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Hallo,

es kommen ja zwischenzeitlich massenweise Post in der Praxis an: per Brief, per Email, per Fax.... :55_frowning:

Wie soll man da die wichtigen Befunde und Informationen zwischen der Werbung, Verbandsinformationen und Laborfaxen unterscheiden?

Wie macht ihr das? Legt ihr die gesamte Post einer Ärztin / Arzt vor? Druckt ihr die Faxe / Emails zur Vorlage aus?

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Werbung wird gleich weggeworfen, oft sieht man das schon am Umschlag.

Wir machen die Post auf und scannen die Befunde ein. Dann legen wir die Post einem Arzt hin, der diese dann durchgeht.

Faxe werden den Patienten zugeordnet und falls wir einen wichtigen Befund sehen, dann drucken wir den aus und legen es noch mal einem Arzt vor.

So ganz optimal ist es nicht. Oft ist auf der letzten von 15 Seiten eines Reha- oder Krankenhausbericht ein Hinweis, dass man noch etwas tun sollte :( Das kann man schon mal übersehen.

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Die eingegangen Faxe tauchen in der Tagesliste auf, die unser Chef täglich durchgeht. So ist es auch mit den eingescannten Befunden und den Laborwerten. Wir versuchen viele Diagnosen schon vorab in das Praxissystem einzutragen und Befunde vorzusortieren, aber die Einträge erscheinen trotzdem unsortiert in der Liste.

In der Wintersaison mit Grippewelle & co kann sich die Tagesliste auf 200 Patienten hochschauckeln. Dann sitzt der Chef abends noch 1-2 Stunden an der Tagesliste.

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Wir versuchen den gesamten Posteingang von den MFA vorsortieren zu lassen. Hierzu benötigt man aber eine erfahrene MFA, die sich auch die Zeit nehmen kann, die Befunde durchzusehen. Das geht nicht nebenher an der Anmeldung.

Die meisten Patienten erhalten sowieso einen Termin zur Befundbesprechung nach einem Facharztbesuch, meistens erkläre ich dann den Befund auf "deutsch".

Einige Fachärzte schreiben auch ein "wichtig" auf den Befund oder markieren wichtige Infos direkt auf dem Brief / Fax, z.B. bei Gastroenterologen oft gesehen. Das hilft sehr.

Eine Ablaufbeschreibung für sich häufig wiederholende Post wäre  sehr hilfreich, z.B.:

- Facharztbefund: Röntgen => gibt es schon einen Termin in den nächsten 2 Wochen zur Befundbesprechung? => kann archiviert werden

- Facharztbefund: Kardiologie / Röntgen / HNO mit der Fragestellung "Kontrolle" => kann archiviert werden

- Krankenhausentlassbericht => Sicherstellen, dass Patient einen Kontrolltermin hat

- Reha-Entlassbericht => wie viel wichtige Informationen steht in solchen? Ich denke, dass ist subjektiv.

- Gyn-Vorsorge => gibt es einen "malignen Befund"? Arzt sofort Bescheid geben

- Laborfax: Schon einen Termin beim Arzt? Welche Normwerte dürfen wie stark verändert sein (z.B. HB, CRP, Leberwerte)? Glucose > 140 mg/dl => hba1c nachmelden, TSH verändert => ft3 nachmelden

LG

Max

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Am 11.6.2017 um 14:31 schrieb max:

Eine Ablaufbeschreibung für sich häufig wiederholende Post wäre  sehr hilfreich, z.B.:

- Facharztbefund: Röntgen => gibt es schon einen Termin in den nächsten 2 Wochen zur Befundbesprechung? => kann archiviert werden

- Facharztbefund: Kardiologie / Röntgen / HNO mit der Fragestellung "Kontrolle" => kann archiviert werden

- Krankenhausentlassbericht => Sicherstellen, dass Patient einen Kontrolltermin hat

- Reha-Entlassbericht => wie viel wichtige Informationen steht in solchen? Ich denke, dass ist subjektiv.

- Gyn-Vorsorge => gibt es einen "malignen Befund"? Arzt sofort Bescheid geben

- Laborfax: Schon einen Termin beim Arzt? Welche Normwerte dürfen wie stark verändert sein (z.B. HB, CRP, Leberwerte)? Glucose > 140 mg/dl => hba1c nachmelden, TSH verändert => ft3 nachmelden

@max Sehr guter Input. Hat irgendjemand zufällig schon eine brauchbare Vorlage dafür?

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Am 11.6.2017 um 14:31 schrieb max:

- Laborfax: Schon einen Termin beim Arzt? Welche Normwerte dürfen wie stark verändert sein (z.B. HB, CRP, Leberwerte)? Glucose > 140 mg/dl => hba1c nachmelden, TSH verändert => ft3 nachmelden

LG

Max

Solche Automatismen lassen sich meistens mit dem Labor absprechen, das spart etwas (Denk- und Telefon-)Arbeit.

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    • Von DoktaBob
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    • Von KoelnDoc
      Liebe Gemeinde der Wissenden,
      welche Methode, welches Programm oder welchen Dienst nutzen Sie, um Patientendaten, interne und externe Dokumente sowie ggf. E-Mails und Faxe gesetzeskonform revisionssicher zu archivieren? Mit welchen Kosten rechnen Sie?
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    • Von Deuser Praxismanager.de
      Hallo Forum,
      da es im Bereich Datenschutz angesichts der realen Abmahngefahr und der horrenden Bußgelder (20 Mio €) und die ganze Sache droht, real Existenzen zu vernichten (kein Scherz)  gerade mächtig brennt, haben wir eine Aktionsseite gestartet:
      https://www.arzt-datenschutz.de
      Highlights:
      Datenschutzerklärungs-Generator für die Praxishomepage – einzigartig in D und GRATIS Unsere Präsi zum DS (laufend aktualisiert (in 10 Min gut informiert, speziell für Nichjuristen) Staatlich bezuschusste Beratung zur Umsetzung eines kompletten Datenschutzmanagements in der Praxis (mit Zuschuss 1500 – 2400 €) Feedback willkommen, bin gespannt!
      Joachim Deuser
    • Von Deuser Praxismanager.de
      Liebes Forum,
      mich würde interessieren, ob jemand mit den neuen Systemen wie T2med, Redmedical, Doc Cirrus aussieht, hat da jemand Erfahrung, d.h. die Systeme im Einsatz? Meines Wissens nach sind die z.B. bei T2med immer noch viel am entwickeln... Lt. KV-Installationsstatistik weniger als 0,1% Marktanteil (was bei neuen Systemen ja nicht ungewöhnlich ist. Aber wenn 5000 Ärzte lt. Homepage schon getestet haben, macht mich das doch ein wenig nachdenklich...)
      Viele bisherige Systemanbieter setzen ja noch auf das alte Geschäftsmodell: Wenn Ärzte und Mitarbeiterinnen über das langsame System klagen, verkaufe ihnen alle paar Jahre einen neuen dicken Server und neue Rechner für >10.000 €. Bin gespannt, wie lange das die Praxisinhaber noch mit sich machen lassen...
      Praktisch alle EDV-Programme laufen ja sehr gut in kleinen Praxen. Meine Erfahrung: Je größer die Praxis ist (ab so 10-15 Arbeitsplätze), desto weniger Programme eignen sich. Wenn man auf der Suche nach einem neuen System ist, sollte man sich m.E. von der klassischen Client-Server-Technologie verabschieden (d.h. Daten auf dem Server, Programm läuft auf jedem Rechner), sondern sich die neuen Systeme mal ansehen.
      Wir haben vor kurzem für einen Klienten (Großpraxis 7 Ärzte) mal eine neutrale Recherche durchgeführt (mit Pflichtenheft und allem). Der Kunde hat sich für Doc Cirrus entschieden, da die nicht zu groß und nicht zu klein (und daher auch flexibel sind) sind und ein sehr stabiles System haben, das auch auf > 50 Rechnern sehr stabil läuft. Die Patientendaten liegen auf einem Datenwürfel / (NAS), und das Programm läuft über den Browser im Intranet (nicht Internet), ist also sicher nach außen hin und geht auch, wenn das Internet nicht läuft. Damit entfällt schonmal die Investition in neue Praxiscomputer, die alten werden einfach weitergenutzt. Die Daten liegen sicher in der Praxis (was ich aus Datenschutzaspekten wichtig finde) und nicht in einer Cloud... Und die Preise waren auch mehr als ok, was auch ein Kriterium ist...
      Würde mich über Rückmeldungen aus der Praxis freuen, wenn sie mit einem der neuen Systeme arbeiten, danke :-)
      Viele Grüße,
       
      Joachim Deuser
       


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