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tima

Praxisführung


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Hallo,

weiß irgend jemand, welche Einweisungen für die MFA`s verpflichtend sind. (Reanimation, Hygiene, Arbeitsschutz etc.) und wer diese Einweisungen macht.

Brauche ich zwingend einen Brandschutzbeauftragten.

 In unserer Allgemeinarztpraxis bereiten wir Instrumente auf. Leider haben wir im Team niemanden mit Steri-Schein. Ist aber nötig, oder?

Gibt es ein empfehlenswertes Nachschlagewerk, indem ich alles kompakt erlesen kann?

Ich freue mich über viele hilfreich Tipps und sage schon mal DANKE.

MfG Tima

 

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Hallo Tima,

also soweit mir bekannt ist, ist es zwingend vorgeschrieben, dass jemand die entsprechende Fortbildung zur Aufbereitung von Medizinprodukten hat! Wäre also sehr vorsichtig und würde, solange das niemand hat, lieber Einmalinstrumente nutzen.

Einweisungen kann der Arzt machen oder ein beauftragter, fähiger Mitarbeiter/in. Oftmals ist es die QM-Beauftragte. 

Ob eine Brandschutzbeauftragte notwendig ist, ist vermutlich von der Praxisgröße bzw Anzahl der Mitarbeiter abhängig. Also wir, 2-Mann-Praxis (Arzt & MFA) haben das nicht explizit festgelegt. Wir haben allerdings eine Firma für Arbeitsschutz. Beim letzten Besuch hat er eben auch geschaut, dass ein Feuerlöscher vorhanden ist und das entsprechende Hinweisschild (Piktogramm) darüber (oder auch daneben) angebracht ist. Ob darüber hinaus noch etwas wichtig ist, hängt sicherlich auch wieder von der Praxisgröße ab. Kennzeichnung der Fluchtwege usw. Solange für solche Aufgaben kein Mitarbeiter geeignet oder bestimmt wurde, hat alle diese "Stellen" der Praxisinhaber für mich inne. Ob ich mit dieser Denkweise richtig liege, weiß ich nicht wirklich. Aber ich bin dann schon mal raus aus der Nummer :10_wink:

Nur die Sache mit der Aufbereitung ist ein heißes Eisen. Das kann man meiner Meinung nach nicht mal eben dem Chef unterjubeln, da er auch die entsprechende Fortbildung machen müsste. Und ganz ehrlich? Find ich auch richtig so! Wenn ich die steigende Zahl von Wundinfektionen sehe, frag ich mich täglich, inwiefern Hygienepläne, welche die Aufbereitung von MP (falls zutreffend) beinhalten, überhaupt umgesetzt werden. Existieren die nur fürs QMB? Also unserer/meiner ist, was die einzelnen Desinfektionsmittel (Fläche) auch gerade nicht auf aktuellem Stand. Aber da ich selber putze und megapingelig bin, würde ich woanders garantiert, selbst in aktuellen Plänen, Schwachstellen finden. Spätestens bei der Umsetzung :4_joy:

Wir sind auch eine Allgemeinarztpraxis. Nachdem die Aufbereitung über unser Labor stetig teurer wurde, sind wir komplett auf Einmalinstrumente umgestiegen. Denn wie oft braucht man die denn? Bissl Fadenzug, bissl Wundversorgung, viel mehr fällt bei uns nicht an. Deshalb halten sich die Kosten wirklich in Grenzen. 

Die aufbereiteten Instrumente lagen ja zum Teil so lange ungenutzt in den Schubladen, dass wir sie vor Benutzung schon wieder hätten sterilisieren lassen müssen. Je nach dem wie oft ihr Instrumente benötigt, würde ich entweder jemanden ganz schnell zur Fortbildung schicken oder eben umstellen.

LG Alex

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Am 16.1.2018 um 12:44 schrieb tima:

Hallo,

weiß irgend jemand, welche Einweisungen für die MFA`s verpflichtend sind. (Reanimation, Hygiene, Arbeitsschutz etc.) und wer diese Einweisungen macht.

Brauche ich zwingend einen Brandschutzbeauftragten.

 In unserer Allgemeinarztpraxis bereiten wir Instrumente auf. Leider haben wir im Team niemanden mit Steri-Schein. Ist aber nötig, oder?

Gibt es ein empfehlenswertes Nachschlagewerk, indem ich alles kompakt erlesen kann?

Ich freue mich über viele hilfreich Tipps und sage schon mal DANKE.

MfG Tima

 

 

Hallöchen!

Also soweit ich weiß, braucht ihr auf jeden Fall eine Hygienebeauftragte, eine QMB. Die Kurse kann man bei der KV machen. Der Notfallkurs muss alle 2Jahre Aufgefrischt werden. Wir bekommen immer von Vertretern ein Angebot dafür. Aber das DRK oder Johanniter machen das auch. Für das Notfallmanagement würde ich auch eine MFA beauftragen, die sich um das  Notfallequipment (Rucksack, Ampullarium, DEFI usw. ) kümmert. Arbeitsschutz, und Brandschutz ist meines Wissens nur in „großen“ Praxen Pflicht.  Aber ab wievielten, weiß ich leider nicht  

Datenschutzbeauftragte ist noch wichtig! 

Wir sind auch eine allgemein Arztpraxis und haben auf einmal Material umgestellt. Super Sache ?

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Hallo,

Arbeitsschutz Brandschutz etc. ist Pflicht gesetzlich mit Strafen ab 1 Angestellten.

kann man als Arzt selbst machen ebenso wie Ersthelfer. Das ist man sogar ohne Schulung. Viele Ärztekammern bieten einen Kurs zur Unternehmer Schulung an. Bei uns 99 Euro jährlich Schulung alle 5 Jahre. Lohnt sich, da viele Auflagen seit 2013 Gesetze sind und teuer geahndet werden können.

Ich bin auch Allgemeinmediziner und Arbeitsmediziner und auch ich musste zur Schulung selbst wenn ich auch selbst schule.

grüsse 

 

da erfährt

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Kleine Ergänzung: Wichtig ist auch, dass eine Einweisung in die Geräte erfolgt und dokumentiert wird. Einweisen dürfen nur Personen, die selbst eingewiesen wurden.

Zwingend notwendige Unterweisungen:

Sicherheitsbelehrung: • Gefahren, die von Gefahrstoffen am Arbeitsplatz ausgehen. Kennzeichnung von Gefahrstoffen, Symbolik nach GHS, Vorstellung von Betriebsanweisungen und Gefahrstoffkataster, Erste-Hilfe bei Gefahrstoffen. • Verhalten bei Wegeunfällen • Gefahren, die von Geräten und Maschinen ausgehen • Verhalten bei Unfällen • Verhalten im Brandfall, Meldung des Brandes, Fluchtwegekennzeichnung, Brandklassen, Präsentation Rauchmelder • Notwendigkeit von sicheren Kanülen, neue BioStoffV

Hygieneunterweisung / Händehygiene / Hautschutz

Datenschutzunterweisung / Schweigeflicht

Röntgen / Strahlenschutz

Verhalten am Arbeitsplatz

Verhalten auf dem Weg zur / von der Arbeit

Verhalten bei Arbeitsunfällen / Berufskrankheiten

Unfälle und Erste Hilfe

Gesundheitsvorsorge

Sicherheit in der Alten- und Krankenpflege

Heben und Tragen, Gebrauch von Leitern

Fahrten mit Dienstfahrzeugen

Umgang mit Elektrischen Betriebsmitteln

Arbeiten mit Fotokopierern und Laserdrucker

Das hängt natürlich vom Leistungsspektrum / Umfang der Tätigkeit ab

Ich hab mal ein Musterunterweisungsformular beigelegt, das kann man leicht anpassen. Mein Tipp ist immer, einen externe Fachkraft für Arbeitssicherheit zu beauftragen, die 1 x pro Jahr (bei Praxen ab 20 MA auch öfter) kommt und die Unterweisungen direkt vor Ort durchführt...

Ich hoffe, ich konnte ein wenig helfen,

Viele Grüße

Joachim Deuser

 

 

 

 

 

unterweisungsnachweis.doc

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  • Telematikinfrastruktur - anbinden oder abwarten?

    Da ich hier noch kaum Beiträge zur Telematikinfrastruktur gefunden habe und in mir immer mehr Fragezeichen aufploppen, versuche ich hier mal einen Thread aufzumachen in dem ich alles was man so wissen muss aufgelistet wird. Ich tendiere dazu die Telematikinfrastruktur möglichst lange hinauszuzögern, da zum einen die Kostenübernahme immer noch nicht vollständig erfolgt (die KV-Pauschalen sind nur ein Teil, vor allem auf den laufenden Kosten scheint man sitzen zu bleiben) und da zum anderen mein jetztiger PVS-Provider sich trotz neuer DSGVO (oder vielleicht gerade wegen) komplett aus der Verantwortung stiehlt, sollte durch es durch Online-Anbindung zu einer Datenpanne kommen. Bisher bin ich mit meiner kleinen Allgemeinarztpraxis auch offline ganz gut ausgekommen....
    Abgesehen davon dass das Telematik-Thema generell nicht ganz durchdacht ist und Sicherheitsrisiken beinhaltet (siehe https://www.ccc.de/de/elektronische-gesundheitskarte) birgt schon alleine die dafür notige Online-Anbindung meines Praxis-Server Gefahren, die man nicht so ohne weiteres eindämmen kann. Also, vielleicht gibt es hier auch Leute, die das ganze noch möglichst weit hinauszögern oder aber Leute, die meine Bedenken zerstreuen können?   Mal zum Stand der Dinge: Welche Komponenten braucht man für die Anbindung an die Telematik? Konnektor: im Prinzip ein spezieller VPN-Router) E-Health-Kartenterminals: für manche alten Kartenterminals gibt es kostenpflichtige Firmwareupdates, z.B. Mobile Kartenterminals Praxisausweis (SMC-B) Anpassung PVS VPN-Zugangsdienst und Internetanschluss Optional: elektronischer Heilberufeausweis (eHBA)
    Bis wann ist die (aktuelle) gesetzliche Pflicht? Im Pflegepersonal-Stärkungsgesetz, das am 1. Januar 2019 in Kraft treten soll, steht dass bis zum 30. Juni 2019 keine Honorarkürzungen erfolgen sollen. Ärzte und Psychotherapeuten müssen die notwendigen Komponenten für den Anschluss an die TI allerdings bis spätestens 31. März nächsten Jahres verbindlich bestellen und dies gegenüber ihrer Kassenärztlichen Vereinigung nachweisen. Können sie das nicht, wird Vertragsärzten das Honorar um ein Prozent gekürzt (siehe § 291 Absatz 2b Satz 14 SGB V). Quelle: https://www.kbv.de/html/telematikinfrastruktur.php
      Leider schwingen diverse Anbieter aber schon seit langem die Angstkeule und wollen damit Ärzte zur Vertragsunterzeichnung bewegen, solange es noch keine Konkurrenz gibt.
    Und die mit der Zeit weniger werdende KV-Förderung trägt ihren Teil dazu bei.
    Ich habe schon mit vielen Ärzten gesprochen, die vor Monaten neue Telematik-Verträge abgeschlossen haben, aber diesen noch nicht verwenden konnten und dementsprechend auch noch keine Förderung erhalten haben.   Wie hoch ist die Förderung aktuell ? Quelle: https://www.kbv.de/html/30719.php   Wieviele Konnektoren sind bisher zugelassen? Laut meinem letzten Stand sind es 4 Konnektoren. Ich werde diese demnächst hier verlinken.   Was passiert nach Ablauf der Frist? das weiss so genau leider keiner.... aber es gibt Widerstand:
    Die Frist wurde bereits von Ende 2018 auf März 2019 verlängert auch dank einer Petition (siehe: Petition 83509).
      Was kann man tun? "Was sollten nun Ärzte angesichts der noch immer drohenden Honorarkürzung tun? Dr. Kriedel rät, die nötigen Geräte zu bestellen. In dem Vertrag sollte unbedingt verankert werden, dass der Finanzierungspreis für das Quartal gilt, in dem erstmals die Stammdaten abgeglichen werden. Entscheidend für die GKV-Erstattung ist nämlich das Quartal des ersten Versichertenstammdatenabgleichs und nicht das Datum des Kaufvertrags oder der Konnektorenlieferung." (Quelle: Medical Tribune  Kein Cent zuzahlung! ) Einen Anwalt fragen oder wenn man schon gezahlt hat klagen:
    https://www.medical-tribune.de/praxis-und-wirtschaft/praxismanagement/artikel/wer-prozessiert-wegen-telematikschaeden/
    Eine Musterklage ist von dem Ärztenetz Medi in Vorbereitung:
    https://www.aerztezeitung.de/praxis_wirtschaft/praxis_edv/article/975768/musterklage-medi-laedt-ti-strategietreffen.html   Unbedingt das Kleingedruckte in den Verträge lesen, die man mit dem Anbieter geschlossen hat:
    In den Verträgen, die ich bisher gesehen habe, versuchten die Anbieter jegliche Haftung für Hackerangriffe auszuschließen.   Meine persönlichen Fragen, die mir hier vielleicht jemand beantworten kann? Muss man alle benötigten Komponenten auf einmal bestellen, um die Förderung zu bekommen?
    Oder kann man zum Beispiel erstmal nur das SMC-B-Kartenterminal bestellen und sich erstatten lassen? Ist ohne VSDM - also die Online-Prüfung der Stammdaten - auch kein Einlesen der Gesundheitskarte im PVS (und damit eine Abrechnung) mehr möglich? Welche Nachteile außer der Honorarkürzung hat man sonst noch wenn man offline bleibt? (Arztrbriefe, Medikationsplan sind ja erst noch in Entwicklung) Was passiert wenn ein Konnektor gestohlen wird? Muss man updatefähige Kartenterminal bis 31.12.2018 updaten und gibt es wirklich keine Updates mehr für das ORGA 930 M mehr?
    Laut dieser Anzeige ist das angeblich so: https://www.doccheckshop.de/Angebote/Kartenlesegeraete-OPB1/   Hoffe auf rege Diskussion!
             

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