Neue Microsoft-Funktion kann Auswirkungen auf den Datenschutz haben
Viele Arztpraxen, MVZ und Pflegeeinrichtungen setzen inzwischen auf Microsoft 365 oder testen den Einsatz von Microsoft Copilot. Was jedoch kaum bekannt ist: Microsoft hat mit dem sogenannten Flex Routing eine Funktion eingeführt, durch die KI-Anfragen bei hoher Auslastung europäischer Rechenzentren auch in Rechenzentren außerhalb Europas verarbeitet werden können - beispielsweise in den USA, Kanada oder Australien.
Je nach Nutzung können dabei auch Inhalte aus E-Mails, Teams-Nachrichten, Word-Dokumenten oder hochgeladenen Dateien verarbeitet werden.
Warum ist das für Arztpraxen relevant?
Gerade im Gesundheitswesen werden täglich besonders schützenswerte personenbezogene Daten verarbeitet. Werden KI-Funktionen wie Microsoft Copilot genutzt, sollte deshalb geprüft werden, ob die aktuelle Konfiguration den datenschutzrechtlichen Anforderungen der Praxis oder Einrichtung entspricht.
Die Einführung von Flex Routing bedeutet nicht automatisch, dass Microsoft Copilot nicht mehr DSGVO-konform genutzt werden kann. Allerdings sollten Verantwortliche die Auswirkungen auf ihre Datenschutzdokumentation bewerten und die getroffene Entscheidung nachvollziehbar dokumentieren.
Jetzt prüfen statt später überrascht werden
Falls Sie Microsoft Copilot bereits einsetzen oder die Einführung planen, empfehlen wir, die aktuellen Einstellungen im Microsoft Admin Center zu überprüfen und die datenschutzrechtlichen Auswirkungen bewerten zu lassen. In unserem ausführlichen Fachbeitrag erfahren Sie:
- was Flex Routing genau bedeutet
- welche Daten betroffen sein könnten
- wie sich die Funktion deaktivieren lässt
- und welche Maßnahmen Arztpraxen jetzt ergreifen sollten
Recommended Comments
Keine Kommentare vorhanden