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Sind finanzielle Anreize für die Anstellung einer Ärztin / Arzt sinnvoll?

Derzeitig erhalten unsere festangestellten Ärzte in der ambulanten Arztpraxis ein Gehalt entsprechend den Tarifverträgen der Kliniken. Zusätzlich erhalten diese die Leistungen für die (freiwillig) selbst erbrachten Notfalldienste, was deutlich mehr ist, als die Vergütung der Dienste im Krankenhaus (und weniger aufwendig).

Ist eine Vergütung anhand weiterer Faktoren, z.B. Anzahl der Patienten / generierter Umsatz sinnvoll?

Wird ein zusätzliches Gehalt für die Ärzte z.B. an die behandelten Patienten gebunden, dann könnte es sein, dass die Ärzte versuchen, so schnell und so viele Patienten wie möglich "durchzuschleusen". Das schadet dann dem Ansehen und der Qualizät der Arztpraxis.

Gilt dann auch ein Patient als "gesehen", wenn der Arzt nur die Laborbefunde dem Patienten telefonisch mitteilt? Ist ein Hausbesuch oder aufwendigere Behandlung / Diagnostik (Gesundheitsvorsorge / OP / Betreuung chronischer Patient) nicht besser zu vergüten?

Wir der Zusatzverdienst für Ärzte an den generierten Umsatz gekoppelt kommt es 

  1. zu Schwierigkeiten in der korrekten Abrechnung (wer erhält den Chronikerzuschlag, was passiert, wenn man eine Ziffer abrechnet, wo das Budget sowieso überschritten ist?)
  2. der Arzt, der die Patienten einmal sieht, hat gewonnen: Ordinationskomplex, Zuschläge, etc. Ein zweites Mal wird der Arzt den Patienten dann nur sehen wollen, wenn er zusätzliche Ziffern abrechnen kann

Das kann meiner Meinung nach wieder der Qualität und dem Ansehen der Arztpraxis schaden.

Was könnte es für sinnvolle (leistungsabhängige) Lohnmodelle für Ärzte gibt es oder könnte man sich vorstellen?

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"Incentives" können immer zu Problemen führen, obwohl sie zur Motivationssteigerung gedacht sind.

Einfach anteilig die behandelte Patientenzahl pro Quartal mit einem Faktor x bewerten und ausschütten, ist eine einfach Lösung.

Um die Qualität zu wahren, könnte man noch eine Patientenumfrage hinzuziehen.

Das wird aber zu kompliziert.

Wie wäre es mit einem Bonus am Jahresende, abhängig vom Umsatz der Praxis?

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Im Krankenhaus gabs einen Anteil an der Privatabrechnung. Das wurde nach Punkten aufgeschlüsselt, wenn jemand z.B. Notarzt fährt, Diabetes Schulung durchführt oder die Privatstation betreut.

Aber es gab immer Unmut: die Altassistenten haben die Regeln so gemacht, dass die Verteilung denen zu Gute gekommen ist, die lange dabei waren. Sinnvoller wäre gewesen, wenn die Dienste auch korrekt honoriert gewesen wären.

Das Krankenhaus ist aber ein ganz anderes System.

In unserer Praxis kriege ich ein fixes Gehalt und darf die Notfalldienste selbständig übernehmen, diese werden dann direkt ausbezahlt.

Für die Zukunft würde ich mir aber schon eine Weiterentwicklung meines Gehalts wünschen, als Facharzt erwarte ich dann schon mehr.

Die Qualität und Quantität der ärztlichen Versorgung zu messen und mittels Bonuszahlungen zu vergüten, ist schwierig. Besser gar nicht, bevor es, wie im Krankenhaus, ein ungerechtes System gibt.

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    • Von Jerupa85
      Hallo zusammen, 
      Ich möchte in Teilzeit in München Stadt als MFA für Hausarztpraxis arbeiten, soll als 2. Fachkraft jedoch fast alles machen und zwar eigenverantwortlich. Ich habe 7Jahre Erfahrung nach Ausbildung. Wie viel darf ich in München verlangen? Ich habe gehört unter 17 Euro pro Stunde auf keinen Fall!
      B
    • Von Deuser Praxismanager.de
      Hallo Forum,
      da es im Bereich Datenschutz angesichts der realen Abmahngefahr und der horrenden Bußgelder (20 Mio €) und die ganze Sache droht, real Existenzen zu vernichten (kein Scherz)  gerade mächtig brennt, haben wir eine Aktionsseite gestartet:
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      Joachim Deuser
    • Von Deuser Praxismanager.de
      Liebes Forum,
      mich würde interessieren, ob jemand mit den neuen Systemen wie T2med, Redmedical, Doc Cirrus aussieht, hat da jemand Erfahrung, d.h. die Systeme im Einsatz? Meines Wissens nach sind die z.B. bei T2med immer noch viel am entwickeln... Lt. KV-Installationsstatistik weniger als 0,1% Marktanteil (was bei neuen Systemen ja nicht ungewöhnlich ist. Aber wenn 5000 Ärzte lt. Homepage schon getestet haben, macht mich das doch ein wenig nachdenklich...)
      Viele bisherige Systemanbieter setzen ja noch auf das alte Geschäftsmodell: Wenn Ärzte und Mitarbeiterinnen über das langsame System klagen, verkaufe ihnen alle paar Jahre einen neuen dicken Server und neue Rechner für >10.000 €. Bin gespannt, wie lange das die Praxisinhaber noch mit sich machen lassen...
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      Würde mich über Rückmeldungen aus der Praxis freuen, wenn sie mit einem der neuen Systeme arbeiten, danke :-)
      Viele Grüße,
       
      Joachim Deuser
       
    • Von Jette
      Hallo liebe Community,   ich arbeite als Redakteurin für BOOK A TIGER und befasse mich derzeit intensiv mit den Bedürfnissen und Anforderungen an die Reinigung von Praxen. Ich würde gern erfahren, was bei der Reinigung durch eine externe Firma wichtig ist. Worauf kommt es Ihnen an?   Dafür habe ich eine kurze (10 Fragen 2 Minuten Zeitaufwand), anonyme Umfrage erstellt:  https://www.surveymonkey.de/r/958HZ8K   Ich würde mich sehr freuen, wenn ich einige Antworten erhalten würde.   Ich freue mich auf Ihr Feedback.   Viele Grüße
    • Von tima
      Hallo,
      weiß irgend jemand, welche Einweisungen für die MFA`s verpflichtend sind. (Reanimation, Hygiene, Arbeitsschutz etc.) und wer diese Einweisungen macht.
      Brauche ich zwingend einen Brandschutzbeauftragten.
       In unserer Allgemeinarztpraxis bereiten wir Instrumente auf. Leider haben wir im Team niemanden mit Steri-Schein. Ist aber nötig, oder?
      Gibt es ein empfehlenswertes Nachschlagewerk, indem ich alles kompakt erlesen kann?
      Ich freue mich über viele hilfreich Tipps und sage schon mal DANKE.
      MfG Tima
       


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