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Frage

Hat jemand einen Vordruck über eine Einwilligungserklärung  für Patienten bzw. Betreuer um Kassen- , grüne und private Rezepte an die Apotheke zu faxen? Bei uns ist es so, dass die zuständige Apotheke die Medikamente ins Heim liefert, auch manche Apotheken versorgen Heime und fordern in der Praxis die Medikamente an, die wir dann zuerst faxen und anschließend an die zuständige Apotheke senden oder dem Chef dann ins Pflegeheim mitgeben. Jetzt habe ich schon desöftern gelesen, dass dies nicht zulässig ist und man eine Einwilligung des Patienten bzw. Betreuers bräuchte. 

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3 Antworten auf diese Frage

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Hallo,

die Versorgung der Pflegeheime mit Rezepten ist wegen eines Urteils des Oberlandesgerichts (OLG) Saarbrücken vom 25.09.2013 kurzfristig problematisch geworden.

Denn Ärzte dürfen keine Rezepte an Apotheken faxen, weil sie sonst in ihrer Praxis eine nicht genehmigte Rezeptsammelstelle betreiben. Selbst dann nicht, wenn der Patient dies ausdrücklich wünscht. 

Das betrifft aber die Pflegeheimversorgung nicht:

http://www.aerztezeitung.de/praxis_wirtschaft/recht/article/849180/heimversorgung-duerfen-rezepte-gefaxt.html

Zitat

Die Arzneimittelversorgung von Heimbewohnern ist im Apothekengesetz geregelt. Dort heißt es (§12a): "Der Inhaber einer Erlaubnis zum Betrieb einer öffentlichen Apotheke ist verpflichtet, zur Versorgung von Bewohnern von Heimen (...) mit Arzneimitteln und apothekenpflichtigen Medizinprodukten mit dem Träger der Heime einen schriftlichen Vertrag zu schließen."

"Aufgrund dieser Regelung lassen sich allgemeine Grundsätze und auch die Rechtsprechung zur Rezeptsammelstelle nicht ohne Weiteres auf die Heimversorgung übertragen", erläutert der Bonner Medizinrechtler Dr. Ingo Pflugmacher.

Solange die freie Apothekenwahl der Heimbewohner nicht eingeschränkt werde - üblicherweise beinhalten die Verträge einen Passus, der das klarstellt - "kann die Apotheke vom Arzt Rezepte anfordern".

Auf Grundlage des Vertrages mit dem Pflegeheim handele die Apotheke als "Bote oder Vertreter" des Patienten, so Pflugmacher weiter.

Sofern also Apotheke oder Heim nicht unzulässigerweise auf die Patienten einwirken, dass diese keinen abweichenden Bezugsweg wünschen können, sei "das von der Leserin geschilderte Vorgehen zulässig"

Ich denke, wenn der Pflegeheimvertrag einen Abschnitt über die freie Apothekenwahl beinhaltet, ihr keine Einwilligungserklärung des Patienten bzw. deren Betreuer benötigt.

Wir nutzen zumindest keine Einwilligungserklärung, das wäre ziemlich aufwendig.

Den Pflegeheimvertrag habe ich ehrlich gesagt auch noch nicht angesehen bzw. mit der Heimleitung gesprochen. Das sollte ich vielleicht wirklich noch tun.

Hoffentlich konnte ich Dir helfen.

Grüße

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  • 0
vor 30 Minuten schrieb Ralph Jäger:

Hallo,

die Versorgung der Pflegeheime mit Rezepten ist wegen eines Urteils des Oberlandesgerichts (OLG) Saarbrücken vom 25.09.2013 kurzfristig problematisch geworden.

Denn Ärzte dürfen keine Rezepte an Apotheken faxen, weil sie sonst in ihrer Praxis eine nicht genehmigte Rezeptsammelstelle betreiben. Selbst dann nicht, wenn der Patient dies ausdrücklich wünscht. 

Das betrifft aber die Pflegeheimversorgung nicht:

http://www.aerztezeitung.de/praxis_wirtschaft/recht/article/849180/heimversorgung-duerfen-rezepte-gefaxt.html

Ich denke, wenn der Pflegeheimvertrag einen Abschnitt über die freie Apothekenwahl beinhaltet, ihr keine Einwilligungserklärung des Patienten bzw. deren Betreuer benötigt.

Wir nutzen zumindest keine Einwilligungserklärung, das wäre ziemlich aufwendig.

Den Pflegeheimvertrag habe ich ehrlich gesagt auch noch nicht angesehen bzw. mit der Heimleitung gesprochen. Das sollte ich vielleicht wirklich noch tun.

Hoffentlich konnte ich Dir helfen.

Grüße

Hallo, 

vielen Dank für die schnelle Antwort . Sie haben mir damit schon sehr geholfen.

Anonym beigetragen

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    • Von DoktaBob
      Hallo liebe Community,
      ich bin schon öfters hier auf Teramed gelandet und habe schon viel interessantes hier gefunden. Toll, dass es diese Seite gibt
      Mich würde interessieren welche gesetzlichen Mindestanforderungen an Praxisräumlichkeiten  gestellt werden.
      Konkret geht es um eine Praxisneugründung bzw. -übernahme.  Einige Fallstricke habe ich schon recherchiert... so fand ich u.a. diesen Artikel, wonach sich viele Vermieter wohl aus der Pflicht nehmen wenn sie Praxisräume vermieten, indem sie im Mietvertrag die Formulierung "Räume zur Nutzung als Praxis" verwenden. Dann seien die Mieter alleine dafür verantwortlich die gesetzlichen baulichen Anforderungen einzuhalten.
      Ich habe eine kleine Allgemeinarztpraxis mit einer Arzthelferin und 2 angestellten Hilfskräften. Nach einer Modernisierungsmaßnahme möchte mein bisheriger Vermieter den Vertrag nicht mehr verlängern bzw. nur noch wenn ich das doppelte der jetzigen Miete zahle (statt 15,-/qm nun 30€/qm). Ich bin noch einer der wenigen Einzelkämpfer unter den Ärzten und kann mir das bei meiner jetzigen Praxisfläche nicht mehr leisten. Ich bin nun gezwungen in den kommenden 4 Monaten neue Räume zu suchen.
      Da die Mieten insgesamt massiv gestiegen sind, Frage ich mich wie "klein" darf meine Praxis eigentlich sein? Welche Räume braucht man unbedingt, auf welche kann man verzichten?
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      Andererseits habe ich aber auch schon Praxen gesehen, wo es nur 3 oder 4 Räume gab: die Praxen hatten zwar nur ein paar Stühle im Gang statt einem Warteraum, aber vermutlich Dank gutem Termin-Management liefen die Praxen auch ganz gut... tolerieren die Inhaber dieser Praxen das erhöhte Haftungsrisiko einfach oder dürften sie das eigentlich gar nicht und wurden einfach nur noch von keiner Aufsichtsbehörde kontrolliert?
      Wo kann man die räumlichen  Anforderung an Praxisgewerbeimmobilien noch nachlesen bzw. erfragen? Bei KBV möchte ich nicht direkt fragen, um nicht irgendwelche schlafenden Hunde zu wecken...
       
       
       
       
       
    • Von Deuser Praxismanager.de
      Hallo Forum,
      da es im Bereich Datenschutz angesichts der realen Abmahngefahr und der horrenden Bußgelder (20 Mio €) und die ganze Sache droht, real Existenzen zu vernichten (kein Scherz)  gerade mächtig brennt, haben wir eine Aktionsseite gestartet:
      https://www.arzt-datenschutz.de
      Highlights:
      Datenschutzerklärungs-Generator für die Praxishomepage – einzigartig in D und GRATIS Unsere Präsi zum DS (laufend aktualisiert (in 10 Min gut informiert, speziell für Nichjuristen) Staatlich bezuschusste Beratung zur Umsetzung eines kompletten Datenschutzmanagements in der Praxis (mit Zuschuss 1500 – 2400 €) Feedback willkommen, bin gespannt!
      Joachim Deuser
    • Von Deuser Praxismanager.de
      Liebes Forum,
      mich würde interessieren, ob jemand mit den neuen Systemen wie T2med, Redmedical, Doc Cirrus aussieht, hat da jemand Erfahrung, d.h. die Systeme im Einsatz? Meines Wissens nach sind die z.B. bei T2med immer noch viel am entwickeln... Lt. KV-Installationsstatistik weniger als 0,1% Marktanteil (was bei neuen Systemen ja nicht ungewöhnlich ist. Aber wenn 5000 Ärzte lt. Homepage schon getestet haben, macht mich das doch ein wenig nachdenklich...)
      Viele bisherige Systemanbieter setzen ja noch auf das alte Geschäftsmodell: Wenn Ärzte und Mitarbeiterinnen über das langsame System klagen, verkaufe ihnen alle paar Jahre einen neuen dicken Server und neue Rechner für >10.000 €. Bin gespannt, wie lange das die Praxisinhaber noch mit sich machen lassen...
      Praktisch alle EDV-Programme laufen ja sehr gut in kleinen Praxen. Meine Erfahrung: Je größer die Praxis ist (ab so 10-15 Arbeitsplätze), desto weniger Programme eignen sich. Wenn man auf der Suche nach einem neuen System ist, sollte man sich m.E. von der klassischen Client-Server-Technologie verabschieden (d.h. Daten auf dem Server, Programm läuft auf jedem Rechner), sondern sich die neuen Systeme mal ansehen.
      Wir haben vor kurzem für einen Klienten (Großpraxis 7 Ärzte) mal eine neutrale Recherche durchgeführt (mit Pflichtenheft und allem). Der Kunde hat sich für Doc Cirrus entschieden, da die nicht zu groß und nicht zu klein (und daher auch flexibel sind) sind und ein sehr stabiles System haben, das auch auf > 50 Rechnern sehr stabil läuft. Die Patientendaten liegen auf einem Datenwürfel / (NAS), und das Programm läuft über den Browser im Intranet (nicht Internet), ist also sicher nach außen hin und geht auch, wenn das Internet nicht läuft. Damit entfällt schonmal die Investition in neue Praxiscomputer, die alten werden einfach weitergenutzt. Die Daten liegen sicher in der Praxis (was ich aus Datenschutzaspekten wichtig finde) und nicht in einer Cloud... Und die Preise waren auch mehr als ok, was auch ein Kriterium ist...
      Würde mich über Rückmeldungen aus der Praxis freuen, wenn sie mit einem der neuen Systeme arbeiten, danke :-)
      Viele Grüße,
       
      Joachim Deuser
       
    • Von Jette
      Hallo liebe Community,   ich arbeite als Redakteurin für BOOK A TIGER und befasse mich derzeit intensiv mit den Bedürfnissen und Anforderungen an die Reinigung von Praxen. Ich würde gern erfahren, was bei der Reinigung durch eine externe Firma wichtig ist. Worauf kommt es Ihnen an?   Dafür habe ich eine kurze (10 Fragen 2 Minuten Zeitaufwand), anonyme Umfrage erstellt:  https://www.surveymonkey.de/r/958HZ8K   Ich würde mich sehr freuen, wenn ich einige Antworten erhalten würde.   Ich freue mich auf Ihr Feedback.   Viele Grüße
    • Von tima
      Hallo,
      weiß irgend jemand, welche Einweisungen für die MFA`s verpflichtend sind. (Reanimation, Hygiene, Arbeitsschutz etc.) und wer diese Einweisungen macht.
      Brauche ich zwingend einen Brandschutzbeauftragten.
       In unserer Allgemeinarztpraxis bereiten wir Instrumente auf. Leider haben wir im Team niemanden mit Steri-Schein. Ist aber nötig, oder?
      Gibt es ein empfehlenswertes Nachschlagewerk, indem ich alles kompakt erlesen kann?
      Ich freue mich über viele hilfreich Tipps und sage schon mal DANKE.
      MfG Tima
       


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