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Gast Anonym

Unser Azubi hört nicht auf mich, ist aber super nett zum Chef


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Gast Anonym

Hallo,

ich habe ein Problem: ich soll die Azubi anleiten, die interessiert sich aber nicht für das, was ich ihr sage. Z.B. sage ich ihr 3 mal, sie soll noch die Sprechzimmer und das Labor aufräumen, gemacht hat sie das aber bis Feierabend immer nich nicht.

Dann habe ich ihr erklärt, wie sie eine Blutzuckerbestimmung machen soll. Am nächsten Tag war ich nicht da, und sie hat jedem erzählt, ich hätte ihr das nicht gezeigt.

Immer wenn ich ihr eine Aufgabe gebe, dann sagt sie mürrisch, dass kann doch auch jemand anderes machen!

Damit bin ich dann zum Chef gegangen und der sagt, das er das Problem nicht so sieht.

Die Azubine ist auch supernett zu ihm und macht immer gleich alles, was er sagt!

Was soll ich tun?

Anonym beigetragen

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Hallo,

verständlicherweise ärgerst Du Dich über diese Situation.

Wahrscheinlich hast Du eine "Weisungsbefugnis", darfst aber keine Konsequenzen bei Problemen durchsetzen.

Führt ihr Mitarbeitergespräche mit den Azubis und wer ist anwesend?

Es könnte helfen, wenn der Chef dem Azubi noch einmal klarstellt, dass Du für sie verantwortlich bist und dass Du und der Chef direkt miteinander sprechen.

Konkret sind es Deine sachlichen (!) Eindrücke des Azubi, wie ihre weitere Zukunft in eurer Arztpraxis und ihr Zeugnis aussehen.

Vorsicht ist geboten, wenn der Azubi sich daran erfreut Dich zu ärgern: wenn Du emotional reagierst versteht sie, dass sie einen wunden Punkt getroffen hat. 

Besser ist es, wenn Du sachlich reagierst und klarstellst: "Ich möchte, dass Du die Sprechzimmer bis 17:00 Uhr so aufgeräumt hast, wie ich es Dir gestern gezeigt habe. Wenn Du damit ein Problem hast, dann setzen wir uns gemeinsam mit dem Chef zusammen und überlegen, warum Du solche arbeiten nicht gerne erledigst."

Wenn sie sich dann aufregt, dann wiedrhole einfach sachlich diese Anweisung und das Angebot...

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Gast thomas

So eine hatten wir auch schon einmal: völlig unmotiviert. Vielleicht möchte Sie nicht MFA werden? Falscher Job?

Dabei gibt es manchmal auch andere Gründe, warum ein Azubi demotiviert ist. Wie ist denn das Klima in eurer Praxis? Sind alle gestresst?

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Guten Morgen zusammen,

Ausbildung kann für beide Seiten so viel Spaß machen... Wenn man dann auf unmotivierte Azubis trifft ist das schade und frustrierend! Sachlich und objektiv zu bleiben ist dabei auch nicht immer einfach.

Ich mache gute Erfahrungen mit Aufgabenkatalogen und Zielvereinbarungen. Regelmäßige Feedbackgespräche gehören natürlich auch dazu. Wenn der Chef die Problematik nicht sieht, vielleicht noch eine andere Kollegin mit einbeziehen? Konkrete Fehler aufschreiben? Oder dem/der Abzubi eine Aufgabe geben und den Chef mal das aufgeräumte Labor kontrollieren lassen?

Dann bin ich auch der Meinung, dass man in extremen Fällen von den Verfahren wie offizieler Ermahung und Abmahnung ruhig Gebrauch machen sollte. Dieser Nachdruck wirkt manchmal und spielt einem in die Hand, wenn man sich dann irgendwann entscheidet die/den Azubi nicht mehr halten zu wollen.

Soweit meine Gedanken dazu. Viele Grüße aus Köln, Caroline Jager

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Gast Anonym

Vielen Dank Caroline. Ich frage mal meinen Chef, ob er nicht persönlich mit der Azubi sprechen kann. Eine Abmahnung finde ich schon hart, aber wenn es sein muss...

Dass mit den Zielvereinbarungen verstehe ich nicht richtig: kann ich sagen, dass ich in Zukunft möchte, dass sie motivierter sein soll?

Anonym beigetragen

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Hallo,

Ja, ich denke mal ganz unabhängig davon, ob der Chef die Fehler selbst sieht, kann er ja klar machen, dass die Azubi sich ins Team einfinden und sich an die Ansagen der anleitenden MFA halten muss... Vielleicht reicht ein solches Gespräch, um etwas zu verändern.

Bei den Zielvereinbarungen nimmt man in der Regel Dinge, die man messen kann. Also Motivation alleine eignet sich nicht so gut. Aber man könnte formulieren, dass Sie künftig bitte unaufgefordert bis 17 Uhr das Labor aufräumen soll. Dazu würde ich immer formulieren, was das beinhaltet (Mülleimer leeren, Flächendesinfektion usw.). Vielleicht kann man eine Kombination aus diesen unangenehmen Aufgaben mit den spannenden Sachen machen? Genauso kann man Lernaufträge in der Theorie verteilen - Sie soll bis Datum xy ein bestimmtes Thema aufarbeiten und dieses dann den Kollegen vortragen / eine Tätigkeit praktisch durchführen. Ist das so verständlich erklärt?

Wenn die Abzubi ihre Ziele nicht mit der MFA verainbart bzw. daran nicht hält, dann kann sie das auch mit dem Chef machen. Er hat auch die Möglichkeit anzuordnen, dass sie erst nach Hause geht, wenn das Labor sauber ist?! Wenn es unproblematisch ist, können Ziele zwischen Azubi und Anleitung vereinbart werden und dem Chef nur zur Kenntnisnahme vorgelegt werden.

Ich hoffe, dass sich die Situation in der Anleitung künftig entspannt.

Viele Grüße, Caroline Jager

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Hi, Anonym.

Mich würde mal interessieren, ob du das Problem mit eurem Azubi lösen konntest.

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Bei Mitarbeitergesprächen in großen Firmen soll ja der Betriebsrat mit anwesend sein. Hab das neulich erst gelesen (hier war das). In einer Arztpraxis ist das natürlich kaum möglich, weil`s einfach keinen gibt. Muss dann jemand anders anwesend sein?

Ich kenne das Problem auf jeden Fall zur Genüge. Hatten wir auch schon so ähnlich. Nur dass sie zu niemandem nett und offensichtlich auch völlig unfähig war. Und solche Bewerberinnen haben wir öfter... Aber man lernt ja!

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    Laut dieser Anzeige ist das angeblich so: https://www.doccheckshop.de/Angebote/Kartenlesegeraete-OPB1/   Hoffe auf rege Diskussion!
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    https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/100536/Tele­ma­tik­infra­struk­tur-Musterklage-wegen-Konnektorkosten Habe hier eine Checkliste zur Anbindung gefunden:
    https://www.kvb.de/fileadmin/kvb/dokumente/Praxis/TI/KVB-Checkliste-TI-Anschluss.pdf Jeder der sich an die Telematik anschließt, sollte seine Praxis-EDV vorher auf Datensicherheit prüfen: dazu wurde dieser schöne Leitfaden schon im Juni 2018 von der Bundesärztekammer veröffentlicht: "Technische Anlage - Hinweise und Empfehlungen zur ärztlichen Schweigepflicht, Datenschutz und Datenverarbeitung in der Arztpraxis" das wichtigste in meinen Augen ist eine explizite, dedizierte Firewall: die Kosten hierfür betragen je nach Praxisgröße 400-1200 € einmalig + ca. 400-600€ jährlich für Updates von Virensignaturen, Wartung, etc. Diese Kosten sind nicht durch die Förderung gedeckt und werden oft vergessen. Frage:
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    https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/100202/Neuen-Sicherheitsmassnahmen-stehen-stets-auch-neue-Angriffsmoeglichkeiten-gegenueber
      Das Gesundheitsministerium möchte die gemaik verstaatlichen um die Telematik schneller voranzutreiben:
    https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/100833/Bundesaerztekammer-kritisiert-geplante-Uebernahme-der-gematik
    https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/gesundheitspolitik-spahn-entmachtet-kassen-und-aerzte-bei-der-digitalisierung/23928228.html
      ...und dann soll noch die Gesundheitscloud eingeführt werden (am beste ohne das Ärzte, Kassen oder Versicherer mitreden können - siehe vorherigen Link):
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