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  1. 1 point
    pinto-bartsch

    Fragen zu Anforderungen der Praxisreinigung

    Zuverlässigkeit, Gründlichkeit, Flexibilität, Grundkenntnisse im Fach oder Vorerfahrung, aber über alles Vertrauenswürdigkeit ind minimale Deutschkenntnisse!
  2. 1 point
    Zur Vereinheitlichung unserer ärztlichen Behandlungsräume unterhalten wir eine Liste mit der Mindestausstattung an Praxiseinrichtung. Jeder Arzt kann so sichergehen, diese vorzufinden. Die Medizinischen Fachangestellten stellen einmal pro Woche sicher, dass noch alle Untersuchungs- und Behandlungsmaterialien vorhanden sind. Untersuchungsmaterialien / Praxisbedarf: Blutdruckmanschette in Normalgröße Stethoskop (Littmann classic oder cardiologie) Maßband Instrumentenbox für benutzte Instrumente Lister-Verbandsschere Reflexhammer Stimmgabel zur Messung der Vibrationssensibilität und für Rinne und Weber Pulsoximeter Taschenlampe, z.B. Mag-Lite Otoskop, z.B. Heine Mini Einmalaufsätze für das Otoskop mit Spender an der Wand Ohrthermometer und die Einmalaufsätze für das Ohrthermometer Dermatoskop EKG-Lineal EDV / Computerarbeitsplatz: Mini-PC (gecCOM NUC Mini-Computer/ Micro-PC | Intel NUC6i3SYK | Intel i3-6100U 2.3GHz | 4GB DDR4-2133 | 128GB M.2 SSD | Intel HD520 mit HDMI + Displayport | USB3.0 + SDXC-Slot | 7.1 Sound | Gigabit-LAN | Microsoft Windows 10 Pro 64-Bit) Monitor 21,5 Zoll höhenverstellbar Tastatur Blankoformular-Drucker (Laser, 3 Schacht) Vertikal-Maus (zur Handgelenksschonung) In der Schublade: Desinfektion: Kodan Spray Injektionspflaster sensitiv (z.B. zum Impfen) oder günstigere Pflaster Zelettenhalter mit einer Rolle Zeletten Curapor Pflaster klein (5 x 7,5cm) Abwurfbehälter für Spritzen, Kanülen, Skalpelle 2ml-Spritzen dicke Kanüle und sehr dünne Kanüle evtl. mit Standardschutzkappe zum Schutz vor Stichverletzung Vinyl-Handschuhe , L und M Fingerling Vaseline Weitere Büromaterialien Stifte Halter Lineal Textmarker Kugelschreiber Bleistift Edding (rot) Stabilo Fineliner (schwarz) Bleistiftspitzer Radiergummi Impfstempel Taschenrechner Notizblock Locher Hefttacker Büroklammern
  3. 1 point
    InnovaPrax

    Fortbildung in der Arztpraxis

    „Fortbildung, Seminar, Workshop….. Das auch noch?!“ Fragt man nach der Sinnhaftigkeit einer Fortbildung, von Seminaren oder Workshops, wird einem jeder Anbieter den Mehrwert seiner Veranstaltungen sicher gerne erläutern. Aber wer sagt einem, was wirklich Sinn macht? Welche Inhalte braucht man denn auch wirklich? Das Gesundheitswesen unterliegt einem ständigen Wandel und neben alltäglichen Aufgaben ist es eine Kunst für sich, immer auf dem aktuellen Stand zu sein und keine Neuerung zu verpassen. An dieser Stelle können Fortbildungen, Seminare und auch Workshops helfen, Schritt zu halten und so eine hohe Fachlichkeit und Qualität sicherzustellen. Denn auch Patienten und Kunden informieren sich über neue Methoden und Strategien und – ehrlich gesagt – möchte doch keiner, dass sie einem mit Wissen oder Ideen zuvorkommen. Die Nutzung neuer Methoden und das angewendete Spezialwissen sind daher enorm wichtig für die Unternehmensentwicklung, aber auch für die Außenwirkung einer Arztpraxis. Neben dem stressigen Arbeitsalltag ist es viel verlangt, nachmittags oder abends noch eine Fortbildungsveranstaltung zu besuchen. Das gilt für die Mitarbeiter, aber auch für die Ärzte selbst. Umso wichtiger ist es, genau zu überlegen, welche Pflichtveranstaltungen nötig sind und was darüber hinaus auch wirklich einen Mehrwert für die Teilnehmenden bringt. Es macht Sinn, die Mitarbeiter nach Fortbildungsinteressen zu fragen und bei entsprechendem Bedarf sogar etwas bedarfsgerecht und intern zu organisieren. Ein sinnvoll ausgewählter Inhalt hilft dann jedem einzelnen den Herausforderungen im Alltag zu begegnen und kann frischen Wind und neue Ideen in die Praxis bringen. Darüber hinaus profitiert natürlich der einzelne Mitarbeiter: Die berufliche Weiterentwicklung ist sehr wichtig, aber auch „Updates“ zu bekannten Themen sind manches Mal notwendig. Erhebungen zur Zufriedenheit der Arbeitnehmer haben gezeigt, dass Zufriedenheit und Motivation durch regelmäßige Fortbildung gesteigert werden können. Aber was macht nun die passende Fortbildung / das passende Seminar aus? Neben einigen Pflichtunterweisungen (Hygiene, Brandschutz, MPG etc.) sollten für die weiteren Fortbildungsstunden Inhalte mit einer hohen Nähe zum realen Arbeitsfeld gewählt werden. Auch ein guter Ansatz ist es, Dinge miteinander zu verknüpfen: Die lästige Geräteeinweisung zum Defibrillator mit einer praktischen Übung von erste Hilfemaßnahmen und der Schulung von organisatorischen Elementen des Notfallmanagements. Wenn man es nämlich ganz pragmatisch ausdrücken will, dann sollen die vermittelten Inhalte doch eine Hilfestellung im Alltag sein. Kleinere Seminare können dann sinnhaft sein, wenn Raum für Fragen, persönliche Gespräche und Tipps vom Experten gewünscht und zweckmäßig sind. Bei Großveranstaltungen geht diese persönliche Note häufig verloren. Dem gegenüber steht der Vorteil, bei größeren Events Kollegen und Experten zu treffen, sich auszutauschen und zu vernetzen. Es lässt sich also zusammenfassend, dass man nicht jede Fortbildung mitnehmen muss. Kosten und Nutzen sind mit besonderem Blick auf die spezifischen Bedürfnisse der Fachrichtung und des Teams abzuwägen. Zum Abschluss möchte ich an dieser Stelle auf unsere Seminarreihe zu den Themen Qualitäts- und Risikomanagement, Hygienemanagement und Patientensicherheit, Arbeitssicherheit und Notfallmanagement aufmerksam machen. Wenn Sie zu diesen praxisnahen Themen Fortbildungsbedarf sehen, finden Sie weitere Informationen bei Ihrem kompetenten Praxisberater Innovaprax mehr Informationen: Wir bieten praxisnahe Seminare für Ärzte, Medizinische Fachangestellte und andere Gesundheitsfachberufe an. „Das große Ziel der Bildung ist nicht Wissen, sondern Handeln.“ Herbert Spencer (Britischer Philosoph; 1820 - 1903)
  4. 1 point
    Als Praxismanagerin die Arztpraxis im Griff: das Praxismanagement wird professionell geführt und kann sich weiterentwickeln Ärzte erhalten mehr Zeit für medizinischen Aufgaben die Patientenzufriedenheit und der Praxisgewinn steigen. Eine Win-Win-Situation. Bis vor ein paar Jahren wurden in den meisten Arztpraxen eine leitende Medizinische Fachangestellte (Arzthelferin) bzw. Erstkraft mit dem Praxismanagement beauftragt. Der Begriff sollte die Aufgaben dieser medizinischen Fachangestellten widerspiegeln, die sich von einer reinen "Sprechstundenhilfe" oder "Arzthelferin" abgrenzt. Oft liegt keine konkrete Arbeitsplatzbeschreibung der leitenden MFA vor und gleichzeitig wird viel von dieser Erstkraft, neben dem reinen Sprechstundenalltag, erwartet: Praxismanagement Qualitätsmanagement Personaleinsatz- und Urlaubsplanung Abrechnung Persönlicher Ansprechpartner für die Ärzte / Chefs Es handelt sich also um ein "Mädchen für alles", das nicht selten zusätzlich die persönlichen Angelegenheiten der Chefs erledigen soll, wie z.B. Urlaubsfotos auf den PC übertragen, den privaten Terminkalender überwachen und pflegen, privaten Schriftverkehr schreiben. In einem Satz könnte man das Aufgabengebiet auch so beschreiben: "Mache alles, damit der Chef entlastet wird". Die Praxismanagerin heute Der neue Begriff Praxismanagerin soll zeitgemäßer und gleichzeitig eine Professionalisierung des Berufs wertschätzen. Was hat sich geändert? Die Aufgaben der Praxismanagerin sind konkretisiert und die Rolle als Führungskraft im Praxisteam gestärkt worden. Wir sprechen also zunehmend von dem Wunsch einer professionellen Management der Arztpraxis, Medizinischen Versorgungszentrums oder Gemeinschaftspraxis (BAG) durch eine Praxismanagerin. Die neuen Aufgaben der Praxismanagerin Zwei wichtige Details haben sich geändert und führen allerdings schnell zu Problemen zwischen dem Chef und der Praxismanagerin: Hinzugekommen ist der Aspekt der Betriebswirtschaft: die Praxismanagerin sollte die Umsatzzahlen sowie Kosten und Gewinn überblicken und mittels einfachem Controlling diese steuern können. Hier gibt es die ersten Reibungspunkte in der Arztpraxis: während der Chef gerne bereit ist, die Kassen- und Privatabrechnung zu delegieren und Kosten zu reduzieren, soll die Praxismanagerin nicht Einsicht in alle betriebswirtschaftlichen Zahlen erhalten. Die Praxisinhaber verlassen sich in der Regel auf die betriebswirtschaftlichen Auswertungen (BWA) und Einschätzungen des Steuerbüros und vertrauen diesen. Weggefallen ist das Aufgabengebiet "Persönlicher Ansprechpartner für die Ärzte / Chefs (Assistentin der Geschäftsführung)". Dadurch kann sich die Praxismanagerin auf die eigentlichen Aufgaben konzentrieren und aus der Rolle "Mädchen für alles für den Chef" ausbrechen. Allerdings wird das nicht jeden Praxisinhaber freuen: die Einsicht, dass hierdurch Personalressourcen (Zeit!) freigesetzt werden, ist nicht weit verbreitet. Es besteht auch die Vorstellung, dass man als Chef das "Führungsruder" einer Praxismanagerin aus der Hand gibt und die Praxis nicht so geführt wird, wie man es möchte. Unternehmensführung und Wertvorstellungen der Praxismanagerin vermitteln: Ein Exkurs Die Wertvorstellungen bezüglich der Arztpraxis müssen von der Praxisführung bzw. Praxisinhaber an die Praxismanagerin klar kommuniziert werden. Zum Beispiel: "Patienten sollen freundlich behandelt werden." "Es soll eine gute telefonischer Erreichbarkeit gewährleistet werden" "Es soll einer hoher Gewinn angestrebt werden" "Es sollen keine / viele / vereinzelte IGEL-Leistungen angeboten werden" "Patientenservice steht im Vordergrund" Da das Qualitätsmanagement nichts anderes darstellt, als der Versuch ein professionelles Praxismanagement einzuführen, lässt sich die Kommunikation der grundlegenden Wertvorstellungen mit Hilfe des Praxisleitbild und der Praxisphilosophie durchführen. Allerdings sind die meisten Ärzte nur am Rande am Aufbau des Qualitätsmanagement selbst beteiligt. Im Besonderen muss in der ersten Zeit zusätzlich regelmäßig ein Austausch zwischen den Praxisinhaber(n) und der Praxismanagerin über die Wertvorstellungen stattfinden. Dies kann im Rahmen von kurzen Einzelbesprechungen stattfinden, als auch direkt als Feedback-Gespräch im Alltag. Freiräume für die Praxismanagerin In der Regel sind die leitenden medizinischen Fachangestellten vollständig in den Sprechstundenalltag integriert und können keine administrativen Tätigkeiten nebenher erledigen. Diese engagierten MFA "stehlen" sich oft die Zeit aus dem Praxisalltag oder leisten für ihre Funktion als Praxismanagerin Überstunden. Für ein konzentriertes Arbeiten der Praxismanagerin sind nicht nur die zeitlichen Freiräume entscheidend, sondern auch die Umgebung: die Aufgaben sollten nicht im "Hinterzimmer" oder Personalraum der Praxis durchgeführt werden, während die Praxismanagerin noch zusätzlich das Telefon annehmen soll. Die Rolle der Praxismanagerin als Führungskraft im Praxisteam In der Regel hat die Ärztin / der Arzt immer noch als Praxisinhaber die Rolle des Chefs inne und die leitende Erstkraft - jetzt Praxismanagerin - ist (bedingt) weisungsbefugt. Die leitende MFA / Erstkraft kümmert sich zwar auch um „Führungsaufgaben“, neben dem Abrechnungswesen und dem Praxismanagement, dies allerdings in Praxisgrößen mit maximal 1-5 Mitarbeitern und in enger Absprache / Diskussion mit dem Chef als "ausführendes Organ". Das Rollenverständnis der Praxismanagerin gegenüber dem Praxisteam könnte als "enge Vertraute des Chefs" dargestellt werden und so sehen die anderen MFAs die Erstkraft oft. Je nach dem welches Selbstbild eine Praxismanagerin von sich hat, führt dies zu Unzufriedenheit in der täglichen Arbeit ("Warum macht niemand, was ich sage?") Missgunst im Praxisteam ("Die kann sich das erlauben") Abwehren und In-Frage-Stellen von direkten Anweisungen ("Ist das so mit dem Chef abgesprochen?") Bedenken Sie, dass weder die Ärztin / der Arzt als Chef noch die MFA jemals Führungskompetenzen erlernt hat. Kommunikation und Führungsverhalten sind zwar Werkzeuge zur erleichterten Umsetzung der "Rolle Führungskraft". Grundlage hierfür ist jedoch, dass die Praxismanagerin sich als "Führungskraft" versteht. Die Praxismanagerin muss delegieren und gleichzeitig die Verantwortung für einen Aufgabenbereich tragen Die Aufgaben der Praxismanagerin sind umfangreich, dass sie diese nicht alleine bewältigen kann. Hier heißt es "delegieren lernen" und gleichzeitig die Verantwortung für die Aufgaben trotzdem übernehmen. Viele engagierte MFAs, die eine Weiterentwicklung anstreben, sind klassicherweise dadurch überfordert, dass sie alle Arbeiten selbst erledigen möchten. Beispiel Anmeldung Sieht man sich eine klassische Arztpraxis an, dann sind meistens die erfahrensten MFA, selbst auch die Praxismanagerinnen, an der Patientenanmeldung / Rezeption beschäftigt. Diese kennen alle Arbeitsschritte und Patienten und wissen, was für Wertvorstellungen der Praxisinhaber hat. Die Rezeption wird dann zu einer Zentrale der Arztpraxis mit allen Arbeitsmitteln (Fax, Kopierer, Ordnerschränke) ausgebaut. Auf den ersten Blick wirkt die Anmeldung auch als herausfordernde Aufgabe, die nur die MFA mit der meisten Erfahrung durchführen können. Allerdings sind die Vorgänge zu 90% immer gleich und die Ausnahmen bzw. schwierigen Fälle haben in der Regel Zeit. Notfälle können auch, nach Anleitung, Auszubildende erkennen und notfalls Rückfragen stellen. Die Aufgabe der Praxismanagerin ist es also, den Arbeitsablauf "Sprechstundenleitung / Patientenannahme" idiotensicher zu dokumentieren und die MFA darin anzuleiten. Praxismanagerin Ausbildung Sehen wir uns die Inhalte der Fortbildung zur Praxismanagerin genauer an. Neben Tages- und Wochenendkursen, sowie Fernstudien gibt es zum Teil berufsbegleitende intensivere Möglichkeiten zur Weiterbildung. Hier lohnt es sich, genau hinzusehen, damit nicht nur der Aspekt "Praxismanagement" behandelt wird und ein paar Gesetzestexte vermittelt werden. Beispiele für die Fortbildungsinhalte sind regelhaft: Betriebswirtschaft: die organisatorischen, planerischen und finanz- und steuertechnischen Überlegungen und Entscheidungen zur Praxisführung. Zudem sollte über ein Controlling ein Überblick der betriebswirtschaftlichen Entwicklungen verschafft werden. Praxismanagement: Planung und Verantwortung der Bereiche Praxisinventar, Räume, Terminmanagement, Sprechstundenablauf, etc. Kassen- und Privatabrechnung: Leistungsdokumentation, Vorbereitung und Durchführung der Kassenabrechnung (EBM), Privatabrechnung (GOÄ), und für weitere Verträge und IGEL-Leistungen Qualitätsmanagement: Dokumentation der Arbeitsprozesse und qualitative Weiterentwicklung der Arztpraxis Kommunikation: Gesprächsführung mit den Patienten und im Arztpraxisteam Personalmanagement: Auswahl, Einstellung, Entlassung und Führung von Medizinischen Fachangestellten sowie anderen Mitarbeitern und die Einsatzplanung. Dies beinhaltet auch Mitarbeitergespräche, in Form von Kritik-, Feedback- und jährlichen Zielvereinbarungsgesprächen. Rechtsvorschriften: Gesetze, Verordnungen und Richtlinien die im ambulanten Gesundheitswesen zu befolgen sind. Praxis-EDV-Anwendungen: Grundsätzlicher Überblick über den Einsatz und die Möglichkeiten der Praxissoftware und weiterer EDV-Anwendungen (PC-EKG etc.) Durch diese Weiterbildungsinhalte erwirbt die Praxismanagerin eine hohe Fachkompetenz. Es fehlen jedoch regelmäßig in der Ausbildung die Lehrinhalte der Führungskompetenz, die man sich dann nachträglich während Arbeit mühevoll aneignen muss: Selbstmanagement / Zeitmanagement Delegieren (und kontrollieren) Ziel- und ergebnisorientiertes Arbeiten Stressresistenz Verantwortung tragen Ohne die Führungskompetenz entsteht schnell eine Überforderung der leitenden MFA / Praxismanagerin, die sie sich dann selbst auch nicht erklären kann. Gehalt PraxismanagerIn Die Bezahlung der PraxismanagerIn kann sehr unterschiedlich ausfallen. Wurde früher die leitenden Erstkraft als Arzthelferin einfach angewiesen, das Praxismanagement zu übernehmen, gab es in der Regel hierfür keine finanziellen Extraleistungen. Jedoch waren diese Erstkräfte viel stärker in die Familie des Praxisinhabers integriert. Durch die Professionalisierung des Praxismanagements und die erweiterte Ausbildung der Medizinischen Fachangestellten sollte man die Praxismanagerin mindestens in die Tarifgruppe IV nach Tarifvertrag für medizinische Fachangestellte einordnen. Dies entspricht einem Gehalt der PraxismanagerIn von 2.019,77 € ab dem 1. Berufsjahr bis zu 2.653,54 € ab dem 17. Berufsjahr. Besser sieht es für MFA aus, die spezielle (aber auch zeitintensive) Weiterbildungen durchgeführt haben: Tarifgruppe V: Fachwirtin für ambulante medizinische Versorgung / Arztfachhelferin (2.188,09€ bis 2.874,67 €) Tarifgruppe VI: Betriebswirtin für Management im Gesundheitswesen entsprechend (2.524,71 € bis 3.316,93€) Fazit Eine Praxismanagerin einzustellen oder auszubilden geht mit erhöhten Kosten für die Weiterbildung und initialem hohem Zeitaufwand einher: geht man nur halbherzig an dieses Thema heran, kommt es zu Konflikten und Enttäuschungen. Die Praxisführung einer dedizierten Praxismanagerin zu übertragen lohnt sich jedoch: die Arztpraxis wird professionell geführt und kann sich weiterentwickeln. Die Ärzte erhalten mehr Zeit für die eigentlichen medizinischen Aufgaben. Schließlich führt dies zu einer erhöhten Patientenzufriedenheit und spiegelt sich auch betriebswirtschaftlich positiv wieder. Eine Win-Win-Situation. Welche Erfahrungen mit dem Thema Praxismanagement / Praxismanager hast Du gemacht?
  5. 1 point
    Das Berufsbild der Medizinischen Fachangestellten ist abwechslungsreich, selbständiges Arbeiten wird gefordert und die Perspektiven stimmen. Das Gehalt kann zwischen 1.300€ bis 4.000€ betragen, je nach Berufserfahrung und Tätigkeitsgruppe. Mit der früheren Bezeichnung "Arzthelferin" oder sogar "Sprechstundenhilfe" hat das heutige medizinische Berufsbild nur noch wenig gemeinsam: In modernen Arztpraxen und medizinischen Versorgungszentren (MVZ) übernimmt das medizinische Personal vielfältige eigenständige Aufgaben und arbeitet in einem Team mit den Ärzten, sowohl organisatorisch als auch medizinisch, zusammen. Dementsprechend werden auch besondere persönliche Voraussetzungen erwartet: Organisationstalent Teamfähigkeit gute kommunikative Fähigkeiten und professioneller Umgang mit den Patienten Empathie (Einfühlungsvermögen) Selbstmanagement Belastbarkeit Verschwiegenheit und Loyalität gewissenhaftes Arbeiten Abgrenzung und Durchsetzung gute PC-Kenntnisse Aufgaben der Medizinischen Fachangestellten Die Arbeitsplatzbeschreibung in der Arztpraxis ist umfassend und lässt sich in organisatorische, medizinische und verwaltungstechnische Aufgaben unterteilen. Organisatorisch Patienten empfangen und leiten Sprechstundenablauf koordinieren Vorbereitung des Arzt-Patienten-Kontaktes Umsetzung der ärztlichen Anordnungen Rezepte ausstellen (nach Anleitung oder Rücksprache mit den Ärzten) Terminmanagement Patientenbefragungen durchführen Qualitätsmanagement umsetzen Patienten an Termine, mögliche Gesundheitsleistungen (z.B. Vorsorgen, IGEL, DMP) erinnern (Recall) Patienteninformationen zu Verfügung stellen Bestellwesen für das Praxis-, Büro- und den Sprechstundenbedarf Teambesprechungen organisieren und leiten medizinische Instrumente, Geräte und Apparate anwenden, pflegen und warten Instrumente und Geräte desinfizieren, reinigen und sterilisieren Medizinisch bei Behandlung und Untersuchungen assistieren, Instrumente, Geräte und Apparaturen für die Behandlung bereitlegen bzw. vorbereiten Injektionen durchführen, Verbände anlegen Blut abnehmen, weitere Patientenproben aufarbeiten EKG schreiben, Lungenfunktionstestung (Lufu) durchführen (chronische) Wunden selbständig versorgen als VERAH, NäPa oder AGNES Patienten im häuslichen Umfeld betreuen Schulungen (z.B. Diabetes mellitus, Hypertonie) durchführen in Notfallsituationen assistieren und Hilfe leisten bzw. selbstständig erste Maßnahmen ergreifen Büro- und Verwaltungsarbeiten Qualitätsmanagement entwickeln Kassenabrechnung nach EBM und Privatabrechnung nach GOÄ vorbereiten und durchführen Schriftverkehr erledigen bzw. einscannen Rechnungen bezahlen und buchen oder an das Steuerbüro weiterleiten Befunde, Anträge und Krankheitsberichte schreiben und anfordern die Praxis-Homepage pflegen und aktualisieren (lassen) und Werbematerial bereitstellen Ausbildung zur Medizinischen Fachangestellten Als Zugangsvoraussetzung für die Ausbildung gilt eine abgeschlossene Schulausbildung. Empfehlenswert ist ein guter Realschulabschluss für die Bewerbung. Es wird im dualen System ausgebildet, das bedeutet, während der Tätigkeit z.B. in einer Arztpraxis wird praktisches Wissen vermittelt und theoretische Inhalte werden in der Berufsschule erlernt. Die Ausbildung dauert 3 Jahre. Inhalte der Ausbildung sind nach dem Ausbildungsrahmenplan Ausbildungsbetrieb (Rechtswesen, Gesetze, Umweltschutz) Gesundheitsschutz und Hygiene Kommunikation Patientenbetreuung und -beratung Betriebsorganisation und Qualitätsmanagement (Arbeitsabläufe, Zeitmanagement, Arbeiten im Team, Marketing) Verwaltung und Abrechnung, Materialwesen Information und Dokumentation (EDV, Datenschutz) Durchführen von Maßnahmen bei Diagnostik und Therapie unter Anleitung und Aufsicht des Arztes Grundlagen der Prävention und Rehabilitation Handeln bei Not- und Zwischenfällen Es ist sinnvoll, sich direkt mit einer Initiativbewerbung an Arztpraxen und medizinische Gesundheitszentren zu richten. Gehalt in der Ausbildung nach Tarifvertrag Die aktuelle Vergütung der Azubis ist seit April 2016 in allen drei Ausbildungsjahren um 30€ monatlich gestiegen. Das heißt, im ersten Ausbildungsjahr erhalten die angehenden Medizinischen Fachangestellten nun 730 Euro, im zweiten Jahr 770 Euro und im dritten Jahr 820 Euro pro Monat. Gehalt als Medizinische(r) Fachangestellte(r) nach Tarifvertrag Das Gehalt nach dem aktuellen Tarifvertrag orientiert sich an die Berufserfahrung (Berufsjahre) und der Einstufung in eine Tätigkeitsgruppe. Entscheidend ist, dass das Gehalt sich zwar auch mit den Berufsjahren erhöht, aber viel mehr von der Weiterbildung und den Tätigkeiten abhängt, die in der Arztpraxis ausgeübt wird. Fortbildungen und Berufsbildung, vor allem in medizinischen Themen, werden somit schnell mit einem höheren Verdienst honoriert. Weiterbildung Durch MFA-Fortbildungen eröffnen sich neue Berufsperspektiven. Spezialisierende Fortbildungen Verschiedene Fortbildungsangebote bieten eine Qualifizierung zum Beispiel in folgenden medizinischen Gebieten: Onkologie Ambulantes Operieren Gastroenterologische Endoskopie Pneumologie (Lungenheilkunde) Dialyse Strahlenschutz oder Arbeits- / Betriebsmedizin Prävention Fortbildung zur Praxismanagerin In modernen Arztpraxen übernimmt in leitender Position eine Praxismanagerin (früher leitende Arzthelferin / Erstkraft) folgende Aufgaben: die Organisation des Praxis- und Sprechstundenablaufs die Koordination der Verwaltung und die Anleitung des Personals und das Personalmanagement Die Fortbildung zur Praxismanagerin ist je nach Anbieter unterschiedlich und besteht aus mindestens 280 Stunden und kann entweder in Vollzeit oder berufsbegleitend in Teilzeit absolviert werden. Fortbildung Betriebswirtin für Management im Gesundheitswesen Die Ausbildung zur Betriebswirtin für Management im Gesundheitswesen umfasst meist 800 Stunden und qualifiziert für Praxismanagement-, Personal- und Leitungsaufgaben. In besonderen in größeren Unternehmen des ambulanten Gesundheitswesen werden zunehmend Leitungs- und Führungsaufgaben von speziell weitergebildeten Medizinischen Fachangestellten übernommen. Mögliche Einsatzorte Die Tätigkeit ist nicht nur auf Arztpraxen aller Fachrichtungen und Medizinische Versorgungszentren beschränkt. Zunehmend ist die Ausbildung auch in Krankenhäusern im ambulanten und stationären Bereich, Reha-Kliniken, Krankenkassen, öffentlichen Gesundheitsdiensten, betriebsärztlichen Abteilungen, Institutionen und Organisationen des Gesundheitsdienstes gefragt.
  6. 1 point
    Der Zeitdruck, gerade in Allgemeinpraxen, steigt zunehmend. Die einen sagen, es liege an der immer schlechter werdenden Volksgesundheit, die anderen sehen darin lediglich eine Schwäche und Unzulänglichkeiten des Systems. Die Ursachenforschung gestaltet sich hier wahrscheinlich schwierig, und wahrscheinlich ist auch gar nicht eine einzelne Ursache daran schuld. Es bleibt die Tatsache, dass für den einzelnen Patienten immer weniger Zeit und Gehör bleibt - aber trotzdem eine gute Leistung erbracht werden soll, im Interesse der Gesundheit des Patienten. Bislang gibt es noch keine verbindlichen Qualitätskriterien für die medizinische Behandlung durch Allgemeinmediziner oder niedergelassene Fachärzte. Was nicht heißt, das ein solches Qualtätsmanagement System nicht wichtig wäre. Aber hier muss man sich als Arzt eben selbst behelfen. Qualitätsrelevante Bereiche innerhalb der PraxisEine hohe Qualität der ärztlichen Behandlung bedeutet, dass im zur Verfügung stehenden Zeitrahmen eine möglichst umfangreiche Leistung für Patienten erbracht wird - und so viele Risiken wie möglich ausgeschlossen werden. Dafür sind drei Bereiche maßgeblich: Diagnostik und Differentialdiagnostik, Beratung und Behandlung. In diesen Bereichen muss so viel wie möglich Positives an Leistung erbracht werden, und es müssen so viele Fehlerquellen wie möglich ausgeschlossen werden. Der Zeitfaktor - und seine OptimierungJe mehr Zeit tatsächlich für die Arbeit am Patienten bleibt, desto besser wird das Ergebnis am Ende ganz allgemein sein. Der Zeitfaktor ist aber etwas, das messbar ist. Man kann davon ausgehen, dass jedes Mal, wenn man diesen Zeitfaktor verbessert, in allen drei Bereichen die Behandlungsqualität steigt. Optimierungen der Abläufe, Vereinfachung von all dem, was nicht dem Patienten direkt dient, und Ausschluss unnötiger Tätigkeiten tragen damit ganz allgemein zur Qualitätsverbesserung bei. Niemand arbeitet gern nach der Stoppuhr - aber testweise immer wieder diese Zeiten zu erfassen und versuchen, zu optimieren, kann vorteilhaft sein. Beispielsweise durch Spracherkennungssoftware, die eine umfangreichere Dokumentation der Konsultation in kürzerer Zeit erlaubt. Oder durch strukturierteres Arbeiten. Das Maß der zur Verfügung stehenden Zeit für Diagnose, Beratung und Behandlung ist bereits ein direktes Qualitätsmaß. Aber auch in den einzelnen Bereichen gibt es Möglichkeiten, ein Qualitätssystem mit selbst auferlegten Kriterien zu schaffen. Diagnostik - so viel wie nötig und so gut wie möglichDie Diagnostik, gerade in der Allgemeinpraxis, kann wesentlich verbessert werden, wenn einerseits eine umfassende Dokumentation vorliegt, und andererseits sehr gezielt gearbeitet werden kann. Es geht darum, so schnell und so effizient wie möglich das Problem einzugrenzen, zu analysieren und zuzuordnen, und dabei die relevanten Daten aus der Patientenvorgeschichte mit einzubeziehen. Wie weit behalten Sie als Arzt das Heft in der Hand? Wie weit führen Sie das Gespräch durch gezielte Fragen? Wie viele Informationen haben Sie generell über Ihre Patienten vorliegen - und schnell greifbar? Vorbefunde überblickbar? Hier bieten sich wertvolle Ansatzpunkte für Verbesserungen, die auch gut messbar und damit bewertbar sind. Beratung - wie viele relevante Informationen bekommt ein Patient?In der Regel nur so viel, wie Sie in der kurzen Konsultationszeit unterbringen. Und das ist häufig zu wenig, gerade bei einem komplexen Krankheitsgeschehen brauchen Patienten umfangreiche Beratung, um sich am Ende nicht auf gefährliches Halbwissen aus dem Internet einzulassen. Den Schaden, den das verursachen kann, kennen wir alle. Besteht eine Möglichkeit, den Beratungsumfang zu vergrößern? Durch Patienteninformationen, Broschüren, Hinweise auf Beratungsangebote von den Krankenkassen? Oder durch selbst verfasste Patienteninformationen? Auch hier liegt ein Bereich vor, in dem messbare Kriterien angewendet werden können - nämlich die tatsächliche Informationsmenge, die ein Patient aus der Konsultation mitnimmt. Behandlung - nicht nur MedikamenteViele Krankheiten bessern sich nicht nur allein durch Medikamente - Ernährungsumstellungen, Bewegungstherapien, Möglichkeiten der unterstützenden Selbstbehandlung, all das ist für den Patienten auch heilsam. Nur weiß er das nicht, wenn es ihm niemand direkt verordnet. Eine Stunde Bewegung pro Tag dürfte auch auf dem Rezeptblock stehen, und als ärztliche Verordnung hätte das durchaus für den Patienten Gewicht. In Verbindung mit einem guten Beratungsangebot kann das oft sehr hilfreich sein, um die Heilung zu unterstützen. Ein messbares Kriterium für diesen Bereich ist also beispielsweise, wie viele Verordnungen außerhalb der zugelassenen Medikamente erfolgen, um Patienten mehr Gesundheitsbewusstsein und Selbstverantwortung mitzugeben. Es geht um ein persönliches QualitätsmanagementDie oben genannten Vorschläge verstehen sich lediglich als ein Denkanstoß - ein Qualitätsmanagement System in der Praxis ist eine sehr individuelle Sache, und hängt auch von den persönlichen Schwerpunkten ab. Solange man aber für sich selbst wirklich messbare Kriterien vorgibt, ist man sicherlich auf dem richtigen Weg, um immer besser zu werden - damit man nicht irgendwann aufhört, gut zu sein.
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