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  • Unbudgetierte Hausbesuche der nichtärztlichen Praxisassistentinnen (NäPa)


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    Ab 01.01.2015 werden Hausbesuche der nichtärztlichen Praxisassistentinnen (NäPa) durch die Kassenärztliche Vereinigung gefördert. Im Besonderen bestehen für die Ziffern 03062 (Hausbesuch der NäPa) und 03063 (Mitbesuch) keine Mengenbegrenzung.

    Hier kann das Gefühl entstehen, dass im Gegensatz zum Erfolgsmodell VERAH  (Hausärzteverband) eine direkte Konkurrenz geschaffen wurde. Zur weiteren Steigerung der Attraktivität geht die KV den Weg der unbudgetierten Einzelleistungsabrechnung.

    In Gegensatz dazu erhält der beteiligte Arzt in den Selektivverträgen eine pauschale Förderung für die Beschäftigung von ausgebildeten VERAHs pro eingeschriebenen Patienten.

    Grundsätzlich ist eine solche Förderung (ob finanziell oder durch andere Maßnahmen) sinnvoll. Speziell weitergebildete medizinische Fachangestellte sollen vermehrt ärztliche Tätigkeiten übernehmen. Das kann eine Lösung für den absehbaren Ärztemangel sein.

    Die KV und der Hausärzteverband sollten aber vermeiden, dass ein Machtkampf auf den Rücken der Ärzte und MFAs ausgetragen wird:

    • für die Anerkennung von ärztlichen Leistungen einer VERAH durch die KV (also Abrechnung einer Hausbesuchsziffer) muss diese zusätzliche Fortbildungsstunden nachweisen und eine Abschlussprüfung bestehen (weitere Informationen)
    • weitere medizinische Leistungen, z.B. Wundversorgung, Betreuung chronisch kranker Patienten, etc., werden einfach ignoriert: soll die MFA dann nur noch Hausbesuch machen?
    • wenn sich jetzt eine MFA für eine Fortbildung entscheidet interessiert, was soll sie tun: VERAH, näPA, EVA ?

    Zudem hat es einen schlechten Beigeschmack, dass die Leistung "Hausbesuch durch einen Arzt" (01410) in das Regelleistungsvolumen einfließt und damit voll budgetiert ist. Damit werden die ärztlichen Hausbesuch noch geringer, wie es auch der Trend der letzten Jahre ist.

    Förderung gut und schön, aber bitte mit Konzept!

    Was ist Ihre Meinung zur Förderung der Hausbesuche durch nichtärztliche Praxisassistentinnen?

    • lohnt sich dieser Aufwand in Praxen mit hohem Anteil an HZV-Teilnehmern?
    • sollen die VERAHs für die Anerkennung zur NäPa weitergebildet werden?
    • soll der Arzt überhaupt noch Hausbesuche machen?


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