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Ralph Jäger

Magazinbeitrag: Praxiskredit: lohnt sich die Kreditaufnahme für die Praxisgründung?


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Ein Praxiskredit ist ein Darlehen, welches dem Arzt Freiräume bietet, eine Praxis zu eröffnen, aufrechtzuerhalten und/oder zu erweitern.

Eine Praxisfinanzierung kann sehr unterschiedlich sein

Der junge Arzt der eine Praxis gründen möchte, hat oft große finanzielle Schwierigkeiten. Bei der Übernahme einer Praxis als auch bei der Praxisneugründung entsteht ein beträchtlicher Finanzierungsbedarf. Die beste Lösung wäre allerdings, wenn die Ausstattung mit Eigenkapital finanziert werden könnte. Aber viele Ärzte die am Anfang stehen, haben kein Kapital zur Verfügung, oft müssen Anschaffungen für die Familie oder ein Auto finanziert werden.

Die Finanzierung einer Praxis ist sehr unterschiedlich. Sie richtet sich nach dem Format der Praxis. So braucht eine Orthopädiepraxis oder eine Zahnarztpraxis mehr moderne Apparaturen mit einem hohen Anschaffungswert, als beispielsweise die Praxis eines Psychiaters, in der es wenig technische Ausstattung bedarf. Eine Praxisfinanzierung kann sich so in unterschiedlichen Höhen bewegen. Die Laufzeit von einem Praxiskredit hängt mit den zu erwartenden Einnahmen ab. Allerdings sollte der Kredit nach ein paar Jahren bezahlt sein, da ein Weiterverkauf der Praxis nicht gegeben ist.

Die Finanzierung einer Praxis hat betriebswirtschaftliche Aspekte

Die Kreditinstitute überprüfen genau, ob der Ertrag sich mit dem Praxiskredit rechnet. Die gesamten Vermögensverhältnisse werden dabei geprüft. Es werden die Kennzahlen der Quote für das Eigenkapital, die Dauer der Laufzeit und die Kapitalrentabilität untersucht und bewertet. Aber es werden auch günstige Konditionen für einen Kredit für Ärzte zugesagt, grundlegend die betriebswirtschaftlich Sicherheit durch die angebotene Dienstlesitung gegeben ist.

Die Praxisfinanzierung ist nicht zu vergleichen mit einem Privatkredit. Es ist ein betriebswirtschaftlicher Entschluss, nicht zu vergleichen mit einem Hauskauf oder einer wertmindernden Anschaffung, z.B. einem Auto.

Bevor eine Finanzierung in die Wege geleitet wird, sollte eine Unterredung mit dem Steuerberater als auch mit der KV-Wirtschaftsberatung erfolgen. Denn bei einer Praxisfinanzierung geht es nicht nur um den Gewinn. Das Gesamtkonzept der Finanzierung entscheidet über den Erfolg.

Die Liquidität sollte Vorrang haben

Die Zinsen die für die Finanzierung verlangt werden, können von der Steuer abgesetzt werden. Der Faktor Liquidität sollte immer vorrangig sein. Deshalb sollte die Zahlungsfähigkeit überprüft werden. Dazu kann wie oben schon erwähnt, das Gespräch mit dem Steuerberater hilfreich sein. Meist dauert es einige Zeit bis eine Praxis Geld abwirft. Aber die Praxiskosten und der Lebensunterhalt müssen bestritten werden. In diesem Fall ist das Kapital ein Betriebsmittelkredit den der Arzt aufnehmen kann. Dieser Kredit wird zurückgezahlt, sobald die Praxis Gewinne erzielt. Eine öffentliche Förderung gibt es wenn eine Finanzierung mit Fremdkapital getätigt wird. So zahlt die KFW Startgeld an Einzelgründer in Höhe von 50.000 Euro. Der Finanzierungsanteil ist bis zu 100 % gewahrt. D.h. die gesamten Kosten können finanziert werden. Die Laufzeit beschränkt sich auf zehn Jahre.

Der Arzt wird zum Unternehmer

Der Arzt wird mit seinem Schritt in die Selbstständigkeit zum Unternehmer. Da das aktuelle Zinsniveau auf einem niedrigen Stand ist, ist eine Finanzierung gut planbar. Die Praxisfinanzierung sollte sich an der beruflichen als auch an der privaten Situation des Praxisgründers orientieren. So sollten Laufzeit und Sollzinsbindung sich den persönlichen Bedürfnissen anpassen. Nach einer Existenzgründeranalyse muss ein Arzt für eine Praxisgründung durchschnittlich 117.000 Euro zahlen. Dabei spielt es auch eine Rolle welchem Bereich die Praxis angehört. Das gewählte Kreditlimit sollte hoch angesetzt werden, denn nach dem Anlaufen der Praxis sollte der eventuell genutzte Betriebsmittelkredit auszugleichen sein. Das Kreditlimit sollte ebenfalls hoch genug angesetzt werden, um eventuelle Praxisangelegenheiten wie z.B. eine Modernisierung, ein Auto zu kaufen, dass dem gesamten Team zur Verfügung steht oder die Kosten für ein Praxismarketing zu zahlen.
Es gibt verschiedene Darlehensformen. So besteht bei einem Annunitätendarlehen eine konstante monatliche Rate, die Zins und Tilgung beinhaltet. Ein endfälliges Darlehen zieht nur Zinsen ab. Die Tilgung wird erst am Ende der Finanzierung durch Spar- und Versicherungsprodukte abgeschlossen. Zinsgünstige Programme der einzelnen Bundesländer sind ebenfalls in die Praxisfinanzierung mit einzuschließen.


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    • Von teramed
      Fester Verteilungsschlüssel einfach aber nicht immer eine gute Lösung
      Ein fester Gewinnverteilung im Verhältnis von 50:50 oder 75:25 kann eine verlockende Einfachheit der Gewinnbeteilung darstellen. Die Buchhaltung und auch die Partner selbst können mittels einfacher Rechnung den zustehenden Gewinn berechnen. Eine gleichmäßige Gewinnverteilung bietet den Vorteil, dass Sie sich nicht um unnötige Statistiken kümmern oder exakt Ihre Arbeitsleistungen sowie etwaige Überstunden bei der Abrechnung berücksichtigen müssen. Entscheiden Sie sich für einen festen Verteilungsschlüssel, z.B. 50:50, sollten Sie Ihrem oder Ihren Kollegen gegenüber das nötige Vertrauen aufweisen, um diese Abmachung dauerhaft akzeptieren zu können. Ansonsten sind Missgunst und Neiddebatten vorprogrammiert.
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      Bei regelmäßigen Arbeitszeiten: Erfassung der Arbeitszeiten
      Eine separate Leistungserfassung der absolvierten Arbeitszeit gilt als sinnvoll, falls die Arbeitsleistungen getrennt voneinander erfasst werden können. Falls in Ihrer Gemeinschaftspraxis die Arbeitszeiten konstanten Regeln folgen, können zum Beispiel Halbtagsschichten schriftlich festgehalten werden und der Gewinnverteilung zugrunde liegen. Um dieses Gewinnverteilungsprinzip für Ihre Abrechnung umzusetzen, ordnen Sie den Gewinn Ihrer Arztpraxis samt der dazugehörigen Betriebskosten in dem Umfang zu, in dem die Ärzte zum Umsatz beigetragen haben. Achten Sie auf effektiv absolvierte Halbtagsschichten, die sich auf Zeiträume zwischen drei und fünf Stunden belaufen. Erfassen Sie diese Halbtagsschichten pro Quartal, ohne hierbei die Einnahmen-Überschuss-Rechnung aus den Augen zu verlieren. Stellen Sie nach einem gewissen Zeitraum fest, dass die verschiedenen Arbeitszeiten auch längerfristig stets in einem ähnlichen Verhältnis stehen, ist es ratsam, über eine grundsätzliche Regelung der Gewinnverteilung unter Berücksichtigung der Arbeitszeiten nachzudenken. Im Gesellschaftervertrag sind dann unbedingt Regelungen zu Urlaubs-, Fortbildungs- und Krankheitstage aufzuführen.
      Elektronische Zeiterfassung sinnvoll bei wechselnden Arbeitszeiten
      Wechselt die Anzahl der Arbeitsschichten sehr häufig oder ergeben sich unterschiedliche Fehlzeiten in Form von Urlaub oder Fortbildungen, sollten Sie sich um ein Zeiterfassungssystem für eine gerechte Gewinnverteilung bemühen. Natürlich gestalten Sie die Gewinnverteilung in diesem Fall besonders fair, wenn die zeitliche Mehrarbeit leistenden Partner in höherem Maße an dem Gewinn der Praxis beteiligt werden. Im Gegensatz dazu sollten Sie darauf Acht geben, dass die Partner Regelungen im Krankheitsfall finden und zum Beispiel eine ausreichende Krankentagegeldversicherung abschließen..
      Praxisbeispiel
      In unserer hausärztlich orientierten überörtlichen Berufsausübungsgemeinschaft mit 4 Gesellschaftern und 3 Standorten hat sich die online Zeiterfassung mittels dem Internet-basierten System von Timetac bewährt. Hierbei nutzen wir lokale Zeiterfassungsterminals in den Arztpraxen mit kleinen RFID-Chips am Schlüsselanhänger. Zusätzlich werden mit Hilfe einer Smartphone-App für Iphone und Android mobil die Zeiten auf Hausbesuchen eingetragen. Aufgrund der flexiblen Möglichkeiten der Zeiterfassung und Zuordnung können so auch Arbeiten, die nicht direkt am Patienten erfolgen, zum Beispiel Abrechnungsprüfung, Buchhaltung oder Personalmanagement erfasst werden. Zur Vermeidung von übermäßigen Zeitbuchungen außerhalb der Patientenversorgung müssen Notizen zu den erfassten Zeiten eingegeben werden, zum Beispiel "Abrechnungskorrektur Quartal x" oder "Personalgespräch mit MFA, WBA y". Aufgrund der Vorhaltung einer Samstagssprechstunde werden bei uns zur Motivierung der Ärzte die Arbeitszeiten samstags zwischen 8 und 12:00 Uhr mit einem 50-prozentigen Zeitaufschlag als Überstunden automatisch beim Einloggen mit dem RFID-Chip gewertet.
      Für die Überprüfung der Zeitbuchungen und Statistiken nutzen wir die online-Übersicht per Webbrowser und korrigieren unter Umständen Fehlbuchungen oder ergänzen vergessene Zeiten. Alle beteiligten Ärzte können so auf die aktuelle Stundenstatistik transparent zugreifen. Auch die Mitarbeiter der Buchhaltung im Steuerbüro erhalten Einsicht in die aktuellen Zeitbuchungen für die korrekte Berechnung der Gewinnverteilung für die BWA. Seit Einführung eines solchen Zeiterfassungssystem sind Neiddebatten aufgrund der erhöhten Transparenz der ärztlichen Arbeitszeiten deutlich zurückgegangen.
      Alternativ können die Arbeitszeiten auch mittels der Praxissoftware erfasst werden, hauptsächlich dann, wenn fast ausschließlich vor Ort in der Arztpraxis gearbeitet wird. Die Zeiten für weitere Verwaltungsarbeiten oder Hausbesuche müssen dann getrennt schriftlich dokumentiert und in der Zeitbuchungsstatistik nachgetragen werden.
    • Von teramed
      "Dr. Neumayr ist ein ausgezeichneter Geschäftsmann, als Arzt ist er eher mittelmäßig", so der Tenor eines Couplets eines bekannten bayerischen Kabarettisten. Alle lachen, Vorurteile erweisen sich als bestätigt und der Laie fühlt sich eingeweiht. Möglicherweise hatten es Mediziner vor 30 oder 40 Jahren tatsächlich einfacher. Mit einem schärfer gewordenen Marktumfeld erweisen sich diese Vorurteile jedoch als haltlos. Dem Kabarettisten ist zu entgegnen, dass nur der gute Arzt auf Dauer wirtschaftlich erfolgreich ist. Warum?
      Die Ansprüche des Beruf Arzt steigen
      Heute ist es wesentlich schwieriger geworden, mit dem Beruf Arzt wirklich gut zu verdienen. Wer als Praxisinhaber Dienst nach Vorschrift macht, muss sich mit dem zufrieden geben, was ihm die gesetzlichen Krankenkassen zum Leben übrig lassen. Wer vom Leben als Arzt mehr erwartet, als das Butterbrot der KV-Abrechnungen, muss sich in Punkto Marketing etwas einfallen lassen. Denn wenn ökonomisches Handeln bedeutet, den Abstand zwischen Einnahmen und Ausgaben zu maximieren, dann führt der Weg in den ärztlichen Wohlstand nur über die Maximierung der Einnahmen, nicht über die Minimierung der Ausgaben. Und das über einen langen Zeitraum, das heißt vom Beginn der Selbständigkeit an bis zur Abgabe seiner Praxis und den Eintritt in den Ruhestand. Wer seine Einnahmen maximieren will, muss ein Anziehungspunkt für seine Patienten sein, die über Bewertungsportale immer besser den guten vom schlechten Arzt zu unterscheiden wissen.
      Ökonomisches Prinzip versus Unternehmertum
      Dabei kann der Weg nicht so aussehen, über Powerseminare Drückermethoden für den Absatz von IGEL-Leistung zu erlernen. Wer so agiert hat die Rechnung ohne den Wirt bzw. den Patienten gemacht. Mit der Folge, dass ihm jene davonlaufen bzw. ihm einen Arzt vorziehen, der das Unternehmerische des Berufes verstanden hat. Und das Unternehmerische besteht darin, seiner Zielgruppe bzw. seinen Patienten einen überlegenden Nutzen zu bieten. Denn Grundlage unternehmerischen Handelns ist Exzellenz und Expertise auf einem Spezialgebiet, auf einem Gebiet, das einer Kundengruppe maximalen Nutzen bietet. Dieses Nutzen-bieten ist ein vielschichtiger Prozess und findet in der Arztpraxis auf unterschiedlichen Ebenen statt.
      Die unternehmerische Arztpraxis
      Fokussierung auf eine bestimmte ärztliche Leistung und eine definierte Zielgruppe ist Kennzeichen solcher Praxen. Hier wird Leistung auf sehr hohem Niveau erbracht, die über Mund zu Mund Propaganda oder Top-Bewertungen in den einschlägigen Portalen zu Bekanntheit, Markenbildung und hohen Patientenzulauf führt. Leistung ist dabei nicht nur die fachliche Leistung des Arztes, sondern die Wirkung der Praxismitarbeiter, des Praxis-Ambiente und der vielen Kleinigkeiten, die Kennzeichen hoher Servicequalität darstellen. In der unternehmerischen Arztpraxis ist es oberstes Ziel, die Patienten zu begeistern. Der Praxis-Umsatz, der Verdienst ist dabei eine logische Konsequenz. Und dieser Verdienst ist auch notwendig.
      Die Notwendigkeit, Gewinne zu erzielen
      Denn ein Service-Niveau aufrechtzuerhalten heißt permanente Weiterentwicklung des Praxis-Konzeptes. Es geht um Investitionen in Weiterbildung, Equipment und Praxis-Ausstattung. Das Internet der Dinge wird vor den Arztpraxen nicht Halt machen. Der Arzt, der in der Zukunft optimal aufgestellt sein will, braucht dafür den Cash-Flow der Gegenwart. Dann profitieren alle von der Praxis, der Arzt, seine Mitarbeiter und die Patienten. Kritisch wird es, wenn die Gewinne fehlen, weil die Patienten den Arzt nicht mehr mögen. In einer Sanierungs-Situation gibt es immer Verlierer. Der Arzt, der sein Vermögen verliert, der Lieferant, der eine Quote oder einen Vergleich schlucken muss, oder der Mitarbeiter, dem gekündigt wird. Auch der Patient der Sanierungspraxis ist ein Verlierer, wenn er alternativ die bessere Praxis hätte wählen können.
      Fazit - mit Patienten-Orientierung kommt der Gewinn automatisch
      Die Existenzberechtigung einer Arztpraxis besteht darin, auf hohem Niveau ihren Patienten Nutzen zu bieten. Wer diesen Nutzen nachhaltig und überzeugend vermitteln kann, wird als Arzt gut verdienen. Der Verdienst ist dabei ein Sekundär-Effekt, der dann in Gefahr ist, wenn er zum alleinigen Fixstern des Praxis-Inhabers wird.
    • Von Ralph Jäger
      Hier finden Sie konkrete Maßnahmen, um die Praxispleite zu beschleunigen.
      Bitte nehmen Sie diesen Text ernst, es werden oft nicht alle Handlungsempfehlungen eingehalten.
      Nehmen Sie sofort mit uns Kontakt auf, wenn innerhalb von 18 Monaten das Girokonto immer noch ein positives Saldo aufweist.
      Ziel ist es, außerhalb der Zugriffsmöglichkeiten der deutschen Behörden zu arbeiten und in Deutschland den Kassenarztsitz an junge Kollegen in einem Bieterverfahren zu verkaufen.
       
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    • Von teramed
      Hier finden Sie konkrete Maßnahmen, um die Praxispleite zu beschleunigen.
      Bitte nehmen Sie diesen Text ernst, es werden oft nicht alle Handlungsempfehlungen eingehalten.
      Nehmen Sie sofort mit uns Kontakt auf, wenn innerhalb von 18 Monaten das Girokonto immer noch ein positives Saldo aufweist.
      Ziel ist es, außerhalb der Zugriffsmöglichkeiten der deutschen Behörden zu arbeiten und in Deutschland den Kassenarztsitz an junge Kollegen in einem Bieterverfahren zu verkaufen.
      Kostensparen: motovieren Sie Ihre Mitarbeiter
      es lässt sich an allen Ecken und Enden sparen, motivieren Sie Ihre MFA dies zum Sport zu machen: nur kein Licht brennen lassen, wenn der Arzt nicht im Sprechzimmer anwesend ist. die Helligkeit kann je nach Patientenaufkommen gesteuert werden: sind wenig Patienten in der Praxis anwesend, ist der Praxisumsatz auch niedrig. Für einen Patienten im Vorwartebereich muss kein Licht angemacht werden. Sparen kann man auch optimal am Büro- und Praxisbedarf: ein Praxisstempel und ein Tacker in der Praxis reichen völlig aus. Taschenrechner sind nicht nötig, jedem steht es frei die Iphone-App oder den Software-Rechner an den PC-Arbeitsplätzen zu benutzen. Kopierpapier muss nicht extra gekauft werden: wer auf Blankoformulardruck umstellt, kann bequem das rosa Papier nutzen. Fordern Sie auch ausdrücklich die Laborwerte ihres Fachlabors per Papierausdruck an: auf der Rückseite ist noch viel Platz. Sinnvoll ist es auch, den Server jeden Abend herunterzufahren, in der Mittagspause können die PC's abgeschaltet werden. Das spart nicht nur Strom, nachts kann auch kein Hacker das System angreifen. die Praxisräume zu heizen ist nicht nur teuer, sondern auch für die Gesundheit der Patienten nicht förderlich. Die Vorteile von kühleren Räumen liegen auf der Hand: die Garderobe ist im Winter nicht voll von dicken Mänteln. Selbstzahlerleistungen: Zusätzliches Einkommen sichern
      wenn schon täglich lästige Atteste für die Schule, den Sportverein oder dem Arbeitgeber verlangt werden, dann kann man doch gleich Geld damit verdienen: 5€ hier und dort, das summiert sich. Möchte jemand eine Rechnung nach GOÄ, könnten die Auslagen vielleicht mit einer Analog-Ziffer  berechnet werden? Das Ultraschallgerät amortisiert sich am schnellsten, wenn die Sonographie im Rahmen einer Selbstzahlerleistung angeboten wird: die kassenärztlichen Leistungen nach EBM sind sowieso budgetiert. Der Patient entscheidet ja auch selbst, ob er eine Ultraschalluntersuchung möchte oder nicht. haben Sie nicht noch eine Rotlichtlampe rumstehen? Die ideale IGEL-Leistung "Wärmetherapie" kann durch die MFA durchgeführt werden und Wellness wäre ein nützlicher Marketingbegriff. werden die Patientenunterlagen bei Arztwechsel angefordert (frecherweise per Übweisung), lassen sich die Auslagen per Muster-GOÄ-Rechnung einfordern: mindestens 25€ für den Papierausdruck, für die elektronische Form lassen sich aufgrund des erhöhten Aufwandes mindestens 30€  verlangen. Klare Verantwortlichkeiten bei Fehlern
      Klar ist, dass die Praxis ohne Arzt nicht läuft. Für alles andere sind die MFA verantwortlich. Im Besonderen, wenn sich Patienten beschweren oder Fehler unterlaufen sind. Suchen Sie die Person, die für den Fehler verantwortlich ist, persönlich und benennen Sie sie namentlich. In einer QM-Verfahrensanweisung kann dies konkretisiert werden. Die Personalkosten sind größte Kostenanteil, da kann ein bisschen Dankbarkeit nicht schaden. Fort- und Weiterbildungen müssen die Ärzte ja auch selbst bezahlen, warum sollten Sie sich an den Kosten der Weiterbildung für MFA beteiligen? Der Steuerberater und das Buchhaltungsbüro haben ja stets einen Überblick über die Ein- und Ausgaben sowie die finanzielle Situation der Praxis: wirft die Praxis im Verhältnis zu den persönlichen Lebenshaltungskosten nicht mehr genügend Geld ab, dann soll das mal der Steuerberater erklären. Es wird sicherlich noch ein paar Steuersparmodelle oder Möglichkeit des Leasings geben. Berufliches mit Privatem mischen
      Sinnvoll ist es, die kassenärztlichen Einnahmen direkt auf das private Girokonto überweisen zu lassen oder nach Eingang der Abschlagszahlungen diese Gelder zu verteilen. Für die Buchhaltung können Sie ja nachträglich auf den Kontoauszügen die Zeilen markieren, die nach reichlicher Überlegung keine Kosten der Praxis darstellen. Die Geldeingänge aus Privatrechnungen lassen sich hervorragend auf ein getrenntes privates Girokonto anweisen: so lässt sich auch bei Überziehung der anderen Girokonten, die Urlaubskasse durch schreiben von Privatrechnungen füllen. Optimierung der Kassen- und Privatabrechnung
      Die Einnahmen aus der kassenärztlichen Tätigkeit lassen sich immer optimieren: wurde auch für jeden Fax- und Dokumenteneingang die Portoziffer abgerechnet? Das summiert sich auf 200€ pro Quartal in einer großen Praxis. Die MFA erhalten ja sowieso ein fixes Monatsgehalt, dann kann sich auch einer hinsetzen und die Ziffer hinzufügen. Wenn die Weiterbildungsassistentin wieder telefoniert, wahrscheinlich mit einem Ex-Kollegen aus dem Krankenhaus, dann lässt sich die Telefonziffer nach EBM abrechnen. Wichtig: die EBM-Ziffer für die Untersuchung die "orientierende Untersuchung" mittels Urinstix muss sorgfältig je nach Behandlungsanlass (Gesundheitsvorsorge oder anderer) getrennt eingegeben werden. Lassen Sie am besten den Versand der Privatrechnungen so lange liegen, bis Sie sich sicher sind, dass alle Leistungen (ob durchgeführt oder nicht) und eventuelle Zuschläge korrekt aufgeführt sind. Bis zu 2 Jahre lassen sich diese Arzthonorare noch nachträglich einfordern. Praxisentwicklung verhindern
      Das erklärt Ihnen am Besten Prof. Kruse in einem Video:
       
      Haben Sie noch ein paar Tricks auf Lager? Dann hinterlassen Sie einen Kommentar!                
       
    • Von teramed
      Controlling heißt Steuern
      Controlling hat nichts mit Kontrolle zu tun. Es geht vielmehr darum, Ziele zu definieren, Maßnahmen zu planen und umzusetzen und am Ende zu prüfen, ob die Ziele erreicht wurden. Betriebswirtschaftliche Zahlen sind dabei die Basis. Denn mit den monatlichen Auswertungen vom Steuerberater erkennt der Arzt, wie viel Umsatz geflossen ist, welche Kostenarten zu Ausgaben geführt haben und wie viel Geld am Ende für Entnahmen zur Verfügung steht. Lassen Sie uns die betriebswirtschaftliche Seite genauer betrachten.
      Controlling mit betriebswirtschaftlichen Auswertungen?
      Jeder Arzt tut gut daran, sich einen Steuerberater zu suchen, der ihn in Fragen des Controllings unterstützt. Da viele Ärzte Papierkram scheuen, sollte der Berater als erstes den Arzt von Buchhaltungsaufgaben so weit es geht entlasten. Moderne Kanzleien verfügen hier über hervorragende Möglichkeiten automatischer Buchung und verstehen die Nöte der Ärzte, was Belegwesen angeht.
      Spitzenklasse ist ein Berater, der die Einnahmenseite der Praxis transparent darstellen kann und der auch Expertise im Bereich Kostenrechnung hat. Wächst eine Praxis und nimmt Formen eines MVZ an, macht eine Kostenrechnung Sinn. Zu sehen, welche Bereiche welche Umsätze und Kosten erzeugen, ist für unternehmerische Entscheidungen in der Arztpraxis wichtig.
      Grenzen betriebswirtschaftlicher Abrechnungen
      Die Grenzen rein betriebswirtschaftlichen Controllings liegen aber im System der Einnahmen-Überschuss-Rechnung begründet. Diese E-Ü-Rechnung ist für die meisten Praxen, aber auch für MVZs und größere Einheiten maßgebend. Sie stellt auf der Umsatzseite die tatsächlich erfolgten, auf dem Bankkonto sichtbaren Einnahmen dar. Ebenso auf der Kostenseite die für Personal, Miete, Praxiszubehör und sonstige Verwaltungskosten erfolgten Auszahlungen. Mit den betriebswirtschaftlichen Auswertungen weiß der Arzt, wie viel Geld seine Praxis auf das Konto gebracht hat. Das ist gut, weil er so eine Grundlage für sein finanzielles Haushalten hat. Das ist schlecht, weil die Umsätze bzw. Einzahlungen einer zeitlichen Verzögerung unterliegen. Privatliquidationen stammen meist aus Vormonaten und bei den KV-Abrechnungen ist der Abrechnungsmodus noch komplizierter. Ein "Umsatzeinbruch" muss gar nicht an mangelnden Patientenbesuchen liegen, sondern kann organisatorisch bedingt sein, weil nicht rechtzeitig Patientenrechnungen gestellt wurden. Im Jahresvergleich sieht der Arzt mit der Liquiditätsrechnung der Einnahmen-Überschuß-Auswertung, ob seine Praxis wächst oder stagniert. Unterjährig braucht er aber zusätzliche Systeme.
      Praxis-Controlling - zusätzliche Systeme
      Will ein Arzt wissen, aus welchen Quellen sein Umsatz stammt, sollte seine Praxis-Software entsprechende Informationen liefern. Praxis-Software dient dazu, die Abläufe in einer Arztpraxis optimal zu unterstützen. Dabei entstehen Daten über Patienten, Patientenstatus (gesetzlich, privat) und Behandlungen.
      Ideal ist ein System, das dem Arzt griffige Auswertungen generiert über:
      eingereichte KV-Abrechnungen pro definiertem Zeitraum (Monat, Quartal, Jahr) Privatliquidationen pro definiertem Zeitraum abgerechnete IGEL-Leistungen Umsätze pro Kunde (KV, Privat, IGEL)  
      Wer diese Daten schnell zur Hand hat, weiß, was in seiner Praxis läuft. Der Arzt kann dann z.b. im Bereich IGEL-Leistungen Ziele definieren und Marketing-Maßnahmen treffen. Und am Ende prüfen, ob sich durch Maßnahme X der Umsatz in einem IGEL-Bereich verbessert hat. Die Kür des Ganzen ist ein System, das den erbrachten Leistungen zusätzlich Aufwendungen und Kosten zuordnet. Denn dann sieht der Arzt, an welchen Leistungen er wie viel verdient.
       
      Strategisches Praxis-Controlling als Management der Kundenzufriedenheit
      Vom Patienten oder Kunden lebt eine Arztpraxis. Der Arzt, der systematisch auf die Bedürfnisse seiner Kunden eingeht, wird langfristig erfolgreich sein. Ein CRM-System kann dabei helfen. Aus den Daten der Praxis-Software generiert der Arzt Informationen über seine Kunden. Je umfangreicher Anamnese und Aufnahmebogen, desto gezielter kann der Arzt Angebote an seine Kunden machen. Wer systematisch die Zufriedenheit der Patienten befragt, erkennt Schwachstellen und Chancen für Verbesserungen. Im Ablauf und bei den angebotenen Leistungen.
      Fazit - Praxiscontrolling
      Es gilt, das Gedeihen der Praxis zu steuern. Dazu bedarf es präziser betriebswirtschaftlicher Auswertungen durch einen exzellenten Steuerberater. Detaillierte Leistungs- Auswertungen aus der Praxis-Software kommen hinzu. Kombiniert mit CRM-Systemen, die den Kunden verstehen lernen, und Management der Kundenzufriedenheit entsteht ein ganzheitliches Controlling für eine erfolgreiche Praxis-Zukunft.


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