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Finde ich hier vielleicht irgendwo nähere Infos zu dem HZV im allgemeinen?

 

Als dies eingeführt wurde befand ich mich gerade in Elternzeit.

 

Vielen Dank vorab.

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Hallo,
 
willkommen zurück in den Beruf, ich wünsche Dir viel Erfolg beim Wiedereinstieg.
 
Im klassischen Modell der ambulanten medizinischen Versorgung ist der niedergelassene Hausarzt oder Facharzt an die Vorgaben der kassenärztlichen Vereinigung gebunden. Die Abrechnung der Leistungen erfolgt nach der Gebührenordnung des Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM).
 
Neu hinzugekommen sind sogenannte Selektivverträge (§73b, c und 140a ff. SGB V) im Rahmen der hausärztlichen und fachärztlichen Versorgung. Die Grundidee war, dass in der Hausarztzentrierten Versorgung (HzV) der Hausarzt als erste Anlaufstelle für den Patienten sämtliche Behandlungsschritte koordiniert. 
 
Zum einen soll dadurch der Patient besser versorgt werden, zum anderen lässt sich durch die Koordinierung insgesamt Geld sparen.
 
Ärzte, die Patienten im Rahmen der Selektivverträge, z.B. "Hausarztprogramm", betreuuen und Leistungen abrechnen möchten, müssen mit den einzelnen Krankenkassen Verträge abschließen. Es werden, je nach Vertrag und Bundesland, besondere qualitative Voraussetzungen (z.B. psychosomatische Grundversorgung, Abendsprechstunde) vorausgesetzt.
 
Vorteile für die Ärztin / den Arzt ist die
 
  • deutlich vereinfacherte Abrechnungssystematik (es gibt automatisch hinzugefügte Grundpauschalen und weniger zusätzliche Ziffern)
  • keine Budgetierung, wass die Fallzahl anbetrifft
  • zusätzliche Vergütung für besondere Leistungsangebote (z.B. Ultraschall, Beschäftigung von VERAHs etc.)
  • verbesserte Kommunikation zwischen Haus- und Facharzt
 
Patienten, die an diesen neuen Versorgungsformen teilnehmen möchten, müssen sich in die Selektivverträge von einem "Betreuerarzt" einschreiben lassen. Das geschieht direkt in der Praxis bei Besuch des Patienten.
 
Vorteile für die Patienten sind:
 
  • keine Zuzahlung auf Medikamente die im Rabattvertrag aufgeführt sind
  • qualitativ besseres Leistungsangebot des teilnehmenden Arztes durch die notwendigen qualitativen Voraussetzungen
  • der Arzt ist nicht die ganze Zeit mit der Eintragung der Leistungsziffern beschäftigt, sondern kann sich auf die Patienten konzentrieren.
 
Diskussionswürdig ist, dass der Patient sich ein Jahr an einen Arzt bindet. Da die Patienten ein Grundrecht auf die freie Arztwahl haben, können diese, ausser auch im Notfall, bei Bruch des Vertrauensverhältnisses einen anderen Arzt aufsuchen.
Gleichzeitig wird vor Besuch eines Facharztes eine Überweisung benötigt, so wie es eigentlich auch im KV-System schon Voraussetzung ist.
 
Du findest weitere Informationen auf den Seiten des Hausärzteverbands.
 
Melde Dich einfach, falls Du noch weitere Fragen hast.
 

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    • Von teramed
      Erster Ansprechpartner für Patienten bei jeder Arzt von Gesundheitsproblemen: In den meisten Fällen der Hausarzt. Dieser übernimmt die Erstversorgung und bei Bedarf die Überweisung an Fachärzte. Diese Erstversorgung der Patienten durch Hausärzte ist vom Gesetzgeber gewollt und als sogenannte "hausarztzentrierte Versorgung" eingerichtet und gefördert worden. In diesem Hausarztmodell soll die Versorgung der Patienten von einem Arzt als Gatekeeper bestmöglich koordiniert werden.
      Doch welche Vorteile bietet das Hausarztprogramm den Patienten - und zu welchen Bedingungen? Mit diesem ansprechenden Flyer lässt sich das den Patienten leicht vermitteln.
      Vorteile für Arzt und Gesundheitssystem
      Hinter der hausarztzentrierten Versorgung steht der Gedanke, dass sich durch die Koordination der Behandlung durch den Hausarzt Kosten einsparen lassen, indem die Patienten nicht sofort von sich aus mehrere Fachärzte aufsuchen. Außerdem wird davon ausgegangen, dass der Hausarzt die bestmögliche Versorgung für seine Patienten am besten einschätzen und koordinieren kann, da er seine Patienten oftmals schon über viele Jahre kennt.
      Zudem werden mit der hausarztzentrierten Versorgung doppelte oder mehrfache Leistungen - und die damit verbundenen Kosten - vermieden, wie zum Beispiel mehrfache Befunderhebungen, Patientenanamnesen oder Röntgenuntersuchungen.
      Vorteile für Patienten
      Der Vorteil in der hausarztzentrierten Versorgung (unabhängig von dem organisatorischen Hintergrund) für die Patienten besteht eben gerade in dem besonderen Vertrauensverhältnis, das diese zu ihrem Hausarzt aufbauen können: Er wird für nahezu jedes gesundheitliche Problem ein offenes Ohr haben und mit Rat und Tat zur Seite stehen. Der Hausarzt erhält oft ein umfassendes Bild von der Lebenssituation und kann häufig besser bestimmte Krankheitsgeschehen einschätzen, weiter behandeln oder weiterbehandeln lassen, als es ein Arzt könnte, der den der Patient zum ersten Mal zu Gesicht bekommt.
      Für die Patienten kommt es außerdem durch diese Art der Versorgung zu erheblichen Einsparungen, nicht zuletzt an wertvoller Zeit. Zu einem, da der teilnehmende Hausarzt in diesem Programm mit weniger Bürokratie zu kämpfen hat als ohne die hausarztzentrierte Versorgung. Zum anderen, da bei jedem weiteren (Fach-)Arztbesuch auch wieder Wartezeiten anfallen würden. Bei vielen Fachärzten wartet man zudem lange auf den ersten Termin. Besser also, wenn die wirklich notwendigen Maßnahmen direkt vom Hausarzt koordiniert werden.
      Konkrete Argumente für das Hausarztprogramm
      Mehr Zeit für den Patienten durch verringerten Verwaltungsaufwand Erweiterte Gesundheitsuntersuchung (jährlich, erweiterte Laborwerte, je nach Kasse) Viele rabattierte Arzneimittel sind zuzahlungsfrei, die Rezeptgebühr entfällt (je nach Kasse) Qualitätsgesicherte hausärztliche Versorgung, Behandlung nach medizinischen Leitlinien auf dem aktuellen wissenschaftlichen Stand In der Regel Wartezeit von max. 30 Minuten in der Terminsprechstunde Mindestens eine Früh-, Abend- oder Samstagsterminsprechstunde pro Woche für Berufstätige Der Hausarzt kann den gesamten Behandlungsablauf abstimmen Erhalt der Arztpraxis durch weniger Bürokratie Rahmenbedingungen im HZV
      Bei einer Teilnahme des Patienten an der hausarztzentrierten Versorgung sollte folgendes beachtet werden:
      Teilnahme freiwillig, keine zusätzlichen Kosten Verbindliche Wahl eines Hausarzt für mindestens 12 Monate, natürlich weiterhin freie Arztwahl innerhalb der Gemeinschaftspraxis Abstimmung der notwendigen Facharzttermine mit dem Hausarzt, außer im Notfall, sowie Gynäkologen, Augenärzte und ärztliche Notfalldienste Kündigung des Hausarztprogramm
      Eine Kündigung des Hausarztprogramms ist aus verschiedenen Gründen möglich, und zwar:
      Frühestens nach Ablauf eines Teilnahmejahres oder früher, falls es zur einer Störung des Arzt-Patienten-Verhältnis kommt, der Hausarzt nicht mehr am Hausarztprogramm teilnimmt oder die Entfernung zur Praxis für den Patienten nicht mehr zumutbar ist. Der Grund sollte der Krankenkasse mitgeteilt werden.
      Flyer zum Hausarztprogramm
      Für eine verständliche Erklärung des Hausarztmodells kann dieser ansprechende Flyer (PDF) genutzt werden.

      Download des HZV-Flyers als PDF hier
       
      Teile diesen Beitrag, wenn er Dir gefällt, oder hinterlasse Deine Meinung als Kommentar im Forum!
    • Von StefanieWinkel
      Hallo zusammen
      ich bin grad recht überfordert. Ich habe die Organisation und Abrechnung der Hausbesuche in Seniorenzentrum übernommen, die mein Chef 1x/Woche macht.
      Einige Patienten sind HZV Patienten, hier ein Beispiel:
      Wohnbereich I   Entfernung 3dkm
      Kv Patient       01410(3dkm)
      HZV Patient     1410, 4401
      KV Patient
    • Gast MFA
      Von Gast MFA
      Hallo,
      wie handhabt ihr die HzV-Einschreibungen in eurer Praxis? Schreibt ihr alle Patienten ein oder nur bestimmte?
      Wie sprecht ihr die Patienten darauf an? Habt ihr Vorlagen, einen vorgegebenen Text oder informiert ihr mit Hilfe von Flyern? Welche Vorteile benennt ihr? Was antwortet ihr, wenn die Patienten wissen wollen wo der Haken daran ist?
      Vielen Dank im voraus für eure Antworten
    • Von teramed
      Mit dem ansprechenden Flyer das Hausarztprogramm / die hausarztzentrierte Versorgung leicht erklärt!
      Konkrete Vorteile des Hausarztprogramms
      Mehr Zeit für den Patienten durch verringerten Verwaltungsaufwand Erweiterte Gesundheitsuntersuchung (jährlich, erweiterte Laborwerte, je nach Kasse) Viele rabattierte Arzneimittel sind zuzahlungsfrei, die Rezeptgebühr entfällt (je nach Kasse) Qualitätsgesicherte hausärztliche Versorgung, Behandlung nach medizinischen Leitlinien auf dem aktuellen wissenschaftlichen Stand In der Regel Wartezeit von max. 30 Minuten in der Terminsprechstunde Mindestens eine Früh-, Abend- oder Samstagsterminsprechstunde pro Woche für Berufstätige Der Hausarzt kann den gesamten Behandlungsablauf abstimmen Erhalt der Arztpraxis durch weniger Bürokratie Rahmenbedingungen im HZV
      Bei einer Teilnahme des Patienten an der hausarztzentrierten Versorgung sollte folgendes beachtet werden:
      Teilnahme freiwillig, keine zusätzlichen Kosten Verbindliche Wahl eines Hausarzt für mindestens 12 Monate, natürlich weiterhin freie Arztwahl innerhalb der Gemeinschaftspraxis Abstimmung der notwendigen Facharzttermine mit dem Hausarzt, außer im Notfall, sowie Gynäkologen, Augenärzte und ärztliche Notfalldienste Kündigung des Hausarztprogramm
      Eine Kündigung des Hausarztprogramms ist aus verschiedenen Gründen möglich, dieser sollte der Krankenkasse mitgeteilt werden.
      Frühestens nach Ablauf eines Teilnahmejahres und falls es zur einer Störung des Arzt-Patienten-Verhältnis kommt der Hausarzt nicht mehr am Hausarztprogramm teilnimmt die Entfernung zur Praxis für Sie nicht zumutbar ist
    • Von melanie
      Funktionieren bei euch schon die neue Ziffern 56091 und 56092 für die Betreuung von Patienten mit Markumar?


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