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StefanieWinkel

Abrechnung von Hausbesuchen des Chefs im Seniorenzentrum KV/HZV


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Hallo zusammen

ich bin grad recht überfordert. Ich habe die Organisation und Abrechnung der Hausbesuche in Seniorenzentrum übernommen, die mein Chef 1x/Woche macht.

Einige Patienten sind HZV Patienten, hier ein Beispiel:

Wohnbereich I   Entfernung 3dkm

Kv Patient       01410(3dkm)

HZV Patient     1410, 4401

KV Patient

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Hallo Stefanie,

in welchem Bundesland arbeitest Du?

Die Abrechnungsziffern im Hausarztvertrag sind hier etwas unterschiedlich, z.B. in Baden-Württemberg ist der Hausbesuch in der Pauschale enthalten. Es gibt in BW eine Zusatzpauschale P5 mit der Abrechnungsziffer 0008 für die Betreuung von Patienten in Pflegeheimen, die einmal pro Quartal angesetzt werden kann.

Des weiteren solltest Du bei der KV beachten, ob Du nicht bei einer Anforderung die EBM-Ziffer 01415 ansetzen kannst, wenn ein dringender Hausbesuch angefordert wurde:

EBM 01415

Dringender Besuch eines Patienten in beschützenden Wohnheimen bzw. Einrichtungen bzw. Pflege- oder Altenheimen mit Pflegepersonal wegen der Erkrankung, noch am Tag der Bestellung ausgeführt

LG

Ralph

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vor 8 Stunden schrieb StefanieWinkel:

In NRW arbeite ich, aber die EBM 01411 geht doch auch oder?

Hallo Stefanie,

die 01411 ist für einen dringenden Besuch zu Hause vorgesehen.

Du kann per EBM bei geplanten Hausbesuchen im Pflegeheim die 01414 ansetzen. Für HZV-Patienten kann man z.B. für die AOK in NRW die Ziffer 01414 und 0145 (dringend) auch ansetzen.

Vielleicht hilft Dir diese Übersicht?

01410 Besuch

01411 Dringender Besuch I

01412 Dringender Besuch II

01413 Besuch eines weiteren Kranken

01414 Visite auf der Belegstation, je Patient

01415 Dringender Besuch in beschützenden Wohnheimen

 

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Die 01414 ist im Pflegeheim höchstwahrscheinlich nicht korrekt, eine Belegstation hat nur ein Belegarzt (also als niedergelassener Arzt Tätigkeit im Krankenhaus mit Belegbetten).

Für Besuche im Pflegeheim sind die KV-spezifischen Abrechnungshinweise zu beachten; in Brandenburg ist für den ersten Patienten die 01410H mit entsprechender Wegegeldpauschale, für alle folgenden die 01413H zu wählen. Außerplanmäßige Besuche können mit der 01415 abgerechnet werden. Für den Fall, dass man alles stehen und liegen lassen muss und sofort ins Heim eilt, ist laut eines EBM-Kommentars (Quelle hab ich gerade nicht zur Hand) ausnahmsweise auch mal die 01412 möglich (jeweils mit Wegegeldpauschale).

Durch die Kennzeichnung "H" wird zwar in der Theorie das Entgeld halbiert, in Brandenburg aber nicht (eine extrabudgetäre Förderung der Haus- und Heimbesuche greift hier). Ich gehe davon aus, dass auch in anderen KV-Bereichen die Kombination 01410 / 01413 mit zusätzlichen Modifikations-Buchstaben zu wählen ist. Einfach mal in der Abrechnungsberatung der KV nachfragen.

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    • Von Annett Müller
      Hallo Zusammen,
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      Im Voraus herzlichen Dank für eure Hilfe.
      Mfg Annett Müller
    • Von Christina Czeschik
      Ab April können in der Praxis zwei neue EBM-Ziffern abgerechnet werden: Die Videosprechstunde (GOP 01439, entsprechend 88 Punkten bzw. 9,27 EUR) und der zugehörige Technikzuschlag (GOP 01450, entsprechend 40 Punkten bzw. 4,21 EUR).
      Nach GOÄ wird die Videosprechstunde schon seit längerem mit den Ziffern 3 und 5 abgerechnet.
      Welche technischen Voraussetzungen muss die Praxis herstellen, um eine Videosprechstunde anbieten zu können? Welche Voraussetzungen muss der Patient erfüllen – und lohnt sich der ganze Aufwand unterm Strich? Diesen Fragen werden wir im folgenden Artikel nachgehen.
      Hardware und Internetverbindung für die Videosprechstunde
      Eine Videosprechstunde kann mit jedem Rechner, Tablet oder Smartphone durchgeführt werden, mit dem auch ein Skype-Gespräch möglich ist. In fast allen aktuellen Laptops sind bereits Kamera (Webcam) und Mikrofon verbaut, und in Tablets und Smartphones sowieso. Desktop-Computer müssen gegebenenfalls durch eine externe Kamera und ein Mikrofon nachgerüstet werden. Dies ist aber im Zeitalter von Plug & Play nicht aufwändig: Man steckt die Hardware ein und das Betriebssystem holt sich online die entsprechenden Treiber – und sofort können Kamera und Mikrofon benutzt werden.
      Aufgrund des kleinen Bildschirms ist ein Smartphone jedoch von den genannten Geräten die schlechteste Wahl, um eine Videosprechstunde durchzuführen. Dem Patienten wird jedoch manchmal nichts anderes zur Verfügung stehen.
      Eine bessere Tonqualität wird erreicht, wenn sowohl Arzt als auch Patient ein Headset verwenden: einen Kopfhörer mit integriertem Mikrofon. Wenn dagegen ein normaler Lautsprecher verwendet wird, kann es zu Rückkopplungen kommen: Das Mikrofon fängt den Ton des Lautsprechers auf und gibt diesen wiederum auf dem Lautsprecher aus. Dies äußert sich als Pfeifen oder Echo, kann sehr unangenehm sein und lässt sich unterbrechen, indem man Mikrofon und Lautsprecher weiter voneinander entfernt oder für einen Moment abschirmt. Rückkopplungen sind schwieriger zu vermeiden, wenn man ein Smartphone oder ein Tablet benutzt – ein weiterer Grund, um zumindest auf Smartphones zur Videosprechstunde zu verzichten.
      Weitere Voraussetzung einer guten Videoverbindung – wie jeder weiß, der regelmäßig Skype oder YouTube nutzt – ist eine ausreichend schnelle Internetverbindung. Wenn nicht von mehreren Computern in der Praxis gleichzeitig eine Videosprechstunde abgehalten wird, genügt hier DSL mit 16 Mbit/s. Auch mit langsameren Verbindungen ist eine Videosprechstunde im Prinzip noch möglich, es kann aber zu Bild- und Tonstörungen kommen, insbesondere, wenn die Internetverbindung noch von anderen genutzt wird.
      Wenn Du die Videosprechstunde vom Tablet oder Smartphone aus durchführst, kannst Du zwischen dem WLAN der Praxis und mobilem Internet wählen. Die Videosprechstunde per mobilem Internet ist erst ab dem Standard H+ sinnvoll – besser noch LTE oder 4G (siehe Anzeige in der Statuszeile des Geräts). Mit H+ kommt man unter idealen Bedingungen auf 14,4 Mbit/s – das heißt, wenn der DSL-Anschluss der Praxis mindestens 16 Mbit/s liefert, wird die Qualität dort besser sein.
      Mit Laptop- oder Desktop-Computer hast Du im Praxisnetz die Möglichkeit, entweder über WLAN online zu gehen oder Dich mit einem LAN-Kabel mit dem DSL-Modem oder -Router zu verbinden. Wenn es von der Raumaufteilung her möglich ist – der Router also in einem Raum steht, in dem Du auch die Videosprechstunde abhalten kannst – ist es immer besser, das Kabel zu verwenden. Über WLAN besteht immer das Risiko, dass durch Hindernisse zwischen Dir und dem Sender oder auch durch Interferenzen aus der Praxis oder von Euren Nachbarn das Signal schlecht wird.
      Software und Webdienste für die Videosprechstunde
      Die Hardware ist vorhanden, die Internetverbindung steht, jetzt den Patienten einfach mal anskypen?
      Besser nicht. Zunächst einmal muss der Arzt eine schriftliche Einverständniserklärung des Patienten zur Erhebung und Verarbeitung seiner Daten einholen. (Aufgezeichnet werden darf die Videosprechstunde übrigens trotzdem nicht!)
      Darüber hinaus stellen GKV-Spitzenverband und KBV eine ganze Reihe von technischen Anforderungen an den Videodienst, die von Lösungen Marke Eigenbau nur sehr schwer erfüllt werden können.
      Zunächst – wie bei der schriftlichen elektronischen Kommunikation auch – muss eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung durchgeführt werden, und es dürfen keine zentralen Server für die Kommunikation verwendet werden. Die Verbindung muss Peer-to-Peer aufgebaut werden, also nur zwischen Computer des Arztes und Computer des Patienten. Zentrale Server dürfen nur zur Vermittlung eines Gesprächs eingesetzt werden und müssen innerhalb der EU stehen.
      Zudem sind nur solche Lösungen abrechenbar, bei denen der Patient keinen eigenen Zugang anlegen muss.
      Selbstverständlich darf der Anbieter die Inhalte der Videosprechstunde nicht sehen – dies ist aber technisch bei einer ordentlich umgesetzten Ende-zu-Ende-Verschlüsselung auch gar nicht möglich. Zudem darf er die Verbindungsdaten nicht länger als drei Monate speichern. Auch Werbung darf in der Videosprechstunde nicht geschaltet werden.
      Schließlich benötigt der Anbieter noch Zertifizierungen bezüglich IT-Sicherheit und Datenschutz, beispielsweise vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI).
      Nach diesem Anforderungskatalog sind praktisch keine Anbieter von privaten Videotelefonie-Lösungen wie Skype oder Jitsi mehr im Rennen.
      Es sind daher schon einige Anbieter auf dem Markt, die spezialisierte Dienste für die Videosprechstunde anbieten.
      Patientus
      Am bekanntesten ist wohl Patientus, das bereits im letzten Jahr in einer Kooperation zwischen TK und dem Berufsverband der Dermatologen (später auch einem HNO-Verband) in die Wohnzimmer vieler Patienten vorgedrungen ist. Das ehemalige Startup wurde vor kurzem von Jameda erworben.
      Patientus empfiehlt den Einsatz der Videosprechstunde in folgenden Fällen: Zur allgemeinen Information, beispielsweise über Behandlungsangebote der Praxis, zur Verlaufskontrolle bei Bestandspatienten und – als Arzt-Arzt-Kontakt – zur Einholung einer Zweitmeinung.
      Zwei Tarife stehen zur Auswahl: Der Standardtarif kostet die Praxis 29 EUR pro Monat und hat eine Mindestvertragslaufzeit von 12 Monaten. Der Professional-Tarif kostet 59 EUR pro Monat und ist monatlich kündbar. Hier gibt es zusätzlich Telefonsupport (sonst nur E-Mail) sowie ein Termintool für die Praxiswebseite, mit dem auch herkömmliche Termine vereinbart werden können.
      Beide Tarife kommen jeweils mit nur einer Lizenz. Arbeiten zwei oder mehr Vertragsärzte in einer Videosprechstunde zusammen, müssen also mehr Verträge abgeschlossen werden.
      Der Zugang des Patienten ins System erfolgt durch einen sechsstelligen Code, den er auf einem Kärtchen in der Arztpraxis ausgehändigt bekommt und auf der Patientus-Webseite eingibt. Die Nutzung erfolgt also durch den Webbrowser ohne Installation zusätzlicher Software auf Seiten von Patient oder Arzt. Eine App für Patienten ist jedoch nach Angaben auf der Patientus-Webseite in Entwicklung.
      Arztkonsultation.de
      Auch bei arztkonsultation.de ist nur ein Arzt pro Konto zugelassen. Dieser Diensteanbieter arbeitet mit drei verschiedenen Tarifen:
      Der Basistarif kostet keine monatliche Grundgebühr, jedoch 12 EUR pro Videogespräch. Der Standardtarif kostet pro Monat 59 EUR. Hier werden keine zusätzlichen Gebühren pro Gespräch fällig. Der Premium-Tarif (89 EUR pro Monat) enthält zusätzlich die Möglichkeit zum Textchat und zum Austausch von Dateien (z.B. PDFs von Befunden) sowie die Möglichkeit, einen dritten Teilnehmer – beispielsweise als Konsiliararzt – hinzuzuschalten. Alle drei Tarife sind monatlich kündbar.
      Eine Besonderheit gegenüber Patientus: Es kann auf Wunsch ein Dolmetscher per Video hinzugezogen werden. Dies kostet 70 EUR pro Stunde.
      Auch hier müssen Arzt und Patient keine zusätzliche Software installieren – die Nutzung mit iOS-Geräten (iPhone, iPad) ist jedoch zur Zeit noch nicht möglich. Dem Patienten wird in der Praxis eine Zugangskarte übergeben, deren aufgedruckter Code den Eintritt in das virtuelle Sprechzimmer erlaubt.
      Andere Anbieter
      Auf der Medizin-IT-Konferenz conhIT im Jahr 2016 haben die Firmen concat AG, Vidyo und identos in Kooperation ebenfalls eine Lösung für Videosprechstunden angeboten. Mittlerweile ist diese aber auf den Webseiten der beteiligten Unternehmen nicht mehr aufzufinden und wird offenbar auch nicht mehr beworben. Das in New Jersey ansässige Unternehmen Vidyo bietet zwar Videokonferenzlösungen für Unternehmen an, scheint aber – mit einer nur notdürftig ins Deutsche übersetzten Webseite – sehr auf die USA fokussiert, so dass ihre Software für die Videosprechstunde nicht empfohlen werden kann.
      In Zukunft will auch der Anbieter free-med seinen registrierten Nutzern eine Videosprechstunde zur Verfügung stellen, zum Preis von 48 EUR pro Monat oder – bei jährlicher Zahlung – 32 EUR pro Monat. free-med ist eine Ausgründung der Ärztlichen Gesellschaft für Gesundheit und Prävention e.V. (ÄGGP). Wann genau die Videosprechstunde starten soll, ist noch nicht bekannt.
      Ebenfalls ein neuer Anbieter ist Heymer Consult mit Hevido med. Dieses Videokonferenzsystem wurde ursprünglich für den Einsatz in Dentallaboren konzipiert. Für den Einsatz in der Videosprechstunde werden zur Zeit Referenzkunden gesucht.
      Lange im praktischen Einsatz ist dagegen schon elVi, die elektronische Visite, entwickelt von einer Ausgründung des genossenschaftlichen Ärztenetzes Medizin und Mehr (MuM) in Bünde. Die Lösung beinhaltet nicht nur Hard- und Software für die Videosprechstunde, sondern auch Terminplanung, Alarmierung per SMS und Smartphone-App sowie Einbindung externer Geräte, beispielsweise Tele-EKG. Das System aus Software und Hardware ist auf mobilen Einsatz ausgelegt, so kann die Kamera etwa beim Verbandswechsel an ein Möbelstück in der Nähe geclippt werden. Der Preis für das gesamte System ist individuell zu erfragen und richtet sich nach der Größe der Einrichtung.
      Was muss man organisatorisch beachten?
      Die Kassenärztliche Bundesvereinigung schreibt vor: „Zu Beginn der Videosprechstunde hat auf beiden Seiten eine Vorstellung aller im Raum anwesenden Personen zu erfolgen.“ Die Videosprechstunde sollte also nicht in einem Raum durchgeführt werden, in dem Mitarbeiter ein- und ausgehen – natürlich nicht nur wegen der KBV-Vorschriften, sondern auch, um Ruhe und Konzentration in der Sprechstunde zu gewährleisten. Dies ist in der Videosprechstunde besonders wichtig, da die Worte des Patienten bei Verbindungsstörungen auch einmal schwer verständlich sein können. Zudem ist der Patient, wie in einer Präsenzsprechstunde, zu Recht verunsichert, wenn der Eindruck entsteht, dass der Arzt abgelenkt oder anderweitig beschäftigt ist.
      Eine weitere Vorschrift der KBV: „Aufzeichnungen jeglicher Art sind während der Videosprechstunde nicht gestattet.“ Es dürfen also weder Videoaufzeichnungen noch Screenshots (Schnappschüsse des BIldschirminhaltes) angefertigt werden. Ob diese Regelung sinnvoll ist, darüber kann man sich streiten: Beispielsweise wäre eine Dokumentation von Hautveränderungen in der Videosprechstunde leicht über einen Screenshot zu bewerkstelligen. Möglicherweise wird die Regelung in Zukunft an die Erfordernisse des Alltags angepasst.
      Außerdem schreibt die KV vor, dass die Videosprechstunde vom Vertragsarzt selbst durchgeführt werden muss, also nicht an angestellte Ärzte oder MFAs delegiert werden darf.
      Die Terminvereinbarung für die Videosprechstunde kann bei den oben genannten Anbietern über deren Webseite erfolgen. Man darf jedoch nicht vergessen, den Patienten vor der ersten Videosprechstunde eine Einverständniserklärung unterschreiben zu lassen.
      Wer darf die Videosprechstunde anbieten – und zu welchen Indikationen?
      Die Videosprechstunde ist noch weit davon entfernt, ein alltägliches Phänomen in deutschen Praxen zu werden:
      Sowohl die Fachgruppen, die sie abrechnen dürfen, als auch die zulässigen Indikationen sind erst einmal streng begrenzt.
      Die Videosprechstunde abrechnen dürfen:
      Hausärzte und Internisten Kinderärzte Anästhesisten Augenärzte Chirurgen HNO-Ärzte MKG-Chirurgen Neurologen, Nervenärzte, Neurochirurgen und Psychiater Orthopäden Gynäkologen Dermatologen Urologen Phoniater und Pädaudiologen Fachärzte für physikalische und rehabilitative Medizin Abgerechnet werden darf bei folgenden sechs Indikationen:
      Visuelle postoperative Verlaufskontrolle einer Operationswunde Visuelle Verlaufskontrolle von akuten, chronischen und/oder offenen Wunden Visuelle Verlaufskontrolle von Dermatosen Visuelle Beurteilung von Bewegungseinschränkungen oder Bewegungsstörungen des Stütz- und Bewegungsapparates, auch nervaler Genese, als Verlaufskontrolle Beurteilung der Stimme und/oder des Sprechens und/oder der Sprache als Verlaufskontrolle Anästhesiologische postoperative Verlaufskontrolle Lohnt sich die Videosprechstunde?
      Auch, wenn Du und Deine Praxis zu einer der oben genannten Fachgruppen gehören und die Indikation beim Patienten stimmt, dürfen die Positionen Videosprechstunde (GOP 01439) und Technikzuschlag (GOP 01450) nicht unbegrenzt abgerechnet werden:
      Zur Abrechnung der Videosprechstunde (GOP 01439) muss der Patient schon einmal in der Praxis gewesen sein (sonst Fernbehandlungsverbot), dies darf aber nicht im gleichen Quartal gewesen sein (sonst fällt die Videosprechstunde unter die Grundpauschale). Sie darf also nur dann abgerechnet werden, wenn der Patient sich in einem der Vorquartale vorgestellt hat.
      Bei einem Gegenwert von 88 Punkten bzw. 9,27 EUR lohnt sich also allein für die Abrechnung dieser Ziffer die Einführung der Videosprechstunde nicht.
      Der Technikzuschlag dagegen darf auch für Videokontakte abgerechnet werden, die unter die Versichertenpauschale fallen – aber nur maximal 47 mal pro Quartal (pro Arzt, nicht pro Patient!).
      Hier kommt man also auf maximal 200 EUR pro Quartal (Mengenbegrenzung bei 1899 Punkten).
      Anhand dieser Rechnung sieht man, dass sich die Zahlung von 12 EUR pro einzelner Videosprechstunde, wie arztkonsultation.de sie anbietet, zumindest in Bezug auf die Erstattung von den Kassen nicht lohnt: Selbst, wenn die Videosprechstunde ebenfalls abgerechnet werden darf (GOP 01439), kommt man gemeinsam mit dem Technikzuschlag GOP 01450 nur auf 13,48 EUR. Bei der Mehrzahl der Videosprechstunden, die nur mit 4,21 EUR vergütet werden, macht man bei diesem Modell fast 8 EUR Verlust pro Sprechstunde.
      Wie sieht es mit den Flatrates aus? Die monatlichen Tarife variieren zwischen 29 EUR (Standardtarif von Patientus) und 89 EUR (Premium-Tarif von arztkonsultation.de). Das macht im Quartal rund 90 EUR bis rund 270 EUR.
      Die KBV hat bei der Festlegung der Punktwerte offenbar nur mit den preiswertesten Angeboten gerechnet: Sie schreibt, dass bei Einnahmen von 100 EUR pro Quartal die technischen Kosten gedeckt würden und die anderen 100 EUR der „Förderung der Videosprechstunde“ dienen sollen. Dies ist nur mit den billigsten Tarifen zu realisieren. Schon bei den nächsthöheren Tarifen (sowohl bei Patientus als auch bei arztkonsultation.de 59 EUR pro Monat, also rund 180 EUR pro Quartal) bleibt kaum noch Gewinn für die Praxis übrig.
      Fazit: Bei Durchführung von möglichst genau 47 Videosprechstunden pro Quartal und Nutzung des billigsten Tarifs kann auch die Abrechnung nach EBM der Videosprechstunde sich mit etwa 110 EUR pro Quartal auszahlen.
      In allen anderen Fällen ist die Videosprechstunde vielmehr als eine Serviceleistung für den Patienten zu betrachten und als ein Instrument, die Patientenzufriedenheit zu steigern. Ob Deine Patienten sich für die Videosprechstunde interessieren, findest Du sicher im Praxisalltag heraus – oder anhand einer Patientenumfrage.
      Habt Ihr schon Erfahrungen mit der Videosprechstunde gesammelt? Plant Ihr, sie einzuführen? Diskutiert mit im Forum!
    • Von szeka20
      Hallo zusammen. Ich habe vor kurzem in einem Hausarztpraxis angefangen. Wollte mich zu Abrechnung Schlau machen, dabei habe ich an die zahlreiche Laborziffern gestoßen. Bisher habe ich keine Abgerechnet. Wir geben der Laborauftrag einem Labor und bekommen die Quittung. Meine Frage währe darf ich Abrechnungsziffer für den Labor eintragen? Und wenn ja sind ausnahmen die ich im Algemeinarztpraxis nicht abrechnen darf?
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