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  • Online-Laboranforderung - Aus der Praxis nicht mehr wegzudenken


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    Auch in der ambulanten Medizin machen uns schon seit geraumer Zeit moderne Technologien und Kommunikationsmittel das Leben leichter. Mehr noch: ohne diese zusätzlichen Hilfen ist es Ärzten und MFA kaum noch möglich, eine effektive und wirtschaftliche Patientenversorgung aufrechtzuerhalten.

    An erster Stelle der Techniken, die den Alltag vereinfachen, stehen die Verfahren für internen und externen Datenaustausch über das Netzwerk - zum Beispiel zur Kommunikation mit dem Labor. Stichwort: Online-Labor. Sowohl der Online-Abruf von Labordaten als auch die Online-Anforderung von Laborbefunden führen zu einer geringeren Fehleranfälligkeit und effektiveren Arbeitsprozessen als bei der herkömmlichen Kommunikation mit den Laboren.

    Klassische Laboranforderung: Nadeldrucker und Kugelschreiber

    Klassischerweise werden die Laboranforderungen aus dem Praxisprogramm direkt auf ein spezielles Formular der KV ausgedruckt: das ist die sogenannte Blankoformularbedruckung. Bei den neuen Selektivverträgen (HZV) ist das Formular von Labor zu Labor unterschiedlich. Gerade die unterschiedlichen Formulare für Teilnehmer der Selektivverträge werden in den EDV-Programmen nicht gepflegt und müssen dann per Nadeldrucker beschriftet werden.

    Außerdem gibt es nicht selten noch die Situation, dass die Praxis-EDV nur die Patientenstammdaten ausdruckt und die Ärzte und medizinischen Fachangestellten die Laboraufträge per Hand ankreuzen müssen!

    Kommen die Proben im Labor an, werden diese manuell ausgefüllten Formulare automatisiert eingescannt. Dabei passieren Fehler, und der Aufwand für die Korrektur über Prüfung der Anforderungen ist unverhältnismäßig hoch.

    Online Laboranforderung: reibungslos im Praxisalltag

    Mittels der Online-Laboranforderung werden aus der Praxis-EDV die Stammdaten des Patienten direkt an ein externes Laborprogramm übermittelt. Hier können dann die gewünschten Untersuchungen ausgewählt werden. Die Etiketten für die Beschriftung der Proben werden auf dem Etikettendrucker ausgegeben - keine manuelle Beschriftung notwendig. Schließlich gibt das Laborprogramm der Praxis-EDV eine Rückmeldung darüber, welche Proben angefordert wurden.

    Die Kommunikation mit dem Labor erfolgt dabei über einen gesicherten privaten Datenkanal, ein sogenanntes VPN. Technisch benötigt man dafür lediglich den normalen Internetanschluss - das VPN kann dann per Software oder fest installiertem Gerät (Router) realisiert werden.

    In der Regel stellt der Laboranbieter die Programme und Geräte (inkl. Etikettendrucker) kostenlos zu Verfügung, denn die Online-Laboranforderung ist auch im Interesse des Labors: die Arbeitsersparnis ist für alle Beteiligten nicht unerheblich.

    Zusammenfassend ermöglicht die Online-Laboranforderung ein deutlich effizienteres und fehlerärmeres Arbeiten in der Praxis, denn:

    • Der Zeitaufwand für die Erstellung eines Laborauftrages reduziert sich von mehreren Minuten auf 10 bis 30 Sekunden.
    • Die Anforderungen können schon im Behandlungs- oder Arztzimmer vorbereitet werden, der Patient muss sich im Labor nur noch Blut abnehmen lassen.
    • Durch Profile, die dynamisch geändert werden können, ist die Erstellung von Regeluntersuchungen (z.B. präoperative Untersuchung, Gesundheitsuntersuchungen), die in der Praxis ca. 80% der Anforderungen ausmachen, eine Sache von zwei Mausklicks. Außerdem werden nicht mehr einzelne Werte im Alltagstrubel vergessen.

    Die Online-Laboranforderung ist also kein Selbstzweck: Vereinfachte Praxisabläufe reduzieren nicht nur die tägliche Arbeitsbelastung der medizinischen Fachangestellten, sondern bringen im Endeffekt auch einen Mehrwert für Deine Patienten: mehr Zeit mit Dir und Deinem Praxisteam.

     

    bearbeitet von Christina Czeschik




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