende da, mit der Bitte, die Beschwerden so bald wie möglich vom hausärztlichen Kollegen kontrollieren zu lassen. Es gab am Wochenende Besuch von Angehörigen, die medizinische und organisatorische Sachverhalte geklärt haben möchten. Die Patienten und Angehörige verhalten sich in diesen Fällen also ganz nachvollziehbar: Sie rufen in der Praxis an, sobald diese offen ist. Dringlichkeit von Hausbesuchen Man sollte sich jedoch klarmachen: Es wird selten erwartet, dass der Hausbesuch sofort oder am gleichen Tag erfolgen soll. Das wird häufig vom medizinischen Fachpersonal oder den Ärzten in die Anfrage hineininterpretiert. So ist dann auch die weitere Kommunikation mit Patienten oder Angehörigen vorprogrammiert: Patient oder Angehöriger ruft an und bittet um Hausbesuch. MFA am Telefon verbindet entweder direkt zum Arzt (der auf die Störung wahrscheinlich missmutig reagiert) oder MFA schreibt eine Notiz (auf Papier oder per EDV) "Pat. X wünscht HB, bitte Rückruf". Ärztin oder Arzt versucht im Rahmen des Telefonats, sich nichts von dem aufkommenden Ärger anmerken zu lassen, versucht aber, den Hausbesuch abzuwimmeln. Die Kommunikation eskaliert, da der Patient oder Angehörige jetzt schon den Eindruck hat, sie/er muss einen medizinisch relevanten Grund für den Hausbesuch finden. Strukturierung der Hausbesuchsanforderung Um Fehlinterpretationen und Stress zu vermeiden, sollte praxisintern folgendes festgelegt werden: Welche Informationen soll die MFA bei Hausbesuchsanforderungen abfragen? Welche Telefonate sollen direkt zum Arzt durchgestellt werden? Wie kann man die Hausbesuche in den Tages-/Wochenablauf einplanen? Wie erfährt der Patient oder Angehörige rechtzeitig, wann der Hausbesuch stattfindet? Qualitätsmanagement für Hausbesuche Und schon wieder das böse Wort: Qualitätsmanagement. Aber für die hier notwendige Strukturierung eignen sich nun mal die Hilfsmittel Arbeitsanweisungen, Prozessbeschreibungen bzw. Verfahrensanweisungen und Checklisten wunderbar. Wer es anders benennen möchte, soll sich einen anderen Namen ausdenken wie: "Cheforder", "Offizielle Praxisinformation", "Leitlinie" oder ähnliches. Prozessbeschreibung oder Verfahrensanweisung Hier stehen generelle Informationen über Hausbesuche: Werden Hausbesuche generell durchgeführt oder nur in Ausnahmefällen? Wer (Ärzte, MFA, AGNES, VERAH, NäPa...) führt Hausbesuche wann durch? Welche Pflegeheime werden besucht, welche nicht? Wo finden sich spezifische Anweisungen für das Vorgehen bei dringlichen Anforderungen? Gibt es eine Struktur für regelmäßige Besuche, wer führt eine solche Hausbesuchsliste? Arbeitsanweisung Hausbesuche Als spezifischere Form der Verfahrensanweisung wird in der Arbeitsanweisung im Detail auf einzelne Situationen eingegangen. Beispiele: Telefonische Annahme von Hausbesuchanforderungen: Abfrage der Patientendaten, Rückruftelefonnummer, Dringlichkeit, medizinischer Grund anhand einer Checkliste Informationsweitergabe anhand dieser Checkliste an einen Arzt Rücksprache mit dem Arzt, wann der Patient besucht werden kann Informationsweitergabe der Besuchszeit an den Patienten oder Angehörigen Durchführung von Hausbesuchen am Beispiel durch spezialisierte MFA (VERAH, NäPa, AGNES) Vorbereitung der Hausbesuche anhand der Hausbesuchsliste (wer wird besucht?) Durchsicht der medizinischen Daten der Patienten, um notwendige Laborkontrollen, Medikamentenpläne, Einlesen der Krankenversichertenkarte etc. nicht zu vergessen Welches Auto wird verwendet, welche Hausbesuchstasche? Kontrolle der Hausbesuchstasche Information an die Patienten bzw. deren Angehörige, dass ein Besuch stattfindet Konkreter Besuch des Patienten: Anamnese, RR-Messung, Puls reg/arr, Beinödeme, Medikamentenplan vorhanden Rückkehr: Dokumentation des Patienten in der Praxissoftware (ICD10-Diagnose, Leistungsziffer, medizinischer Bericht) Checkliste Hausbesuchsanforderung Checklisten eigenen sich perfekt, um "an alles zu denken" - auch beim Thema Hausbesuche. Vor allem Azubis und Teilzeit-MFAs müssen sich keine Sorgen mehr machen, etwas übersehen oder vergessen zu haben. Eigene Checklisten können beispielsweise erstellt werden für: Anforderung eines Hausbesuch (wer ruft an, wann, Telefonnummer, Dringlichkeit, medizinischer Grund, etc.) Inhalte der Hausbesuchtasche etc. Es ist gar nicht so schwer, das Thema "Hausbesuche" zu strukturieren. Man kann mit einfachen, dokumentierten Anweisungen anfangen und diese dann Schritt für Schritt weiterentwickeln. Wie sind Deine Erfahrungen mit Hausbesuchen? Teile sie mit uns im Forum!
  21. teramed

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