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Online-Terminplanung und -vergabe: Erfahrung mit samedi?


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Hallo zusammen,

hat jemand Erfahrung mit samedi - Paket comfort für die Praxis?  https://www.samedi.de/tk/

Wird derzeit laut einer email bis 31.12.17 von der TK gefördert mit Zuschuss von 150 Euro. 

Klingt sehr hilfreich, wenn man an den täglichen Telefonkampf denkt: Patienten, die nicht durchkommen, Diskussionen um den passenden Termin... kostet uns allen viel Zeit und Nerven!

Vielleicht könnten wir davon profitieren. Ich kenne jedoch keine Praxis, die das in Anwendung hat oder schon mal ausprobiert hat.

 Kann uns da jemand aus dem Forum helfen??? Das wäre toll!

Herzliche Grüße

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Ist jetzt nicht die Antwort, die Sie erwarten, ich weiß auch nicht, welche Fachrichtung und lokale Strukturen Sie haben. 

Ich habe eine Hausarztpraxis in einem Vorort einer Kreisstadt und beschränke die Aufnahme von Neupatienten  auf diesen Vorort.

Für mich kommt so etwas nicht in Frage, ich möchte noch selbst ( resp. meine Mitarbeiterinnen) bestimmen, wer wann kommt. Es gibt ja Patienten, die einen "normalen" Termin haben möchten, von denen wir wissen, dass sie doch schwieriger sind und mehr Zeit als geplant benötigen, Da braucht es hintendran Pufferzeit . Und wenn dann zufällig der nächste Patient auch so einer wäre, dann hakt es im Getriebe.

 

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Ihren Einwand kann ich völlig verstehen!
Wir sind als hausärztliche BAG mittlerweile jedoch so gross, dass unsere Mitarbeiterinnen unmöglich alle Patienten kennnen können. Daher bekommen bei uns auch jetzt schon schwierige Patienten immer öfter trotz konventionell-persönlicher telefonischer Terminvereinbarung einen "zu kurz geratenen" Termin.

Wir sind es also schon gewohnt, mit solchen Widrigkeiten umzugehen und ich würde den Benefit durch eine u.U. "reibungslosere" Terminvergabe - wenn es denn funktioniert! - höher einschätzen als diesen Nachteil. 

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GutenTag!

Wir betreiben eine Hausarztpraxis in einer kleinen Kreisstadt. Unser online-Buchungssystem ist von einer anderen Firma (doctena).

Wir haben uns entschieden die online Buchung direkt an unser AIS anbinden zu lassen. Das hat den Vorteil, dass ausschliesslich Termine angeboten werden, die noch frei sind.

Den eigentlichen Vorteil sehe ich nicht in der Entlastung der Rezeption, sondern in dem Angebot an unsere und unsere zukünftigen Patienten jederzeit - rund um die Uhr - einen Termin reservieren zu können. Da jede Buchung zusätzlich zum Eintrag in den Kalender von einer E-Mail begleitet wird können die Zeiten für "bekannte" Patienten angepasst werden. Der Service wird von Patienten jeden Alters und zu jeder Tages- und Nachtzeit genutzt.

Kurz: Funktionieren tut es und ich möchte es nicht mehr missen!

Herzliche Grüße

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Vielen Dank für die hilfreiche Auskunft! Interessant finde ich vor allem die Aussage über hohe Akzeptanz und Wertschätzung seitens Ihrer Patienten und dass nicht nur die jüngeren Patienten Nutzen aus der Online-Terminvergabe ziehen. 
Samedi bietet ja auch die Schnittstelle zum AIS, wobei man offensichtlich die aktive Terminplanung dann nur noch über Samedi betreiben kann.

Als "Angebot" bzw. Bereicherung für unsere Patienten sehe ich das auch immer mehr, wenn auch der Anlass meiner Suche und meiner hier gestellten Umfrage eher einer gefühlt zunehmenden Not entspringt.

Danke für den Tip mit doctena! Werden wir uns auch noch ansehen...

Herzliche Grüße

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Hallo,

wir haben uns vor rd. 8 Monaten mal alle am Markt verfügbaren Planer angesehen und zeigen lassen, viele hatten Problem mit dem Datenschutz. Wichtig ist, dass samedi an die Praxis-EDV angebunden werden kann (was nicht bei allen geht in vollem Umfang geht, also vorher fragen, wichtig ist, dass man aus der samedi-Warteliste in die Patientenakte springen kann, sog. "Rücksprung"); der bisherige Praxisterminplaner wird durch samedi ersetzt. samedi kann deutlich mehr, als alle Planer, die ich bisher kenne und macht aus meiner Sicht auch ohne Online-Anbindung Sinn (man z.B. kann einzelne Terminarten oder Zeitzonen online anbinden oder auch nicht). Ich empfehle, bei der Einführung sich auch mal die Optimierungspotenziale anzusehen, sonst hat man das alte System nur in neuem Gewand und auch die alten Probleme wieder...

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In der Praxis meiner Frau (Dermatologin) setzen wir Tomedo ein. 75% aller Termine werden online gebucht. Das Angebot für PKV oder GKV-Patienten lässt sich steuern.  Der Termin geht, wenn der Pat. erkannt ist, direkt in die Karteikarte. Seit es bei der VHS Kurse für Senioren (75+) gibt, das Internet zu benutzen, buchen selbst Hochbetagte online. Das einzige Hindernis für diese Gruppe ist nicht der Internetzugang, - die Herrschaften haben keine E-Mail-Adresse ! - und die wird von den Systemen regelmäßig abgefragt, um die Buchungsbestätigung zu versenden. Die jüngeren Generationen buchen über what´s app, aber das ist datentechnisch nicht sauber - aber, weil wie eine "Seuche" kaum abstellbar. Terminkorrekturen sind für den Pat.- ebenso einfach wie die Buchung selbst. Die Systeme von samedi oder doctena sind ein teurer Witz, weil sie die Mitarbeiter nicht wirklich entlasten. Online-Terminierung funktioniert nur, wenn man sich darauf einlässt, alle Termine, online zu vergeben. Wenn man aber ständig versucht Slots für PKV-Pats zu öffnen oder nur diesen einen schnellen Termin zu verschaffen, dann bringt die ganze Geschichte nichts, da der Aufwand der Administration zu hoch ist. Wer mehr wissen möchte, kann mich gern kontaktieren.

 

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Am 11.3.2018 um 18:05 schrieb Kunsperfrisch:

In der Praxis meiner Frau (Dermatologin) setzen wir Tomedo ein. 75% aller Termine werden online gebucht. Das Angebot für PKV oder GKV-Patienten lässt sich steuern.  Der Termin geht, wenn der Pat. erkannt ist, direkt in die Karteikarte. Seit es bei der VHS Kurse für Senioren (75+) gibt, das Internet zu benutzen, buchen selbst Hochbetagte online. Das einzige Hindernis für diese Gruppe ist nicht der Internetzugang, - die Herrschaften haben keine E-Mail-Adresse ! - und die wird von den Systemen regelmäßig abgefragt, um die Buchungsbestätigung zu versenden. Die jüngeren Generationen buchen über what´s app, aber das ist datentechnisch nicht sauber - aber, weil wie eine "Seuche" kaum abstellbar. Terminkorrekturen sind für den Pat.- ebenso einfach wie die Buchung selbst. Die Systeme von samedi oder doctena sind ein teurer Witz, weil sie die Mitarbeiter nicht wirklich entlasten. Online-Terminierung funktioniert nur, wenn man sich darauf einlässt, alle Termine, online zu vergeben. Wenn man aber ständig versucht Slots für PKV-Pats zu öffnen oder nur diesen einen schnellen Termin zu verschaffen, dann bringt die ganze Geschichte nichts, da der Aufwand der Administration zu hoch ist. Wer mehr wissen möchte, kann mich gern kontaktieren.

 

Ist dann Tomedo generell empfehlenswert?

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  • Telematikinfrastruktur - anbinden oder abwarten?

    Da ich hier noch kaum Beiträge zur Telematikinfrastruktur gefunden habe und in mir immer mehr Fragezeichen aufploppen, versuche ich hier mal einen Thread aufzumachen in dem ich alles was man so wissen muss aufgelistet wird. Ich tendiere dazu die Telematikinfrastruktur möglichst lange hinauszuzögern, da zum einen die Kostenübernahme immer noch nicht vollständig erfolgt (die KV-Pauschalen sind nur ein Teil, vor allem auf den laufenden Kosten scheint man sitzen zu bleiben) und da zum anderen mein jetztiger PVS-Provider sich trotz neuer DSGVO (oder vielleicht gerade wegen) komplett aus der Verantwortung stiehlt, sollte durch es durch Online-Anbindung zu einer Datenpanne kommen. Bisher bin ich mit meiner kleinen Allgemeinarztpraxis auch offline ganz gut ausgekommen....
    Abgesehen davon dass das Telematik-Thema generell nicht ganz durchdacht ist und Sicherheitsrisiken beinhaltet (siehe https://www.ccc.de/de/elektronische-gesundheitskarte) birgt schon alleine die dafür notige Online-Anbindung meines Praxis-Server Gefahren, die man nicht so ohne weiteres eindämmen kann. Also, vielleicht gibt es hier auch Leute, die das ganze noch möglichst weit hinauszögern oder aber Leute, die meine Bedenken zerstreuen können?   Mal zum Stand der Dinge: Welche Komponenten braucht man für die Anbindung an die Telematik? Konnektor: im Prinzip ein spezieller VPN-Router) E-Health-Kartenterminals: für manche alten Kartenterminals gibt es kostenpflichtige Firmwareupdates, z.B. Mobile Kartenterminals Praxisausweis (SMC-B) Anpassung PVS VPN-Zugangsdienst und Internetanschluss Optional: elektronischer Heilberufeausweis (eHBA)
    Bis wann ist die (aktuelle) gesetzliche Pflicht? Im Pflegepersonal-Stärkungsgesetz, das am 1. Januar 2019 in Kraft treten soll, steht dass bis zum 30. Juni 2019 keine Honorarkürzungen erfolgen sollen. Ärzte und Psychotherapeuten müssen die notwendigen Komponenten für den Anschluss an die TI allerdings bis spätestens 31. März nächsten Jahres verbindlich bestellen und dies gegenüber ihrer Kassenärztlichen Vereinigung nachweisen. Können sie das nicht, wird Vertragsärzten das Honorar um ein Prozent gekürzt (siehe § 291 Absatz 2b Satz 14 SGB V). Quelle: https://www.kbv.de/html/telematikinfrastruktur.php
      Leider schwingen diverse Anbieter aber schon seit langem die Angstkeule und wollen damit Ärzte zur Vertragsunterzeichnung bewegen, solange es noch keine Konkurrenz gibt.
    Und die mit der Zeit weniger werdende KV-Förderung trägt ihren Teil dazu bei.
    Ich habe schon mit vielen Ärzten gesprochen, die vor Monaten neue Telematik-Verträge abgeschlossen haben, aber diesen noch nicht verwenden konnten und dementsprechend auch noch keine Förderung erhalten haben.   Wie hoch ist die Förderung aktuell ? Quelle: https://www.kbv.de/html/30719.php   Wieviele Konnektoren sind bisher zugelassen? Laut meinem letzten Stand sind es 4 Konnektoren. Ich werde diese demnächst hier verlinken.   Was passiert nach Ablauf der Frist? das weiss so genau leider keiner.... aber es gibt Widerstand:
    Die Frist wurde bereits von Ende 2018 auf März 2019 verlängert auch dank einer Petition (siehe: Petition 83509).
      Was kann man tun? "Was sollten nun Ärzte angesichts der noch immer drohenden Honorarkürzung tun? Dr. Kriedel rät, die nötigen Geräte zu bestellen. In dem Vertrag sollte unbedingt verankert werden, dass der Finanzierungspreis für das Quartal gilt, in dem erstmals die Stammdaten abgeglichen werden. Entscheidend für die GKV-Erstattung ist nämlich das Quartal des ersten Versichertenstammdatenabgleichs und nicht das Datum des Kaufvertrags oder der Konnektorenlieferung." (Quelle: Medical Tribune  Kein Cent zuzahlung! ) Einen Anwalt fragen oder wenn man schon gezahlt hat klagen:
    https://www.medical-tribune.de/praxis-und-wirtschaft/praxismanagement/artikel/wer-prozessiert-wegen-telematikschaeden/
    Eine Musterklage ist von dem Ärztenetz Medi in Vorbereitung:
    https://www.aerztezeitung.de/praxis_wirtschaft/praxis_edv/article/975768/musterklage-medi-laedt-ti-strategietreffen.html   Unbedingt das Kleingedruckte in den Verträge lesen, die man mit dem Anbieter geschlossen hat:
    In den Verträgen, die ich bisher gesehen habe, versuchten die Anbieter jegliche Haftung für Hackerangriffe auszuschließen.   Meine persönlichen Fragen, die mir hier vielleicht jemand beantworten kann? Muss man alle benötigten Komponenten auf einmal bestellen, um die Förderung zu bekommen?
    Oder kann man zum Beispiel erstmal nur das SMC-B-Kartenterminal bestellen und sich erstatten lassen? Ist ohne VSDM - also die Online-Prüfung der Stammdaten - auch kein Einlesen der Gesundheitskarte im PVS (und damit eine Abrechnung) mehr möglich? Welche Nachteile außer der Honorarkürzung hat man sonst noch wenn man offline bleibt? (Arztrbriefe, Medikationsplan sind ja erst noch in Entwicklung) Was passiert wenn ein Konnektor gestohlen wird? Muss man updatefähige Kartenterminal bis 31.12.2018 updaten und gibt es wirklich keine Updates mehr für das ORGA 930 M mehr?
    Laut dieser Anzeige ist das angeblich so: https://www.doccheckshop.de/Angebote/Kartenlesegeraete-OPB1/   Hoffe auf rege Diskussion!
             

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