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Es steckt ziemlich viel Wissen und Arbeit in den QM-Dokumente. So sollte doch jeder Arzt und jede Medizinische Fachangestellte auf dieses Wissen verfürgen, am Besten mit einer Suche und von jedem Arbeitsplatz

Wie macht Ihr dieses Praxiswissen verfügbar?

Wir selbst haben verschiedene Varianten durchprobiert:

  • Klassischer Ordner (Papier): der stand dann schön im Büro bzw. Sprechzimmer des "QM-Beauftragten", und keiner hat mehr rein gesehen oder etwas aktualisiert.
  • Word/Office-Dokumente auf dem Server: wir haben die Struktur nach QEP verwendet und sogar eine serverseitige Suchfunktion installiert. Das war nicht schlecht, da man unter Windows direkt aus dem Startmenü nach QM-Dokumenten suchen konnte. Der Nachteil war, dass an jedem Arbeitsplatz ein vollständiges Office installiert sein musste und von zu Hause nur über Umwege der Zugriff erfolgen konnte. Durch die Etablierung von mehreren Standorten mussten dann auch auf die Dokumente entweder per Fernzugriff zugegriffen werden oder die Dateien gespiegelt werden.
  • Wiki-/Kollaborationssoftware: zwischenzeitlich nutzen wir die Software Confluence von Atlassian. Es ist eine Kombination aus einem klassischem Wiki (wie Wikipedia) mit erweiterten Kommunikationsmöglichkeiten der Mitarbeiter (Facebook-Funktion). Das Programm kann entweder auf dem eigenen Server installiert werden oder als Cloud-Packet gemietet werden.

Weitere mir bekannte Möglichkeiten:

  • Drupal-Wiki: auch eine Wiki-orientiertes Dokumentemanagementsoftware die stärker an die Notwendigkeiten des Qualitätsmanagements ausgerichtet ist. Hier kann z.B. feiner gesteuert werden, welche Dokumente erst freigegeben werden müssen, bis alle diese einsehen können. Der Funktionsumfang ist sehr umfangreich. Zum Mieten (Cloud) oder auch zur Installation auf einem eigenen Server.
  • freie Wiki Software: die freien Wiki Softwareangebote sind zwar sehr gut für ein reines Wiki, dennoch empfand ich persönlich den Aufwand übertrieben, nur um Dokumente damit zu verwalten.
  • Sharepoint: Vorteil ist die vollständige Integration in das Windows-System, der Verwaltungsaufwand ist jedoch nicht zu verachten, die Preise ebensowenig.

Wie macht Ihr das?

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Unser QM ist nicht wirklich durchdacht. Es liegt auf als Word-Dateien auf einem PC und wird dann bei Bedarf ausgedruckt.

Die Ordnerstruktur haben wir von einem Pharmareferent, so dass es QM-komform ist.

Die Arzthelferinnen führen dann noch einen zusätzlichen Ordner mit Geräte-Anleitungen oder Infos für die Azubine.

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Das Qualitätsmanagement soll ja das vorhandene Praxiswissen allen Mitarbeitern (MFA und Ärzte) zugänglich machen. Wir haben auch viele Ordner mit wertvollen Inhalten gehabt, nur keiner wusste, das es diese gibt.

Emails hin und her zu schicken ist auch nicht wirklich sinnvoll. Und welcher Azubi kann schon nach Dateien auf dem Computer suchen? Aber das Internet wie Facebook und andere "Websiteportale" können diese dann benutzen.

Deshalb habe ich eine Facebook ähnliche Software installiert, die es allen Mitarbeitern ermöglicht, auf die Dokumente zuzugreifen. Schön ist, dass man diese dann kommentieren kann und per Email benachrichtigt wird, wenn es Veränderungen oder neues gibt.

Ältere MFA haben sich anfangs schwer getan, dann aber erstaunlicherweise schnell zurechtgefunden. Man kann aber auch nicht behaupten, dass nicht "Internetaffine" MFA, zumindest bei uns, das Praxiswissen dann papiergebunden besser geführt hätten.

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QEP als Vorlage für Verzeichnisse auf dem Server, jeder hat Zugriff. Reicht für das QM.

 

Alles andere machen die MFAs unter sich aus und finden es auch.

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Gast Gast

kann jemand die komplette quep ordner inhaltsstruktur benennen

welche software zum verwalten ist sinnvoll

 

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Hallo,

 

die Struktur des QEP ist folgendermaßen aufgebaut:

 

1 Patientenversorgung
1.1.1 Leistungsspektrum
1.1.3 Terminvergabe
1.1.4 Telefonische Anfragen
1.2.1 Anamnese
1.2.2 Körperliche Untersuchung und psychosoziale Erhebung
1.2.3 Diagnostik
1.3.1 Therapieentscheidung, -planung und -ziele
1.3.2 Verordnungen
1.3.3 Leistungen und Eingriffe
1.3.4 Notfallmanagement
1.3.5 Behandlungspfade, Leitlinien und evidenzbasierte Medizin
1.3.6 Erkrankungsspezifische Information, Beratung und Schulung
1.3.7 Verlaufsbeobachtung und Sicherung des Therapieerfolges
1.4.1 Interne Kooperation und Kommunikation
1.4.2 Externe Kooperation und Kommunikation
1.5.2 Prävention

 

2 Patientensicherheit
2.1.1 Aufklärung und Einwilligung der Patienten
2.1.2 Patientenorientierung
2.1.3 Patientensicherheit, Risiko- und Fehlermanagement
2.2.1 Führen der Patientenakte
2.3.1 Wahrung der Intimsphäre
2.3.2 Schweigepflicht und Datenschutz

 

3 Mitarbeiter
3.1.1 Personalplanung und Mitarbeitergespräche
3.1.2 Einstellung, Einarbeitung, Ausscheiden von Mitarbeitern
3.1.3 Teambesprechung und Kommunikation
3.2.1 Ausbildung von Medizinischen Fachangestellten
3.2.2 Fortbildung und Qualifizierung

 

4 Organisation
4.1.2 Organisationsstruktur und Verantwortlichkeiten
4.2.2 Geräteanwendung, Instandhaltung und Wartung
4.2.3 Beschaffung und Lagerung
4.3.1 Arbeitsumgebung und Arbeitssicherheit
4.3.3 Hygiene und Reinigung
4.5.2 Datensicherung

 

5 Qualitätsentwicklung
5.1.1 Qualitätspolitik
5.1.2 Qualitätsziele
5.1.3 Qualitätsmanagement-System
5.2.2 Befragungen
5.2.3 Beschwerdemanagement und Vorschlagswesen
5.2.4 Externe Qualitätssicherung
5.2.5 Bewertung des Qualitätsmanagement-Systems
5.2.6 Verbesserungsmaßnahmen
5.3.1 QM-Handbuch

 

A_Archiv
B_Entwürfe

 

 

Viele Praxen übernehmen diese Struktur einfach als Verzeichnisse in einem Dateisystem (z.B. auf dem Server), wie von der mitgelieferten CD vorgegeben.

In den einzelnen Ordnern werden dann Word-Dokumente angelegt.

 

Der Nachteil ist, dass man sich erst einmal durch alle Ordner durchklicken muss, bevor man etwas findet. Man kann die Volltextsuche eines Windows-Server aktivieren, es ist dennoch eher eine kostengünstige Behelfslösung.

 

Wir selbst nutzen als Software ein Produkt namens "Confluence" von Atlassian: damit kann man, die Ordnerstruktur wiederspiegeln, es sind aber auch erweiterte Funktionen, wie Volltextsuche und Email-Benachrichtigung sowie Kommentarfunktionen verfügbar. Ein großer Vorteil ist die Möglichkeit, einerseits Dokumente direkt im Webbrowser bearbeiten und gleichzeitig vorhandene Word- / PDF- / Excel-Dokumente (mit Volltextindizierung) darin verwalten zu können.

 

Die Compugroup bietet ein Modul namens CGM QM Organizer an: ich habe es selbst ausprobiert, es ist sehr umfangreich und enthält eine Basis an Musterdokumenten. Es ist wie ein Wiki aufgebaut, man kann direkt im Webbrowser die Dateien editieren. Allerdings bin ich mit den Lizenzbedingen und dem Benutzerinterface nicht "warm" geworden. Das ist bestimmt Geschmackssache.

 

Spezialisiert auf das Qualitätsmanagement hat sich der Anbieter von Drupal-Wiki: es ist auch eine serverbasierte Softwarelösung, in der man im Webbrowser die Dokumente editieren, sowie Dateien verwalten kann. Eine Volltextsuche ist verfügbar, die Struktur des QM nach DIN ISO 9000 liegt bei Bedarf schon konfiguriert vor. Stärke dieser Software ist, dass der QM-Prozess besser beachtet wird: Dokumente können von Benutzer A angelegt werden, von Benutzer B überprüft und von Benutzer C freigegeben werden.

 

Soweit ich es in Erinnerung habe, gibt es noch eine Reihe anderer "Software-Lösungen" für das QM in der Arztpraxis.

 

Hoffentlich hilft Dir das. 

 

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Gast QM

Ein Kollege schwört auf das KTQ. Was sind denn die Unterschiede zwischen QEP und KTQ?

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  • Telematikinfrastruktur - anbinden oder abwarten?

    Da ich hier noch kaum Beiträge zur Telematikinfrastruktur gefunden habe und in mir immer mehr Fragezeichen aufploppen, versuche ich hier mal einen Thread aufzumachen in dem ich alles was man so wissen muss aufgelistet wird. Ich tendiere dazu die Telematikinfrastruktur möglichst lange hinauszuzögern, da zum einen die Kostenübernahme immer noch nicht vollständig erfolgt (die KV-Pauschalen sind nur ein Teil, vor allem auf den laufenden Kosten scheint man sitzen zu bleiben) und da zum anderen mein jetztiger PVS-Provider sich trotz neuer DSGVO (oder vielleicht gerade wegen) komplett aus der Verantwortung stiehlt, sollte durch es durch Online-Anbindung zu einer Datenpanne kommen. Bisher bin ich mit meiner kleinen Allgemeinarztpraxis auch offline ganz gut ausgekommen....
    Abgesehen davon dass das Telematik-Thema generell nicht ganz durchdacht ist und Sicherheitsrisiken beinhaltet (siehe https://www.ccc.de/de/elektronische-gesundheitskarte) birgt schon alleine die dafür notige Online-Anbindung meines Praxis-Server Gefahren, die man nicht so ohne weiteres eindämmen kann. Also, vielleicht gibt es hier auch Leute, die das ganze noch möglichst weit hinauszögern oder aber Leute, die meine Bedenken zerstreuen können?   Mal zum Stand der Dinge: Welche Komponenten braucht man für die Anbindung an die Telematik? Konnektor: im Prinzip ein spezieller VPN-Router) E-Health-Kartenterminals: für manche alten Kartenterminals gibt es kostenpflichtige Firmwareupdates, z.B. Mobile Kartenterminals Praxisausweis (SMC-B) Anpassung PVS VPN-Zugangsdienst und Internetanschluss Optional: elektronischer Heilberufeausweis (eHBA)
    Bis wann ist die (aktuelle) gesetzliche Pflicht? Im Pflegepersonal-Stärkungsgesetz, das am 1. Januar 2019 in Kraft treten soll, steht dass bis zum 30. Juni 2019 keine Honorarkürzungen erfolgen sollen. Ärzte und Psychotherapeuten müssen die notwendigen Komponenten für den Anschluss an die TI allerdings bis spätestens 31. März nächsten Jahres verbindlich bestellen und dies gegenüber ihrer Kassenärztlichen Vereinigung nachweisen. Können sie das nicht, wird Vertragsärzten das Honorar um ein Prozent gekürzt (siehe § 291 Absatz 2b Satz 14 SGB V). Quelle: https://www.kbv.de/html/telematikinfrastruktur.php
      Leider schwingen diverse Anbieter aber schon seit langem die Angstkeule und wollen damit Ärzte zur Vertragsunterzeichnung bewegen, solange es noch keine Konkurrenz gibt.
    Und die mit der Zeit weniger werdende KV-Förderung trägt ihren Teil dazu bei.
    Ich habe schon mit vielen Ärzten gesprochen, die vor Monaten neue Telematik-Verträge abgeschlossen haben, aber diesen noch nicht verwenden konnten und dementsprechend auch noch keine Förderung erhalten haben.   Wie hoch ist die Förderung aktuell ? Quelle: https://www.kbv.de/html/30719.php   Wieviele Konnektoren sind bisher zugelassen? Laut meinem letzten Stand sind es 4 Konnektoren. Ich werde diese demnächst hier verlinken.   Was passiert nach Ablauf der Frist? das weiss so genau leider keiner.... aber es gibt Widerstand:
    Die Frist wurde bereits von Ende 2018 auf März 2019 verlängert auch dank einer Petition (siehe: Petition 83509).
      Was kann man tun? "Was sollten nun Ärzte angesichts der noch immer drohenden Honorarkürzung tun? Dr. Kriedel rät, die nötigen Geräte zu bestellen. In dem Vertrag sollte unbedingt verankert werden, dass der Finanzierungspreis für das Quartal gilt, in dem erstmals die Stammdaten abgeglichen werden. Entscheidend für die GKV-Erstattung ist nämlich das Quartal des ersten Versichertenstammdatenabgleichs und nicht das Datum des Kaufvertrags oder der Konnektorenlieferung." (Quelle: Medical Tribune  Kein Cent zuzahlung! ) Einen Anwalt fragen oder wenn man schon gezahlt hat klagen:
    https://www.medical-tribune.de/praxis-und-wirtschaft/praxismanagement/artikel/wer-prozessiert-wegen-telematikschaeden/
    Eine Musterklage ist von dem Ärztenetz Medi in Vorbereitung:
    https://www.aerztezeitung.de/praxis_wirtschaft/praxis_edv/article/975768/musterklage-medi-laedt-ti-strategietreffen.html   Unbedingt das Kleingedruckte in den Verträge lesen, die man mit dem Anbieter geschlossen hat:
    In den Verträgen, die ich bisher gesehen habe, versuchten die Anbieter jegliche Haftung für Hackerangriffe auszuschließen.   Meine persönlichen Fragen, die mir hier vielleicht jemand beantworten kann? Muss man alle benötigten Komponenten auf einmal bestellen, um die Förderung zu bekommen?
    Oder kann man zum Beispiel erstmal nur das SMC-B-Kartenterminal bestellen und sich erstatten lassen? Ist ohne VSDM - also die Online-Prüfung der Stammdaten - auch kein Einlesen der Gesundheitskarte im PVS (und damit eine Abrechnung) mehr möglich? Welche Nachteile außer der Honorarkürzung hat man sonst noch wenn man offline bleibt? (Arztrbriefe, Medikationsplan sind ja erst noch in Entwicklung) Was passiert wenn ein Konnektor gestohlen wird? Muss man updatefähige Kartenterminal bis 31.12.2018 updaten und gibt es wirklich keine Updates mehr für das ORGA 930 M mehr?
    Laut dieser Anzeige ist das angeblich so: https://www.doccheckshop.de/Angebote/Kartenlesegeraete-OPB1/   Hoffe auf rege Diskussion!
             

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