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  • Was ist das Hausarztprogramm? Mit dem Flyer leicht erklärt!


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    Erster Ansprechpartner für Patienten bei jeder Arzt von Gesundheitsproblemen: In den meisten Fällen der Hausarzt. Dieser übernimmt die Erstversorgung und bei Bedarf die Überweisung an Fachärzte. Diese Erstversorgung der Patienten durch Hausärzte ist vom Gesetzgeber gewollt und als sogenannte "hausarztzentrierte Versorgung" eingerichtet und gefördert worden. In diesem Hausarztmodell soll die Versorgung der Patienten von einem Arzt als Gatekeeper bestmöglich koordiniert werden.

    Doch welche Vorteile bietet das Hausarztprogramm den Patienten - und zu welchen Bedingungen? Mit diesem ansprechenden Flyer lässt sich das den Patienten leicht vermitteln.

    Vorteile für Arzt und Gesundheitssystem

    Hinter der hausarztzentrierten Versorgung steht der Gedanke, dass sich durch die Koordination der Behandlung durch den Hausarzt Kosten einsparen lassen, indem die Patienten nicht sofort von sich aus mehrere Fachärzte aufsuchen. Außerdem wird davon ausgegangen, dass der Hausarzt die bestmögliche Versorgung für seine Patienten am besten einschätzen und koordinieren kann, da er seine Patienten oftmals schon über viele Jahre kennt.

    Zudem werden mit der hausarztzentrierten Versorgung doppelte oder mehrfache Leistungen - und die damit verbundenen Kosten - vermieden, wie zum Beispiel mehrfache Befunderhebungen, Patientenanamnesen oder Röntgenuntersuchungen.

    Vorteile für Patienten

    Der Vorteil in der hausarztzentrierten Versorgung (unabhängig von dem organisatorischen Hintergrund) für die Patienten besteht eben gerade in dem besonderen Vertrauensverhältnis, das diese zu ihrem Hausarzt aufbauen können: Er wird für nahezu jedes gesundheitliche Problem ein offenes Ohr haben und mit Rat und Tat zur Seite stehen. Der Hausarzt erhält oft ein umfassendes Bild von der Lebenssituation und kann häufig besser bestimmte Krankheitsgeschehen einschätzen, weiter behandeln oder weiterbehandeln lassen, als es ein Arzt könnte, der den der Patient zum ersten Mal zu Gesicht bekommt.

    Für die Patienten kommt es außerdem durch diese Art der Versorgung zu erheblichen Einsparungen, nicht zuletzt an wertvoller Zeit. Zu einem, da der teilnehmende Hausarzt in diesem Programm mit weniger Bürokratie zu kämpfen hat als ohne die hausarztzentrierte Versorgung. Zum anderen, da bei jedem weiteren (Fach-)Arztbesuch auch wieder Wartezeiten anfallen würden. Bei vielen Fachärzten wartet man zudem lange auf den ersten Termin. Besser also, wenn die wirklich notwendigen Maßnahmen direkt vom Hausarzt koordiniert werden.

    Konkrete Argumente für das Hausarztprogramm

    • Mehr Zeit für den Patienten durch verringerten Verwaltungsaufwand
    • Erweiterte Gesundheitsuntersuchung (jährlich, erweiterte Laborwerte, je nach Kasse)
    • Viele rabattierte Arzneimittel sind zuzahlungsfrei, die Rezeptgebühr entfällt (je nach Kasse)
    • Qualitätsgesicherte hausärztliche Versorgung, Behandlung nach medizinischen Leitlinien auf dem aktuellen wissenschaftlichen Stand
    • In der Regel Wartezeit von max. 30 Minuten in der Terminsprechstunde
    • Mindestens eine Früh-, Abend- oder Samstagsterminsprechstunde pro Woche für Berufstätige
    • Der Hausarzt kann den gesamten Behandlungsablauf abstimmen
    • Erhalt der Arztpraxis durch weniger Bürokratie

    Rahmenbedingungen im HZV

    Bei einer Teilnahme des Patienten an der hausarztzentrierten Versorgung sollte folgendes beachtet werden:

    • Teilnahme freiwillig, keine zusätzlichen Kosten
    • Verbindliche Wahl eines Hausarzt für mindestens 12 Monate, natürlich weiterhin freie Arztwahl innerhalb der Gemeinschaftspraxis
    • Abstimmung der notwendigen Facharzttermine mit dem Hausarzt, außer im Notfall, sowie Gynäkologen, Augenärzte und ärztliche Notfalldienste

    Kündigung des Hausarztprogramm

    Eine Kündigung des Hausarztprogramms ist aus verschiedenen Gründen möglich, und zwar:

    • Frühestens nach Ablauf eines Teilnahmejahres oder
    • früher, falls
      • es zur einer Störung des Arzt-Patienten-Verhältnis kommt,
      • der Hausarzt nicht mehr am Hausarztprogramm teilnimmt oder
      • die Entfernung zur Praxis für den Patienten nicht mehr zumutbar ist.

    Der Grund sollte der Krankenkasse mitgeteilt werden.

    Flyer zum Hausarztprogramm

    Für eine verständliche Erklärung des Hausarztmodells kann dieser ansprechende Flyer (PDF) genutzt werden.

    hzv_flyer.jpg

    Download des HZV-Flyers als PDF hier

     

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    bearbeitet von Christina Czeschik




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