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zuni

Berufsaussichten als MFA?

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Huhu,

 

ich bin gerade auf der Suche nach einer Ausbildung und finde den Beruf als MFA bisher sehr interessant, ich habe mich über diesen Beruf gut informiert und könnte mich gut in diesem Beruf vorstellen. Auch dieser Artikel MFA Ausbildung / Medizinische Fachangestellte Ausbildung hat mich sehr motiviert diese Ausbildung vielleicht an zu treten. Nun habe ich nur ein Frage, wie gut sind die Berufsaussichten, findet man leicht einen Arbeitsplatz? Ich möchte nicht die Ausbildung machen und dann keinen Job finden :)

 

Liebe Grüße

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Hallo liebe "Zuni",

ich liebe meinen Beruf, aber Arzthelferin ist nicht gleich Arzthelferin! Ich komme aus einer Landarztpraxis,habe  Praxen in Städten, besonders in Facharztpraxen, ist es anders. Ob es die Arbeit, das Feeling :9_innocent:, oder der Umgang/Charakter der Menschen ist.  Überlege Dir es gut, was du genau möchtest. Wenn welche Richtung in diesen Beruf. Meistens in den Allgemeinarztpraxen bleibt Personal oft ein Leben lang. Grad in MV ist es somit schwierig in Praxen einzusteigen, ohne das ein Arzthelferin(MFA) in Rente geht oder Babyjahr hat. Da ist der Beruf Krankenschwester od.Altenpflegerin viel flexibler und in MV besser bezahlt! leider.  Bei Arbeitslosigkeit viel mehr Einsatzmöglichkeiten somit. Wie wäre es mit Pflegedirektorin anzustreben;-).  Frage einfach mal nach einem Praktikum in einer Praxis, Pflegeheim und in einer Klinik für Innere nach, um einen Einblick zu bekommen.

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Hallo Zuni,

ich kann die Meinung meiner Kollegin nicht ganz teilen. Ich habe in einer Allgemeinarztpraxis (Landarzt) Ausbildung gemacht. Danach habe ich wenige Jahre Erfahrung gesammel. Ich bin dann vom Hunsrück  (am Ende der Welt)  nach Mainz gezogen. Hier habe ich in einer Praxis für Radiologie lange Jahre gearbeitet und mich bis zur Teamleitung hoch gearbeitet, mit Fortbildungen und Röntgenschein. Aus der Erfahrung heraus haben wir gerne MFA aus Allgemeinarztpraxen eingestellt. Die Mädels kennen und können in der Regel vieles, da dort das Spektrum weit gefächert ist. Das geht schon beim Blutdruckmessen los und hört beim Zugang legen oder Blutabnehmen auf. Mittlerweile bin ich in der Neurologie Praxismanagerin. Das Fernstudium hab ich in der Elternzeit gemacht. Ich habe viele Freunde in der Pflege und aus der Klinik. In der Pflege sind die Bezahlungen sehr schlecht und in den Kliniken kannst du nur Geld verdienen wenn du auch Dienst schiebst. Die Kliniken werden nach und nach alles privatisiert und dort muss gespart werden, und das geht am besten am Personal, auch wenn die Patientenversorgung dabei auf der Strecke bleibt. 

Die Idee,  in alles was die Medizin oder das Versorgen von Karnken zu bieten hat, einmal rein zu schauen ist super.

Ich hoffe du findest deinen Weg. Eines ist sicher, das kann ich nach 24 Jahren im Beruf sagen, wer fleißig ist und Spaß an dem hat was er tut, findet immer einen Job. Gute Leute werden gesucht und auch gut bezahlt. Unser Chef hat vor drei Jahren die Praxus eröffnet und wir bekommen Weihnachts.- und Urlaubsgeld. Und wir werden zweimal im Jahr prozentual an den Privatpatienten beteiligt und bekommen so wieder eine nette finanzielle Aufmerksamkeit für unsere geleistete Arbeit.

 

Liebe Grüße 

Sandra

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Hi,

Danke für die Informationen, die werden mir sicher weiterhelfen :)

 

LG

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Ich kann mich der Äußerung von "Arzthelferin" nicht anschließen. ich arbeite in Südbaden und wenn ich in die Samstagszeitung von 3.3. reinschaue, dann sind dort alleine 3 Stellenangebote für MFA, teils in Hausarztpraxen, teils in Facharztpraxen, sowohl Vollzeit als auch Teilzeit.

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Hallo @zuni,

wenn du dich in der Berufsbeschreibung der Medizinischen Fachangestellten (MFA) wiederfindest, mache die Ausbildung. Die Zukunftsperspektiven sind ausgezeichnet und der Beruf wird anspruchsvoller und noch gefragter werden.

Die Situation: Wir haben aufgrund der geburtenstarken Jahrgänge, die demnächst in Rente gehen, immer mehr alte Menschen, die es zu versorgen gibt. Gleichzeitig gehen auch viele niedergelassene Ärzte in den Ruhestand. Neue Versorgungsformen wie Videosprechstunde etc. sind im Kommen, werden die entstehenden Versorgungslücken aber nicht wirklich schließen können. Deshalb gibt es schon jetzt Weiterbildungen für MFA, wie beispielsweise die zur Nichtärztlichen Praxisassistentin (NäPa). Die NäPas sind MFA, an die der Arzt/die Ärztin bestimmte Aufgaben delegieren darf, die er/sie zuvor nur selbst erledigen durfte. Daneben gibt es auch sonst viele Spezialisierungen, die innerhalb einer Praxis gebraucht werden, wie z.B. Praxismanager/in,  Qualitätsmanagementbeauftragte, Hygienebeauftragte/r usw. 

Es wird zukünftig voraussichtlich auch völlig neue Bereiche geben, so ggf. MFA, die an der Schnittstelle zwischen Arztpraxis und Krankenhaus im Patientenmanagement tätig sind. Und überhaupt: MFA arbeiten überall, nicht nur in Arztpraxen. MFA werden auch von Krankenhäusern und Dienstleistern in der Gesundheitsbranche beschäftigt und es gibt auch Bürojobs für MFA. Du kannst später auch noch einen Fachwirt machen, wenn du Lust dazu hast, und vieles mehr. In welche Richtung du letztlich gehen möchtest, kannst du in Ruhe nach der Ausbildung entscheiden.

Eines ist auf jeden Fall klar: Entscheidest du dich für die Ausbildung zur MFA, entscheidest du dich für einen Beruf, der auf jeden Fall Zukunft hat. :)

Liebe Grüße

Birgit

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