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  • Experte

Am Tarifvertrag der MFA ist, glaube ich, der Knackpunkt, wie man eingruppiert ist: um so vielfältiger die Aufgabenbereiche sind, um so besser wird man eingruppiert.

D.h. wenn Du bestimmte Aufgaben selbständig übernimmst, dann würde ich mit dem Chef über eine neue Eingruppierung sprechen.

Positiv ist am Tarifvertrag, dass man nicht jedes Jahr "betteln" muss, sondern dass es konkrete Richtlinien gibt, welches Gehalt man als MFA verdient.

 

Hier findest Du eine Übersicht der Eingruppierung.

 

Die Prämien eignen sich, meiner Meinung nach, für besonders förderungswürdige Zusatzleistungen: bei uns ist das z.B. die Bereitschaft, auch in anderen Betriebsstätten auszuhelfen oder am Samstag Vormittag die Sprechstunde zu schmeißen.

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  • 3 weeks later...

Richtig, Geld ist nicht alles! Dennoch sollte es einer MFA möglich sein alleinstehend leben zu können und das wird bei den meisten MFA's sehr eng! Leistung, Engagement, Selbstständigkeit usw. sollten honoriert werden!

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  • Experte

Hallo Claudia,

 

das sehe ich auch so: es sollte ein Mindestgehalt für die geleistete Tätigkeit bezahlt werden, sonst werden die Mitarbeiter unzufrieden.

Und das wirkt sich in der Atmosphäre, der Freundlichkeit und schließlich auch in der Entwicklung der Arztpraxis aus.

 

Allerdings führt ein höheres Gehalt nicht gleich zur Zufriedenheit: besteht ständig eine Überlastung, hoher Stresspegel und wird nur gemosert, dann kann man das mit mehr Geld nicht ausgleichen.

 

Was sind den positive Aspekte, die Dir in dem Beruf Spaß macht? Was kann man verbessern?

 

Reicht der Tarifvertrag, um den Lebensunterhalt zu bestreiten?

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Arbeite als MFA in der Nuklearmedizin und mach alles was ne MTRA macht das lustige daran ich kann alle Geräte und meine Kollegen sind da nicht so fit drin...unsere Chefs bezahlen jeden anders...etwas unzufrieden ist man da schon aber ich weiß auch das ne mtra mehr verdient als ne MFA...ich komm auch gerade so um die runden!

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  • Experte

Das scheint wirklich unbefriedigend zu sein: man sollte eine klare Linie in der Praxis bekommen, woran man (auch mit dem Gehalt) ist.

 

Zum Beispiel, wenn man besonderen Leistungen erbringt oder bestimmte Geräte bedienen kann.

 

In aller Regel ist die Bezahlung in der Arztpraxis aber abhängig vom Verhandlungsgeschick der MFA und das finde ich auch nicht richtig.

 

Das Gut ist, man kann so etwas Unangenehmes, wie das Gehalt, auch konkret ansprechen. Es sollte aber ein ruhiger Moment sein und nicht zwischen "Tür und Angel" passieren.

Vielleicht kannst du so anfangen:

  • ich bin jetzt so und so lange in der Praxis und führe diese konkreten Aufgaben selbständig durch
  • ich möchte mich auch persönlich weiterentwickeln und würde gerne etwas mehr verdienen
  • Welche Möglichkeiten hätte ich, z.B. durch ein erweitertes Aufgabenspektrum, das Gehalt aufzubessern?
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Hallöchen, dazu würde ich mich auch mal zu Wort melden.

Also ich arbeite in einer chirurgischen Praxis und bei uns wird jeder anders bezahlt, obwohl jeder die gleichen Aufgaben hat. Manche werden sogar bevorzugt und brauchen beispielsweise nicht in den OP,bekommen aber dennoch mehr Geld! Eigentlich dürfen wir untereinander auch nicht über Gehalt reden. Bei uns fehlen 2 Kräfte,dass heißt wir arbeiten alle sehr viel zu mal unsere Praxis auch immer gut Besucht ist. Ich habe zwar meine Lehre erst vor 1 1/2 Jahren abgeschlossen aber bin dennoch schon über ein Jahr dort und überall einsetzbar.

Im Oktober wurden mir der Erwerb eine Weiterbildung zum Röntgen finanziert aber eine Gehaltserhöhung wurde noch nicht angesprochen. Und ich arbeite 39 Stünden und Stundenlohn ist weit entfernt vom ab diesem Jahr geltenden Mindestlohn.

Bei uns sind natürlich alle sehr unzufrieden. Zu mal auch OP-Pläne von den Ärzten vollgestopft werden obwohl kaum Schwestern da sind. Von den wenigen Schwestern die wir sind haben ja auch mal welche Urlaub. Und meistens springen wir auf 2 oder 3 Posten.

Ich werde einen von meinen 3 Chefs fragen wegen einer Gehaltserhöhung. Naja aber bei uns ist die Situation auch untereinander sehr angespannt. Ich bin auch mit dem Mindestlohn nicht einverstanden. Leider kann ich nicht einschätzen welches Gehalt gerecht wäre. Mit dem Mindestlohn hätte ich 1326€ brutto raus. Damit kann man weder leben noch sterben.

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  • Experte

Es ist wirklich unbefriedigend, wenn es keine klaren Regelungen gibt, wann man welches Gehalt verdient: z.B. für besondere Ausbildung oder die vermehrte Arbeit im OP.

 

Den Mitarbeitern zu verbieten, über das Gehalt zu sprechen, funktioniert einfach nicht und stiftet nur Unfrieden.

 

Wie es mir erscheint, seid ihr in der Praxis überlastet. Das kann an Personalmangel liegen, aber auch organisatorische Ursachen haben.

 

Habe ich es richtig verstanden, dass Du den Mindestlohn von 1.326 € erhältst? Nach Tarifvertrag wären es ja mindestens 1.683,14 €?

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Man merkt auch,dass es oft untereinander sehr unruhig ist.

Wir sind überlastet und allgemein nicht mehr zufrieden,was auch vor den Patienten sicher nicht unbemerkt bleibt. Es möchte auch keiner zu viel machen, da fällt dann immer viel auf die Jüngsten ab,das bin dann ich. Aber ich will mich nicht beschweren. Das ist eben so,da musste jeder schon durch.

Also ich hab im Jahr 2014 1250€ brutto verdient. Da ja ab 2015 Mindestlohn gilt bekomme ich 1326€. Ich gehe 39Stunden die Woche und bei 8,50€ komme ich dann auf diese Summe. Tarifvertrag findet bei uns keine Anwendung. Meine Chefs sind im sparen sehr gut. Aber ich bin damit absolut nicht zufrieden. Wie gesagt,bin ich wirklich überall einsetzbar. Ich weiß leider nicht wie viel ich verlangen kann dass es nicht schon wieder unverschämt ist. Ich hab meine Lehre in der Uniklinik absolviert, das sind ja ganz andere Dimensionen. Tja,wenn alle Stricke reißen werde ich mich wohl nach einem anderen Arbeitsplatz umsehen müssen.

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