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Ralph Jäger

Sind MVZ eine Konkurrenz für die klassische Arztpraxis?

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Ich frage mich, ob die MVZ eine Konkurrenz für die klassische Arztpraxis darstellen?

 

In unseren Bereichen werden die Medizinischen Versorgungszentren ja hauptsächlich von größeren Klinikketten aufgebaut. Primäres Ziel der dadurch geschaffenen MVZ scheint für mich die Patienteneinweisung in das angebundene Krankenhaus zu sein.

 

Die Politiker der Gemeinden und Städte können medienwirksam eine verbesserte Patientenversorgung propagieren. Oft werden diese MVZ-Vorhaben dann auch noch finanziell unterstützt.

 

Hat jemand schon mal für die die eigene Arztpraxis einen Investitionszuschuss der Stadt erhalten?

 

Ist die Patientenversorgung dann auch wirklich verbessert? Nehmen die angestellten Ärzte auch an der Notfallversorgung teil und machen auch regelmäßig Hausbesuche?

 

Werden die klassischen Arztpraxen (Einzel- und Gemeinschaftspraxis) dadurch wirtschaftlich Schaden tragen?

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Dann müssen die klassischen Arztpraxen sich fragen, was deren Mehrwert gegenüber einem MVZ darstellen:

  • persönlicher Arzt-Kontakt
  • persönliche Beziehung zu den MFA
  • kein Dienst nach Vorschrift, sondern Engagement des Arztes für die lokale Gemeinde
  • kein anonymer Massenbetrieb

Die Patienten berichten häufig, dass Sie zu einer Krankenhauseinweisung gedrängt werden. Aber wer möchte denn schon mehrere Tage in einem Krankenhaus verbringen.

 

Aber: das Management und das Marketing der MVZ wirkt doch professioneller. Da können wir etwas lernen.

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Für kurze unpersönliche Termine bei Erkältung ist ein MVZ sicherlich gut.

 

Vielleicht arbeitet ja noch ein guter Facharzt in dem MVZ. Ob die Patienten das MVZ annehmen hängt von den dort arbeitenden Ärzten ab.

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Gast Hausarzt

Ein MVZ muss nicht schlecht sein, ist nur eine andere Form der Gesellschaftsform.

Wenn aber Krankenhäuser in die ambulante Versorgung vordringen, dann macht mir das Sorgen. Da gibt es viel Geld für Marketing und Investitionen im Vergleich zu einer einzelnen Arztpraxis. Die politischen Verbindungen sind in der Regel professioneller und Fehler können ausgesessen werden.

Für die Einzel- oder Gemeinschaftspraxis bedeutet es, dass man mehr in das Marketing investieren muss und das widerstrebt den meisten Ärzten.

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Gast Gast

Mich ärgert es, wenn diverse MVZ durch hohe Summen Kassenarztsitze von "alten" Kollegen aufkaufen und junge Mediziner sich nicht niederlassen können, weil sie nicht so viel Geld bieten können.

Die Abhängigkeit vom Geld, ob man sich niederlassen darf / kann, ist schon beschämend...

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