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Im ärztlichen Bereitschaftsdienst stellt sich für mich immer wieder die Frage, ob man zum Patienten hinfahren soll oder die Angelegenheit auch telefonisch regeln könnte.

Generell ist ja die Vorschrift so, dass man immer bei einer Anfrage zum Patienten fahren sollte.

In der Realität fahren aber sicherlich nicht alle diensthabende Ärzte zu den Patienten, vor allem nachts.

Anhand welcher Kriterien machst Du es abhängig, ob Du zu einem Patienten fährst odr nicht?

  • Dauer der Beschwerden? (z.B. schon seit 3 Wochen Rückenschmerzen)
  • Art der Beschwerden? (z.B. Kopschmerzen / Schwindel)
  • Uhrzeit? (nachts, tagsüber am Wochenende)
  • Mobilität/Gehfähigkeit? (kann der Patient auch in eine Notfallpraxis kommen / gebracht werden)
  • Vorerkrankungen? (Multimorbidität)
  • Umfeld? (Pflegeheim, alleinstehend)

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Ehrlich? Seit dem es Pauschalen im Notfalldienst gibt, fahre ich vor, allem nachts, nur noch in zwingenden Notfällen.

Ein ungutes Gefühl bleibt zwar immer, aber die Meisten haben schon mehr als 2-3 Tage die Problme und können dann auch tagsüber in einer Notfallpraxis oder zum Hausarzt.

Anonym beigetragen

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vor 3 Stunden schrieb Anonym:

Ehrlich? Seit dem es Pauschalen im Notfalldienst gibt, fahre ich vor, allem nachts, nur noch in zwingenden Notfällen.

Ein ungutes Gefühl bleibt zwar immer, aber die Meisten haben schon mehr als 2-3 Tage die Problme und können dann auch tagsüber in einer Notfallpraxis oder zum Hausarzt.

Anonym beigetragen

Natürlich haben viele Patienten die Beschwerden schon länger. Und ich kann es nachvollziehen, dass man sich ärgert, wenn der ärztliche Bereitschaftsdienst ausgenutzt wird. Zum Beispiel, weil der Patient am gleichen Tag eine AU braucht (für den Arbeitgeber) und der Hausarzt keinen Termin frei hat oder die Praxis geschlossen ist.

Ich wurde auch schon mit der Frage nach dem "Arzttaxi" angerufen, die Patienten habe halt kein Auto bzw. Fahrgelegenheit.

Zwischenzeitlich werden solche Anrufe von der Vermittlungsstelle, zumindest bei uns, gut "vorsortiert".

Wenn man dann in der Nacht zu einem gerechtfertigten dringenden Hausbesuch fahren muss, dann empfinde ich das befriedigend.

Dennoch kommt es auch ab und zu vor, das vor allem Angehörige bei Besuchen oder Pflegeheime bei Schichtwechsel einen Arzt sehen möchten, da sie die ärztliche Versorgung vernachlässigt empfinden.

Oft ist die medizinische Versorgung dann auch notwendig, allerdings stellt sich hier die Frage, warum dies nicht geordnet unter der Woche und tagsüber stattfinden kann?

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Es sollte klare Regeln dafür geben, was als Grund oder Ausschlussgrund für die Beanspruchung des ärztlichen Bereitschaftsdienst gewertet werden darf und was nicht.

Meine Meinung:

Schlafstörungen in der Nacht sind kein Grund für einen Hausbesuch.

Ist der HWI nachts ein Notfall? Abhängig von der Komorbidität, Alter und Begleitsymptome.

Muss der diensthabende Arzt auch bei Rückfragen zu Medikamenten oder länger bestehender Lumbago, v.a. wenn Ibuprofen schon massenweise gehortet wird, zum HB fahren? Nein.

Anonym beigetragen

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Tatsache ist, dass man sich immer ein Bild vor Or vom Patienten machen muss. Das kann ausgenutzt werden.

Mir wurde ein Trick beigebracht: Am Telefon sage ich schon, dass ich keine Schmerz- oder Schlafmittel in der Hausbesuchstasche habe und auch keine Spritzen gebe. Die Patienten müssen auf jeden Fall nach meinem Besuch noch in eine Apotheke.

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    • Von Kyra1989
      Was soll der Notfallkoffer für die Arztpraxis und ärztlichen Bereitschaftsdienst (Notdienst) enthalten?
      Materialien, Diagnostik, Venenzugang, Beatmung Verbandsmaterial, Arzneimittel
      Inhalt Notfallkoffer
      Materialien
      Diagnostik
      Stethoskop Blutdruckmessgerät Pupillenleuchte Venenzugang
      Venenverweilkanülen unterschiedliche Größe und Fixierpflaster Stauschlauch Beatmung:
      Beatmungsmasken Handbeatmungsbeutel mit Ventilen und Sauerstoffschlauch Guedel-Tuben ,Wendel-Tuben Absaugpumpe Verbandsmaterialien :
      Sterile Pflaster Verbandsschere Weiteres :
      Einmalhandschuhe Desinfektionsspray, Abwurfbehälter für spitze Sachen Sterile Einmalspritzen versch. Größe, Aufziehkanülen Infusionssystem Arzneimittel
      Medikamente
      Ampullen
      Verwendung
      Haltbarkeit
      Adrenalin (Suprarenin)
      1mg /1ml
      Reanimation alle 3 min, bei allergischen Schock auf 100ml verdünnt milimeterweise geben.
      11/15
      Amiodaron
      150mg/3ml
      Reanimation nach dem 3. Schock
      06/16
      Aspirin
      500mg/5ml+(Löser)
      Bei ACS 500mg i.v oder p.o
      10/15
      Atropin (Atropinsulfat)
      0,5mg/1ml
      Bei Bradykardie 1 Amp. i.v
      07/16
      Diazepam
      10mg/2ml
      Bei Krampfanfall 10mg rektal
      02/17
      Furosemid
      20mg/2ml
      Bei Lungenödem 20-60mg i.v
      07/19
      Glucose (G20)
      Untersch. Größen
      Bei Hypoglykämie, titrieren bis Patient aufklart.
      01/16
      Heparin
      25000IE/5ml
      Bei Myokardinfarkt 5000 IE i.v
      03/17
      Kristalloide (z.B Ringer)
      500ml
      Bei Volumenmangel
      09/16
      MCP
      10mg/2ml
      Antiemetikum , 1 Ampulle i.v
      06/19
      NaCl 0,9%
      100ml/50ML Flaschen
      Zum Aufziehen, Verdünnen von Medikamenten
      05/16
      Nitroglyceroltrinitrat (Nitrolingual )
      1 Hub= 0,4mg
      Bei ACS, Lungenödem 2 Hübe s.l
      05/15
      Novaminsulfon
      1g/2ml
      Bei Schmerzen langsam i.v
      08/18
      Prednisolon ( Solu-Decortin)
      250mg/5m( +Löser)
      Bei Asthmaanfall, allergischer Reaktion/Schock 100-250 mg i.v
      06/16
      Ranitidin
      50mg/5ml
      Bei allergischer Reaktion/ Schock 1 Amp. i.v
      06/16
      Salbutamol Spray
      1Hub = 0,1mg
      Bei Asthmaanfall 2-4 Hübe
      09/16
      Tavegil
      2mg /5ml
      Bei allergischer Reaktion /Schock 1 Amp. i.v
      05/17
    • Von teramed
      GOÄ-Ziffern der Privatabrechnung:
      Grundleistungen, Beratung, Hausbesuche, Zuschläge, körperliche Untersuchung, Injektionen, Bescheinigungen und zusätzliche GOÄ-Ziffern.
      Einen Überblick der GOÄ-Abrechnung findet sich hier:
       
      Die Leistungen nach EBM für die Kassenabrechnung im Notdienst:
       
       
    • Von Hausarztpraxis-Loew
      Hallo,
      gibt es schon eine GOÄ-Ziffer für Hausbesuche der VERAH / NäPa bei Privatpatienten?
    • Von Kyra1989
      Urologie: Hausbesuche QM-Arbeitsanweisung Vorbereitung
       
      Titel: Urologische Hausbesuche vorbereiten
      Geltungsbereich: Anmeldung
      Zuständigkeit: Arzthelferin / MFA
      Ziel: Korrekte Durchführung der Vorbereitung der Hausbesuche
      Arbeitsmaterial:
      Telefon Hausbesuchstasche Laufzettel Ablauf:
      Patienten einen Tag vor dem Hausbesuchstermin anrufen und Termin bestätigen/durchgeben. Laufzettel ausfüllen mit: Nachname+ Vorname Geburtsdatum Krankenkasse ankreuzen (Privat oder Kasse) Bei heutiges Datum--> Datum des Hausbesuches Bei Bemerkung: AdresseAngabe des Katheters (welche Größe) Hausbesuchstasche packen /kontrollieren. Inhalt:
      Katheter
      Verschiedene Größen, je nach Bedarf und Patient.
      Kodan
      1x
      Abwurfbehälter
      1x
      Xylocain Gel
      Je 3x
      Instillagel
      Je nach Bedarf
      Abstriche Orange /blau
      Je 4x
      Spritzen
      10x
      Uromed Füllmediumspritze
      10x
      Handschuhe
      10x
      Gefäße für Urin
      10x
      Katheterstöpsel
      5x
      Stifte
      2x
      Visitenkarten
      10x
      Kartenlesegerät
      1x
      Blutabnahmezubehör ( Butterfly+Adapter, Röhrchen etc.)
      Je 3x
    • Von Gutman
      Hilfreiche QM-Arbeitsanweisung für die MFA / NäPa / VERAH für die strukturierte Annahme von Hausbesuchsanforderung:
      Strukturierung der Hausbesuchsanforderung
      Um Interpretationen und Stress zu vermeiden, sollte folgendes festgelegt werden:
      1.    welche Informationen soll die MFA bei Hausbesuchsanforderungen abfragen?
      2.    welche Telefonate sollen direkt zum Arzt durchgestellt werden?
      3.    wie kann man die Hausbesuche in den Tages-/Wochenablauf einplanen?
      4.    wie erfährt der Patient / die Angehörigen, wann der Hausbesuch stattfindet?
      Qualitätsmanagement für Hausbesuche
      Und schon wieder das böse Wort: Qualitätsmanagement. Für diese Strukturierung eignen sich nun mal die Hilfsmittel Arbeitsanweisungen, Prozessbeschreibungen bzw. Verfahrensanweisung und Checklisten wunderbar. Wer es anders benennen möchte, soll sich so schöne Namen ausdenken wie: "Cheforder", "Offizielle Praxisinformation", "Leitlinie" oder ähnliches.
      Prozessbeschreibung oder Verfahrensanweisung
      Hier stehen generelle Informationen über Hausbesuche:
      1.    wer und wann führt Hausbesuche durch (welche Ärzte, welche Medizinische Fachangestellte (MFA)/ AGNES / VERAH oder NäPa)?
      2.    werden Hausbesuche durchgeführt oder nur in bestimmten Fällen?
      3.    welche Pflegeheime werden besucht, welche nicht?
      4.    wo finden sich spezifische Anweisung für das Vorgehen in dringlichen Anforderungen?
      5.    gibt es eine Struktur für regelmäßige Besuche, wer führt eine solche Hausbesuchsliste?
       


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