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  • 6 Dinge, die den Alltag in der Arztpraxis erleichtern


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    Telefonate nicht durchstellen lassen

     

    Lass Dich nicht durch vermeintlich dringende Telefonate stören. Gib stattdessen klare Anweisungen, welche Gründe für eine Störung im Patientengespräch oder in der Behandlung gerechtfertigt sind. Lass lieber Rückrufwünsche von Patienten oder anderen Anrufern in die "Wartezimmerliste" eintragen, so dass Du sie dann erledigen kannst, wenn Du Zeit hast.

     

    Umgang mit Hausbesuchsanforderungen festlegen

     

    Stelle klar, welche Kriterien einen Hausbesuch erforderlich machen, und kommuniziere das klar ans Team. So können die MFA schon im Vorfeld klären, ob der Hausbesuch dringlich, geplant oder überhaupt notwendig ist. Auf diese Art muss nicht jede Hausbesuchsanforderung telefonisch in der Sprechstunde an Dich weitergeleitet werden. Ein Muster hierzu in Form einer Checkliste haben wir für Dich vorbereitet: Checkliste Hausbesuchsanforderungen.

     

    Laboranforderung per EDV bzw. online durchführen

     

    Eine funktionierende Laboranforderung online oder per EDV erspart aus zwei Gründen viel Zeit: Man kann einerseits die notwendigen Werte schon vom Behandlungszimmer aus "anklicken", und bei gut eingerichteten Systemen erfolgt andererseits der Ausdruck des Laborauftrags und der Etiketten für die Beschriftung der Proben am Laborarbeitsplatz gleich mit.

     

    Labor-Profile nutzen

     

    Fast jedes Labor bietet Profile für verschiedene Untersuchungsbereiche an, die man durch das Ankreuzen von nur einem Feld bestellen kann. Das spart enorm viel Arbeit während des Ausfüllens der Laborbögen. Oft wird dies aber nicht genutzt, aus Sorge, dass der "Wirtschaftlichkeitsbonus" nicht erreicht wird oder die Kosten (HZV) zu hoch werden. Man muss sich jedoch klar machen, dass es ein paar wenige teure Anforderungen gibt (HbA1c, TSH, kleines BB, Speziallabor) und alle anderen Untersuchungen nur Cent-Beträge kosten, die kaum ins Gewicht fallen. Also lieber bei allen Patienten, die eine Gesundheitsuntersuchung benötigen, noch zusätzlich Leberwerte und Krea untersuchen lassen, als hier vermeintlich zu sparen.

     

    Klare Anweisungen bei Wünschen nach erweiterten Laborwerten geben

     

    Oft kommen Patienten mehrmals täglich mit Wünschen, welche Laborwerte zusätzlich auch noch gemessen werden sollen: zum Beispiel TSH (wegen Müdigkeit), dann soll es noch zusätzlich das Eisen sein und "lange wurde das Cholesterin nicht mehr gemessen". Sicherlich gibt es für all das immer auch Indikationen - das Problem liegt aber in der Art der Kommunikation. Die Patienten fragen die MFA, ob diese nicht den Arzt fragen könnten, ob er noch zusätzlich das "TSH und Cholesterin" ankreuzt. Danach spricht die MFA mit dem Arzt und muss das Ergebnis dann wieder dem Patienten mitteilen. Oder der Patienten diskutiert ohne Termin über diese Laborwerte und beschreibt dann gleich ausführlich alle Beschwerden der letzten 2 Jahre.

    Rationeller ist es, konkrete Anweisungen bezüglich der Laboruntersuchungen zu geben: Zum Beispiel TSH alle 3 Jahre, bei medikamentöser Therapie einer Schilddrüsenpathologie zweimal jährlich, bei Beschwerdeveränderungen innerhalb der letzten 2 Monaten oder Schwangerschaft kurzfristig. MFA können auch geschult werden, Patienten über die Sinnhaftigkeit der Untersuchungen von einzelnen Werten aufzuklären, beispielsweise im Falle des Wunsches nach einer alleinigen Eisenbestimmung oder einer Cholesterinkontrolle ohne HDL/LDL und ohne Ereignis.

     

    Weitere Anweisungen per EDV übermitteln

     

    Mittels einem Chat-System oder Messenger ist es möglich, den anderen Ärzten und dem Team in Anmeldung, Funktionsräumen und Büro Kurznachrichten mit Patientenbezug zu senden, beispielsweise "bitte FSME in SP3" oder "Termin für Gesundheitsvorsorge mitgeben". Das geht in der Regel schneller als ein Telefonat oder der direkte Kontakt mit den MFA und stört diese nicht in deren Abläufen. Man muss dann auch den persönlichen Kontakt mit dem Patienten in dieser Zeit nicht unterbrechen. Nach der Behandlung kann sich der Patient in Ruhe vom Arzt verabschieden und hat dann an der Anmeldung einen Ansprechpartner, der über die nächsten Schritte wie zum Beispiel Terminvergabe schon informiert ist.

    Mehr zum Thema bessere Organisation in der Arztpraxis:

     

    bearbeitet von Christina Czeschik

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