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Dr. W. Mildenberger

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Dr. W. Mildenberger hat zuletzt am 28 Juli 2017 gewonnen

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Über Dr. W. Mildenberger

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  1. Dr. W. Mildenberger

    ABI Messung

    Ich kannte die Leistung nicht - sie ist nur gültig für AOK Bayern und KV-Bayern; andere Krankenkassen und andere KV-Bereiche (ich bin nicht in Bayern) sind außen vor. Wenn ich die Leistungsbeschreibung aber richtig verstanden habe, ist sie [nur] gültig für 1. KHK mit AMI und/oder Schlaganfall oder mit Raucherstatus 2. DM nur Typ I 3. DMP Typ II mit Insulin oder Raucher jeweils nur, wenn Pat. >46 und bislang keine pAVK bekannt ist (und man selbst innerhalb von 2 Jahren keine ABI-Messung gemacht hat). Es muss kein Raucher sein (nur bei KHK ohne AMI/Apoplex oder DM-II ohne Insulin) und detektivistischer Spürsinn wird auch nicht erwartet. Ob die 13€ angemessen sind, sei dahingestellt, aber die Patientenauswahl ist nicht so komplex. Bei allen anderen Patienten besteht kein Leistungsanspruch gegenüber der GKV, im Umkehrschluss wären diese anderen aber auch potentielle IGeL-Patienten, wenn man das Gerät hat durchaus nachdenkenswert...
  2. Dr. W. Mildenberger

    GOÄ-Abrechnung

    Ein Blick in die GOÄ beantwortet doch das eine oder andere Rätselraten: Die Legende zu GOP 75: "ausführlicher schriftlicher Krankheits- und Befundbericht (einschließlich Angabe zur Anamnese, ... epikritische Bewertung und ggf. zur Therapie. Die Befundmitteilung oder der einfache Befundbericht ist mit der Gebühr für die zu grunde liegende Leistung abgegolten." Also beantwortet sich die Frage: nein, nicht bei jedem radiologischen Befundbericht, sondern nur bei aussergewöhnlich ausführlichen Berichten, die wie ein Arztbrief gegliedert sind und neben Anamnese auch eine epikritische Berwertung enthalten. Dies dürfte bei radiologischen Befunden eher die Ausnahme und sicher nicht die Regel sein... Zum Thema Porto: das sind klassische Auslagen nach §10 Absatz (1) Punkt 2 der GOÄ, die unter Beachtung von Absatz (3) selbstverständlich berechnungsfähig sind. Probleme mit den Kassen wären für mich nicht nachvollziehbar.
  3. Dr. W. Mildenberger

    ABI Messung

    Wo genau steht, dass ABI bei DMP bezahlt wird? (Welche KV und welche Ziffer?) Und wieso nur bis September? Bin etwas ratlos...
  4. Dr. W. Mildenberger

    EBM-Ziffern Übersicht Hausarzt / Allgemeinmedizin

    Zum einen gehört das in ein eigenes Thema, nicht angehängt an eine handliche Übersicht der Ziffern. Zum anderen wäre es schon schön, wenn Sie sich ein wenig mit dem Thema Abrechnung beschäftigt hätten, statt die Arbeit einfach an einen gutmütigen Freiwilligen abzuwälzen: alle relevanten Informationen finden Sie hier: http://www.kbv.de/media/sp/EBM_Hausarzt_20180101_V1.pdf Zum dritten ist eine solche Frage nicht unabhängig von der sozialrechtlichen Regelung zu verstehen: Ihr Fall 2 ist rechtlich nicht zulässig bzw. nicht abrechenbar, da ein NäPa-Besuch ohne unmittelbaren Arztkontakt im gleichen Quartal nicht erlaubt ist. Zwar hat die BÄK just das generelle Fernbehandlungsverbot aufgehoben bzw. plant dies zu tun, so lange sich dieses Verbot aber in den Abrechnungsbestimmungen hält, ist jegliche Telemedizin mehr oder weniger nutzlos. Und die (mangelhafte) Abrechnung der Videokonferenz (01439/01450) zeigt, wie groß bzw. wie verschwindend gering das sozialpolitische Interesse an der Telemedizin ist. Meine ganz persönliche Meinung: Telemedizin ist ein toter Gaul, suchen sie sich ein anderes Reittier. Liebe Grüße W. Mildenberger
  5. Dr. W. Mildenberger

    Ausnahmeziffern

    So weit ich informiert bin, gibt es einen bundesweiten Labordatenabgleich, bei dem die Freiziffern zwischen Labor und beauftragender Praxis abgeglichen werden. Wenn unterschiedliche Ziffern bestehen, wird anhand der Abrechnungsdiagnosen (der einreichenden Praxis) geprüft, welche Freiziffer gilt. D.h. wenn in den Abrechnungsdiagnosen eine begründende Diagnose steht (und sei es am letzten Quartalstag) und Ihre Praxis eine Freiziffer angibt, dann gilt die (für das komplette Quartal), auch wenn das Labor davon keine Ahnung/Information hatte. Rückwirkend müssen sie das Labor auch nicht informieren, es ist dem Labor egal, die Rechnung ändert sich nicht. Und eine Freiziffer pro Quartal genügt, die müssen sie nicht bei jeder Laborleistung erneut abrechnen... Achtung, zum 01.04. wird sich die Laborabrechnung ändern. Wichtig ist, dass ab dann die Freinummern nur noch für die Untersuchungen gelten, für die sie gedacht sind (also z.B. die 32015 nur für 32026 (INR-Streifentest) und 32113,32114 (INR-Messungen aus dem Blut im Labor), nicht mehr wie bisher für alle Laborleistungen. Wenn Patienten also mehrere Freinummern haben (z.B. ein antikoagulierter Diabetiker mit Rheuma), dann sollte man künftig alle Freinummern nennen - bislang sollte man das zwar auch tun, aber es war für die Abrechnung egal, ob man eine oder mehrere Freinummen genannt hatte. Ist das eine Frage oder eine Empfehlung? Ich verstehe Ihren Satz nämlich nicht. Die Freinummern sind immer unbewertet, man bekommt ja schließlich kein Geld (oder EBM-Punkte) dafür, aber sie entlasten das Labor-Budget und sollten daher immer unbedingt angegeben werden, sofern sie zutreffen und eine Laborleistung erfolgte. (Wenn keine Laborleistung erfolgte, dann sollte man sie bis 31.03. besser nicht angeben, weil sie gleichzeitig die Berechnungsgrundlage (Anzahl der gezählten Patienten) für den Wirtschaftlichkeitsbonus reduzierte und damit der Bonus kleiner wurde. Ab 01.04. wird das aber egal sein.)
  6. Dr. W. Mildenberger

    Abrechnung

    Hmm, ich weiss ja nicht, was Sie für eine Riesenpraxis sind. Aber als "hausärztlich tätiger Internist" (so Selbstbeschreibung) fallen nicht so viele Abrechnungsprobleme an, dass sich aus meiner Sicht 2 MFA-Vollzeitstellen (= finanzieller Gegenwert ungefähr eines angestellten Arztes!) nur für die Abrechnung lohnen würden. Und wenn die dann noch durch die ACC-Abrechnungsberatung so stark "verbessert" werden, können entweder Ihre MFA den Job nicht richtig oder irgend etwas anderes läuft da mächtig schief. Ich werde den Eindruck nicht los, dass Sie (entgeltlich oder unentgeltlich) Werbung machen. Vielleicht sind Sie so nett und äußern Sie sich zur Größe der Praxis, des verwendeten AIS und den Scheinzahlen, denn so auf den ersten Blick hab ich doch noch eine Menge Fragen...
  7. Ok, wenn man sich nicht ganz sicher ist, hilft manchmal ein Blick in den Gesetzestext. De BMP ist niedergelegt im §31a des SGB V. Hier fällt die Formulierung ins Auge "Versicherte, die ..., haben ab dem 1. Oktober 2016 Anspruch auf ..." Dies ist der übliche Sprachgebrauch im Sozialgesetzbuch, der uns Vertragsärzen eine Pflicht aufwälzt. Normalerweise würde man nun ableiten können, wir müssen! Tatsächlich steht gleich im übernächsten Satz auch noch "Jeder an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmende Arzt ist verpflichtet, bei der Verordnung eines Arzneimittels den Versicherten, der einen Anspruch nach Satz 1 hat, über diesen Anspruch zu informieren". Wir müssen also auf alle Fälle den Pat. darauf hinweisen, dass er Anspruch hat! Einfach nix zu sagen und zu hoffen, der Pat. wird schon nix merken, geht also nicht. Erfreulicherweise steht aber in dem Satz dazwischen, dem zweiten Satz des §31a folgendes: "Das Nähere zu den Voraussetzungen des Anspruchs nach Satz 1 vereinbaren die Kassenärztliche Bundesvereinigung und der Spitzenverband Bund der Krankenkassen bis zum 30. Juni 2016 mit Wirkung zum 1. Oktober 2016 als Bestandteil der Bundesmantelverträge " Dieses Nähere findet sich dann im § 29a des BMV. Und hier steht "Vertragsärzte haben auf Verlangen des Versicherten einen Medikationsplan nach §31a SGB V in Papierform zu erstellen, dem Versicherten zu erläutern und an den Versicherten auszuhändigen, ..." ---- Also tatsächlich doch nur "auf Verlangen". Alle, dier hier im Forum darauf beharrt haben, sie müssten den BMP nicht verwenden: Solange sie den §31a SGB V Absatz 1, Satz 3 beachten, haben sie recht. Da dies aber ganz dünnes Eis ist, auf dem man steht (die Information muss im zweifel dokumentiert werden!), empfehle ich dennoch die (routinemäßige) Verwendung des BMP. Wenn man sich erst mal dran gewöhnt hat, ist er eigentlich auch ganz praktisch. Ich hatte z.B. vorher nicht so eine einfache Möglichkeit, Interaktionen zu prüfen - und es soll ja auch nur eine Zwischenstufe zum elektronischen Medikationsplan sein und spätestens dann macht er wirklich auch sinn... Liebe Grüße in die Runde.
  8. Ich würde sagen: herzlichen Glückwunsch zu diesem Kommentar der KV - bitte ausdrucken und sorgfältig verwahren! Inhaltlich halte ich ihn für falsch, aber zumindest kann man Ihnen da nicht den Vorwurf einer Falschabrechnung machen, wenn Sie darauf verweisen können. mfG W. Mildenberger
  9. >Wir haben den neuen Medikamentenplan von Turbomed leider erst in den letzten Märztagen erhalten! Der war im Quartalsupdate 16.4 schon mit drin, ab Oktober konnte er verwendet werden - zunächst kostenfrei, ab Februar 2017 plötzlich kostenpflichtig. >Der alte Plan gefiel uns und den Patienten besser und war einfacher herzustellen und zu begreifen, aber es konnten keine Medikamente davon abgerufen werden. Genau. >Wir haben an alle Chroniker auch schon vorher einen Plan gegeben und den meisten Patienten mit mehreren Medikamenten. Wir auch. >Der neue Plan kostete mehrere hundert Euro und die Medikamente aus den alten Plänen lassen sich darin nicht korrekt konvertieren!! Äh doch, aber etwas mühsam... >Wir haben also sehr viel Arbeit mit der Umstellung, müssen sie aber machen, denn es ist ja gesetzliche Vorschrift. Diese Arbeit ist für uns sehr fehleranfällig! ( Durch unsere Computersoftware) Ja, CGM hat sich da wahrich nicht mit Ruhm bekleckert - und für ein gesetzlich vorgeschriebenes Modul noch Geld zu kassieren war nicht sehr anständig... >Wenn die neuen Pläne fertig sind, haben sie den Vorteil, dass dann weniger Fehler vorkommen werden, weil die Mediamente ja direkt aus dem Plan übernommen werden. Wir haben auch (seit Oktober 2016) viel Zeit und Energie hineingesteckt, die Medikationslisten auf BMP umzustellen. Aber wir hoffen, dass sich diese einmalige Mühe bezahlt macht (abgesehen davon, dass sie schlicht eine Pflicht ist), denn die Pflege ist jetzt in der Tat leichter und kommende Änderungen der Gesetzeslage werden auf diesem BMP-Plan beruhen, so dass ggf. Konvertierungen sicher automatisch erfolgen werden. Die Benutzung wird (in Turbomed) hoffentlich bald noch etwas benutzerfreundicher, aber inzwischen sind wir einigermaßen zufrieden, den Schritt gegangen zu sein...
  10. Jede KV macht das mit den Arzneimittel-Budgets anders und die Berechnungen wechseln auch immer wieder mal. Bei der KV Brandenburg ist es so, dass rabattierte Arzeimittel komplett aus dem Verordnungsvolumen herausgerechnet werden und nur die anderen Präparate noch in die Berechnung einbezogen werden. Ich mache mir daher die Mühe, jeweils (sofern nix dagegen spricht) immer das rabattiere Präparat zu verordnen, das hat mein (durch Entresto und die NOAKs stark strapaziertes) Budget merklich entlastet. Meine Arneimittelliste (ifap) zeigt mir zur jeweiligen Krankenkasse die rabatierten Präparate an, in der Medikationsübersicht kann ich auch sehen, ob das Medikament rabattiert ist bzw. ob es ein anderes gibt, das rabattiert ist. Aber wie gesagt, die Mühe lohnt sich bei mir, in anderen KV-Bezirken kann das komplett nutzlos sein...
  11. Solche Automatismen lassen sich meistens mit dem Labor absprechen, das spart etwas (Denk- und Telefon-)Arbeit.
  12. Das ist ein leider häufig anzutreffendes Mißverständis. Der Pat. hat auch "Anspruch auf" u.a. eine wirtschaftliche Verordnung - das aber auch nicht nur, wenn er das "wünscht", sondern immer! Der Terminus "hat Anspruch auf ..." ist der juristische Begriff im Sozialgesetzbuch für "Pflicht" - Wenn Sie den BMP nicht verwenden, kommen Sie einer Pflicht im Sozialrecht nicht nach! Ob das irgendwie geahndet wird, steht auf einem anderen Blatt, aber es ist eindeutig keine Kann-Bestimmung, sondern gesetzliche Vorgabe, über die Sie sich wissentlich hinwegsetzen. Da die Pflege des BMP Bestandteil der Ziffer 03222 ist, die KV-seitig bei Chronikern zur 03220 hinzugesetzt wird, könnte hier eventuell sogar der Vorwurf der Falschabrechnung im Raume stehen. Wenn Sie den BMP nicht verwenden, sollten Sie wenigstens der Abrechnung der o.g. Ziffer widersprechen - aber damit wecken sie womöglich schlafende Hunde. Sie sollten daher Ihr Vorgehen nocheinmal sorgfältig überdenken! Liebe Grüße ebenfalls in die Runde
  13. Dr. W. Mildenberger

    Palliativziffern bei Vertreungspatienten?

    Hallo! In der Präambel zu Kap. 3.2.5 ist ausdrücklich beschrieben, dass Pat., die (bereits) eine SAPV-Vollversorgung bekommen, von den Ziffern 03371-3 ausgeschlossen sind. Wenn der vertretende Arzt aber "nur" eine Teilversorgung verordnet hatte und man entsprechende palliativmedizinische Leistungen (siehe Legende und Mindestzeiten zu den GOPs im EBM) erbracht hat, spricht nichts dagegen, die Ziffern auch in einem Vertretungsfall abzurechnen. Die Ziffer 03370 ist dann (ggf. mit der 01425 oder 01426) berechenbar, wenn es sich um eine Ersterhebung handelt, dies ist aber selbstverständlich auch in einem Vertretungsfall möglich. In wie weit es sinnvoll ist, die palliativmedizinische Versorgung ohne den eigentlichen Hausarzt zu planen, muss aber jeder selbst entscheiden... Liebe Grüße
  14. Hallo! Ohne Details zur Kniearthroskopie zu kennen, was spricht denn dagegen, bei einem Simultaneingriff die jeweiligen (also mehrere) OPS-Kodes zu kodieren? Der OPS-Katalog lässt das jedenfalls zu (und ist ja auch keine Seltenheit).
  15. Dr. W. Mildenberger

    Analoge Abrechnung

    Empfehle dazu einen Kommentar der GOÄ, z.B. in Buchform. So geht z.B, das "Gebühren-Handbuch 2016" aus dem Medical-Tribune Verlag relativ detailiert auf genau das Thema ein (Seite 1527ff), z.B. bei Bachblüten-Therapie, Umweltmedizinische Erst- ind Folgeanamnese, Ayurveda, TCM usw. Wichtig zu bedenken ist, dass Sie den Behandlungsvertrag mit dem Patienten und nicht mit seiner Versicherung eingehen. Sofern Ihre Rechnung korrekt(!) nach GOÄ erstellt wurde und sie den Pat. darauf hingewiesen haben, dass er möglicherweise keinen Versicherungsschutz auf Nicht-Schulmedizinische Leistungen hat (ja, es gibt auch für Privatpatienten IGeL !) , kann es Ihnen (fast) egal sein, was die Versicherung dem Pat. erstattet, zahlungspflichtig ist der Pat., nicht seine Versicherung...
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