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Hallo Hat  hier jemand eine Vorlage/ Muster oder ähnliches für ein sehr gutes Arbeitszeugnis für Praxismanagerin?

mir fällt leider nichts ein .......

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1 Antwort auf diese Frage

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  • 0

Hallo @Reyn

es gibt einen Arbeitszeugnisgenerator im Internet: https://www.arbeitszeugnisgenerator.de/

Das ist natürlich nur ein grober Leitfaden, der auf die reale Situation, bzw. den tatsächlichen Arbeitsplatz angepasst werden muss. Die vorgegebene Struktur entspricht aber durchaus dem, was üblich ist.

Liebe Grüße

Birgit

 

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    • Von teramed
      Am Weiterbildungsmarkt für Medizinische Fachangestellte gibt es mit dem Fernstudium zum Praxismanager ein neues Ausbildungsformat. Dabei sind aktuell neben medizinischen Weiterbildungsinstituten wie Eumedias fast alle großen Ferninstitute beteiligt: ob SGD, ILS oder die Klett-Fernakademie. So ein großes Angebot deutet in der Regel auf eine große Nachfrage hin.
      Was ein Fernstudium einer engagierten Medizinischen Fachangestellten bringt, erfährst Du hier.
      Wann wird ein Praxismanager gebraucht?
      Der Trend zu größeren Praxiseinheiten hält an. Ob MVZ, Ausübungsgemeinschaften oder Praxisgemeinschaften: Durch Zusammenschlüsse können Ärzte Größenvorteile und Synergien nutzen.
      Mit zunehmender Größe lassen sich betriebliche Ressourcen besser nutzen, der Koordinationsaufwand steigt aber.
      Daher braucht eine große Einheit eine Art dispositiven Faktor oder eine koordinative Instanz. Auf gut Deutsch: einen Mitarbeiter, der die Ärzte von allen zeitraubenden administrativen Tätigkeiten entlastet.
      So hat sich der Beruf der "Arzthelferin als Erstkraft" weiterentwickelt:
      Dem Praxismanager obliegt die kaufmännische Führung einer Arztpraxis.
      Zum Aufgabengebiet gehört es, kleinteilige Abläufe in Finanzbuchhaltung und Abrechnung zu betreuen. Auch das komplette Personalwesen und die operative Umsetzung von Marketing-Maßnahmen gehören zum Berufsbild. Prädestiniert für den Job sind daher engagierte MFA mit Motivation und Potenzial für Führungsaufgaben.
      Denn: Sie kennen durch langjährige persönliche Erfahrung die Fallstricke, insbesondere im Umgang mit den gesetzlichen Krankenkassen, die einem Quereinsteiger mit reinem kaufmännischen Hintergrund fremd sind.
      Vorteile des Fernstudiums Praxismanagement
      Das Fernstudium hat für die MFA den Vorteil, dass sie studieren und gleichzeitig Geld verdienen kann. Selbst wenn vom pädagogischen Standpunkt die persönliche Nähe zum Dozenten beim Präsenzstudium vorzuziehen ist, können nur wenige MFA (oder Praxen) sich ein Sabbatical zwecks Aufstiegsfortbildung in das Praxismanagement leisten.
      Ein wesentlicher Vorteil ist, dass viele Kurse so aufgebaut sind, dass die MFA das theoretische Wissen gleich in der Praxis umsetzen kann. Betrachten wir daher die Inhalte von Fernstudiengängen für angehende Praxismanager etwas genauer.
      Fernstudium Praxismanagement - Inhalte
      Fernstudiengänge für angehende Praxismanager sind sich in ihren Grundzügen sehr ähnlich. Einen großen Teil des Lehrplans nehmen typische Management-Themen ein. Dazu zählen
      Führung und Führungstechniken Personalmanagement: solides Wissen für die tägliche Personalarbeit Kommunikation, insbesondere Kommunikation in Führungssituationen Prozess- und Projektmanagement und Wissen um das Themengebiet "Change" Controlling, Finanzierung und Steuern für wirtschaftlichen Erfolg der Praxis Praxisorganisation und Informationstechnik (IT, EDV) für die Praxis Praxismarketing Qualitätsmanagement Die Studierenden des Fernstudiums erhalten als Lehrmittel nach wie vor klassische Lehrbriefe oder Lehrhefte, aufgeteilt in verschiedene, aufeinander aufbauende Lektionen. Die Ausbildung findet mittlerweile auch über virtuelle Lernplattformen statt, über die sich die Studierenden mit Kommilitonen und Dozenten austauschen können.
      Ganz ohne Anwesenheit geht es jedoch auch im Fernstudium nicht. In der Regel sind das Seminare, in denen es um praktische Fertigkeiten geht, oder die der Vorbereitung auf die Abschlussprüfungen dienen.
      Institute, die diese Fernstudiengänge anbieten, haben zum Teil große anerkannte Fernhochschulen für medizinische Fortbildung als Kooperationspartner. Der Student kann nach einem solchen Fernkurs auf eine Fernhochschule wechseln, um dort einen Bachelor- oder Masterabschluss in einem Fach des Gesundheitswesens zu machen.
      Interessante Perspektiven für Medizinische Fachangestellte (MFA)
      Wer als Medizinische Fachangestellte einen Job im Praxismanagement anstrebt, dem hilft die entsprechende Weiterbildung an anerkannten Instituten. Hier bietet der Markt eine Fülle an Angeboten, die zum Teil auch den Weg zu akademischen Abschlüssen frei machen.
      Voraussetzung ist natürlich ein gehöriges Maß an Ehrgeiz, Selbstdisziplin und die Fähigkeit, sich autodidaktisch Wissen anzueignen. Virtuelle Lernwelten und obligatorische Präsenzseminare sorgen dafür, dass es im Fernstudium nicht zu einsam wird.
      Hast Du ebenfalls schon einmal über eine Weiterbildung zur Praxismanagerin oder zum Praxismanager nachgedacht - für Dich selbst als MFA oder - als Ärztin oder Arzt - für Deine Mitarbeiterinnen? Hier geht es zum Erfahrungsaustausch:
       
    • Von teramed
      Als Praxismanagerin die Arztpraxis im Griff:
      das Praxismanagement wird professionell geführt und kann sich weiterentwickeln Ärzte erhalten mehr Zeit für medizinischen Aufgaben die Patientenzufriedenheit und der Praxisgewinn steigen. Eine Win-Win-Situation.
      Bis vor ein paar Jahren wurden in den meisten Arztpraxen eine leitende Medizinische Fachangestellte (Arzthelferin) bzw. Erstkraft mit dem Praxismanagement beauftragt. Der Begriff sollte die Aufgaben dieser medizinischen Fachangestellten widerspiegeln, die sich von einer reinen "Sprechstundenhilfe" oder "Arzthelferin" abgrenzt.
      Oft liegt keine konkrete Arbeitsplatzbeschreibung der leitenden MFA vor und gleichzeitig wird viel von dieser Erstkraft, neben dem reinen Sprechstundenalltag, erwartet:
      Praxismanagement Qualitätsmanagement Personaleinsatz- und Urlaubsplanung Abrechnung Persönlicher Ansprechpartner für die Ärzte / Chefs Es handelt sich also um ein "Mädchen für alles", das nicht selten zusätzlich die persönlichen Angelegenheiten der Chefs erledigen soll, wie z.B. Urlaubsfotos auf den PC übertragen, den privaten Terminkalender überwachen und pflegen, privaten Schriftverkehr schreiben.
      In einem Satz könnte man das Aufgabengebiet auch so beschreiben: "Mache alles, damit der Chef entlastet wird".
      Die Praxismanagerin heute
      Der neue Begriff Praxismanagerin soll zeitgemäßer und gleichzeitig eine Professionalisierung des Berufs wertschätzen.
      Was hat sich geändert?
      Die Aufgaben der Praxismanagerin sind konkretisiert und die Rolle als Führungskraft im Praxisteam gestärkt worden. 
      Wir sprechen also zunehmend von dem Wunsch einer professionellen Management der Arztpraxis, Medizinischen Versorgungszentrums oder Gemeinschaftspraxis (BAG) durch eine Praxismanagerin.
      Die neuen Aufgaben der Praxismanagerin

      Zwei wichtige Details haben sich geändert und führen allerdings schnell zu Problemen zwischen dem Chef und der Praxismanagerin:
      Hinzugekommen ist der Aspekt der Betriebswirtschaft: die Praxismanagerin sollte die Umsatzzahlen sowie Kosten und Gewinn überblicken und mittels einfachem Controlling diese steuern können.

      Hier gibt es die ersten Reibungspunkte in der Arztpraxis: während der Chef gerne bereit ist, die Kassen- und Privatabrechnung zu delegieren und Kosten zu reduzieren, soll die Praxismanagerin nicht Einsicht in alle betriebswirtschaftlichen Zahlen erhalten. Die Praxisinhaber verlassen sich in der Regel auf die betriebswirtschaftlichen Auswertungen (BWA) und Einschätzungen des Steuerbüros und vertrauen diesen.  
       
      Weggefallen ist das Aufgabengebiet "Persönlicher Ansprechpartner für die Ärzte / Chefs (Assistentin der Geschäftsführung)". Dadurch kann sich die Praxismanagerin auf die eigentlichen Aufgaben konzentrieren und aus der Rolle "Mädchen für alles für den Chef" ausbrechen.

      Allerdings wird das nicht jeden Praxisinhaber freuen: die Einsicht, dass hierdurch Personalressourcen (Zeit!) freigesetzt werden, ist nicht weit verbreitet. Es besteht auch die Vorstellung, dass man als Chef das "Führungsruder" einer Praxismanagerin aus der Hand gibt und die Praxis nicht so geführt wird, wie man es möchte.  
      Unternehmensführung und Wertvorstellungen der Praxismanagerin vermitteln: Ein Exkurs
      Die Wertvorstellungen bezüglich der Arztpraxis müssen von der Praxisführung bzw. Praxisinhaber an die Praxismanagerin klar kommuniziert werden. Zum Beispiel:
      "Patienten sollen freundlich behandelt werden." "Es soll eine gute telefonischer Erreichbarkeit gewährleistet werden" "Es soll einer hoher Gewinn angestrebt werden" "Es sollen keine / viele / vereinzelte IGEL-Leistungen angeboten werden" "Patientenservice steht im Vordergrund" Da das Qualitätsmanagement nichts anderes darstellt, als der Versuch ein professionelles Praxismanagement einzuführen, lässt sich die Kommunikation der grundlegenden Wertvorstellungen mit Hilfe des Praxisleitbild und der Praxisphilosophie durchführen. Allerdings sind die meisten Ärzte nur am Rande am Aufbau des Qualitätsmanagement selbst beteiligt.
      Im Besonderen muss in der ersten Zeit zusätzlich regelmäßig ein Austausch zwischen den Praxisinhaber(n) und der Praxismanagerin über die Wertvorstellungen stattfinden. Dies kann im Rahmen von kurzen Einzelbesprechungen stattfinden, als auch direkt als Feedback-Gespräch im Alltag.
      Freiräume für die Praxismanagerin
      In der Regel sind die leitenden medizinischen Fachangestellten vollständig in den Sprechstundenalltag integriert und können keine administrativen Tätigkeiten nebenher erledigen. Diese engagierten MFA "stehlen" sich oft die Zeit aus dem Praxisalltag oder leisten für ihre Funktion als Praxismanagerin Überstunden.
      Für ein konzentriertes Arbeiten der Praxismanagerin sind nicht nur die zeitlichen Freiräume entscheidend, sondern auch die Umgebung: die Aufgaben sollten nicht im "Hinterzimmer" oder Personalraum der Praxis durchgeführt werden, während die Praxismanagerin noch zusätzlich das Telefon annehmen soll.
       
      Die Rolle der Praxismanagerin als Führungskraft im Praxisteam
      In der Regel hat die Ärztin / der Arzt immer noch als Praxisinhaber die Rolle des Chefs inne und die leitende Erstkraft - jetzt Praxismanagerin - ist (bedingt) weisungsbefugt.
      Die leitende MFA / Erstkraft kümmert sich zwar auch um „Führungsaufgaben“, neben dem Abrechnungswesen und dem Praxismanagement, dies allerdings in Praxisgrößen mit maximal 1-5 Mitarbeitern und in enger Absprache / Diskussion mit dem Chef als "ausführendes Organ".
      Das Rollenverständnis der Praxismanagerin gegenüber dem Praxisteam könnte als "enge Vertraute des Chefs" dargestellt werden und so sehen die anderen MFAs die Erstkraft oft. Je nach dem welches Selbstbild eine Praxismanagerin von sich hat, führt dies zu
      Unzufriedenheit in der täglichen Arbeit ("Warum macht niemand, was ich sage?") Missgunst im Praxisteam ("Die kann sich das erlauben") Abwehren und In-Frage-Stellen von direkten Anweisungen ("Ist das so mit dem Chef abgesprochen?") Bedenken Sie, dass weder die Ärztin / der Arzt als Chef noch die MFA jemals Führungskompetenzen erlernt hat. Kommunikation und Führungsverhalten sind zwar Werkzeuge zur erleichterten Umsetzung der "Rolle Führungskraft". Grundlage hierfür ist jedoch, dass die Praxismanagerin sich als "Führungskraft" versteht.
       
       

      Die Praxismanagerin muss delegieren und gleichzeitig die Verantwortung für einen Aufgabenbereich tragen
      Die Aufgaben der Praxismanagerin sind umfangreich, dass sie diese nicht alleine bewältigen kann. Hier heißt es "delegieren lernen" und gleichzeitig die Verantwortung für die Aufgaben trotzdem übernehmen. Viele engagierte MFAs, die eine Weiterentwicklung anstreben, sind klassicherweise dadurch überfordert, dass sie alle Arbeiten selbst erledigen möchten.
       
       
      Beispiel Anmeldung
      Sieht man sich eine klassische Arztpraxis an, dann sind meistens die erfahrensten MFA, selbst auch die Praxismanagerinnen, an der Patientenanmeldung / Rezeption beschäftigt. Diese kennen alle Arbeitsschritte und Patienten und wissen, was für Wertvorstellungen der Praxisinhaber hat. Die Rezeption wird dann zu einer Zentrale der Arztpraxis mit allen Arbeitsmitteln (Fax, Kopierer, Ordnerschränke) ausgebaut.
      Auf den ersten Blick wirkt die Anmeldung auch als herausfordernde Aufgabe, die nur die MFA mit der meisten Erfahrung durchführen können. Allerdings sind die Vorgänge zu 90% immer gleich und die Ausnahmen bzw. schwierigen Fälle haben in der Regel Zeit. Notfälle können auch, nach Anleitung, Auszubildende erkennen und notfalls Rückfragen stellen.
      Die Aufgabe der Praxismanagerin ist es also, den Arbeitsablauf "Sprechstundenleitung / Patientenannahme" idiotensicher zu dokumentieren und die MFA darin anzuleiten.
      Praxismanagerin Ausbildung
      Sehen wir uns die Inhalte der Fortbildung zur Praxismanagerin genauer an. Neben Tages- und Wochenendkursen, sowie Fernstudien gibt es zum Teil berufsbegleitende intensivere Möglichkeiten zur Weiterbildung. Hier lohnt es sich, genau hinzusehen, damit nicht nur der Aspekt "Praxismanagement" behandelt wird und ein paar Gesetzestexte vermittelt werden.
      Beispiele für die Fortbildungsinhalte sind regelhaft:
      Betriebswirtschaft: die organisatorischen, planerischen und finanz- und steuertechnischen Überlegungen und Entscheidungen zur Praxisführung. Zudem sollte über ein Controlling ein Überblick der betriebswirtschaftlichen Entwicklungen verschafft werden. Praxismanagement: Planung und Verantwortung der Bereiche Praxisinventar, Räume, Terminmanagement, Sprechstundenablauf, etc. Kassen- und Privatabrechnung: Leistungsdokumentation, Vorbereitung und Durchführung der Kassenabrechnung (EBM), Privatabrechnung (GOÄ), und für weitere Verträge und IGEL-Leistungen Qualitätsmanagement: Dokumentation der Arbeitsprozesse und qualitative Weiterentwicklung der Arztpraxis Kommunikation: Gesprächsführung mit den Patienten und im Arztpraxisteam Personalmanagement: Auswahl, Einstellung, Entlassung und Führung von Medizinischen Fachangestellten sowie anderen Mitarbeitern und die Einsatzplanung. Dies beinhaltet auch Mitarbeitergespräche, in Form von Kritik-, Feedback- und jährlichen Zielvereinbarungsgesprächen. Rechtsvorschriften: Gesetze, Verordnungen und Richtlinien die im ambulanten Gesundheitswesen zu befolgen sind. Praxis-EDV-Anwendungen: Grundsätzlicher Überblick über den Einsatz und die Möglichkeiten der Praxissoftware und weiterer EDV-Anwendungen (PC-EKG etc.) Durch diese Weiterbildungsinhalte erwirbt die Praxismanagerin eine hohe Fachkompetenz. Es fehlen jedoch regelmäßig in der Ausbildung die Lehrinhalte der Führungskompetenz, die man sich dann nachträglich während Arbeit mühevoll aneignen muss:
      Selbstmanagement / Zeitmanagement Delegieren (und kontrollieren) Ziel- und ergebnisorientiertes Arbeiten Stressresistenz Verantwortung tragen Ohne die Führungskompetenz entsteht schnell eine Überforderung der leitenden MFA / Praxismanagerin, die sie sich dann selbst auch nicht erklären kann. 
       
      Gehalt PraxismanagerIn
      Die Bezahlung der PraxismanagerIn kann sehr unterschiedlich ausfallen. Wurde früher die leitenden Erstkraft als Arzthelferin einfach angewiesen, das Praxismanagement zu übernehmen, gab es in der Regel hierfür keine finanziellen Extraleistungen. Jedoch waren diese Erstkräfte viel stärker in die Familie des Praxisinhabers integriert.
      Durch die Professionalisierung des Praxismanagements und die erweiterte Ausbildung der Medizinischen Fachangestellten sollte man die Praxismanagerin mindestens in die Tarifgruppe IV nach Tarifvertrag für medizinische Fachangestellte einordnen.
      Dies entspricht einem Gehalt der PraxismanagerIn von 2.019,77 € ab dem 1. Berufsjahr bis zu 2.653,54 € ab dem 17. Berufsjahr.
      Besser sieht es für MFA aus, die spezielle (aber auch zeitintensive) Weiterbildungen durchgeführt haben:
      Tarifgruppe V: Fachwirtin für ambulante medizinische Versorgung / Arztfachhelferin (2.188,09€ bis 2.874,67 €) Tarifgruppe VI: Betriebswirtin für Management im Gesundheitswesen entsprechend (2.524,71 € bis 3.316,93€)  
      Fazit
      Eine Praxismanagerin einzustellen oder auszubilden geht mit erhöhten Kosten für die Weiterbildung und initialem hohem Zeitaufwand einher: geht man nur halbherzig an dieses Thema heran, kommt es zu Konflikten und Enttäuschungen.
      Die Praxisführung einer dedizierten Praxismanagerin zu übertragen lohnt sich jedoch: die Arztpraxis wird professionell geführt und kann sich weiterentwickeln. Die Ärzte erhalten mehr Zeit für die eigentlichen medizinischen Aufgaben. Schließlich führt dies zu einer erhöhten Patientenzufriedenheit und spiegelt sich auch betriebswirtschaftlich positiv wieder. Eine Win-Win-Situation.
       
      Welche Erfahrungen mit dem Thema Praxismanagement / Praxismanager hast Du gemacht?
       
    • Von teramed
      Der Erfolg einer modernen Arztpraxis hängt wesentlich von der Qualifikation des gesamten Praxisteams (MFA und Ärzte) und von effizienten Abläufen ab. Eine mögliche Lösung, um die Doppelbelastung der Mediziner mit betriebswirtschaftlicher Führung der Praxis und ärztlicher Tätigkeit zu vermindern und die Unternehmensführung zu professionalisieren: Die Weiterbildung oder Anstellung einer Praxismanagerin.
      Die Praxismanagerin oder der Praxismanager fungiert als Bindeglied zwischen Dir als Ärztin oder Arzt, Deinem Team aus MFA und den Patienten. Neben einigen fachspezifischen Voraussetzungen kommt es bei diesem Berufsbild vor allem auf die persönliche Eignung für dieses komplexe Aufgabengebiet an. Die Praxismanagerin muss engen Kontakt zur Praxisleitung und zu den Kollegen pflegen, Initiative zeigen und die Vorstellungen des Arztes im Praxisalltag umsetzen.
      MFA-Weiterbildung zum Fachwirt
      Ein Praxismanager muss nicht unbedingt eine Neueinstellung sein: Die notwendige Qualifikation kann eine MFA auch im Zuge einer Fortbildung erlangen. Diese werden auch berufsbegleitend angeboten, wie zum Beispiel die Ausbildung zur/zum Fachwirt/in für ambulante medizinische Versorgung (früher Arztfachhelfer/in). Die Organisation liegt bei der jeweiligen Landesärztekammer. Im Rahmen dieser Ausbildung kann die MFA sich auf bestimmte Gebiete besonders spezialisieren (sogenannte Wahlteile): im Bereich der Ärztekammer Baden-Württemberg sind dies zur Zeit Ambulantes Operieren, Ernährungsberatung oder Hausärztliche Betreuung. 
      Eine weitere Fortbildung, in der die Qualifikation zur Praxismanagerin erworben werden kann: Fachwirt/in im Sozial- und Gesundheitswesen. Die hier vermittelten Inhalte sind eher für das Management größerer Strukturen wie überörtlichen Berufsausübungsgemeinschaften, Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) oder Polikliniken relevant.
      Außerhalb dieser Fachwirt-Ausbildungen werden auch Intensivseminare sowie Fernstudiengänge für die Weiterbildung zur Praxismanagerin angeboten. Wenn man Fragen bezüglich der Seriosität solcher Angebote hat, kann man sich an den Verband der Medizinischen Fachberufe e.V. wenden.
      Loyalität gegenüber dem Unternehmen Arztpraxis
      Wenn Du also MFA hast, die bereit und in der Lage ist, ein Team zu führen und als Bindeglied zwischen Dir und Deinen anderen Angestellten zu fungieren, so ist ein Aufstieg zur Praxismanagerin durchaus möglich.
      Das wichtigste Kriterium, das ein Praxismanager in einer Arztpraxis erfüllen muss, ist Loyalität gegenüber der Arztpraxis oder dem MVZ. Der Praxismanager fungiert als rechte Hand der gesellschaftsführenden Ärzte und koordiniert verschiedene Bereiche der Praxisverwaltung. Vor allem aber sollte er Führungsaufgaben gegenüber den übrigen Angestellten wahr nehmen.
      Damit kann es vorkommen, dass die Praxismanagerin oder der Praxismanager sich in einer Art Sandwichposition sieht: Es sollten einerseits die Vorgaben und Anweisungen der Ärzte umgesetzt werden, andererseits aber auch den Wünschen und Vorstellungen der anderen MFA nachgekommen werden. Das muss nicht automatisch bedeuten, dass eine Praxismanagerin mit dem Team immer einer Meinung sein muss oder autoritär alles vorgibt. Stattdessen sollte sie die verschiedenen Ansichten durchaus bündeln und kanalisieren, um die gemeinsam gesteckten Ziele erreichen zu können.
      Es wäre auch falsch, darauf zu bestehen, dass der Praxismanager immer Deine Meinung vertritt, und keine Alternativen zuzulassen. Das wirkt auf die Dauer demotivierend und ist einer befriedigenden Zusammenarbeit im Team kaum förderlich. Eine gewisse Grundloyalität gegenüber dem Inhaber der Arztpraxis oder den Gesellschaftern einer üBAG oder eines MVZ sollte nicht als Aufforderung zu blindem Gehorsam verstanden werden. Vielmehr hat der Praxismanager eine besondere Verantwortung für den sozialen Zusammenhalt innerhalb der gesamten ambulanten medizinischen Struktur und der darin arbeitenden MFA und angestellten Ärzte und muss gleichzeitig eine wirtschaftliche Versorgung der Patienten sicherstellen.
      Der Praxismanager als Führungskraft
      Gerade, wenn sich eine Kollegin innerhalb des Teams zum Praxismanager weiterentwickelt, kann sich eine gewisse Distanz zwischen den einzelnen Mitarbeitern entwickeln. Doch in einem gewissen Rahmen ist dies auch notwendig - immerhin gilt es Führungsaufgaben zu erledigen. Wichtig ist, dass Geradlinigkeit vorherrscht und sowohl Führung nach unten als auch nach oben umgesetzt wird. Der Praxismanager wechselt in gewisser Weise die Perspektive und muss plötzlich als Mitarbeiter handeln, der die Arztpraxis leitet. Er/sie muss das Gefühl haben, sich auf die Kompetenzen der Einzelnen und auf deren Loyalität verlassen zu können. Nur dann kann ist Delegation - auch von Entscheidungskompetenzen - möglich.
      Sichtweise des Arbeitgebers verstehen
      Doch ein Praxismanager führt nicht nur die anderen Beschäftigten in der Arztpraxis, sondern führt quasi auch nach oben. Das heißt: Sie/er schlüpft in Deine Rolle als Chef oder Chefin. Wenn Du sicher bist, dass Dein Praxismanager in Deinem Sinne handelt und entscheidet, kannst Du Dich auf sie/ihn verlassen. Deshalb ist es wichtig, dass Du ihr/ihm alle ausreichenden Informationen zur Verfügung stellst, die notwendig sind, um entsprechend agieren zu können. Nimm Dir Zeit, um auch Feedback Deines Praxismanagers zuzulassen, denn nur so kannst Du Vertrauen aufbauen. Nimm ihn als selbstbewusste Führungskraft wahr, die das in Deiner Arztpraxis umsetzt, was in Deinem Sinne ist.
      Diskutiert zum Thema Weiterbildung zum Praxismanager und zur Praxismanagerin hier im Forum!
    • Von teramed
      Der Grundsatz „Der Kunde ist König“ gilt in vielen Branchen – vor allem aber im Dienstleistungsbereich hängt der Erfolg maßgeblich von diesem gelebten Ideal ab.
      Auch die Arztpraxis ist ein Dienstleistungsunternehmen und lebt von Patienten, die Dienstleistungen in Anspruch nehmen und bezahlen. Letzteres geschieht zumindest im GKV-Bereich zwar nur indirekt, dennoch hat der Patient durch die freie Arztwahl ein außerordentliches Mitspracherecht und bestimmt damit unmittelbar die Erlössituation der Arztpraxis.
      Entwickelt sich in einer Arztpraxis eine positive Patientenzufriedenheit führt dies schließlich zu einer verbesserten Arbeitszufriedenheit für Ärzte und Medizinische Fachangestellte.
      Patientenbefragung noch zu selten genutzt
      In den Dienstleistungsunternehmen werden regelmäßig die Kunden befragt, wie zufrieden sie mit den Angeboten sind. Die Unternehmen versuchen sich damit am Kundenbedarf zu orientieren.
      Aufgrund der Rahmenbedingungen im ambulanten Gesundheitswesen lohnt es, sich auch in der Arztpraxis mit dem Thema der Patientenzufriedenheit zu beschäftigen. Das machen laut einer aktuellen med2day-Umfrage, die gemeinsam Anfang 2015 mit Teramed.de (vormals Update-Arztpraxis.de) erfolgte, allerdings nur ca. 30% der deutschen Praxen. 70% führen keine regelmäßigen Patientenzufriedenheitsbefragungen durch.
      Individuelle Einflussfaktoren auf die Patientenzufriedenheit
      Ohne eine individuelle Erhebung der Patientenzufriedenheit anhand von regelmäßigen Patientenbefragungen werden neben den weiter unten aufgeführten Einflussfaktoren oft individuelle Aspekte übersehen.
      Wir selbst mussten in unserer überörtlichen Berufsausübungsgemeinschaft mit 3 Standorten lernen, dass die Parkplatzsituation trotz vorhandener Stellflächen aus Sicht der Patienten an allen Standorten nicht zufriedenstellend war.
      Auf der Suche nach der Ursache stellte sich heraus, dass die Parkplätze nicht ausreichend ausgeschildert waren und die medizinischen Fachangestellten und Ärzte die Parkplätze selbst belegten.
      Durch ein verbessertes Informationsangebot im Praxisflyer, auf den Internetseiten, eine optimierte Beschilderung und die klare Anweisung, dass nur Patienten auf Patientenparklätzen parken dürfen, konnte dieser vormals negative Faktor in einen positiven Faktor umgewandelt werden.

      Einfluss der Kommunikation der Ärzte auf die Patientenzufriedenheit
      Hat man selbst noch keine Patientenbefragung durchgeführt oder möchte einen allgemeinen Vergleich, sollte man sich ansehen, zu welchen Ergebnissen breiter durchgeführte Untersuchungen gekommen sind.
      Eine repräsentative Bevölkerungsbefragung durch Forsa im Auftrag der DAK-Gesundheit aus dem Jahr 2014 in Schleswig-Holstein ergab folgende Kritikpunkte der Patienten:
      der Arzt hat sich zu wenig Zeit genommen hat (20 %) der Arzt führt die Untersuchung nicht gründlich genug durch (13%) es erfolgte keine ausreichende Aufklärung über Risiken oder mögliche alternative Behandlungsmethoden (12%) unzureichende Aufklärung durch den Arzt über die Behandlung (10%) unzureichende Informationen über weitere Nachbehandlung (9%) Den Einfluss der Kommunikation der Ärzte auf die Patientenzufriedenheit wird durch die Auswertung aus dem Jahr 2013 der Weissen Liste der Bertelsmann Stiftung mit Versicherten der AOK, BARMER GEK und Techniker Krankenkasse bestätigt.
      Vor allem die Tatsache, dass Ärzte und medizinische Fachangestellte auf Fragen, Ängste und Sorgen des Patienten einfühlsam eingehen und gut zuhören hat Relevanz.
      Die Zeit, die der Arzt sich nimmt, spielt ebenso wie die wahrgenommene Gründlichkeit der Untersuchungen eine große Rolle.
      Es zeigt sich in dieser Untersuchung das manche Rahmenbedingungen wie zum Beispiel die Praxisgestaltung als von geringerer Wichtigkeit empfunden werden.
      Schon 2008 wurde in der Studie „EUROPEP“ festgestellt, dass unter anderem die Faktoren Wartezeiten und Umgang mit Gefühlen des Patienten am schlechtesten bewertet wurden.
      Die Techniker Krankenkasse konnte in einer eigenen Untersuchung feststellen, dass die Patientenzufriedenheit vor allem vom dem Aspekt der menschlichen „Interaktion“ abhängig ist (Beate Bestmann, Frank Verheyen. Patientenzufriedenheit. Ergebnisse einer repräsentativen Studie in der ambulanten ärztlichen Versorgung. WINEG Wissen 01. Hamburg: Techniker Krankenkasse 2010).
      Unter Interaktion werden in der Studie diese Aspekte zusammengefasst
      Verständnis Einfühlungsvermögen Menschlichkeit Zeit für den Patienten Ernstnehmen Zuspruch und Unterstützung Geduld als Mensch und nicht als Nummer behandelt werden Unterstützend wirken auf diese Interaktion vor allem
      die aktive Einbeziehung des Patienten in Entscheidungsprozesse Fachliche Kompetenz (regelmäßige Weiterbildung) Dauer des Arzt-Patienten-Verhältnisses und Kontakt Optimierte Praxisorganisation Das IFABS Institut hat 2011 die Entwicklung der Patientenzufriedenheit innerhalb von 10 Jahren untersucht und kam zum Ergebnis, dass sich zwischen 2000 und 2010 entscheidende Veränderungen ergeben haben.
      Auffallend war, dass die Patientenzufriedenheit z.B. hinsichtlich der Länge des Arzt-Patienten-Kontaktes oder der Betreuung nicht verändert haben. Im Gegensatz dazu sind Aspekte wie Freundlichkeit bzw. Informationen deutlich wichtiger geworden. Die Zufriedenheit der Patienten hat hier deutlich abgenommen.
      Neu oder deutlich stärker als in 2010 wurden in den offenen Rückmeldungen Faktoren wie Ambiente, Beratung, Bedienung, Kundenfreundlichkeit und Service genannt. Dies wird als Beleg dafür gewertet, dass Arztpraxen immer stärker als Dienstleistungsunternehmen wahrgenommen werden.
      Was denkt das Praxisteam über die Patientenzufriedenheit
      In unserer med2day-Analyse 2015 befragten wir die medizinischen Fachangestellten deutscher Arztpraxen, wie ihre Sichtweise auf den Einfluss der Patientenzufriedenheit ist.
      Festhalten lässt sich, dass die Mehrzahl der Befragten folgende Aspekte als größte Einflussfaktoren auf die Patientenzufriedenheit sehen:
      Optimierte Arbeitsabläufe in der Arztpraxis zeitnahe Terminvergabe Wartezeit telefonischer Erreichbarkeit Kommunikation und Auftreten der medizinischen Fachangestellten und Ärzte Freundlichkeit respektvolles Verhalten Einfühlungsvermögen Das Gefühl, als Mensch ernst genommen zu werden, erscheint den medizinischen Fachangestellten wichtiger als Faktoren wie äußeres Erscheinungsbild, Ambiente und andere Serviceleistungen.
      Dieses Selbstbild der medizinischen Fachangestellten in der Arztpraxis – die an der med2day-Analyse teilgenommen haben - damit von sich selbst haben, ist sehr gut reflektiert und deckt sich mit den bisherigen Studien.
      Was kann die Arztpraxis tun, um die Patientenzufriedenheit zu erhöhen?
      Unseres Erachtens stehen vor allem zwei Bereiche im Vordergrund:
      Kommunikative Kompetenz
      Am wichtigsten ist der Ausbau der kommunikativen Kompetenz und der sozialen Interaktion im Team und mit dem Patienten: Ärzte haben das im Studium nicht gelernt und auch die medizinischen Fachangestellten haben oft Schwierigkeiten mit einer professionellen Kommunikation mit Patienten.      
      Hier können zusätzliches Methodenwissen, Kommunikationsmodelle und gezielte Sensibilisierung in Richtung Empathie, Einfühlungsvermögen und Grundeinstellungen deutliche Erfolge mit sich bringen.
      Ein Beispiel, die Arzt-Patienten-Kommunikation zu verbessern, ist das im angloamerikanischen Raum gebräuchliche Practical-Konzept der patientenzentrierten Konsultation anzuwenden.
      Das Practical-Konzept
      Patientenfokussierter Gesprächsabschnitt
      P => Prior to consultation / the patient’s story (Hintergründe des Patienten) R => Relationship (Begrüßung) A => Anxieties / Ideas / Concerns of patient (Ängste, Ideen Vorstellungen des Patienten) C => Common language / Summarize (Zusammenfassung in verständlicher Sprache) Ärztlicher Gesprächsabschnitt
      T => Translating from lifeworld to world of medicine (Anamnese, körperliche Untersuchung) Gemeinsamer Gesprächsabschnitt
      I => Interaction (weiteres Vorgehen prinzipiell besprechen) C => Converting insight into action (realistischen Behandlungsplan aufstellen) A => Agreement check / Safety netting (Einvernehmen überprüfen) L => Leave from consultation (Verabschiedung, Nachbereitung) Möglich sind solche Patientenorientierte Gesprächstechniken für Ärzte und auch medizinische Fachangestellte entweder im Selbststudium durch geeignete Fachliteratur oder durch externe Unterstützung zu erlernen. (med2day bietet verschiedene Seminare zu diesem Themen an, mehr Infos hier)
      Optimierung des Praxismanagements
      Unterstützend wirken Optimierungen der Praxisabläufe. Zeitnahe Terminvergabe, und telefonische Erreichbarkeit sind hier am wichtigsten, dicht gefolgt von der Wartezeit. Optimierungsmöglichkeiten hier sind optimierte Sprechstundenplanung, strukturierte Terminvergabe und die professionelle Implementierung des Telefonarbeitsplatzes in die Organisationsstruktur der jeweiligen Arztpraxis.  
      Dadurch wird Wartezeit in der Praxis reduziert, die telefonische Erreichbarkeit erhöht und durch ein professionelleres Praxismanagement bleiben mehr Freiräume für weitere Termine.
      Erfahrungsgemäß lassen sich diese Punkte schlecht selbst verbessern, und es ist die Unterstützung eines Praxisberaters sinnvoll (med2day hat auch hier spezielle Angebote, mehr Infos hier)

    • Von teramed
      Gerade wenn man als Praxismanagerin, medizinische Fachangestellte oder Arzt selbstständig in einer Arztpraxis arbeitet oder diese sogar führt, bleibt das Privat- und Beziehungsleben oft auf der Strecke. Dabei gilt es, sich Tag für Tag neue Freiräume zu schaffen, damit Sie neben der Arbeit und Betreuung der Patienten noch Zeit für sich selbst und Ihr privates Leben haben.
      Das Zauberwort lautet Work-Life-Balance, das aus den Begrifflichkeiten moderner Ansprüche des Arbeitsalltags einfach nicht mehr weg zu denken ist.
      Zeit- und Selbstmanagement als Grundvoraussetzung
      Je nach Größe der Arztpraxis obliegt Ihnen nicht nur die Versorgung und fachkundige Betreuung der Patienten, sondern Sie haben auch noch Einfluss auf den wirtschaftlichen Erfolg der Praxis. Schließlich bildet diese nicht nur die Grundlage für den Praxisgewinn, sondern auch für die Gehälter der Medizinischen Fachangestellten.
      Ein solides Zeit- und Selbstmanagement ist gefragt, um sich Freiräume zu schaffen, in denen Sie sich Ihrer Familie widmen, Ihren Hobbies nachgehen oder einfach Freizeit genießen. Wichtig ist, dass Sie gut organisieren und auch delegieren können, wobei manchmal auch das eine oder andere auszusitzen, Vorteile haben kann.
      Um bestimmte Aufgaben regelmäßig zu erledigen, sollten diese nicht vom derzeitigen Ausmaß des Praxisalltages abhängig sein. Planen Sie feste Termine für bestimmte Aufgaben ein. Dies kann zum Beispiel sein:
      Mittwochs zwischen 14:00 und 15:30 Uhr: Anträge und Schriftverkehr erledigen Freitags um 16:00 Uhr: Überprüfung und Vorbereitung der Termine der nächsten Woche Monatlich einen Vormittag: Buchungen überprüfen, Rechnungen bezahlen, Kassen- und Privatabrechnung prüfen und vorbereiten Trennung zwischen Arbeitsleben und Nicht-Arbeitsleben
      Auch wenn die moderne Gesellschaft und damit auch die Patienten oder bei Praxismanagerinnen die Praxisführung eine Rund-um-die-Uhr-Verfügbarkeit verlangt, ist es für Sie und Ihr Befinden wichtig, zwischen Arbeitsleben und Nicht-Arbeitsleben zu unterscheiden. Ziehen Sie einen großen Strich zwischen Arztpraxis und privaten Leben und beantworten Sie berufliche Telefonate, Emails und SMS nur in der Arbeitszeit. 
      Im Besonderen als Praxischef oder Praxismanagerin gilt: Um so mehr Leitungs- und Führungsaufgaben man übernimmt, wird oft erwartet, dass Sie als Prototyp für dauernde Verfügbarkeit ohne Aus-Zeiten zur Verfügung stehen. Und dann sollte alles sofort erledigt sein und keine Gegenleistung erwartet werden.
      Doch genau die Erholungszeiten sind es, die dazu beitragen, dass Sie geistig und körperlich regenerieren können und die richtige Balance halten. Damit Freizeit auch tatsächlich als solche Regeneration bietet, müssen Sie diese sehr bewusst konsumieren.
      Dies kommt der gesamten Arztpraxis inklusive den Patienten und angestellten Personal zu gute: um so ausgeglichener der Praxischef, die Praxismanagerin und die Medizinischen Fachangestellten sind, um so besser ist die allgemeine Atmosphäre und die gefühlte Patientenversorgung.
      Burnout-Prophylaxe: Belastungskonto nicht überbuchen
      Was für den Leistungssport gilt, hat auch für den Beruf als Arzt, selbständiger Unternehmer und Medizinischen Fachangestellten seine Berechtigung. Die Tatsache nämlich, dass gerade dann Verletzungsrisiko oder entsprechendes Gefahrenpotential vorhanden ist und zunimmt, wenn die Erholungs- und Belastungsfaktoren des Betroffenen quasi aus dem Lot geraten.
      Um hier dem vielzitierten Burn-Out vorzubeugen und einfach ein ausgeglichenes Life-Konto zu haben, sollten Sie regelmäßig überprüfen, in welchem Abstand zur Belastungsgrenze Sie sich bewegen. Ist diese bereits erreicht oder gar überschritten, helfen unterschiedliche Faktoren wie etwa ein Trainingstag oder einfach entsprechende Regeneration, die Sie komplett abschalten lässt und dafür sorgt, dass Sie den Kopf wieder frei bekommen für all das, was wirklich wichtig ist im Leben.
      Eine kurze Pause, genau dann wenn der Druck am größten ist, kann bewirken dass die Wiederherstellung der Leistungsfähigkeit einsetzt. Bei hoher Dauerbelastung lassen sowohl die Konzentration als auch die Aufmerksamkeit, aber auch die Teamfähigkeit erheblich nach, womit die Fehleranfälligkeit in Ihrer Tätigkeit enorm ansteigt.
      Abgrenzung vom und im Praxisalltag
      Im Praxisalltag prasseln den ganzen Tag viele unterschiedliche Emotionen auf Sie ein: Patienten ärgern sich über terminliche oder bürokratische Angelegenheiten oder sind frustriert über bestimmte Erkrankungen und/oder mangelnde Behandlungserfolge. Kollegen lassen ihren Ärger zum Beispiel über Arbeitszeiten, eine hohe Arbeitsbelastung oder nicht optimal funktionierende Praxis-EDV freien Lauf oder versuchen einfach nur Aufmerksamkeit durch "Meckern" und "Nörgeln" zu erreichen.
      Grundlegend ist dieser "emotionale Austausch" an Kontakt zu Menschen gebunden und gerade in dem medizinischen Arbeitsumfeld "Arztpraxis" hat jeder Mitarbeiter die meiste Zeit mit Menschen Kontakt.
      Das Ausmaß, wie viel emotionale Übertagung täglich stattfindet, hängt mitunter von der Position in der Arztpraxis ab: Je nach Tätigkeit als Praxischef, Praxismanagerin, angestellter Arzt oder Medizinische Fachangestellte, kann dies mehr oder weniger ausgeprägt sein.
      Zum Anderen lernen Menschen sehr schnell, bei welchen Personen sie "emotionalen Ballast" abladen können. Und hier kommt die emotionale Abgrenzung im Praxisalltag ins Spiel. Lassen Sie dies nicht zu:
      meckert jemand über Dinge, die man nicht ändern kann, z.B. über das Wetter, dann reagieren Sie entweder gar nicht darauf, oder antworten "Es wird auch wieder bessere Tage geben. Jetzt kümmern wir uns erst mal um Sie / die Praxis / die Arbeit". Steigen Sie nicht in die "Nörgelei" ein. beschwert sich jemand über die Arbeit in der Praxis, die Praxis selbst oder die medizinische Behandlung: verweisen Sie konkret auf das Beschwerdemanagement oder machen Sie einen festen Termin, um dieses Problem zu besprechen. Reagieren Sie nicht zwischen "Tür und Angel". entscheiden Sie selbst, wem Sie bezüglicher privater Probleme zuhören möchten: Sie müssen nicht mit jedem befreundet sein und verärgern auch diese Personen nicht, wenn Sie erklären, dass "jetzt" keine Zeit für ein solches privates Gespräch ist. Vorbildwirkung für das gesamte Praxisteam
      Gerade als Führungskraft in der Arztpraxis sollten Sie auf eine entsprechende Work-Life-Balance zum Wohle Ihrer Patienten Wert legen und für Ihre Medizinischen Fachangestellten oder auch angestellten Ärzte ein Vorbild sein.
      Wenn Sie sich selbst gut behandeln, kommt das Ihrem gesamten Team zu gute und diese profitieren in mehrfacher Hinsicht. Machen Sie sich regelmäßig Ihre Ziele und eigentlichen Lebenspläne klar und heben Sie Ihr reales Leben mit Familie und Freunde nicht für die Zeit nach der Pensionierung auf.


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