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Frage

Hallo,

ich soll in Zukunft Erstkraft in unserer Praxis werden, weil die bisherige schwanger ist.

Welche Aufgaben muss ich machen?

Ist das das Gleiche wie eine Praxismanagerin? Mit welchem Gehalt kann ich rechnen?

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6 Antworten auf diese Frage

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  • 3

Ein neuer Begriff für die Erstkraft ist jetzt "Praxismanagerin".

Zu den allgemeine Aufgaben gehören:

  • Organisation / Leitung Sprechstunde
  • Termine koordinieren ggf. den Arzt / Mitarbeiter daraufhinweisen
  • Konfliktmanagment/ bei Unstimmigkeiten Lösungen finden und umsetzen
  • Azubis anleiten bzw. jemanden zum Paten festlegen
  • Puffer zwischen Patienten und Ärzten
  • Abrechnungsvorbereitung
  • Verwaltungsaufgaben

Konkretere Aufgaben können sein:

  • DMP (versenden, Patienten prüfen)
  • Bestellungen
  • Abrechnungsvorbereitung (Listen HZV, KV)
  • Hausbesuchsliste
  • Verah
  • Ausbildung Azubi
  • Zimmerpaten
  • Marcumarpässe dosieren
  • EDV-Beauftragte
  • Terminkalender organisieren (inkl. Dienste, Urlaube)
  • Internetauftritt
  • Telefon, Anrufbeantworter
  • TV- Wartezimmer
  • Hygiene
  • Sterilgut
  • Terminorganisation
  • Koordination Dienste Ärzte
  • Qualitätsmanagement
  • Organisation/ Leitung Sprechstunde
  • DMP/Prävention
  • Patientenbefragung
  • Notfallmanagement

Du siehst, die Aufgaben einer Praxismanagerin können sehr umfangreich sein und man muss sehr selbständig arbeiten. Allerdings macht das auch den meisten MFAs mehr Spaß.

Zum Gehalt der Praxismanagerin: 

In vielen Arztpraxen ist das Gehalt verhandlungsabhängig.

Nach Tarifvertrag wäre die Eingruppierung als Praxismanagerin mindestens Tätigkeitsgruppe IV bis V.

Konkret ab 2.000€ (mit wenig Berufserfahrung) bis ca. 2.800 €

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  • 1

Hallo,

ich glaube auch, dass die Funktion als Praxismanagerin sehr viel Spaß macht und eine tolle Herausforderung ist. Fühlen Sie sich geehrt, dass Ihr Chef Sie vorgeschlagen hat!

Für die Aufgabenaufteilung würde ich empfehlen, dass Sie dies mit Ihrem Chef detailliert besprechen und dann auch schriftlich festhalten (z.B. in einem Stellenprofil). So kann man Konflikten dazu vorbeugen. Und Sie wissen so auch ganz genau, was in Ihren Aufgabenbereich fällt und was nicht. Wenn die Aufgaben zu vielfältig sind, kann es auch Sinn machen "Ämtchen" zu verteilen. Es muss nicht alles die Praxismanagerin selbst machen - Sie können sich aus dem Team auch Unterstützung holen. Der Hauptaugenmerk liegt dann in der Koordination.

Viele Grüße aus Köln, Caroline Jager

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  • 0

Irgendwie fühle ich mich überlastet: Praxismanagerin, VERAH und dann noch Qualitätsmanagement. Immer wenn etwas schief läuft, fällt das auf die Praxismanagerin und die Chefs ziehen sich aus der Verantwortung.

Ich muss Streitereien lösen und noch die Praxissoftware in den Griff bekommen.

Die Aufgaben sind einfach zu viel!

 

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  • 0

@Sabine_77 Das kann ich gut verstehen!!! Ich glaube das wichtigste für uns MFA ist, dass wir ganz klar Aufgaben delegieren und genau das auch dem Arzt vermitteln müssen. Ich kämpfe auch noch damit.... Aber mein Ziel ist es, den Ärzten klar zu machen, dass wir nicht für alles die Verantwortung übernehmen können und auch nicht für alles gerade stehen können. 

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    • Von lemontree77
      Gibt es Praxen, die die genauen Zeiten der Mitarbeiter erfassen?
      Mich beschäftigt dieses Thema schon länger und sehr oft bekomme ich zu hören, dass es nicht gemacht wird, nicht üblich ist oder sonstiges. Gelten denn in einer Arztpraxis andere Bedingungen wie z.B. im Handwerk? Dort sind z.B. Stechuhren oder andere Zeiterfassungssysteme  üblich...
      Es gab 2015 einen Artikel zum Thema Zeiterfassung. Den fand ich ganz gut, wobei auch hier mehr die verschiedenen Modelle vorgestellt wurden.
      Gibt es eine Praxis, die digitale Zeiterfassung praktiziert? Ich würde mich gerne zu diesem Thema mit jemandem austauschen.
       
       
    • Von Jette
      Hallo liebe Community,   ich arbeite als Redakteurin für BOOK A TIGER und befasse mich derzeit intensiv mit den Bedürfnissen und Anforderungen an die Reinigung von Praxen. Ich würde gern erfahren, was bei der Reinigung durch eine externe Firma wichtig ist. Worauf kommt es Ihnen an?   Dafür habe ich eine kurze (10 Fragen 2 Minuten Zeitaufwand), anonyme Umfrage erstellt:  https://www.surveymonkey.de/r/958HZ8K   Ich würde mich sehr freuen, wenn ich einige Antworten erhalten würde.   Ich freue mich auf Ihr Feedback.   Viele Grüße
    • Von teramed
      Am Weiterbildungsmarkt für Medizinische Fachangestellte gibt es mit dem Fernstudium zum Praxismanager ein neues Ausbildungsformat. Dabei sind aktuell neben medizinischen Weiterbildungsinstituten wie Eumedias fast alle großen Ferninstitute beteiligt: ob SGD, ILS oder die Klett-Fernakademie. So ein großes Angebot deutet in der Regel auf eine große Nachfrage hin.
      Was ein Fernstudium einer engagierten Medizinischen Fachangestellten bringt, erfährst Du hier.
      Wann wird ein Praxismanager gebraucht?
      Der Trend zu größeren Praxiseinheiten hält an. Ob MVZ, Ausübungsgemeinschaften oder Praxisgemeinschaften: Durch Zusammenschlüsse können Ärzte Größenvorteile und Synergien nutzen.
      Mit zunehmender Größe lassen sich betriebliche Ressourcen besser nutzen, der Koordinationsaufwand steigt aber.
      Daher braucht eine große Einheit eine Art dispositiven Faktor oder eine koordinative Instanz. Auf gut Deutsch: einen Mitarbeiter, der die Ärzte von allen zeitraubenden administrativen Tätigkeiten entlastet.
      So hat sich der Beruf der "Arzthelferin als Erstkraft" weiterentwickelt:
      Dem Praxismanager obliegt die kaufmännische Führung einer Arztpraxis.
      Zum Aufgabengebiet gehört es, kleinteilige Abläufe in Finanzbuchhaltung und Abrechnung zu betreuen. Auch das komplette Personalwesen und die operative Umsetzung von Marketing-Maßnahmen gehören zum Berufsbild. Prädestiniert für den Job sind daher engagierte MFA mit Motivation und Potenzial für Führungsaufgaben.
      Denn: Sie kennen durch langjährige persönliche Erfahrung die Fallstricke, insbesondere im Umgang mit den gesetzlichen Krankenkassen, die einem Quereinsteiger mit reinem kaufmännischen Hintergrund fremd sind.
      Vorteile des Fernstudiums Praxismanagement
      Das Fernstudium hat für die MFA den Vorteil, dass sie studieren und gleichzeitig Geld verdienen kann. Selbst wenn vom pädagogischen Standpunkt die persönliche Nähe zum Dozenten beim Präsenzstudium vorzuziehen ist, können nur wenige MFA (oder Praxen) sich ein Sabbatical zwecks Aufstiegsfortbildung in das Praxismanagement leisten.
      Ein wesentlicher Vorteil ist, dass viele Kurse so aufgebaut sind, dass die MFA das theoretische Wissen gleich in der Praxis umsetzen kann. Betrachten wir daher die Inhalte von Fernstudiengängen für angehende Praxismanager etwas genauer.
      Fernstudium Praxismanagement - Inhalte
      Fernstudiengänge für angehende Praxismanager sind sich in ihren Grundzügen sehr ähnlich. Einen großen Teil des Lehrplans nehmen typische Management-Themen ein. Dazu zählen
      Führung und Führungstechniken Personalmanagement: solides Wissen für die tägliche Personalarbeit Kommunikation, insbesondere Kommunikation in Führungssituationen Prozess- und Projektmanagement und Wissen um das Themengebiet "Change" Controlling, Finanzierung und Steuern für wirtschaftlichen Erfolg der Praxis Praxisorganisation und Informationstechnik (IT, EDV) für die Praxis Praxismarketing Qualitätsmanagement Die Studierenden des Fernstudiums erhalten als Lehrmittel nach wie vor klassische Lehrbriefe oder Lehrhefte, aufgeteilt in verschiedene, aufeinander aufbauende Lektionen. Die Ausbildung findet mittlerweile auch über virtuelle Lernplattformen statt, über die sich die Studierenden mit Kommilitonen und Dozenten austauschen können.
      Ganz ohne Anwesenheit geht es jedoch auch im Fernstudium nicht. In der Regel sind das Seminare, in denen es um praktische Fertigkeiten geht, oder die der Vorbereitung auf die Abschlussprüfungen dienen.
      Institute, die diese Fernstudiengänge anbieten, haben zum Teil große anerkannte Fernhochschulen für medizinische Fortbildung als Kooperationspartner. Der Student kann nach einem solchen Fernkurs auf eine Fernhochschule wechseln, um dort einen Bachelor- oder Masterabschluss in einem Fach des Gesundheitswesens zu machen.
      Interessante Perspektiven für Medizinische Fachangestellte (MFA)
      Wer als Medizinische Fachangestellte einen Job im Praxismanagement anstrebt, dem hilft die entsprechende Weiterbildung an anerkannten Instituten. Hier bietet der Markt eine Fülle an Angeboten, die zum Teil auch den Weg zu akademischen Abschlüssen frei machen.
      Voraussetzung ist natürlich ein gehöriges Maß an Ehrgeiz, Selbstdisziplin und die Fähigkeit, sich autodidaktisch Wissen anzueignen. Virtuelle Lernwelten und obligatorische Präsenzseminare sorgen dafür, dass es im Fernstudium nicht zu einsam wird.
      Hast Du ebenfalls schon einmal über eine Weiterbildung zur Praxismanagerin oder zum Praxismanager nachgedacht - für Dich selbst als MFA oder - als Ärztin oder Arzt - für Deine Mitarbeiterinnen? Hier geht es zum Erfahrungsaustausch:
       
    • Von Ralph Jäger
      Hallo,
      scannt ihr die Befunde, die per Post geschickt werden, ein und welchen Scanner benutzt ihr? Habt ihr mehrere Arbeitsplätze an denen eingescannt werden kann?
      Bei uns selbst sieht der Ablauf für den Posteingang derzeit so aus:
      Post inkl. Befunde werden von einer MFA geöffnet und in die "Posteingang"-Ablage gelegt einer der Ärzte sieht die Post und Befunde durch und legt die zu scannenden Befunde nach Durchsicht in die "Scan"-Ablage eine MFA oder Hilfskraft scant im Laufe der Woche die Befunde ein und ordnet diese dem Patienten zu Faxe werden direkt als PDF in das System gespeichert und von einer MFA den Patienten zugeordnet. Die Liste der eingegangenen Faxe wird im Praxisprogramm oft nicht konsequent von den Ärzten durchgesehen.
      Zum Scanner:
      Wir haben früher einen Dokumentenscanner von Kodak genutzt, der war sehr schnell und konnte auch Duplex scannen. Allerdings hat er sich schnell verheddert, die Rollen mussten regelmäßig gereinigt werden und ab und zu ist die Software "abgestürzt". Ähnliche Probleme hatten wir mit Scannern von anderern Herstellern in anderern Praxen.
      Aus diesem Grunde haben wir unser Multifunktionsgerät von Brother, die wir auch für das Faxen einsetzen, so erweitert, dass dieses gescannte Befunde per PDF direkt in die Praxis-EDV einspielen kann, ohne dass eine zusätzliche Software nötig ist.
      Konkret haben wir ein MFC im Büro und an der Anmeldung, dort können Dokumente mit einem Knopfdruck eingescannt werden, ohne dass man erst am Computer "klicken" muss. Das hat sich als zuverlässig bewährt, leider ist der Scanvorgang recht langsam. Dafür läuft das Gerät schon seit 5 Jahren zuverlässig ohne zu "murren".
      Wie ist der Ablauf bei euch, nutzt ihr professionelle Dokumentenscanner und wie sind damit eure Erfahrungen im Praxisalltag?
       
    • Von teramed
      Als Praxismanagerin die Arztpraxis im Griff:
      das Praxismanagement wird professionell geführt und kann sich weiterentwickeln Ärzte erhalten mehr Zeit für medizinischen Aufgaben die Patientenzufriedenheit und der Praxisgewinn steigen. Eine Win-Win-Situation.
      Bis vor ein paar Jahren wurden in den meisten Arztpraxen eine leitende Medizinische Fachangestellte (Arzthelferin) bzw. Erstkraft mit dem Praxismanagement beauftragt. Der Begriff sollte die Aufgaben dieser medizinischen Fachangestellten widerspiegeln, die sich von einer reinen "Sprechstundenhilfe" oder "Arzthelferin" abgrenzt.
      Oft liegt keine konkrete Arbeitsplatzbeschreibung der leitenden MFA vor und gleichzeitig wird viel von dieser Erstkraft, neben dem reinen Sprechstundenalltag, erwartet:
      Praxismanagement Qualitätsmanagement Personaleinsatz- und Urlaubsplanung Abrechnung Persönlicher Ansprechpartner für die Ärzte / Chefs Es handelt sich also um ein "Mädchen für alles", das nicht selten zusätzlich die persönlichen Angelegenheiten der Chefs erledigen soll, wie z.B. Urlaubsfotos auf den PC übertragen, den privaten Terminkalender überwachen und pflegen, privaten Schriftverkehr schreiben.
      In einem Satz könnte man das Aufgabengebiet auch so beschreiben: "Mache alles, damit der Chef entlastet wird".
      Die Praxismanagerin heute
      Der neue Begriff Praxismanagerin soll zeitgemäßer und gleichzeitig eine Professionalisierung des Berufs wertschätzen.
      Was hat sich geändert?
      Die Aufgaben der Praxismanagerin sind konkretisiert und die Rolle als Führungskraft im Praxisteam gestärkt worden. 
      Wir sprechen also zunehmend von dem Wunsch einer professionellen Management der Arztpraxis, Medizinischen Versorgungszentrums oder Gemeinschaftspraxis (BAG) durch eine Praxismanagerin.
      Die neuen Aufgaben der Praxismanagerin

      Zwei wichtige Details haben sich geändert und führen allerdings schnell zu Problemen zwischen dem Chef und der Praxismanagerin:
      Hinzugekommen ist der Aspekt der Betriebswirtschaft: die Praxismanagerin sollte die Umsatzzahlen sowie Kosten und Gewinn überblicken und mittels einfachem Controlling diese steuern können.

      Hier gibt es die ersten Reibungspunkte in der Arztpraxis: während der Chef gerne bereit ist, die Kassen- und Privatabrechnung zu delegieren und Kosten zu reduzieren, soll die Praxismanagerin nicht Einsicht in alle betriebswirtschaftlichen Zahlen erhalten. Die Praxisinhaber verlassen sich in der Regel auf die betriebswirtschaftlichen Auswertungen (BWA) und Einschätzungen des Steuerbüros und vertrauen diesen.  
       
      Weggefallen ist das Aufgabengebiet "Persönlicher Ansprechpartner für die Ärzte / Chefs (Assistentin der Geschäftsführung)". Dadurch kann sich die Praxismanagerin auf die eigentlichen Aufgaben konzentrieren und aus der Rolle "Mädchen für alles für den Chef" ausbrechen.

      Allerdings wird das nicht jeden Praxisinhaber freuen: die Einsicht, dass hierdurch Personalressourcen (Zeit!) freigesetzt werden, ist nicht weit verbreitet. Es besteht auch die Vorstellung, dass man als Chef das "Führungsruder" einer Praxismanagerin aus der Hand gibt und die Praxis nicht so geführt wird, wie man es möchte.  
      Unternehmensführung und Wertvorstellungen der Praxismanagerin vermitteln: Ein Exkurs
      Die Wertvorstellungen bezüglich der Arztpraxis müssen von der Praxisführung bzw. Praxisinhaber an die Praxismanagerin klar kommuniziert werden. Zum Beispiel:
      "Patienten sollen freundlich behandelt werden." "Es soll eine gute telefonischer Erreichbarkeit gewährleistet werden" "Es soll einer hoher Gewinn angestrebt werden" "Es sollen keine / viele / vereinzelte IGEL-Leistungen angeboten werden" "Patientenservice steht im Vordergrund" Da das Qualitätsmanagement nichts anderes darstellt, als der Versuch ein professionelles Praxismanagement einzuführen, lässt sich die Kommunikation der grundlegenden Wertvorstellungen mit Hilfe des Praxisleitbild und der Praxisphilosophie durchführen. Allerdings sind die meisten Ärzte nur am Rande am Aufbau des Qualitätsmanagement selbst beteiligt.
      Im Besonderen muss in der ersten Zeit zusätzlich regelmäßig ein Austausch zwischen den Praxisinhaber(n) und der Praxismanagerin über die Wertvorstellungen stattfinden. Dies kann im Rahmen von kurzen Einzelbesprechungen stattfinden, als auch direkt als Feedback-Gespräch im Alltag.
      Freiräume für die Praxismanagerin
      In der Regel sind die leitenden medizinischen Fachangestellten vollständig in den Sprechstundenalltag integriert und können keine administrativen Tätigkeiten nebenher erledigen. Diese engagierten MFA "stehlen" sich oft die Zeit aus dem Praxisalltag oder leisten für ihre Funktion als Praxismanagerin Überstunden.
      Für ein konzentriertes Arbeiten der Praxismanagerin sind nicht nur die zeitlichen Freiräume entscheidend, sondern auch die Umgebung: die Aufgaben sollten nicht im "Hinterzimmer" oder Personalraum der Praxis durchgeführt werden, während die Praxismanagerin noch zusätzlich das Telefon annehmen soll.
       
      Die Rolle der Praxismanagerin als Führungskraft im Praxisteam
      In der Regel hat die Ärztin / der Arzt immer noch als Praxisinhaber die Rolle des Chefs inne und die leitende Erstkraft - jetzt Praxismanagerin - ist (bedingt) weisungsbefugt.
      Die leitende MFA / Erstkraft kümmert sich zwar auch um „Führungsaufgaben“, neben dem Abrechnungswesen und dem Praxismanagement, dies allerdings in Praxisgrößen mit maximal 1-5 Mitarbeitern und in enger Absprache / Diskussion mit dem Chef als "ausführendes Organ".
      Das Rollenverständnis der Praxismanagerin gegenüber dem Praxisteam könnte als "enge Vertraute des Chefs" dargestellt werden und so sehen die anderen MFAs die Erstkraft oft. Je nach dem welches Selbstbild eine Praxismanagerin von sich hat, führt dies zu
      Unzufriedenheit in der täglichen Arbeit ("Warum macht niemand, was ich sage?") Missgunst im Praxisteam ("Die kann sich das erlauben") Abwehren und In-Frage-Stellen von direkten Anweisungen ("Ist das so mit dem Chef abgesprochen?") Bedenken Sie, dass weder die Ärztin / der Arzt als Chef noch die MFA jemals Führungskompetenzen erlernt hat. Kommunikation und Führungsverhalten sind zwar Werkzeuge zur erleichterten Umsetzung der "Rolle Führungskraft". Grundlage hierfür ist jedoch, dass die Praxismanagerin sich als "Führungskraft" versteht.
       
       

      Die Praxismanagerin muss delegieren und gleichzeitig die Verantwortung für einen Aufgabenbereich tragen
      Die Aufgaben der Praxismanagerin sind umfangreich, dass sie diese nicht alleine bewältigen kann. Hier heißt es "delegieren lernen" und gleichzeitig die Verantwortung für die Aufgaben trotzdem übernehmen. Viele engagierte MFAs, die eine Weiterentwicklung anstreben, sind klassicherweise dadurch überfordert, dass sie alle Arbeiten selbst erledigen möchten.
       
       
      Beispiel Anmeldung
      Sieht man sich eine klassische Arztpraxis an, dann sind meistens die erfahrensten MFA, selbst auch die Praxismanagerinnen, an der Patientenanmeldung / Rezeption beschäftigt. Diese kennen alle Arbeitsschritte und Patienten und wissen, was für Wertvorstellungen der Praxisinhaber hat. Die Rezeption wird dann zu einer Zentrale der Arztpraxis mit allen Arbeitsmitteln (Fax, Kopierer, Ordnerschränke) ausgebaut.
      Auf den ersten Blick wirkt die Anmeldung auch als herausfordernde Aufgabe, die nur die MFA mit der meisten Erfahrung durchführen können. Allerdings sind die Vorgänge zu 90% immer gleich und die Ausnahmen bzw. schwierigen Fälle haben in der Regel Zeit. Notfälle können auch, nach Anleitung, Auszubildende erkennen und notfalls Rückfragen stellen.
      Die Aufgabe der Praxismanagerin ist es also, den Arbeitsablauf "Sprechstundenleitung / Patientenannahme" idiotensicher zu dokumentieren und die MFA darin anzuleiten.
      Praxismanagerin Ausbildung
      Sehen wir uns die Inhalte der Fortbildung zur Praxismanagerin genauer an. Neben Tages- und Wochenendkursen, sowie Fernstudien gibt es zum Teil berufsbegleitende intensivere Möglichkeiten zur Weiterbildung. Hier lohnt es sich, genau hinzusehen, damit nicht nur der Aspekt "Praxismanagement" behandelt wird und ein paar Gesetzestexte vermittelt werden.
      Beispiele für die Fortbildungsinhalte sind regelhaft:
      Betriebswirtschaft: die organisatorischen, planerischen und finanz- und steuertechnischen Überlegungen und Entscheidungen zur Praxisführung. Zudem sollte über ein Controlling ein Überblick der betriebswirtschaftlichen Entwicklungen verschafft werden. Praxismanagement: Planung und Verantwortung der Bereiche Praxisinventar, Räume, Terminmanagement, Sprechstundenablauf, etc. Kassen- und Privatabrechnung: Leistungsdokumentation, Vorbereitung und Durchführung der Kassenabrechnung (EBM), Privatabrechnung (GOÄ), und für weitere Verträge und IGEL-Leistungen Qualitätsmanagement: Dokumentation der Arbeitsprozesse und qualitative Weiterentwicklung der Arztpraxis Kommunikation: Gesprächsführung mit den Patienten und im Arztpraxisteam Personalmanagement: Auswahl, Einstellung, Entlassung und Führung von Medizinischen Fachangestellten sowie anderen Mitarbeitern und die Einsatzplanung. Dies beinhaltet auch Mitarbeitergespräche, in Form von Kritik-, Feedback- und jährlichen Zielvereinbarungsgesprächen. Rechtsvorschriften: Gesetze, Verordnungen und Richtlinien die im ambulanten Gesundheitswesen zu befolgen sind. Praxis-EDV-Anwendungen: Grundsätzlicher Überblick über den Einsatz und die Möglichkeiten der Praxissoftware und weiterer EDV-Anwendungen (PC-EKG etc.) Durch diese Weiterbildungsinhalte erwirbt die Praxismanagerin eine hohe Fachkompetenz. Es fehlen jedoch regelmäßig in der Ausbildung die Lehrinhalte der Führungskompetenz, die man sich dann nachträglich während Arbeit mühevoll aneignen muss:
      Selbstmanagement / Zeitmanagement Delegieren (und kontrollieren) Ziel- und ergebnisorientiertes Arbeiten Stressresistenz Verantwortung tragen Ohne die Führungskompetenz entsteht schnell eine Überforderung der leitenden MFA / Praxismanagerin, die sie sich dann selbst auch nicht erklären kann. 
       
      Gehalt PraxismanagerIn
      Die Bezahlung der PraxismanagerIn kann sehr unterschiedlich ausfallen. Wurde früher die leitenden Erstkraft als Arzthelferin einfach angewiesen, das Praxismanagement zu übernehmen, gab es in der Regel hierfür keine finanziellen Extraleistungen. Jedoch waren diese Erstkräfte viel stärker in die Familie des Praxisinhabers integriert.
      Durch die Professionalisierung des Praxismanagements und die erweiterte Ausbildung der Medizinischen Fachangestellten sollte man die Praxismanagerin mindestens in die Tarifgruppe IV nach Tarifvertrag für medizinische Fachangestellte einordnen.
      Dies entspricht einem Gehalt der PraxismanagerIn von 2.019,77 € ab dem 1. Berufsjahr bis zu 2.653,54 € ab dem 17. Berufsjahr.
      Besser sieht es für MFA aus, die spezielle (aber auch zeitintensive) Weiterbildungen durchgeführt haben:
      Tarifgruppe V: Fachwirtin für ambulante medizinische Versorgung / Arztfachhelferin (2.188,09€ bis 2.874,67 €) Tarifgruppe VI: Betriebswirtin für Management im Gesundheitswesen entsprechend (2.524,71 € bis 3.316,93€)  
      Fazit
      Eine Praxismanagerin einzustellen oder auszubilden geht mit erhöhten Kosten für die Weiterbildung und initialem hohem Zeitaufwand einher: geht man nur halbherzig an dieses Thema heran, kommt es zu Konflikten und Enttäuschungen.
      Die Praxisführung einer dedizierten Praxismanagerin zu übertragen lohnt sich jedoch: die Arztpraxis wird professionell geführt und kann sich weiterentwickeln. Die Ärzte erhalten mehr Zeit für die eigentlichen medizinischen Aufgaben. Schließlich führt dies zu einer erhöhten Patientenzufriedenheit und spiegelt sich auch betriebswirtschaftlich positiv wieder. Eine Win-Win-Situation.
       
      Welche Erfahrungen mit dem Thema Praxismanagement / Praxismanager hast Du gemacht?
       


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