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Hallo :)

ich arbeite in einer Allgemeinarztpraxis mit 4 Ärzten und 7 MFA's. In unserem Haus ist auch eine Hauskrankenpflege, welche letzte Woche Begehung einer Gefährdungsbeurteilung hatte. Der Chef hatte online über die BGW ein Protokoll (knapp 70 Seiten) ausgefüllt. Die BGW bietet das leider nicht für Arztpraxen an und ich wollte mal fragen, wie ihr das so handhabt. Meine Chefin möchte gern, dass wir für unsere Praxis auch so ein Protokoll anfertigen.

Habt ihr euch Software dafür besorgt oder habt ihr euch selber Protokolle (z.B. mit Exel) erstellt.

LG JUlia

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Hallo Julia,

es geht bei der Gefährdungsbeurteilung darum, sich jeden Bereich (auch den zwischenmenschlichen) gezielt anzuschauen, ihn hinsichtlich möglicher Gefährdungen zu bewerten, wenn nötig Maßnahmen zur Beseitigung oder Minimierung von Gefährdungen zu benennen, die Umsetzung und Wirkung derselben zu kontrollieren und das Ganze dann in einem fortlaufenden Prozess fortzuschreiben. Es gibt Software, die sich dank freier Gestaltungsmöglichkeiten quasi universell einsetzen lässt. Ich habe allerdings keine Ahnung, ob man gut damit arbeiten kann und ich weiß auch nichts über den Preis.

Die BGW bietet Arbeitsblätter für die Dokumentation an und beschreibt den Ablauf für Arztpraxen in einer Broschüre:

https://www.bgw-online.de/DE/Medien-Service/Medien-Center/Medientypen/BGW-Broschueren/Gefaehrdungsbeurteilung/BGW04-05-010_Gefaehrdungsbeurteilung-Humanmedizin.html

Liebe Grüße :)

PS. Wir fanden die BGW-Arbeitsblätter etwas unglücklich und haben da noch einen zusätzlichen Schritt eingeschoben, damit es einfacher und übersichtlicher wird. Den kompletten Ablauf behandeln wir übrigens in unserem nächsten Kurs "Gefährdungsbeurteilung - Wie geht das?"  ;) (Start am 15. April - siehe: http://dialogpartnerinnen.de/blog/courses/gefaehrdungsbeurteilung-wie-geht-das/

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Liebes Forum,

hat jemand Erfahrungen mit Software zur Thematik der Gefährdungsbeurteilung?

Falls ja: welche Software könnt Ihr empfehlen?

Wie regelt Ihr das in Euren Praxen? Immer noch mit Papierformularen oder mit elektronischen Dateien oder per Software?

Relativ neu ist ja die psychische Gefährdung (wie löst Ihr das?) und die Tatsache, dass wohl auch Praxen < 10 MA dokumentieren müssen.

inwieweit sind Eure Ärzte da involviert? Habt Ihr einen Verantwortliche definiert, der das alles im Blick hält und sich informiert? Oder liegen die irgendwann mal ausgefüllten Listen irgendwo in Ordnern und sind in Vergessenheit geraten?

Herzlichen Dank für Eure Rückmeldung, um ein aktuelles Bild  zu bekommen, wie es läuft.

 

Viele Grüße

 

Fabian Stehle

 

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Hallo zusammen,

unterm Strich kann ich nur empfehlen, beim Thema Arbeitsschutz eher auf einen externen Partner zu setzen, da die Anforderungen im Vergleich zum QM noch deutlich höher und komplexer sind. Insbesondere bei der Gefährdungsbeurteilung Psychische Belastung (die machen leider auch viele externe nicht, also explizit danach fragen) hat der Arzt ein enormes Haftungsrisiko: Wird sie nicht gemacht und die Mitarbeiterin bekommt einen Burnout, kann der Praxisinhaber vollständig in Regress genommen werden (und das wird bei einer Reha und Wiedereingliederung schnell mal 6-stellig...). Wer sich trotzdem selbst daran machen möchte: Für die PsyGA habe ich im Internet ein ganz gutes pdf gefunden: https://betriebsarzt.online/site/assets/files/1118/rika-gefaehrdungsbeurteilung-psychischer-belastungen-handlungsleitfaden.pdf .

Viele Grüße,

Joachim Deuser

(und nein - wir bekommen keine Provisionen und teilen nur Erfahrungen... :-) )

 

 

 

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    • Von DoktaBob
      Hallo liebe Community,
      ich bin schon öfters hier auf Teramed gelandet und habe schon viel interessantes hier gefunden. Toll, dass es diese Seite gibt
      Mich würde interessieren welche gesetzlichen Mindestanforderungen an Praxisräumlichkeiten  gestellt werden.
      Konkret geht es um eine Praxisneugründung bzw. -übernahme.  Einige Fallstricke habe ich schon recherchiert... so fand ich u.a. diesen Artikel, wonach sich viele Vermieter wohl aus der Pflicht nehmen wenn sie Praxisräume vermieten, indem sie im Mietvertrag die Formulierung "Räume zur Nutzung als Praxis" verwenden. Dann seien die Mieter alleine dafür verantwortlich die gesetzlichen baulichen Anforderungen einzuhalten.
      Ich habe eine kleine Allgemeinarztpraxis mit einer Arzthelferin und 2 angestellten Hilfskräften. Nach einer Modernisierungsmaßnahme möchte mein bisheriger Vermieter den Vertrag nicht mehr verlängern bzw. nur noch wenn ich das doppelte der jetzigen Miete zahle (statt 15,-/qm nun 30€/qm). Ich bin noch einer der wenigen Einzelkämpfer unter den Ärzten und kann mir das bei meiner jetzigen Praxisfläche nicht mehr leisten. Ich bin nun gezwungen in den kommenden 4 Monaten neue Räume zu suchen.
      Da die Mieten insgesamt massiv gestiegen sind, Frage ich mich wie "klein" darf meine Praxis eigentlich sein? Welche Räume braucht man unbedingt, auf welche kann man verzichten?
      Reicht auch eine Toilette, wenn die baulichen Maßnahmen zur Installation einer zweiten Toilette (für's Personal) mit zu hohen Kosten verbunden sind?
      Gelten eventuell manche Vorschriften erst ab einer bestimmten Mindestanzahl von Mitarbeitern? 
      Laut den Hygienevorschriften, die ich hier schön zusammengefasst gefunden habe müsste  ich mindestens einen Personalumkleideraum, einen Aufbereitungsraum mit reiner & unreiner Zone, einen Entsorgungraum und ggf. noch einen Lagerraum haben. Ich konnte dazu aber keine rechtsgültigen Quellenangaben finden.
      Andererseits habe ich aber auch schon Praxen gesehen, wo es nur 3 oder 4 Räume gab: die Praxen hatten zwar nur ein paar Stühle im Gang statt einem Warteraum, aber vermutlich Dank gutem Termin-Management liefen die Praxen auch ganz gut... tolerieren die Inhaber dieser Praxen das erhöhte Haftungsrisiko einfach oder dürften sie das eigentlich gar nicht und wurden einfach nur noch von keiner Aufsichtsbehörde kontrolliert?
      Wo kann man die räumlichen  Anforderung an Praxisgewerbeimmobilien noch nachlesen bzw. erfragen? Bei KBV möchte ich nicht direkt fragen, um nicht irgendwelche schlafenden Hunde zu wecken...
       
       
       
       
       
    • Von KoelnDoc
      Liebe Gemeinde der Wissenden,
      welche Methode, welches Programm oder welchen Dienst nutzen Sie, um Patientendaten, interne und externe Dokumente sowie ggf. E-Mails und Faxe gesetzeskonform revisionssicher zu archivieren? Mit welchen Kosten rechnen Sie?
      Vielen Dank für Ihre Nachrichten - Beste Grüße
    • Von Deuser Praxismanager.de
      Hallo Forum,
      da es im Bereich Datenschutz angesichts der realen Abmahngefahr und der horrenden Bußgelder (20 Mio €) und die ganze Sache droht, real Existenzen zu vernichten (kein Scherz)  gerade mächtig brennt, haben wir eine Aktionsseite gestartet:
      https://www.arzt-datenschutz.de
      Highlights:
      Datenschutzerklärungs-Generator für die Praxishomepage – einzigartig in D und GRATIS Unsere Präsi zum DS (laufend aktualisiert (in 10 Min gut informiert, speziell für Nichjuristen) Staatlich bezuschusste Beratung zur Umsetzung eines kompletten Datenschutzmanagements in der Praxis (mit Zuschuss 1500 – 2400 €) Feedback willkommen, bin gespannt!
      Joachim Deuser
    • Von Deuser Praxismanager.de
      Liebes Forum,
      mich würde interessieren, ob jemand mit den neuen Systemen wie T2med, Redmedical, Doc Cirrus aussieht, hat da jemand Erfahrung, d.h. die Systeme im Einsatz? Meines Wissens nach sind die z.B. bei T2med immer noch viel am entwickeln... Lt. KV-Installationsstatistik weniger als 0,1% Marktanteil (was bei neuen Systemen ja nicht ungewöhnlich ist. Aber wenn 5000 Ärzte lt. Homepage schon getestet haben, macht mich das doch ein wenig nachdenklich...)
      Viele bisherige Systemanbieter setzen ja noch auf das alte Geschäftsmodell: Wenn Ärzte und Mitarbeiterinnen über das langsame System klagen, verkaufe ihnen alle paar Jahre einen neuen dicken Server und neue Rechner für >10.000 €. Bin gespannt, wie lange das die Praxisinhaber noch mit sich machen lassen...
      Praktisch alle EDV-Programme laufen ja sehr gut in kleinen Praxen. Meine Erfahrung: Je größer die Praxis ist (ab so 10-15 Arbeitsplätze), desto weniger Programme eignen sich. Wenn man auf der Suche nach einem neuen System ist, sollte man sich m.E. von der klassischen Client-Server-Technologie verabschieden (d.h. Daten auf dem Server, Programm läuft auf jedem Rechner), sondern sich die neuen Systeme mal ansehen.
      Wir haben vor kurzem für einen Klienten (Großpraxis 7 Ärzte) mal eine neutrale Recherche durchgeführt (mit Pflichtenheft und allem). Der Kunde hat sich für Doc Cirrus entschieden, da die nicht zu groß und nicht zu klein (und daher auch flexibel sind) sind und ein sehr stabiles System haben, das auch auf > 50 Rechnern sehr stabil läuft. Die Patientendaten liegen auf einem Datenwürfel / (NAS), und das Programm läuft über den Browser im Intranet (nicht Internet), ist also sicher nach außen hin und geht auch, wenn das Internet nicht läuft. Damit entfällt schonmal die Investition in neue Praxiscomputer, die alten werden einfach weitergenutzt. Die Daten liegen sicher in der Praxis (was ich aus Datenschutzaspekten wichtig finde) und nicht in einer Cloud... Und die Preise waren auch mehr als ok, was auch ein Kriterium ist...
      Würde mich über Rückmeldungen aus der Praxis freuen, wenn sie mit einem der neuen Systeme arbeiten, danke :-)
      Viele Grüße,
       
      Joachim Deuser
       


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