Jump to content

Recommended Posts

Hallo zusammen,

ich schreibe meine Abschlussarbeit über das Thema „ Privatabrechnung in Arztpraxen“. Daher versuche ich, so viel wie möglich über dieses Thema zu erfahren.

Aktuell befasse ich mich mit dem Abschnitt „ Rechnungserstellung und Versand“. Also mit dem logistischen Aufwand, der mit der Privatabrechnung verbunden ist.

Sollte dies hier ein Arzt oder jemand lesen, der die Privatabrechnung in der Arztpraxis erledigt, würde es mir unendlich helfen, wenn Sie mir Ihre Vor- und Nachteile bei der Privatabrechnung erläutern könnten.

 

Vielen Dank!

Viele Grüße

Alisa Hackenberg

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Der logistische Aufwand ist hoch, insbesondere beim Hausarzt, wo die Rechnungsbeträge oft klein sind (3-15 Euro). Da ist Porto und Rechnungserstellung dann schon bald teurer als das was über die Rechnungen reinkommt. 

Grüße, Jens Wagner

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hallo Alisa, ich finde es sehr schön, dass du dich für dieses Thema entschieden hast. Ich arbeite als Praxismanagerin in einer hausärztlichen Arztpraxis. Unser Patientenklientel ist bunt gemischt, von jung bis alt und gesetzlich bis privat versichert. Neben den Privatpatienten gibt es noch die Selbstzahler, sogenannte IGel-Patienten. Die Abrechnung erfolgt jeweils nach der GOÄ. Leider geben immer mehr Ärzte ihre Privatabrechnung zur Bearbeitung an Verrechnungsstellen weiter. Schade eigentlich! Denn neben der medizinische Versorgung und individuellen Patientenbetreuung gehört zum Behandlungsfall auch die persönliche Rechnungslegung mit Briefkopf, wie ich finde. Wieviel Zeit verbringen wir denn für die Quartalsabrechnung und DMP? Ich schreibe die Rechnungen im Abstand von 4-6 Wochen. Und prüfe jeden einzelnen Fall nach Bearbeitungsstand. Sind die Zahlungsfristen überfällig, rufe ich die Patienten kurz tel.an und frage nach. Selten schicken wir Mahnungen raus. Dieser Ablauf funktioniert sehr gut. Die IGel- Patienten untschreiben vor Behandlungsbeginn ein Vertrag und erhalten für jede Leistungserbringung sofort eine Rechnung. Diese kann direkt in unserer Praxis beglichen werden oder wird vom Patienten überwiesen. Auch mit dieser Vorgehensweise haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht. Ganz wichtig ist die Transparenz, Aufklärung und Kompetenz in der Praxis. Der Patient muss immer im Mittelpunkt stehen und soll sich gut betreut fühlen. Dazu zählt, meiner Meinung nach auch eine korrekte und persönlich erbrachte Rechnungslegung. Ich drücke dir die Daumen für deine Prüfung und wünsche dir alles Gute.                                     Mit freundlichen Grüßen Peggy Füssel

Anonym beigetragen

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Am ‎23‎.‎07‎.‎2016 um 16:52 schrieb sirjohn:

Der logistische Aufwand ist hoch, insbesondere beim Hausarzt, wo die Rechnungsbeträge oft klein sind (3-15 Euro). Da ist Porto und Rechnungserstellung dann schon bald teurer als das was über die Rechnungen reinkommt. 

Grüße, Jens Wagner

Hallo Jens,

Wieso arbeiten Sie nicht mit einer Verrechnungsstelle zusammen, wenn der Aufwand sehr hoch ist?

vor 20 Stunden schrieb Anonym:

. Leider geben immer mehr Ärzte ihre Privatabrechnung zur Bearbeitung an Verrechnungsstellen weiter. Schade eigentlich! 

Hallo,

vielen Dank für Ihre ausführliche Antwort.

Was ist Ihrer Meinung nach der Grund/Gründe warum immer mehr Ärzte ihre Privatabrechnungen zur Bearbeitung an Verrechnungsstellen weiter leiten?

Worin sehen Sie Ihre Vor- und Nachteile Ihre Rechnungen selbst zu erstellen bzw. die Vor- und Nachteile bei der Zusammenarbeit mit einer Verrechnungsstelle?

 

Grüße

Alisa

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hallo Alisa, ich finde, dass die persönliche Rechnungslegung zum Behandlungsfall dazu gehört und zu einer Patientenbindung beiträgt. Die Prüfung aller Privatfälle bleibt beim behandelnden Arzt. Abläufe und Statistiken lassen sich somit sehr gut erstellen und kontrollieren. Auch der wirtschaftliche Überblick sollte hierbei erwähnt werden. Es gibt sooo viele Private Abrechnungsstellen. Hast du dich schon einmal gefragt, warum es keine EBM-Abrechnungstellen oder DMP-Abrechnungscenter gibt? Und ausgerechnet die Privatabrechnung sollen wir aus den Arztpraxen auslagern und von externen Anbietern durchführen lassen? Ein Handwerker schreibt seine Rechnungen doch auch selber!  Die Ärzte könnten ihre eigenen Mitarbeiter in der Abrechnung mobilisieren, diese sitzen doch mit im "Praxisboot"...und Vertrauen ist der Schlüssel zum Erfolg. Denn in einer gut funktionierenden Praxis arbeiten Mitarbeiter im Team und sorgen für ein Wohlfühlklima und denken unternehmerisch mit, vorausgesetzt der Chef lässt dies zu... ;) 

Liebe Grüße Peggy Füssel

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Erstelle ein kostenloses Benutzerkonto oder melde dich an, um zu kommentieren und Vorlagen herunterzuladen.

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen oder Vorlagen herunterladen zu können

Benutzerkonto erstellen

Kostenlos ein neues Benutzerkonto erstellen. Es ist einfach!

Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.

Jetzt anmelden


  • Das könnte Dich auch interessieren

    • Von DocMartin
      GOÄ Abrechnung der Tauchtauglichkeit 1,0 und 2,3 fach


    • Von Gerd Müller
       Die Stosswellentherapie kann nach dem Beschluss der Bundesärztekammer vom 29.8.2001 mit einem Analogansatz Ziff.1800 der GOÄ berechnet werden. Gilt der einfache Analogansatz auch für Privatpatienten, oder ist dort auch der 2,3-fache Gebührensatz zulässig.
      Die Beihilfe will nur den einfachen Gebührensatz anwenden und beruft sich auf den Beschluss der BÄK. Mein Orthopäde dagegen hält auch den 2,3 - fachen Satz für zulässig.
       
      Für eine Antwort wäre ich sehr dankbar.
      Gerd Müller
       
       
    • Von Canosa Angelica
      Hallo,
      Ich habe eine Frage. Wir hatten heute ein Privatpatienten in unserer Praxis. Kontakt war die Ziffer 1 gewesen. Danach sagte mein Chef er wird den Patienten zu Hause besuchen müssen,
      wegen Halluzinationen. Der Patient behauptet er würde seien verstorbene Frau hören und möchte deshalb das mein Chef einen Hausbesuch macht.
      Jetzt zu meiner Frage, wie rechne ich die zwei Kontakte ab?
      Ich habe das so berechnet: 50-E-mit Uhrzeit-801 so wollte es mein Chef aber was ist mit dem Erstkontakt am Vormittag ??? Ziffer 1 ???
      Vielleicht habt ihr ja eine Idee.
       
      lg. Angie
    • Von teramed
      GOÄ-Ziffern der Privatabrechnung:
      Grundleistungen, Beratung, Hausbesuche, Zuschläge, körperliche Untersuchung, Injektionen, Bescheinigungen und zusätzliche GOÄ-Ziffern.
      Einen Überblick der GOÄ-Abrechnung findet sich hier:
       
      Die Leistungen nach EBM für die Kassenabrechnung im Notdienst:
       
       
    • Von Edith Vieweg
      Hallo, Kann mir jemand Auskunft geben, ob bei der Abrechnung einer Leichenschau nach GOÄ neben der Ziffer 100 auch noch die Ziffer 50 (Hausbesuch...) möglich ist ? Dieses wird unter meinen Kollegen kontrovers diskutiert- Danke


×